180 cm - 71 inch
Werkgröße 80×70cm
Referenzfigur 180cm
Werkdaten Nr. »38
Öl / Leinwand
08.11.1973, » 80×70 cm (31×28")

» Kommentar

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Kommentar
© Copyright Werner Popken. Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA


Eine ganz eigene Erfindung, die mir deshalb ein bisschen Angst machte. Eine Reise in das Unbekannte verursacht durchaus Unbehagen. Es ist viel einfacher, Bekanntes zu variieren. Die Figur hat eine erstaunliche Präsenz, und die Frage ist, wie das zustande kommt? Das ist vermutlich das Geheimnis des Schöpferischen. *

Auch die Reproduktion dieses Gemäldes erwies sich als sehr schwierig. Das Original überzeugt durch seine Malweise und die Ausgewogenheit der Farben; es war eher die gegenständliche Seite, die mich beunruhigte. Diese Frau schaut sehr herausfordernd und scheint den Betrachter zu fixieren, obwohl ihr linkes Auge nach rechts schaut und das rechte eigentlich ein Loch ist.

Die Form um den Kopf könnte Haare oder ein Tuch bezeichnen, und die grüne Form unten will wohl als Oberkörper gelesen werden, obwohl es sich eigentlich um eine Art Sockel handelt, denn ganz unten schimmert der Hintergrund durch. Diese Figur strahlt eine erstaunliche Lebendigkeit aus, obwohl sie ja deutlich eine künstlich-kühne Konstruktion ist.

Der Sockel bildet rechts einen gewaltigen Busen aus, der mich gehörig irritierte; diese weibliche Gestalt ist auch sexuell herausfordernd, und das war für mich, der ich trotz angeblicher sexueller Revolution doch eigentlich sehr prüde und gehemmt war, anscheinend etwas zu viel und bedrohlich. Das ist insbesondere deshalb verwunderlich, weil ich bis dahin ja schon ganz mutig und erfolgreich einige nackte Brüste gemalt hatte und die erotische Anzüglichkeit im Gegensatz dazu hier sehr versteckt ist.

Später habe ich mich dann mit » C.G. Jung und dessen » Archetypen beschäftigt. Der würde vermutlich darin meine » Anima sehen, aber ich wüsste nicht, was eine solche Behauptung zur Aufklärung beitragen könnte. Wenn man eine rätselhafte Wirkung auf ein ebenso rätselhaftes Konzept zurückführt, hat man eigentlich nichts gewonnen.
*   Der vorstehende Kommentar ist die Anmerkung aus dem Werkkatalog » Stürenburg 2007

 

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