180 cm - 71 inch
Werkgröße 92×66cm
Referenzfigur 180cm
Werkdaten Nr. »26
Öl / Nessel
06.10.1973, » 92×66 cm (36×26")

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Kommentar
© Copyright Werner Popken. Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA


Hier erinnere ich mich noch daran, wie ich gezgert habe, das Gesicht zu machen. Im Grunde muss jeder Strich auf Anhieb sitzen. Jegliche Korrektur wre bei dieser dnnen Malweise sichtbar, und zwar auf hchst unangenehme Art; sie wrde das Werk unrettbar verderben. Noch hatte ich nicht das Vertrauen, dass ich mich einfach berlassen kann. Und es ging gut, trotzdem.

Dieses Bild ist zweifellos als Portrait gemeint, und es hat auch eine gewisse hnlichkeit, obwohl die Portraitierte mir gar nicht zur Verfgung stand - ich habe dieses Bild vielmehr vllig ohne Anschauung frei aus der Vorstellung heraus gemalt - Erika war zwar anwesend, arbeitete aber im Nebenzimmer.

Ich hatte diesmal mit einer Bleistiftzeichnung angefangen; diese Vorzeichnung ist auch noch sichtbar. Dann hatte ich frisch die Bluse, die Hose und den Hintergrund heruntergepinselt. Schlielich musste ich mich dem Gesicht widmen.

Angesichts der unzhligen Mglichkeiten, das Bild zu verderben, beschlich mich die Furcht. Aber schlielich fasste ich mir ein Herz und griff zu einem Trick: Ich benutzte einen ziemlich trockenen Pinsel - so konnte ich erstmal vorsichtig antesten, z.B. ob die Augen richtig sitzen, und dann verstrken. Das war innerhalb des Bildes zwar ein Stilbruch, aber mehr traute ich mich nicht. Ich hatte noch viel zu lernen.

Der Hintergrund ist leider sehr unbefriedigend, und auch die Bluse lsst zu wnschen brig. Naja, die Arme und die Hose sind auch nicht so toll, aber die Haare sind schon etwas besser und das Gesicht ist eigentlich ganz gut gelungen. Die Augen wirken leider etwas aufgerissen. Unabhngig davon wirkt die junge Frau etwas bekmmert, zumindest nachdenklich. Die Haltung mit den bergeschlagenen Beinen und der dazwischengeschobenen linken Hand ist ziemlich gewagt und wirkt nicht ganz berzeugend.

Ansonsten sprt man ein bisschen Herzblut, eben mein Gefhl fr diese Frau, aber nicht viel. Deshalb kann es als Kunstwerk eben auch nicht berzeugen. Selbst wenn die aufgezhlten Schwchen nicht vorhanden wren, htte bestenfalls ein mehr oder weniger verblffendes Virtuosenstck daraus werden knnen. Von Kunst ist so etwas meilenweit entfernt. Und das sprte ich ganz deutlich.

 

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