109 Com Werner Stürenburg Original Fine Art Originalkunst, Oeuvre Werkschau joe

180 cm - 71 inch
Work size » 63x53 cm (25x21")
Reference figure 71"


Oeuvre number
» 109
Dimensions
» Comment
» 63x53 cm (25x21")
Oil / Nettle
15.02.1974 - 19.09.1974

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Comment
© Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA







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Das letzte Bild für längere Zeit auf Leinwand beziehungsweise Nessel - Nessel ist billiger. Das vorige ist vermutlich ebenfalls schon auf Messe gemalt. Die Farbe dünn, das Motiv geklaut.

Für mich war der „Muskeltier“ mindestens ebenso unangemessen wie die Musketiere für Picasso, was ich spätestens hier merkte. Als Selbstportrait verstanden, sieht man meine Ratlosigkeit. Kann man sich vorstellen, in welcher Verfassung ich malte?

Unter meinen Freunden und Kommilitonen fand sich natürlich niemand, mit dem ich mich austauschen konnte. In meiner Verzweiflung hatte ich eine Kontaktanzeige in der Lokalzeitung aufgegeben:
„Picasso-Kenner gesucht zwecks Gedankenaustausch“. Keine Reaktion.

Ein Mitarbeiter der Kunsthalle empfahl mir den Kontakt zu Dr. » Erich Engelbrecht. Er sei Künstler und Ursprünglichingenieur gewesen und ebenfalls von Picasso begeistert. So um diese Zeit muss ich ihn kennen gelernt haben. Er half mir sehr. *

Dr. Gmelin von der Kunsthalle war offenbar von Picasso nicht so angetan, aber das entging mir damals. Und die Hilfe Engelbrechts hatte einen Preis, den ich voll bezahlt habe. Er behinderte mich ebenso wie er mir half. Das wird an mehreren Stellen deutlich und diskutiert.


No. 1 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 109 63x53cm, 15.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 109 63x53cm, 15.02.1974
 
Erstaunlich, auch dieses Bild beeindruckt mich jetzt mehr als ich gedacht hatte. Und es macht sich an der Wand gar nicht so schlecht. O.k., noch ein Versuch:



No. 2 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 109 63x53cm, 15.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 2 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 109 63x53cm, 15.02.1974
 
Der alte Knabe! Von nahem bringt er noch etwas mehr als auf die Distanz.


No. 3 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 109 63x53cm, 15.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 3 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 109 63x53cm, 15.02.1974
 
Beide Rahmen für 109 finde ich gar nicht schlecht, obwohl sie beide sehr aufwendig sind.

Eingangs hatte ich die Musketiere Picassos erwähnt, aber das ist glaube ich nicht korrekt. Dieses Bild bezieht sich eher auf seine Variation eines » El Greco, von der schon im Comment zu  Nummer 100 die Rede war:


Der nimmermüde Meister eröffnet zugleich eine Zeit freiausgelegter Kopien nach seinen Vorgängern:
1950 führt er eine nach El Grecos „Portrait eines Malers“ (Museum in Sevilla) inspirierte Arbeit aus, die das „Mondlicht“ des Meisters von Toledo widerspiegeln soll.
Pierre Savi, „Pablo Picasso - sein Leben und Schaffen in den letzten Jahrzehnten“, » Universitas, Juli 1960 (15. Jahrgang, Heft 7), Seite 745

Ist das korrekt?


No. 4 »Portrait d
No. 4 »Portrait d'un peintre (El Greco) 100,5x81cm » 109 63x53cm, 15.02.1974
 
Wohl eher nicht, der Bezug ist höchstens entfernt zu erkennen. Sie sind beide im gleichen Jahrhundert angesiedelt, beide Bilder sind ziemlich dunkel im Bereich der Erdtöne, aber das ist es dann auch schon.

Picasso malt einen Maler, ich male ein Portrait oder ein Selbstportrait - ob Picassos Maler sich selbst malt, kann nicht beurteilt werden, ist aber anzunehmen. Picasso malt extrem manieristisch, er verwendet die Formensprache, die er gerade entwickelt hat und für eine Weile benutzen wird:
Durch Stege eingefasste Flächen. Die linke Hand, die die Palette hält, mutet schon sehr karikaturistisch an. Mein Bild ist demgegenüber ganz flächig und geradezu naiv. Es versucht nirgendwo, aufzutrumpfen und Eindruck zu schinden.

Picassos Bild zeigt einen konzentrierten Arbeiter. Es ist ihm ernst, aber man kann nicht erkennen, wer er ist und worum es ihm geht. Es scheint allerdings eine wichtige Angelegenheit zu sein, und der Maler ist besorgt, ob es gelingen wird. Andernfalls scheint es böse zu enden. Mein Bild zeigt einen jungen Mann, der mit Besorgnis in die Zukunft schaut, sich anscheinend nicht viel zutraut und Schlimmes fürchtet.

Und selbstverständlich ist der Picasso das Bild eines reifen Künstlers mit einer ungeheuerlichen Erfahrung, Erfindungskraft, Selbstsicherheit und Erfolgsgewissheit, während mein Bild das Produkt eines blutigen Anfängers ohne Lehrer, Ausbildung und Ansprache ist, angewiesen auf das Studium von Büchern und gelegentliche Museumsbesuche.

Ähnlich einsam und isoliert müssen die Männer gewesen sein, die sich im Barock anschickten, die modernen Wissenschaften zu entwickeln. Ist das nicht ebenso unglaublich wie die Entwicklung der frühen griechischen Wissenschaften? Vielleicht sogar noch unglaublicher, da die Griechen, die unsere abendländische Kultur erfunden haben, in einer Sklavenhaltergesellschaft lebten, während die modernen Männer des Geistes in der Regel für ihren Lebensunterhalt arbeiten mussten. Der geniale Mathematiker » Fermat war Jurist, um ein Beispiel zu nennen. Aber immerhin standen diese Leute meistens untereinander in brieflichem Kontakt, und auch » van Gogh war nicht allein, er wurde durch seinen Bruder unterstützt. Was hätte er nur ohne diesen gemacht?


No. 5 »Portrait d
No. 5 »Portrait d'un peintre (El Greco) 100,5x81cm » 109 63x53cm, 15.02.1974
 
Diese Variante gefällt mir besser, der Rahmen ist würdiger.

*   The preceding comment is the annotation
from the oeuvre catalogue » Stürenburg 2007
 
 
As Picasso Project has been closed since 01-24-2011 or earlier,
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Similar frames on sale at » Kunstkopie, » artoko and elsewhere.

 

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