180 cm - 71 inch
Werkgröße 28×24cm
Referenzfigur 180cm
Werkdaten Nr. »28
Öl / Weichfaser
19.05.1963 - 13.10.1973, » 28×24 cm (11×9")

» Kommentar

Blättern:
links / rechts wischen
die Tasten ← / → nutzen
auf Pfeil links / rechts klicken

Feste Breiten: »1600px   »800px   »500px   »200px

Kommentar
© Copyright Werner Popken. Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA


Die Grundlage fr diese bermalung ist mit Sicherheit damals schon ein paar Jahre alt gewesen. Ganz dunkel meine ich mich zu erinnern, dass ich dieses Bild schon zu Schulzeiten begonnen hatte. Es wird sich wohl um ein unvollendetes Frontalportrait meiner Cousine handeln, das jetzt zu einer Maske umgearbeitet ist.

Diese verdeckt eine Profildarstellung eines Mannes oder Jnglings, dessen Profil gedoppelt ist und seinerseits eine Maske zu sein scheint. Die Haare sind nicht bearbeitet, aber zu einer mnnlichen Frisur umgedeutet worden. Der Hals beziehungsweise Nacken muss zur nachtrglichen Erfindung gehren, ebenso die Andeutung des Hemdkragens.

Ganz offensichtlich lsst » Pablo Picasso gren. Die Behandlung des roten Hintergrundes erinnert an hnliche Hintergrnde seiner berhmten Gemlde aus den dreiiger Jahren, und die doppelte Profillinie wiederum gemahnt an eben diesen Trick, den er in den sechziger Jahren erfunden und sowohl in der lmalerei als auch in der Radierung vielfltig eingesetzt hatte.

Das ursprngliche Portrait musste ich aufgeben, da ich den technischen Schwierigkeiten eines Frontalportraits damals nicht gewachsen war. Verglichen mit den vorherigen Arbeiten ist das also ein sehr komplexes, rtselhaftes Werk geworden, was sich in diesem Fall vielleicht durch die gebrochene Entstehungsgeschichte erklren lsst.

Ich konnte jedenfalls damals nichts damit anfangen. * Vielleicht liegt das auch an den unterschiedlichen Anmutungsebenen - manche Teile wirken naiv, andere wiederum berzeugend, wenn auch ein bisschen unbeholfen, und viele Farbklnge wirken sehr schn, nur die Brauntne des Haares wollen irgendwie nicht recht dazu passen. Es ist auf jeden Fall ein originelles Werk, eines, das man nicht erfinden knnte. Auerdem ist es vollkommen ernst. Hier macht sich niemand lustig.

Insgesamt wirkt es als Profilansicht, obwohl die beiden blauen Profile ja gar nicht zu dem realistischen Hals und Haar passen wollen. Die Maske wre dann gewissermaen ein Schutzschild, das insbesondere die Augen der Profilansicht verdeckt. Die Maske ist deutlich zweigeteilt in eine eher gelbe und eine eher blaue Hlfte und offensichtlich mehr eine Tragdien- als eine Komdienmaske. Trotz der toten blauen Augen scheint sie nach innen zu schauen.
*   Der vorstehende Kommentar ist die Anmerkung aus dem Werkkatalog » Stürenburg 2007

 

Öl              Papier              Skulpturen              Drucke              Alles


Winzig              Klein              Mittel              Groß              Riesig



 
Home               Galerie               Altar               Fotos


Credo               Texte               Blog               Bücher               Manifest


 English   Top


server time used 0.0418 s