52 Com Werner Stürenburg Original Fine Art Originalkunst, Oeuvre Werkschau joe

180 cm - 71 inch
Werkgröße » 44x20 cm (18x8")
Referenzfigur 180 cm


Werknummer
» 52
Abmessungen
» Kommentar
» 44x20 cm (18x8")
Öl / Weichfaser
25.11.1973

Auflösung:
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Kommentar
© Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA


Nanu? Bringen die sich um oder tun sie nur so? Die Maltafel lag vermutlich herum und ich schaute einfach, was sich da materialisieren wollte. Es ist doch erstaunlich, wie sehr sich die Voraussetzungen und der Inhalt bedingen. Könnte man sich diese Szene in einem Querformat vorstellen? Inwiefern hat das Format die Szene hervorgerufen?

Diese Frage ist für mich bis heute ungeklärt, hat mich aber bis hin zu den » Triptychen und insbesondere zum » Altar beschäftigt. Als ich Vorder- und Rückseite bemalt habe, habe ich zuweilen zwischen Quer- und Hochformat gewechselt, einfach um zu testen, ob das geht. Natürlich geht es, dem Schöpferischen ist nichts zu schwer. *

Das kleine Bild ist ziemlich düster, farblich aber dennoch ganz angenehm und erstaunlich detailreich. Die goldverzierten Helme der beiden Kämpfer sind ja nicht zu übersehen, aber sie haben auch beide einen Schutzschild, die sie dummerweise gegeneinanderpressen, statt sich mit ihnen zu verteidigen.

Der linke scheint ein Rechtshänder, der rechte ein Linkshänder zu sein. Ob der Linkshänder gerade trifft, kann nicht ausgeschlossen werden, aber es sieht doch so aus, als würde er zwischen Arm und Körper hindurchstoßen. Immerhin könnte sich zwischen den Füßen Blut angesammelt haben. Der Gesichtsausdruck des linken Kämpfers würde auch dazu passen, dass er schwer getroffen ist. Möglicherweise kämpfen sie bei Nacht, oder aber auch auf einer Bühne, und die ganze Geschichte ist nur Show. Immerhin fällt ja die weiße Gesichtsfarbe der Kämpfer auf, und wenn sie noch Schlitzaugen hätten und den Mund schrecklich verziehen würden, wäre es möglicherweise japanisches Theater.

Auch hier konnte ich wieder nur mit dem Kopf schütteln. Ich bin ein friedlebender Mensch und habe für kriegerische Auseinandersetzungen rein gar nichts übrig. Wieso male ich so etwas? Ob nun real oder auf dem Theater, mit dem Thema Kampf auf Leben und Tod habe ich nichts zu tun.

Vor einigen Jahren erst habe ich erfahren, dass die große Schlacht in der » Bhagavad Gita als Kampf der verschiedenen Kräfte innerhalb eines Menschen interpretiert werden muss, als Kampf des Guten gegen das Böse in einem selbst. Das hat mich sehr erleichtert, denn ich fand es schon sehr merkwürdig, dass in einer religiösen Schrift zum Krieg aufgerufen wird. Der Kampf des Guten gegen das Böse ist nun einmal in der Welt und ich bin der letzte, der sich drücken würde, wenn es drauf ankäme, vor allem in mir selbst.

Aber selbst wenn ich einen solchen Kampf als inneren Kampf interpretieren würde, fühle ich mich nicht wirklich angesprochen, denn ich habe in meinem Leben bisher kaum Konflikte dieser Art erlebt. Für mich war immer klar, was gut und recht ist, und gegen üble Gelüste und böse Bestrebungen musste ich nicht ankämpfen, ich hatte sie einfach nicht. Also bin ich bis heute ratlos, was dieses Bild betrifft.

*   Der vorstehende Kommentar ist die Anmerkung
aus dem Werkkatalog » Stürenburg 2007

 

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