180 cm - 71 inch
Werkgröße 101×123cm
Referenzfigur 180cm
Werkdaten Nr. »112
Öl / Hartfaser
20.02.1974 - 21.02.1974, » 101×123 cm (40×48")
Rückseite von » 107

» Kommentar

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Kommentar
© Copyright Werner Popken. Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA


Die Rückseite von  Nummer 107; eine heilige Familie. Das erste Baby. Die stolze und glückliche Mutter, das verknitterte Kind, der abseits stehende Vater mit leicht sorgenvollem Blick, ergriffen von der menschlichen Grundsituation.

Ein weiteres Bild, das ich nicht gerne gezeigt habe, weil ich es eigentlich zu banal fand. Und außerdem was hatte es mit mir zu tun? *

Aber eigentlich ist dieses Bild ganz wunderbar. Nur leider so entsetzlich dünn gemalt. Bei allem Ernst des Themas ist diese Darstellung auch voller Humor. Das heilige Geschehen wird allgemein menschlich. Die Ärmlichkeit und Dunkelheit des primitiven Stalles wird mit einfachsten Mitteln realisiert und zugleich die Überflutung der Szene mit Licht dargestellt.

Kann das Bild diese Wirkung an der Wand entfalten? Ich habe es noch nie getestet.


No. 1 » 112 101x123cm, 20.02.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 112 101x123cm, 20.02.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974
 


Mit diesem Rahmen bin ich nicht recht glücklich; 99 passt auch nicht so recht dazu.


No. 2 » 112 101x123cm, 20.02.1974 » 83 52x41cm, 07.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 2 » 112 101x123cm, 20.02.1974 » 83 52x41cm, 07.01.1974
 


» Hans Baldung, gen. Grien:
Madonna mit den Papageien
1527-1528, 92x63cm · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Schon besser. Auch 83 bekommt eine völlig neue Note in diesem Zusammenhang. Interessanterweise verliert 112 nicht auf die Distanz. Die Poesie um das Wunder der Geburt und der Elternschaft bleibt vollkommen erhalten.

Merkwürdigerweise scheint die Mutter nackt zu sein. Ihre beiden Hinterbacken sind deutlich sichtbar, andere Einzelheiten fehlen, etwa die Brüste, die ja in diesem Zusammenhang nicht unwesentlich wären und von religiösen Malern auch in frühen Zeiten gerne offen und deutlich präsentiert wurden (jedoch nicht in der Krippenszene; siehe auch » Fouquet, » Maria mit Kind, » Lucas Cranach der Ältere: » Madonna, dem Kinde die Brust reichend, » Madonna dem Kind die Brust reichend usw.).

Und hat das wirklich nichts mit mir zu tun? Immerhin habe ich das Bild ja gemalt.

Da kommt mir eine Idee: Wurde ich nicht selbst neugeboren als Maler? Könnte man das so sehen?

Obwohl das Kind nicht besonders ansehnlich ist und völlig hilflos, sind Mutter und Vater von Liebe erfüllt und werden alles für ihr Kind tun. Sie werden mit ihm nachsichtig sein und sich über jeden kleinen Fortschritt unbändig freuen. Sie können nicht wissen, wie weit es ihr Kind im Leben bringen wird, sie können nur hoffen, dass es gesund bleibt und ein wunderbarer Mensch wird, im Vollbesitz seiner Kräfte und Fähigkeiten.

Im Analogieschluss müsste ich mich über den Maler in mir freuen und ihn hegen und pflegen, damit er wachsen und gedeihen kann. Doch, das Bild gefällt mir gut, und es bewährt sich auch an der Wand.

Die Nacktheit der Mutter stört eigentlich nicht; sie bringt die körperliche Nähe zum Kind, das ja vollständig verpackt ist, immer noch zum Ausdruck. Der Vater hingegen ist bekleidet und steht, und er hält deutlich Abstand. Wunderbar, mit wie einfachen Mitteln die verschiedenen Rollen und Befindlichkeiten deutlich gemacht werden. Wenn jetzt noch die Farbe zentimeterdicke aufgetragen wäre, gäbe es auch in dieser Hinsicht einen sinnlichen Genuss.
*   Der vorstehende Kommentar ist die Anmerkung aus dem Werkkatalog » Stürenburg 2007
 
 
hnliche Rahmen knnen bei » Kunstkopie, » artoko und anderswo erworben werden.

 

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