83 Com Werner Stürenburg Original Fine Art Originalkunst, Oeuvre Werkschau joe

180 cm - 71 inch
Werkgröße » 52x41 cm (21x17")
Referenzfigur 180 cm


Werknummer
» 83
Abmessungen
» Kommentar
» 52x41 cm (21x17")
Öl / Papier
07.01.1974

Auflösung:
   max   800 px   200 px
oder Klick auf Bild (zyklisch)

Blättern:
links / rechts wischen
die Tasten / nutzen
auf Pfeil links / rechts klicken

Kommentar
© Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA


»  Tête d
»  Tête  , 66x51cm, 30.07.1972 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Diese Ölmalerei hat wie die beiden vorherigen Arbeiten ein sehr interessantes Papier als Grundlage, vermutlich habe ich ein paar Blätter davon von meinem Vater geschenkt bekommen, wobei sich wieder die Frage stellt, wie sein Arbeitgeber, die Geschäftsbücherfabrik, zu solchem Papier kommt. Diese Blätter waren für mich Kostbarkeiten, und ich war mir das Risikos wohl bewusst, die Bögen zu verderben.

Mit den ersten beiden war ich allerdings halbwegs zufrieden, dieses Blatt aber gefiel mir genauso wenig wie die entsprechenden Arbeiten aus Picassos Alterswerk, die so gar nicht seinem Alter und seiner doch anzunehmenden Reife angemessen zu sein scheinen. *

Immerhin war ich ja ungefähr in dem Alter dieses Knaben und hatte mir auch einen Schnurrbart stehen lassen, aber dennoch konnte ich mich mit diesem Jüngling nicht identifizieren. Er schaut wie verwundert, aber man weiß nicht warum.

Irgendwie wirkt er auf mich ein bisschen barock; zu diesem Zeitpunkt spätestens muss ich wohl schon » Klaus Gallwitz:
Picasso Laureatus. Sein malerisches Werk seit 1945
besessen und studiert haben, denn dieser Knabe sieht doch sehr nach seinen Musketieren aus. Wirklich? Kam mir jedenfalls immer so vor. Mal sehen, ob ich das auch belegen kann. Nun wollte ich in besagtem Buch nachschauen, aber ich finde es im Moment nicht; vielleicht reicht »Tête d'homme (pour Jacqueline) II als Hinweis.

Wenn Malerei, wie ich später behauptet habe, eine Erkenntnismethode ist, wenn man auf diese Weise im Trüben, Unbekannten fischen kann und möglicherweise etwas fängt, bedeutet das ja nicht, dass man damit sofort oder überhaupt etwas anfangen kann. Das ist ja das merkwürdige an der Kunst:
Dass das Publikum auf eigene Art reagiert und möglicherweise etwas nimmt, was der Künstler selber weder intendiert hat noch erkennen kann.

Bekanntlich hat Picasso sich ja im Alter der Raserei hingegeben, und ich nehme an, dass er sehr wohl hat unterscheiden können, was etwas zu Tage gefördert hat und was nicht. Jedenfalls hat er bei einem bestimmten Bild (»Tête [Autoportrait], 30.07.1972) aufgemerkt und gesehen, dass sein eigener Totenschädel ihn voller Angst und Entsetzen anstarrt. Dazu musste er Hunderte, vielleicht Tausende von Bildern malen, um zu dieser Erkenntnis zu kommen. Dabei lag es auf der Hand, dass er sein Leben lang vor Todesangst schlotterte.

So gesehen ist diese Erkenntnismethode sehr ineffizient und mühsam. Es stellt sich die Frage, ob sich die Mühe lohnt. Ich jedenfalls fand bei diesem Bild das Ergebnis mager, zu mager. Wenn es bei solchen Sachen geblieben wäre, hätte ich vermutlich eines Tages damit aufgehört.

*   Der vorstehende Kommentar ist die Anmerkung
aus dem Werkkatalog » Stürenburg 2007
 
 
Da das Picasso Project seit spätestens 24.01.2011 gesperrt ist,
führt ein direkter Link nicht mehr zum Ziel; daher bin ich gezwungen, die erwähnten Werke
hier zu reproduzieren und berufe mich dabei auf » Fair Use bzw. das » Zitatrecht.

 

Öl    Papier    Skulpturen    Drucke    Alles

Winzig    Klein    Mittel    Groß    Riesig





search Suche nach



server time used 0.0876 s