180 cm - 71 inch
Werkgröße 38×28cm
Referenzfigur 180cm
Werkdaten Nr. »74
Öl / Leinwand
31.12.1973, » 38×28 cm (15×11")

» Kommentar

Blättern:
links / rechts wischen
die Tasten ← / → nutzen
auf Pfeil links / rechts klicken

Feste Breiten: »1600px   »800px   »500px   »200px

Kommentar
© Copyright Werner Popken. Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA


Auch diese Figur scheint in den Zusammenhang von » Commedia dell’arte zu gehören, mit der ich wirklich nichts zu tun habe - außer Hörensagen weiß ich bis heute nichts darüber. *

Die Assoziation entsteht vermutlich durch den angedeuteten Hut, der ein Zweispitz sein könnte, und die Halskrause. Hier könnte es sich auch um eine weibliche Figur handeln.

Das Gesicht ist relativ naturalistisch gearbeitet, bis auf die Nasenspitze beziehungsweise die Nasenlöcher, die vollkommen fremd erscheinen, wenn man sich auf sie konzentriert, in der Gesamtsicht aber nicht weiter auffallen.

Der Gesamteindruck wird, wie fast immer, durch die Augen und den Mund bestimmt, die eine melancholische Grundstimmung erzeugen. Auch dies ist im Grunde eine Grisaille, nur statt mit schwarz mit gebranntem Umbra.

Bezüglich der Nase habe ich ein bisschen herumprobiert; diese willkürliche Setzung ist im Grunde entbehrlich, stört aber auch nicht weiter. Stimmt das? Probieren!

Vergleich: manipuliert (links) und Original (rechts) · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Vergleich: manipuliert (links) und Original (rechts)

 
Merkwürdig: Eine der üblichen Stilistik mehr angepasste Nase nimmt dem Bild etwas von der Exotik. Die ursprüngliche Fassung gefällt mir besser, je öfter und je länger ich vergleiche.

Erstaunlich ist wieder der zutiefst ernste Grundton. Obwohl es sich doch um ein Bild handelt, das keinerlei Ansprüche auf realistische Bezüge erhebt, scheint eine existenzielle Betroffenheit auf. Kommt mir das nur so vor, weil ich nichts anderes vor Augen habe? Das müsste sich doch überprüfen lassen! Gerade habe ich erst Kenntnis von der » Europeana erhalten und probiere mal aus, was man damit machen kann. Klappt prima! Ich nehme einfach mal einen Corinth, damit tut man niemandem weh.

Vergleich: » Corinth, Lovis: Kopf einer jungen Frau nach halb links  (links) und Original (rechts) · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Vergleich: » Corinth, Lovis: Kopf einer jungen Frau nach halb links (links) und Original (rechts)

 
Die Bleistiftstudie von » Lovis Corinth ist vergleichsweise viel realistischer, dabei aber erstaunlicherweise vollkommen oberflächlich. Sie zeigt die Persona, nicht die Person, also die Erscheinungsweise, wie die Person gesellschaftlich wahrgenommen werden will, das Äußere, nicht das Innere. Und genau das war mir ja bei meinen eigenen realistischen Portraitstudien zu wenig gewesen. Mein Bild zeigt mehr als das, was man sehen kann. Und genau das wollte ich ja erreichen.
*   Der vorstehende Kommentar ist die Anmerkung aus dem Werkkatalog » Stürenburg 2007

 

Öl              Papier              Skulpturen              Drucke              Alles


Winzig              Klein              Mittel              Groß              Riesig



 
Home               Galerie               Altar               Fotos


Credo               Texte               Blog               Bücher               Manifest


 English   Top


server time used 0.0454 s