176 Com Werner Stürenburg Original Fine Art Originalkunst, Oeuvre Werkschau joe

180 cm - 71 inch
Werkgröße » 150x160 cm (60x63")
Referenzfigur 180 cm


Werknummer
» 176
Abmessungen
» Kommentar
» 150x160 cm (60x63")
Lack / Hartfaser
14.08.1974 - 20.08.1974
Rückseite von » 172
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Kommentar
© Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA



Die Rückseite von Nummer 172; eine Grisaille, wieder einmal. Ist das nun eine Hochzeitsgesellschaft oder eine Trauerfeier? Ich weiß es bis heute nicht. Aber das Bild und die Personen darauf habe ich vom ersten Tage an sehr geliebt. *

Was gefällt mir so an diesem Bild? Es sind zweifellos die Charaktere, die beiden Frauen und die beiden Männer, wobei die Männer jugendlicher und unreifer wirken als die Frauen.

Für eine Hochzeit sprechen die beiden äußeren Figuren; insbesondere der Mann wirkt doch sehr wie ein Bräutigam mit seinem schlecht sitzenden Jakett, der Blume (ist es eine Nelke?), dem Einstecktuch.

Die beiden mittleren Figuren wollen zu einer Hochzeit nicht so recht passen, insbesondere die Miene des mittleren Mannes würde zu einer Trauerstimmung ganz gut passen. Andererseits ist natürlich auch eine Hochzeit nicht nur eine fröhliche Angelegenheit, sondern durchaus auch Anlass zur Besinnung.

Immerhin lässt man sich auf etwas ein, das schwer absehbar ist. Nach wie vor möchten die Menschen an lebenslange Liebe glauben, auch wenn aller Anschein dagegen spricht. Was wird einem im Laufe eines langen Lebens begegnen, wie wird man miteinander umgehen, wie wird man es miteinander aushalten, wird man tatsächlich miteinander glücklich werden können?

  Ausschnitt · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
     
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Die Frau in Weiß hat etwas Mütterliches an sich, sie schaut nirgendwo hin, also nach innen, ist in Gedanken versunken, sich wohl der Gegenwart der anderen bewusst, aber von ihnen getrennt.

Da die anderen drei hinter ihr stehen und sie sitzt, bekommt sie natürlich auch so einen Anflug von Opfer. Sie ist ganz offensichtlich der Mittelpunkt, obwohl sie ganz an den Rand gerutscht ist.

Sie sitzt ganz gelassen und aufrecht da, die eine Hand auf den Oberschenkel gelegt, die andere rutscht ein bisschen zwischen die Beine. Es ist anscheinend nicht kalt, aber doch auch nicht sonnig, das Wetter scheint sehr trübe zu sein, man ist draußen irgendwo auf einer Wiese, auf einer kleinen Anhöhe, im Freien.

In Kleid ist offenbar lang und wenig auf Figur geschnitten, hochgeschlossen, und die Haare sind vollständig unter ihrem Kopftuch verborgen.

Die Frau mit den verschränkten Armen hat ebenfalls ein hochgeschlossenes Kleid mit kurzen Ärmeln an, das aber kurz unterhalb der Knie abgeschnitten ist. Das Kleid ist schlicht, aber elegant, und der Halsschmuck weist ebenfalls auf den festlichen Charakter des Anlasses hin.

Im Gegensatz zur Hauptperson trägt diese ihre Haare offen. Auch sie schaut vor sich hin, zwar in Richtung des Betrachters, aber sie schaut den Betrachter nicht an. Ganz offensichtlich ist sie nicht der Mittelpunkt, sondern auf die weiße Frau bezogen.

Die beiden Frauen sind optisch von den beiden Männern getrennt - das fällt mir erst jetzt auf, wo ich dieses Bild einmal genauer betrachte. Auch der Anzug des Mannes in der Mitte sitzt nicht so recht, die Hosen sind etwas zu kurz, der Kragen nicht ganz korrekt aufgeschlagen, das Jakett etwas zu knapp in der Taille - es ist keine gängige Mode, die dieser junge Mann trägt.

Wie der andere trägt auch er keine Krawatte, hat aber den Kragen geschlossen. Der schaut schräg am Betrachter vorbei auf den Boden, hat die Hände hinter dem Rücken versteckt und scheint von der Situation ebenso ergriffen wie die anderen drei.

Der vierte nun mit seinem Blumenstrauß schaute ebenso in die unbestimmte Ferne, sein Blick kreuzt den des anderen, er schaut in die andere Richtung am Betrachter vorbei. Zwar steht er etwas weniger fest als sein Nachbar, aber bewegen wird er sich wohl ebenfalls nicht.

Jeder der vier ist höchst individuell gezeichnet, jeder eine ganz eigene Persönlichkeit mit einer eigenen Geschichte, einem eigenen Charakter, eigenen Entwicklungsmöglichkeiten, und jeder von diesen ist schön und liebenswert, ernsthaft, tief, klug, begehrenswert.

Die Beziehungen der vier zueinander sind unklar. Wenn es sich um eine Hochzeit handeln sollte, wären die beiden äußeren Personen das Brautpaar und die beiden anderen die Trauzeugen, vermutlich Freunde der zu trauenden.

In einer solchen Situation mag vielleicht auch der Trauzeuge an sich selbst denken, an seiner eigenen Hoffnungen, an die unbestimmte Situation in der Zukunft, wo er selbst vielleicht getraut werden soll, wo er sich für den Rest seines Lebens festlegen will, wo aus Neigung Verbindlichkeit wird, wo Verträge geschlossen werden, die eingehalten werden müssen.

Wäre es eine Trauerfeier, so könnte die weiße Frau vielleicht die Witwe sein, aber dann wäre doch der Blumenstrauß recht unpassend. Wer wäre dann der Mann mit dem Blumenstrauß? Und wieso sollten sich die vier genauso gruppieren? Es muss sich wohl doch um eine Hochzeit handeln.

Recht auffällig ist die unterschiedliche Gestaltung des Himmels. Der linken Hälfte dynamisch durchwühlt, rechts eher klar. Die weiße Frau ist definitiv passiv, es ist nicht zu erwarten, dass sie sich bewegen wird, die beiden mittleren Figuren warten ab, der Mann rechts könnte in Bewegung geraten, und wenn er dies täte, würde er sich vermutlich auf die weiße Frau zu bewegen.

Ihr könnte er den Strauß überreichen, aber als Brautstrauß ist er viel zu üppig, viel zu groß, und für eine Beerdigung ist er definitiv unpassend. Möglicherweise geht es um einen Heiratsantrag. Aber warum dann die förmliche Aufstellung, die strenge Kleiderordnung, die Zeugen?

» C.G. Jung würde wahrscheinlich auf eine chymische Hochzeit deuten, wo der Animus die Anima freit (oder so), von einer Vereinigung der Gegensätze, und für die Trauzeugen hätte er sicherlich auch noch Verwendung. Ich habe das jetzt einfach so gesagt, hatte das vermutlich irgendwann mal aufgeschnappt, tatsächlich aber gar keine Vorstellung davon, worum es sich eigentlich handelt.

Glücklicherweise lebe ich jetzt im Zeitalter des Internet und kann mich sofort schlau machen:


Die Chymische Hochzeit oder die Unio Mystica sind die Formen der ekstatischen Erfahrung dieser EINHEIT in der Seele. Wie wir die sexuelle Kraft werten, hängt davon ab. wie wir sie leiten. Lenken wir sie nach außen, um uns Sinneslust und Vergnügen zu schaffen, so zieht sie uns hinunter, schwächt unser geistiges Potential und macht uns zum Sklaven. Gelingt es uns, sie zu wandeln, ihr ungeheures schöpferisches Potential als Triebkraft unserer inneren Entwicklung zu benutzen, so wird sie uns zum unversiegbaren Quell innerer Kraft, Inspiration und Freude. Ja sie ist die Wurzel der geistigen Erneuerung des Menschen. Sie bewirkt ein Überfließen aus einer Überfülle von sublimiertem Eros und innerer Ekstase. Das ist es, was Jesus meint, wenn er sagt:
'Ich will euch die Fülle des Lebens geben.'

» Sexualität - Heilige Kraft der Menschheit

Das ist die Auskunft der Lichtarbeiterin Maria alias Maryam alias » Sabine Friedrichs. Aha, Unio Mystica ist ein anderer Ausdruck für Chymische Hochzeit - was sagt denn die Wikipedia dazu? Die lenkt Unio Mystica automatisch auf Mystische Hochzeit weiter:


Die mystische Hochzeit ist ein Motiv der jüdisch-christlichen Literatur, Theologie und Kunst. Die religiöse Vorstellung einer Vereinigung von Gott und Mensch (unio mystica) wird unter dem Bild der Verlobung und Vermählung gedacht und dargestellt.[1] Im Gegensatz zur Hochzeit zweier Götter (Hierogamie) handelt es sich bei der weiblichen Seite der mystischen Hochzeit um eine irdische Braut. [...]

Das Weihegebet der Kirche über die Jungfrau aus dem 5. Jahrhundert [33] hebt den ehelichen Charakter dieser mystischen Vereinigung (unio mystica) mit Christus hervor:


„Obwohl sie die Würde des Ehebundes, den du gesegnet hast, erkennen, verzichten sie dennoch auf das Glück einer Ehe; denn sie suchen einzig, was das Sakrament der Ehe bedeutet:
die Verbindung Christi mit seiner Kirche. Die Jungfräulichkeit um Christi willen erkennt in dir, o Gott, ihren Ursprung, sie verlangt nach dem Leben, das den Engeln eigen ist, und sehnt sich nach der Vermählung mit Christus. Er ist der Sohn der jungfräulichen Mutter und der Bräutigam derer, die im Stand der Jungfräulichkeit leben.“

– Pontifikale für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes II. Die Jungfrauenweihe.[34] [...]


Höchstes Ziel war im Mittelalter die unio mystica, die mystische Vereinigung mit Gott, ein „Gottspüren“ oder in einem weiteren Sinn „ein Bewusstsein der unmittelbaren Gegenwart Gottes“[37] Dieses Spüren Gottes wird im Mittelalter „auch erotisch aufgeladen und Gotteserkenntnis als Begegnung zwischen Ich und Gott im Sinne einer ‚heiligen Hochzeit‘ zwischen Seele und Gott bzw. Christus gedeutet“.[38] [...]

Der Mystik des hl. Johannes vom Kreuz (1542–1591) liegt eine „Heilsdramatik der Vermählung zugrunde:
die Liebesbewegung geht von Gott aus, der nicht allein sein will, die Menschheit als Braut des Sohnes erschafft und immer wieder um sie wirbt – bis zur Menschwerdung und Hingabe des eigenen Lebens“ am Kreuz. „Die Schöpfung steht von vornherein im Verhältnis einer innigsten Zugehörigkeit zu Gott, sie ist Gabe an den Sohn und Gabe um des Sohnes willen, nicht Werk eines weltabgewandten allmächtigen Wesens wie im Deismus. Der Sohn ist derjenige, der durch seine Ehe die Schöpfung gottwürdig macht. Die Menschwerdung wird schließlich als erlösender Ehevollzug und ‚wunderbarer Tausch‘ zwischen dem Sohn und der Braut verstanden, wobei wie in der Trinität eine Gleichgestaltung des Geliebten stattfindet. Diese Gleichgestaltung ist das Zeichen vollkommener Liebe.“[45]

Der protestantische Pfarrer Valentin Weigel (1533–1588) stellt neben den „Christus für uns“ den „Christus in uns“, und betont dadurch die Selbstverantwortlichkeit des Individuums.[46] Weigels mystische Theologie, die auch meist abwertend als Weigelianismus bezeichnet wird, beinhaltet die Vorstellung eines völligen Verschmelzens von Gott und Mensch.[47] Die nachreformatorische Theologie ist gegenüber einer vollständigen Einheit und Verschmelzung in Christo (in Christus) meist zurückhaltend und eignet sich die unio mystica distanziert als unio cum Christo (mit Christus) an.[48]

» Mystische Hochzeit

Das ist ja nun alles hochinteressant - denn auffällig ist doch, dass die Erotik in diesem Bild sehr stark im Hintergrund wirkt, Sexualität so gut wie gar nicht spürbar ist, und schon der Gedanke an Begierde und fleischliche Freuden überhaupt nicht zur Stimmung dieses Bildes passen will.

Der Begriff taucht interessanterweise auch in dem Artikel über Erleuchtung auf, und tatsächlich hat mein kleines AddOn FastestFox den Begriff Unio Mystica diesem Artikel der Wikipedia zugeordnet:


Die Glaubensinhalte von Judentum, Christentum und Islam sind nach einem Einigungsprozess vornehmlich in ihren Heiligen Schriften institutionalisiert und autoritativ niedergelegt worden (Synoden, Sanhedrin, Versammlungen). Erleuchtungserfahrungen sind in diesen Religionen kein primäres religiöses Ziel, sondern religiöses Ziel ist das Moralischsein (Willen Gottes tun) und das „Sich-in-Gott-absolut-geborgen-Wissen“, also das Gläubigsein. Dennoch gibt es viele Zeugnisse im christlichen Kulturkreis, besonders in der Mystik, von Erleuchtungserfahrungen. Sie werden u. a. als „visio dei “ (Gottesschau) oder „unio mystica“ (Vereinigung der Seele mit Gott) bezeichnet.

» Erleuchtung

Die chymische Hochzeit ist der Titel einer Rosenkreuzer-Erzählung » Chymische Hochzeit, die mir aber äußerst wirr erscheint. Es geht um die Vereinigung der Gegensätze, und damit bin ich wieder bei C.G. Jung - dort habe ich diesen Begriff mit Sicherheit aufgeschnappt. Die Vereinigung der Gegensätze war so eine fixe Idee der Alchimisten, und die hatten es wiederum Jung angetan.

Die Chymische Hochzeit ist ein regeltechnischer Schalenzauber.
Alchimisten, Magier, Hexen und Kristallomanten können mit diesem Ritual die Qualität der Produkte verbessern, die mit der Schale der Alchimie hergestellt wurden. [...]

Der Name des Schalenzaubers kommt vom alchemistischen Vorgang der Chymischen Hochzeit, bei dem sich zwei gegensätzliche Elemente vereinen. Bekannt wurde der Begriff durch den Roman von Johann Valentin Andreae Chymische Hochzeit.

» Chymische Hochzeit

Der Autor dieses Traktats ist nicht irgendwer:


Johann Valentin Andreae (* 17. August 1586 in Herrenberg; † 27. Juni 1654 in Stuttgart) war ein deutscher Theologe, Schriftsteller und Mathematiker mit großem Einfluss auf den württembergischen Protestantismus. Er gilt als einer der Urheber der Rosenkreuzer-Legende. Kirchenhistoriker sehen in ihm einen Vorboten der Aufklärung und Vorläufer des Pietismus.[1]

» Johann Valentin Andreae

Andreae hat sich im hohen Alter, also Mitte des siebzehnten Jahrhunderts, selber zu seinem Werk geäußert:


„Superfuerunt e contra Nuptiae Chymicae, cum monstrorum foecundo foetu, ludibrium, quod mireris a nonullis aestimatum at subtili indagine explicatum, plane futile et quod inanitatem curiosorum prodat.“ [...]

R. Frey-Jaun [bringt] in ihrer Dissertation [...] folgenden Übersetzungsvorschlag:
„Im Gegensatz zu den erwähnten Schriften hielt sich die 'Chymische Hochzeit', eine literarische Kurzweil, die eine Flut von ungeheuerlichen Schriften nach sich zog. Du würdest dich wundern, wie sehr sie von einigen geschätzt worden ist und mit welcher Subtilität erklärt. Doch sind diese Deutungen offensichtlich haltlos und beweisen nur, zu was für Unsinn diese Hermetiker fähig sind.“

» Johann Valentin Andreaes Bewertung der Chymischen Hochzeit



Man sieht, auch krause Gedanken können auf fruchtbaren Boden fallen und eine lange Wirkungsgeschichte entfalten. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass Vorstellungen und Kräfte angesprochen werden, die sich anderweitig nicht äußern können und diesen Nährboden nutzen. Dabei können natürlich auch heute noch die tollsten Blüten entstehen, das Internet ist voll davon.

Wenn dieses Bild also weder als Hochzeit noch als Beerdigung zu werten ist, sondern als Sehnsucht der Seele nach Vereinigung mit Gott, so steht sie jedenfalls in schärfsten Gegensatz zur Rückseite, die zwar auch als Ausdruck des höchsten Verlangens, der dringenden Sehnsucht gelesen werden muss, jedoch unübersehbar die körperliche Seite, die fleischliche Lust beschreibt, die auf dieser Seite ebenso deutlich fehlt.

Immerhin würde sich in dieser Lesart ein Zusammenhang zwischen Vorder- und Rückseite ergeben, eine höchst überraschende Einsicht, ihrerseits wiederum eine Vereinigung der Gegensätze.

Das Internet ist einfach unglaublich und Google ein wunderbarer Helfer! Über die Verbindung zwischen spiritueller und körperlicher Hochzeit erfahren wir etwas in einem gesprochenen Text:


Seelenhochzeit und Chymische Hochzeit

Ihr Lieben,
wenn euch diese Frage ein wirkliches Herzens- und Seelenanliegen ist:

wer nach dem Höchsten strebt, vergesse nie, dass dieses Höchste nicht nur eine Kraft oder Essenz ist.
Das Höchste ist Wesen.
Es ist nicht nur Schöpfer-Kraft, sondern Schöpfer-Seele.

» Baba Avinash - Seelenhochzeit und Chymische Hochzeit

Der Autor spricht unter dem Titel »dharma kriya ... tat twam asi!« ganz offensichtlich mit hochdeutschem Akzent.

Er verbreitet sich zunächst über die anscheinend höchst körperliche Seelenhochzeit zweier Liebender, eine Art Sexualtechnik der Extraklasse, wo der Orgasmus kein vorübergehendes, kurzes, erschöpfendes Gipfelerlebnis ist, sondern mit der ruhigen, prinzipiell unbegrenzten, gleichbleibend schönen und gleichmäßig erhebenden Aussicht auf einem Gipfel verglichen wird, die chymische Hochzeit hingegen mit der Vereinigung der Seele mit Gott, wobei sich beides unter Umständen auch noch miteinander kombinieren lässt, und vertritt zum Schluss die These, dass jeder Mensch auch ohne ausgefeilte Techniken und jahrelange Übungen zu einer solchen Seelenvereinigung mit Gott gelangen kann.

Der Artikel » Tat Tvam Asi verweist übrigens wiederum auf Mystische Vereinigung, verlinkt mit Mystik:


Der Ausdruck Mystik (von griechisch mystikós „geheimnisvoll“) bezeichnet Berichte und Aussagen über die Erfahrung einer göttlichen oder absoluten Wirklichkeit sowie die Bemühungen um eine solche Erfahrung.

» Mystik

Auf seiner Webseite verrät Baba Avinash alias Olaf G. Stolp seine Wurzeln:


«Yoga ist unendliches Nachgeben.» sagt der altindische Weise Patanjali.
Im Westen bezieht so mancher dies auf die Nachgiebigkeit der Muskulatur – man denkt eben sofort an die typischen Yoga-«
Stellungen» des Hatha-Yoga.
In erster Linie aber will Yoga der Seele dienen – und für die Seele heißt unendliches Nachgeben etwas ganz anderes.

Jeder Mensch sucht Glück und Selbstentfaltung.
Doch was immer wir tun, um dies zu erreichen:
gelingen kann es nur, wenn es mit den natürlichen Gesetzen des Lebens im Einklang steht. – Darum geht es!
Das Sanskrit-Wort yoga hat dieselbe Wurzel wie das deutsche «
Joch»; es bezeichnet eine «feste Verbindung».
Gemeint ist unsere feste Verbindung zur höchsten Intelligenz, zum Schöpfer – und damit auch unser harmonisches Eingebunden-Sein in die allumfassende kosmische Ordnung:
das Sanatana Dharma, wie Hindus es nennen.
Yoga ist das berühmte «
leichte Joch», von dem auch Jesus spricht:
«
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, dann fällt euch alles andere von selbst zu!»

Kriya Yoga ist die Renaissance dieses ursprünglichen, religionsübergreifenden Yoga und wurde um ca. 1850 durch den großen Heiligen und Avatar Babaji wieder zugänglich gemacht.
Im Westen wurde es bekannt durch P. Yogananda und seine Autobiografie eines Yogi.
Das Wort kri-ya besteht aus den Silben kri, «
handeln» und ya, «göttliche Seele im Menschen».
Im Gegensatz zum gewöhnlichen Handeln aus eigener Willenskraft oder Planung heraus, geht es hier also um das Handeln der göttlichen Seele in uns – ein Handeln, bei dem, wie Jesus sagt, «
unsere linke Hand nicht weiß, was die rechte tut».
Das Leben Selbst wirkt dabei durch uns hindurch.
Wir brauchen uns nur bewusst auf diesen Lebensstrom einzustellen (durch eine spezielle Atem-, Klang- und Licht-Meditation); das ist der einfachste Weg, Heilung und Erleuchtung zu empfangen und heimzukehren in unsere wahre Natur als Ebenbilder Gottes.
Kriya Yoga fasst den normalerweise achtstufigen Yoga-Pfad (Ashtanga Yoga) auf das absolut Wesentliche zusammen; es ist wie ein «
Schweizer Taschenmesser des Geistes».

» Dharma Kriya Yoga

Ganz so einfach ist es offenbar nicht, sonst bräuchte man ja auch diese Übungen nicht. Stolp will allerdings die Lehre » Yoganandas auf die heutige Zeit transformiert haben, er nimmt für sich in Anspruch, von Gott berufen zu sein, und sagt über sich:
„Baba Avinash, ein «Kind des Westens», ist Schüler sowohl von Jesus als auch von Babaji.“ Na dann. Anscheinend tritt er auch als Erzengel Metatron auf:
» Durchsage Metatron vom 01.02.2012. Oh Gott, wie ist Dein Tierreich groß!

Überall auf der Welt sind Menschen auf der Suche; mein Blick fiel auf ein weiteres Angebot bei YouTube, das anscheinend mit meiner Suche in Verbindung stand:


Im zweiten Teil mit Dr. Peter Reiter geht es tief in die Mystik von Meister Eckhart. Wir alle sind nach im „Fünklein Gottes", müssen uns aber dessen wieder bewusst werden und umkehren in die Innenschau, ins Herz. Diese „heilige Hochzeit" mit dem Göttlichen will also nach Dr. Peter Reiter erst erschlossen werden - anders, als manch moderne Satsang Lehrer, die beteuern, dass eigentlich nichts mehr zu tun ist, da wir längst alle da sind, wo wir sein wollen...

» MYSTICA TV:
Dr. Peter Reiter - Meister Eckhart und der Weg aller Mystiker - Teil 2

In diesem Interview sagt » Reiter:


Wir können also, um diesen Gedanken zu Ende zu bringen, zu der Hochzeit kommen, wissen aber nicht genau, wann der Bräutigam kommt.

» a.a.O, 6:
40

Glückseligkeit, Erleuchtung, himmlische Hochzeit, Erwachen, Liebe, alles das wird hier in eins gesetzt, alle sagen dasselbe, du bist immer schon da, aber wer das sagt, hat auch einen langen Weg hinter sich, und wer dann endlich wirklich da ist, hat gut sagen, er sei immer schon dagewesen.

Was mich an diesem Satz fasziniert hat, was ich zwar gestern schon in der Wikipedia gelesen, aber nicht begriffen und nicht in Verbindung mit meinem Bild verstanden hatte, war die christliche Vorstellung der Seele als Braut, die auf ihren Bräutigam wartet.

Wird mein Bild in diesem Sinne nicht verständlicher? Dann wäre es also nur die Braut und ihre Gesellschaft, die auf den Bräutigam wartet, und der Mann mit dem Blumenstrauß wäre nicht der Bräutigam, sondern ein Gratulant, der seinen Blumenstrauß erst loswerden kann, wenn der Bräutigam gekommen ist.

Diesen Satz äußerte Reiter im zweiten Teil des Interviews, und der machte mich neugierig auf den ersten. Auch dort fand ich einige Perlen. Schon zu Beginn zitierte der Fragesteller Thomas Schmelzer » Meister Eckhart:


Wenn der Mensch sich abkehrt von zeitlichen Dingen, und sich in sich selbst kehrt, so gewahrt er ein himmlisches Licht, das vom Himmel gekommen ist. In diesem Lichte findet der Mensch Genügen.

» MYSTICA TV:
Dr. Peter Reiter - Meister Eckhart und der Weg aller Mystiker - Teil 1

Reiter brachte dann die Kernaussage Meister Eckharts nach dem Grund des Seins und dem Grund Gottes in Verbindung mit dem bekannten Spruch „Erkenne dich selbst“, allerdings mit dem Nachsatz:
» „So erkennst du Gott“, der mir unbekannt war und auch in der Wikipedia nicht erwähnt wird; dafür allerdings fand ich dort einen Satz, der mir bis dahin auch noch nicht geläufig war:


Bereits in dem Platon zugeschriebenen, im 4. Jahrhundert v. Chr. entstandenen Dialog Alkibiades I war das anthropologische Konzept der Selbsterkenntnis der Seele voll ausgebildet. Der dort dargelegten Auffassung zufolge besagt das Gnothi seauton, der Mensch solle sich als das erkennen, was er sei, nämlich eine den Körper bewohnende und gebrauchende unsterbliche und gottähnliche Seele.

» Gnothi seauton

Aber zunächst wollte ich doch noch wissen, was es mit diesem Meister Eckhart eigentlich auf sich hat. Den folgenden Ausschnitt empfand ich als sehr aufregend:


Fundamental ist für das Verhältnis des Menschen zu Gott der Unterschied zwischen Glauben und Kennen; der Glaube verhält sich zum Schauen oder vollkommenen Erkennen wie eine Meinung zum Beweis, wie etwas Unvollkommenes zum Vollkommenen. Es gilt also nicht beim Glauben zu bleiben, sondern vom Glauben zum Kennen voranzuschreiten.[22]

Gott und Gottheit

Eckhart weist den Begriffen „Gott“ und „Gottheit“ nicht die gleiche Bedeutung zu, sondern er bezeichnet mit ihnen unterschiedliche Ebenen, auf denen sich die göttliche Wirklichkeit dem Menschen zeigen kann. Er behauptet, Gott und Gottheit seien so weit voneinander verschieden wie Himmel und Erde.[23] Durch die Offenbarung begegnet dem nach Gotteserkenntnis strebenden Menschen zunächst der im Sinne der Trinitätslehre dreifaltige Gott. Als Vater zeugt Gott, als Schöpfer ist er die vorbildliche Ursache alles Geschaffenen, als Dreifaltigkeit tritt er in drei Personen in Erscheinung. Die drei Personen (Vater, Sohn und Heiliger Geist) bilden zwar aufgrund ihrer Wesensgleichheit eine Einheit, doch besteht zwischen ihnen zugleich ein realer Unterschied, sodass innerhalb der Trinität innergöttliche Beziehungen und Vorgänge möglich sind.

Vom Dasein Gottes, insoweit er Schöpfer ist und seinen Geschöpfen in dieser Eigenschaft entgegentritt, unterscheidet Eckhart eine höhere Ebene der Wirklichkeit des Göttlichen, auf der dieses als „Gottheit“ oder als „einfaltiges Eins“ erscheint, „oberhalb von Gott“.[24] Terminologisch ist die Unterscheidung zwischen Gott und Gottheit bei Eckhart allerdings nicht durchgängig konsequent durchgeführt. Er verwendet das Wort „Gott“ auch für Aussagen, die sich auf das beziehen, was er sonst „Gottheit“ nennt. Damit richtet er sich nach der seinem Publikum – insbesondere den Hörern seiner Predigten – geläufigen Ausdrucksweise. Was gemeint ist, ist jeweils aus dem Zusammenhang ersichtlich.[25]

Auf der Ebene der „Gottheit“ oder des „Einen“ ist die göttliche Wirklichkeit für den, der sich ihr nähern will, nicht mehr eine im Sinne der Dreifaltigkeitslehre bestimmbare Instanz, die zeugt und schafft. Die Gottheit bringt nichts hervor, sie teilt sich nicht zeugend und erzeugend mit, sondern ist auf nichts als sich selbst bezogen.[26] Doch obwohl auf der Gottheitsebene die Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf gerade nicht in Betracht kommt, ist sie ebenso wie die Ebene des Schöpfergottes dem Menschen real zugänglich. Man soll bei Gott nicht „stehen bleiben“, sondern „durchbrechen“ zur Gottheit.[27] Die Gottheit ist der überpersönliche Aspekt der göttlichen Gesamtwirklichkeit. Nichts Bestimmtes kann über sie ausgesagt werden, da sie sich jenseits jeglicher Differenzierung befindet. Sie ist „weiselos“ (ohne Eigenschaften, durch die sie definiert werden könnte), ist ein „grundloser Grund“ und eine „stille Wüste“, eine „einfaltige Stille“.[28] Darin stimmt die Gottheit Eckharts mit dem Einen überein, der höchsten Gegebenheit im System des Neuplatonismus. Das Eine ist der Ursprung von allem und kann daher keinerlei Merkmale aufweisen, denn jedes Merkmal wäre zugleich eine Begrenzung und als solche mit dem allumfassenden und undifferenzierten Charakter des Einen unvereinbar. Da Gott keine solchen Begrenzungen aufweist, gibt es nichts, was er nicht ist; somit ist er „ein Verneinen des Verneinens“.[29] Mit diesem Ansatz folgt Eckhart der Tradition der negativen Theologie, insbesondere der Lehre des Pseudo-Dionysios Areopagita.

Gott als Person mit persönlichen Eigenschaften, die in seinen Namen ausgedrückt werden, existiert auf einer Ebene, die von derjenigen der Gottheit abgetrennt und ihr untergeordnet ist. Wenn er sich seinem eigenen unpersönlichen Aspekt zuwenden wollte, so müsste er – ebenso wie ein Mensch, der dies tut – alles beiseitelassen, was seine Besonderheit ausmacht. Somit kommt auch die Eigenschaft, Dreifaltigkeit zu sein, zwar Gott zu, nicht aber der Gottheit. Dazu bemerkt Eckhart:
Dies ist leicht einzusehen, denn dieses einige Eine ist ohne Weise und ohne Eigenheit. Und drum:
Soll Gott je darein lugen, so muss es ihn alle seine göttlichen Namen kosten und seine personhafte Eigenheit; das muss er allzumal draußen lassen, soll er je darein lugen.
[30]

Wie die Neuplatoniker spricht Eckhart der Gottheit somit nicht nur alle Gott kennzeichnenden Eigenschaften wie „gut“ oder „weise“ ab, sondern konsequenterweise auch das Sein, da das Sein auch eine Bestimmung ist und als solche dem Bestimmungslosen nicht zukommen kann. Wenn daher vom göttlichen Bereich nicht unter dem Aspekt „Gott“, sondern unter dem Aspekt „Gottheit“ die Rede ist, trifft die Aussage, dass diese Wirklichkeit „ist“, nicht zu; vielmehr handelt es sich um „ein überseiendes Sein und eine überseiende Nichtheit“.[31] Daher ist die Gottheit auch kein Erkenntnisobjekt, weder für sich selbst noch für andere, denn wo ein erkennendes Subjekt von einem erkannten Objekt geschieden ist, handelt es sich nicht um die Ebene der Gottheit. Dazu bemerkt Eckhart:
Die verborgene Finsternis des unsichtbaren Lichtes der ewigen Gottheit ist unerkannt und wird auch nimmermehr erkannt werden.[32]

» Meister Eckhart

Genau das führt Reiter in diesem Gespräch aus:


[...] er will immer nur auf das eine, auf den Grund der Dinge hin, und das geht ja nach dem alten griechischen Motto:
Erkenne dich selbst, so erkennst du Gott, und Meister Eckhart sagt das auch an mehreren Stellen:
Dein Grund und Gottes Grund ist ein und derselbe Grund, und er zielt immer nur auf dieses eine, dieses, dass Gott in der Seele geboren wird, so dass der Mensch praktisch Christus nachfolgt innerlich, und gleichzeitig aber noch drüber hinausgeht, das ist ja das Erstaunlichste, die meisten anderen Mystiker hören da auf, wo es in diese Gottvereinigung geht, sondern Meister Eckhart sagt da immer noch, er will hinaus in den Grund, wo auch Gott herkommt, und wäre ich nicht, wäre Gott nicht, sagt er mal, so sehr weiß er von diesem Gewahrsein, was eben in allen mystischen Traditionen immer wieder vorkommt. [...]

Ja, und er erkennt aber auch, dass dieser eine Grund schon Bewusstsein ist, er sagt in einem Satz, dasselbe Erkennen, mit dem ich Gott erkenne, oder mit dem ich Gott schaue, schaut Gott mich, und dieser Satz ist ein sehr elementarer, der wurde auch oft zitiert, das heißt, es gibt nur ein Bewusstsein, und das ist erst in der neuen Zeit wirklich populär geworden.

» MYSTICA TV:
Dr. Peter Reiter - Meister Eckhart und der Weg aller Mystiker - Teil 1

Sehr interessant fand ich auch den kurzen Trailer, der wohl als Einleitung zu diesem Interview gedacht ist, und habe mir deshalb die Mühe gemacht, ihn zu transkribieren:


Ich möchte Sie ganz persönlich einladen, ein Stück weit dem Weg der Mystiker zu folgen zum Erwachen, denn Erwachen ist nicht etwas für wenige Menschen, sondern für uns alle. Es ist der Weg nach Hause, zu unserem wahren Sein, zu der Glückseligkeit, aus der wir gekommen sind und in die wir wieder gehen. Das ist nicht nur meine Meinung, sondern das ist die Essenz aller Religionen und aller Traditionen, aller Lehren, die ich studiert habe, in all den Jahrtausenden. Dieser Weg war früher schwierig und war nur mit großem Engagement möglich, heute ist aber allgemein eine kollektive Zeit des Erwachens. Es wurden auch in der modernen Psychologie viele neue Verfahren entwickelt, um zu sich selbst zu kommen, um, wie die Griechen sagen, sich selbst zu erkennen. Und das ist der wahre Sinn des Menschen. Letzten Endes geht die ganze Reise also daher, zu sich selbst zu kommen, zu sich selbst zu erwachen.

» MYSTICA TV - Inspiration von Dr. Peter Reiter

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» Madhukar · © Copyright Werner Popken. 
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 Madhukarji in Goa, India - January 19, 2010 · © Copyright Werner Popken. 
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 Sinking into Self, part 1/2, Videostills · © Copyright Werner Popken. 
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In diesem Sinne habe ich damals schon Malerei als Mittel zur Selbsterkenntnis begriffen und dann auch im Basler Manifest so veröffentlicht, aber konnte ich meine Bilder wirklich verstehen, haben sie mich auf diesem Weg vorangebracht? Das ist schwer zu sagen - es wäre schon möglich.

Zwar habe ich nichts verstanden, aber ich bin doch dadurch geformt worden, und wenn ich die Sache richtig verstehe, geht es weniger um den Verstand als vielmehr um das Herz, und zu diesem sprechen die Bilder, nicht zu jenem.

Was Reiter und viele andere, wenn nicht alle Propheten des neuen Bewusstseins betrifft, so kann ich mich leider nicht des Eindrucks erwehren, dass keiner von denen wirklich angekommen ist. Bei dieser Gelegenheit drängt sich mir immer der Spruch auf:
„Not really happy.“

Dieser stammt aus einem Vortrag des SRF-Mönches Anandamoy (= durchdrungen mit göttlicher Freude), der als junger Schweizer kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA beim Star-Architekten » Frank Lloyd Wright arbeiten und studieren durfte. Wright hatte alles erreicht, was man sich im Leben erträumen konnte. Aber:
Der Mann war „not really happy.“

Dies war also nicht der Weg, der zum Glück führte, den wollte der nicht weiter verfolgen, der Anandamoy werden sollte, der suchte das Glück, wo immer er es finden konnte. Wie so oft, war die » Autobiografie eines Yogi von » Yogananda Auslöser für die Wende seines Lebens:


Born in Baden, Switzerland, Brother Anandamoy came to the United States in 1948 to study architecture under Frank Lloyd Wright. The following year, impressed by his reading of Autobiography of a Yogi, he traveled to Los Angeles to seek out its author. It was not long after his first meeting with Paramahansa Yogananda that he became a monk of the Self-Realization Fellowship order. As part of a small nucleus of close disciples, Brother Anandamoy was privileged to receive Yogananda s personal guidance and spiritual discipline. Widely regarded today as a leading authority on the science and philosophy of Yoga, Brother Anandamoy has for many years lectured extensively on Paramahansa Yogananda's teachings throughout the United States, Europe, and India. His name, from the Sanskrit, means permeated with divine joy.

» SRF Lake Shrine 50th Anniversary Celebration:
Stories of Paramahansa Yogananda by Direct Disciples

Gestern oder vorgestern habe ich einen deutschen Erleuchteten entdeckt, dessen Antlitz in etwa das widerspiegelt, was man sich unter einem Erleuchteten vielleicht vorstellt. Doch dann habe ich durch zwei Videos den Eindruck gewonnen, dass es sich dabei vermutlich um eine wohleinstudierte Maske handelt, die der Mann ganz bewusst aufsetzt.

Das fand ich doch sehr enttäuschend und wollte ihn jetzt gerne als Beispiel bringen, fand ihn aber nicht wieder, trotz History und Stichwortsuche. Aber ich kann den Weg rekonstruieren, über den ich ihn gefunden habe. Und der fängt bei der Wikipedia an:


Westliche Esoterik

Mit dem Bekanntwerden der asiatischen religiösen Traditionen im Westen während der letzten zwei Jahrhunderte hat sich deren Begriff der Erleuchtung zunehmend auch im Westen verbreitet.

Infolgedessen finden sich in der westlichen Geisteswelt vermehrt ähnliche Vorstellungen, aber oft mit eigenen, durch den westlichen Kulturhintergrund geprägten Interpretationen. Der Begriff hat zum Beispiel Eingang in die Philosophie gefunden und wird dort auch als „geistiges Eins-werden mit dem unendlichen Sein“ beschrieben. Auch einige westliche Esoteriker benutzen den Begriff der Erleuchtung, oft mit ganz eigenen, vom historischen Kontext unabhängigen Erklärungen. Dies führt bisweilen zu inflationärem Gebrauch des Begriffs, in verschiedensten spirituell-religiösen Gemeinschaften, Lehren und Zusammenhängen.

Als erleuchtete Lehrer wurden so in jüngerer Vergangenheit etwa Jiddu Krishnamurti und Aurobindo Ghose angesehen, wobei die Rezeption im Westen sich oft sehr von der im indischen Kulturraum unterschied. Osho galt ebenfalls als erleuchtet.

Der Autor Eckhart Tolle, der sein „spirituelles Erwachen“ in seinem ersten Buch beschreibt, greift in seinen Werken auf Elemente aus verschiedenen Traditionen wie etwa die Christliche Mystik, den Sufismus und den Buddhismus zurück. Auch andere Autoren, die trotz einschlägiger Buchveröffentlichungen bisher weitgehend unbeachtet geblieben sind, haben über solche Erlebnisse berichtet. Vielfach wird dabei von dem Bedürfnis berichtet, Freunde und Mitmenschen daran teilhaben zu lassen. Allerdings wird mehr oder weniger regelmäßig auch von Vermittlungsproblemen gesprochen, davon, dass es für „Unerleuchtete“ schwierig bis unmöglich zu sein scheint, den Bewusstseinszustand der „Erleuchtung“ nachzuvollziehen oder zu verstehen, ohne ihn selbst erlebt zu haben. Osho schlug in den 1970er-Jahren diesen Bereich als Forschungsgebiet für die Psychologie vor. Die transpersonale Psychologie griff unabhängig davon einige Randaspekte auf, gesicherte wissenschaftliche Ergebnisse liegen bisher nicht vor.

Seit Mitte der 90er Jahre breitete sich in Europa und den USA die „Satsang“-Bewegung aus. Deren spirituelle Lehrer (etwa Gangaji und ihr Ehemann Eli Jaxon-Bear, Cedric Parkin, Pyar Troll, Madhukar), die sich meist auf Ramana Maharshi und H. W. L. Poonja als Lehrer und Vorgänger berufen, werden von ihren Anhängern als erleuchtet angesehen. Ursprung der Bewegung ist der auf die Erlangung des unpersönlichen Göttlichen abzielende Advaita-Vedanta.

» Erleuchtung

» Madhukar:
den hatte ich gesucht.

Es ist sehr merkwürdig:
Trotz all meiner Fertigkeiten und der allgemein bekannten überragenden Leistung von Google ist es mir nicht gelungen, das erste Video wiederzufinden. Es handelte sich um ein » Satsanga in Paris, es wurde französisch/englisch übersetzt. Dort meinte ich beobachten zu können, dass der Meister an den Fragen des Jüngers gar nicht interessiert war, was immer dann deutlich wurde, wenn er seine Maske fallen ließ und antwortete. Das zweite Video habe ich wiedergefunden.

Hier kann man sehr schön erkennen, wie er immer wieder seine Strahlemaske aufsetzt, die er abrupt fallen lässt, sobald er zu sprechen anfängt, aber auch die ernste Miene, mit der er spricht, überzeugt mich nicht. Von diesem Mann würde ich nicht gern ein Auto kaufen müssen, dem traue ich nicht recht über den Weg.

Gut, genug der Abschweifungen, jetzt will ich mal sehen, wie sich das schöne und mir teure Bild in einer Wohnung ausmacht. Ich selbst hatte es nie aufgehängt. Und als ich es verkauft hatte, habe ich es nur abgeliefert. Die folgende Komposition hatte ich irgendwo schon mal verwendet, allerdings mit einem gewaltigen Rahmen, der mir jetzt viel zu fett vorkommt, geradezu unerträglich.

*   Der vorstehende Kommentar ist die Anmerkung
aus dem Werkkatalog » Stürenburg 2007

 

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