180 cm - 71 inch
Werkgröße 101×123cm
Referenzfigur 180cm
Werkdaten Nr. »107
Öl / Hartfaser
13.02.1974, » 101×123 cm (40×48")
Rückseite von » 112

» Kommentar

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Kommentar
© Copyright Werner Popken. Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA


„Frhstck im Grnen“, zum Zweiten. Man sieht die Lust an der groen Flche, die Freude ber das gelste finanzielle Problem, obwohl die Kosten fr die Farbe immer noch drcken. Im Vergleich mit dem relativ grozgigen Farbverbrauch bei  Nummer 84 wird hier mit viel Lsungsmittel gearbeitet. Die grne Vegetation erscheint daher eher als bewegte Flche denn als Darstellung von Pflanzen. Erstaunlich ist die Ausdruckskraft der amorphen Figuren, denen man zum Beispiel das Geschlecht unmittelbar ansieht. *

Als ich dieses Bild jetzt wieder vor Augen bekam, war ich ganz berrascht ber die Harmonie der Farben und Formen, ber den Genuss, den die Augen haben. Ist das Malerei? Ist das Kunst? Ein Fest fr die Augen? Es reizt mich natrlich, den Vergleich mit spteren Bildern anzustellen, die ich als Meisterwerke empfinde, aber andererseits mchte ich nicht vorgreifen, denn zu diesem Zeitpunkt konnte ich noch nicht wissen, was spter entstehen wrde.

Das Thema muss wohl so verstanden werden, dass ich meinen eigenen Entdeckungen nicht traute. Natrlich habe ich immer wieder in meine Bcher hineingeschaut und versucht, von Picasso zu lernen. Ich wei noch ganz genau, wie ich versucht habe zu verstehen, was er eigentlich mit seinen Variationen dieses Themas gemacht hat. Eines dieser Bilder ist besonders gro und auch besonders sorgfltig ausgefhrt, und deshalb meinte ich, dass es sich dabei um ein Meisterwerk handeln msse, an dem ich besonders viel lernen knnte. Heute sehe ich das anders, aber vermutlich ist dieses Bild unter dem Eindruck der Variationen Picassos entstanden. Es war nicht das letzte:  Nummer 140 greift das Thema noch einmal auf.

Nun wollen wir aber sehen:


No. 1 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 30 40x36cm, 16.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork  CC BY-SA
No. 1 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 30 40x36cm, 16.10.1973
 


Oh nein, dieser Rahmen passt ja gar nicht!


No. 2 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 30 40x36cm, 16.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork  CC BY-SA
No. 2 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 30 40x36cm, 16.10.1973
 


Schon besser.


No. 3 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 30 40x36cm, 16.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork  CC BY-SA
No. 3 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 30 40x36cm, 16.10.1973
 


Noch besser: Der Rahmen bietet einen besseren Kontrast und lenkt das Auge auf das Bild, wie es ja sein soll. Und nun noch die anderen Bilder wechseln:


No. 4 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 » 52 44x20cm, 25.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork  CC BY-SA
No. 4 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 » 52 44x20cm, 25.11.1973
 


Na, das ist doch eine berraschung! Selbst 37 und 52 kann man aufhngen! Der Rahmen fr 52 ist noch nicht ganz glcklich - mal sehen, ob ich da was Besseres bauen kann.


No. 5 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 » 52 44x20cm, 25.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork  CC BY-SA
No. 5 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 » 52 44x20cm, 25.11.1973
 


Naja, jetzt ist die Wand wieder brechend voll. Macht nichts, mir gefllt's.

Zurck zu 107: Dieses Bild hat etwas von dem an sich, was die franzsische Malerei zuweilen beschftigt hat: Die Pastorale, die lndliche Idylle, das irdische Paradies, die wollstige Entspannung, das anscheinend unschuldige Zusammensein der Geschlechter. Die Linienfhrung ist absolut sicher und perfekt, die farbliche Behandlung dnn (Armut), aber lebendig und harmonisch.

Irgendwie fehlt aber etwas, und das ist vermutlich wieder das, was ich „Herzblut“ genannt habe. Irgendwie ist es nicht mein Thema, nicht wirklich. Oder ist das einfach nur der Reproduktionseffekt - wenn ich mir die Reproduktion bildschirmfllend anschaue, bin ich bei weitem nicht mehr so kritisch. Es geht eben doch nichts ber das Original. Jede Reproduktion bedeutet einen Verlust, und wenn das Bild dann schlielich bis auf Briefmarkengre verkleinert ist, kann man fast nichts mehr erkennen.

Der eigentliche Genuss bei der Betrachtung von Malerei ergibt sich ja gerade aus dem Zusammenspiel der Farben und der Bewegung des Pinsels, und beides leidet naturgem mit zunehmender Verkleinerung. Natrlich verlangt man von einem groartigen Gemlde auch eine entsprechende Fernwirkung - aber das ist eigentlich nicht ganz fair und diese wird von vielen groartigen Gemlden auch nicht erbracht. So wirkt die berhmte » Monat Lisa auf die Entfernung seltsam unscheinbar und man kann sich nicht erklren, wieso dieses Gemlde so beraus berhmt ist.

berhaupt ist es ein Irrtum anzunehmen, der Zauber eines Gemldes msse oder knne sich unmittelbar erschlieen und mitteilen. Im Zusammenhang mit  Nummer 56e habe ich erzhlt, wie mein vterlicher Freund mich dazu brachte, 10 Minuten lang den » Mann mit dem Goldhelm anzuschauen, und welche Wirkung das auf mich hatte. An diese Erfahrung sollte ich mich doch immer wieder erinnern, oder?
*   Der vorstehende Kommentar ist die Anmerkung aus dem Werkkatalog » Stürenburg 2007
 
 
hnliche Rahmen knnen bei » Kunstkopie, » artoko und anderswo erworben werden.

 

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