121 Com Werner Stürenburg Original Fine Art Originalkunst, Oeuvre Werkschau joe

180 cm - 71 inch
Werkgröße » 63x49 cm (25x20")
Referenzfigur 180 cm


Werknummer
» 121
Abmessungen
» Kommentar
» 63x49 cm (25x20")
Öl / Hartfaser
06.03.1974
Rückseite von » 114

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Kommentar
© Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA


» Faune à  la flûte, femme nue et chevreau, 10.10.1946, 51x66cm · © Copyright Werner Popken. 
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Wenn es nicht Kunst wäre, hätte ich mich geschämt. Gibt es an diesem Bild etwas misszuverstehen? Möglicherweise ist es den tanzenden Faunen Picassos verpflichtet, die ja ihrerseits vollkommen unschuldig sind. *

Der Penide mit dem erigierten Penis und deutlich sichtbaren Hoden spielt auf einer doppelten Flöte, die angebetete Frau sitzt auf einer Wolke inmitten einer Wiese - anders kann man dieses Bild wohl nicht lesen.

Irgendwie scheint er sich ja doch ein bisschen seiner offensichtlichen Triebhaftigkeit zu schämen, während sie dies eher als Kompliment zu nehmen geneigt ist. Ach hätte er das doch gewusst! Wie kann man sich irren! Oder deute ich hier falsch?

Immerhin sind die Zeichen ja sehr abstrakt. Der Kopf der Frau ist im Grunde gar nicht vorhanden ; es gibt eine Umrisslinie und einen Punkt, der gegenständlich gar nicht gedeutet werden kann. Er ist nicht Nase, nicht Auge, nicht Mund. Der Mann hat immerhin zwei Augen, und die Flöte setzt er da an, wo der Mund zu sein hat.

Die eigenartige Linie, die ein Tor markieren könnte, wenn die beiden sich auf einem Fußballplatz niedergelassen hätten, ist gegenständlich auch nicht zu deuten. Die Wolke mag ja immerhin eine Decke bezeichnen.

Auch hier sind wieder große Teile der ungrundierten Hartfaserplatte nicht bemalt, können diesmal aber als Teil des ganzen Gemäldes verstanden werden.


No. 2 » 120 70x45cm, 06.03.1974 » 121 63x49cm, 06.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 2 » 120 70x45cm, 06.03.1974 » 121 63x49cm, 06.03.1974
 


No. 3 » 121 63x49cm, 06.03.1974 » 120 70x45cm, 06.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 3 » 121 63x49cm, 06.03.1974 » 120 70x45cm, 06.03.1974
 


120 ist ziemlich dominant und wirkt rechts noch stärker, so dass 121 Mühe hat. Die Rahmen sind gleich groß und weitgehend identisch. Mal sehen, ob ein anderer Rahmen hilft.


No. 4 » 121 63x49cm, 06.03.1974 » 120 70x45cm, 06.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 4 » 121 63x49cm, 06.03.1974 » 120 70x45cm, 06.03.1974
 


Ja, das ist besser.


No. 5 » 32 62x92cm, 21.10.1973 » 121 63x49cm, 06.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 5 » 32 62x92cm, 21.10.1973 » 121 63x49cm, 06.03.1974
 


No. 6 » 32 62x92cm, 21.10.1973 » 121 63x49cm, 06.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 6 » 32 62x92cm, 21.10.1973 » 121 63x49cm, 06.03.1974
 


No. 7 » 32 62x92cm, 21.10.1973 » 121 63x49cm, 06.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 7 » 32 62x92cm, 21.10.1973 » 121 63x49cm, 06.03.1974
 


Die Variante des armen Mannes. Das sieht ein bisschen dürftig aus. Mal sehen, was man da machen kann.


No. 8 » 32 62x92cm, 21.10.1973 » 21 50x40cm, 24.09.1973 » 121 63x49cm, 06.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 8 » 32 62x92cm, 21.10.1973 » 21 50x40cm, 24.09.1973 » 121 63x49cm, 06.03.1974
 


No. 9 » 32 62x92cm, 21.10.1973 » 21 50x40cm, 24.09.1973 » 121 63x49cm, 06.03.1974 » 15 42x30cm, 10.11.1972 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 9 » 32 62x92cm, 21.10.1973 » 21 50x40cm, 24.09.1973 » 121 63x49cm, 06.03.1974 » 15 42x30cm, 10.11.1972
 


An dieser Zusammenstellung kann man den Weg ermessen, den ich in anderthalb Jahren zurückgelegt habe. Ist das nun ein Fortschritt oder ein Rückschritt? Habe ich mich dem, was ich wollte, angenähert, oder nicht?

Aus der Sicht eines Kunstbanausen handelt es sich eindeutig um einen Rückschritt. 121 ist primitiv, obszön und beleidigt den ehrbaren Bürger. Schaut man aber genauer hin, lässt man sich auf die Bilder ein, gibt es gar keinen Zweifel:
Ich habe mich meinem Ziel deutlich angenähert. Ich wollte Bilder malen, die den Kern treffen, die nicht die Oberfläche bringen, die anrühren, die mit Herzblut gemalt sind, die etwas von mir zeigen, etwas von dem, was mir wichtig ist.

Zweifellos musste es so etwas geben, aber es war mir nicht bekannt, ich konnte es nicht wie ein Glaubensbekenntnis herbeten, ich konnte es nirgendwoher ableiten. Mühsam näherte ich mich dem Unbekannten und förderte Wichtiges und Bedeutendes zu Tage, konnte es aber nicht erkennen und nicht begreifen. Ich war einsam und allein und niemand konnte mir helfen.

Freilich:
Hätte ich an einer Kunstakademie studiert, wäre meine Situation nicht wirklich besser gewesen. Zwar hätten sich dort alle mit Kunst beschäftigt, aber was die Kunst ist, darüber hätte man sich eher gestritten. Und ob ich dort jemanden gefunden hätte, der das suchte oder gar schon gefunden hatte, wonach ich mich sehnte, ist doch sehr zu bezweifeln.

*   Der vorstehende Kommentar ist die Anmerkung
aus dem Werkkatalog » Stürenburg 2007
 
 
Da das Picasso Project seit spätestens 24.01.2011 gesperrt ist,
führt ein direkter Link nicht mehr zum Ziel; daher bin ich gezwungen, die erwähnten Werke
hier zu reproduzieren und berufe mich dabei auf » Fair Use bzw. das » Zitatrecht.
 
 
Ähnliche Rahmen können bei » Kunstkopie, » artoko und anderswo erworben werden.

 

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