180 cm - 71 inch
Werkgröße 100×130cm
Referenzfigur 180cm
Werkdaten Nr. »191
Öl, Lack / Hartfaser
01.07.1974 - 01.07.1976, » 100×130 cm (39×51")
Rückseite von » 215

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Kommentar
© Copyright Werner Popken. Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA


Dies ist ein Bild, das durch die Umarbeitung verlorengegangen ist, es war ein sehr gutes Bild, ein sehr strenges Bild, ein beeindruckendes, zu Herzen gehendes Bild, und deshalb ist es entsetzlich traurig, daß noch nicht einmal ein Foto davon existiert. Ich habe die beiden Köpfe umgearbeitet, den Hintergrund entfernt, die Lampe und die Kinder hinzugefügt, ihm eine Zigarette gegeben und war dann am Ende. Vielleicht hätte ich das Bild doch noch vollenden können. Natürlich wäre ein völlig anderes Bild daraus geworden, aber offenbar war ich so traurig darüber, daß ich das schöne Bild zerstört hatte, daß mir jeglicher Mut verlorenging. In diesem Zustand (und als Warnung) ist es dann in den Werkkatalog eingegangen. *

24.01.2013

Von den Kindern und der Zigarette ist in diesem Zustand ja nun auch nichts mehr zu sehen - anscheinend habe ich noch später versucht, mich irgendwie an den Originalzustand wieder anzunähern (zum Zeitpunkt der Formulierung des obigen Textes war das auch schon so - ich weiß nicht, ob es ein Zustandsfoto mit den Kindern gibt, auf jeden Fall kann ich mich daran erinnern: ein älterer Junge und ein jüngeres Mädchen). Dieser Originalzustand ist in den beiden Körper noch gegeben. Ich finde die Hände sehr ausdrucksvoll und schön, und auch die Oberteile gefallen mir sehr gut. Das Oberteil der Frau ist anscheinend teilweise übermalt worden, und auch die beiden Gesichter sind nicht mehr im Original, bis auf die Augen und die Umrisslinie.

Die Farbigkeit des Hintergrunds war ursprünglich wohl nicht gegeben, die geschwungenen Linien ebenfalls nicht. Für mich wirkt das Bild in all den Teilen, die überarbeitet worden sind, unfertig, unharmonisch, unerträglich. Aus diesem Grund habe ich wohl sehr spontan und undiplomatisch reagiert, als mich jemand anrief und verkündete, aufgrund der Abbildung im Internet dieses Gemälde kaufen zu wollen: „Aber das ist ja gar nicht fertig!“. So konnte aus der Kaufabsicht natürlich nichts werden.

Dieser Vorfall hat mir zu denken gegeben. Es war nicht das erste Mal, dass ich Interessenten meine eigenen Vorlieben aufdrängen wollte. Das ist sicherlich ein Fehler. Im übrigen muss ich mich auch fragen, was gegen die Wertschätzung eines unfertigen Werkes spricht. Das Werk Picassos ist voll von unfertigen Werken, von denen die meisten die Museen bevölkern. Das Publikum kann offenbar damit umgehen.
*   Der vorstehende Kommentar ist die Anmerkung aus dem Werkkatalog » Stürenburg 2007

 

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