180 cm - 71 inch
Werkgröße 61×80cm
Referenzfigur 180cm
Werkdaten Nr. »104
Öl / Spanplatte
06.02.1974, » 61×80 cm (24×31")
Rückseite von » 91

» Kommentar

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Kommentar
© Copyright Werner Popken. Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA


Beschichtete Spanplatten knnen natrlich das Bindemittel der Farben nicht aufsaugen. Deshalb sieht man jeden Pinselstrich; man treibt praktisch die Farbe auf dem glatten Grund hin und her.

Hier sitzt ein Jngling mit sehr langen Haaren im Schneidersitz oder mglicherweise im Lotussitz, allerdings nicht aufrecht, sondern leicht nach vorne gebeugt, das Gesicht in extremer Verkrzung.

Vor ihm steht eine kleine Vase mit zwei Rucherstbchen, die Rauchkringel produzieren. Links und rechts hinter ihm wieder zwei Plakate an der Wand, aber dann auch wieder nicht, denn es sind einfach Ritzzeichnungen in die frische Farbe, vermutlich mit dem Pinselstiel gemacht. Der linke Kopf gemahnt ein wenig an Buddha, der rechte sieht mir mehr aus wie ein Hinduheiliger.

Das habe ich 1974 gemacht, als ich noch berhaupt keine Erfahrung mit Meditation oder Rucherstbchen hatte. Oder irre ich mich da? Waren Rucherstbchen in den Sechzigern modern? (Ich glaube nicht.) Immerhin begann damals (wieder einmal) die Zeit der Drogen mit Haschisch und Heroin.

Wie dem auch sei - dieses Gemlde ist einfach unglaublich, man knnte es sich nicht ausdenken und man knnte es nicht willkrlich herstellen. * Die beiden Kpfe an der Wand wren ein Beleg fr meine karikaturistischen Fhigkeiten, wenn ich denn welche htte. Wollte jemand von mir verlangen, einen Kopf mit einer solchen Anmutung zu zeichnen, ich msste passen.

Nachdem ich dem Vorgngerbild keinerlei Botschaft entlocken konnte, liegt hier alles vllig auf der Hand: Der junge Mann ist besorgt um seine Seele und beschftigt sich deshalb mit spirituellen Lehrern und versucht deren bungen fr sich nutzbar zu machen. Die leicht gebeugte Haltung, die fr eine Meditation vllig unangebracht ist, da die Wirbelsule geradegehalten werden soll, lsst eher an die berisch-zerknirschte Haltung eines Christen denken.

Sah ich mich so? Sah meine Seele mich so? Oder wollte sie mich so sehen, mich in diese Richtung lenken? Keine Ahnung. Fakt ist, dass ich weder damals noch spter meditiert habe und mich auch nicht fr Buddhismus oder Hinduismus oder was auch immer interessiert habe. 10 Jahre spter bin ich ber die Autobiografie von » Yogananda gestolpert und war durchaus beeindruckt, aber auch das hat meinem Leben keine neue Richtung gegeben.

Am rechten Rand ziemlich weit unten prangt das Datum: 6.2.74 II. Das Bild soll die Rckseite von  Nummer 91 sein, was ein Hochformat ist. Die Mae stimmen, aber 91 soll auf Hartfaser gemalt sein und sieht auch danach aus - das passt ja nicht, denn beschichtete Spanplatten sind normalerweise auf beiden Seiten beschichtet und knnen nicht mit Hartfaser verwechselt werden.

Malerisch gesehen ist dieses Bild genauso drftig wie das vorhergehende; das Farbspektrum bewegt sich sehr eng um Braun, die Pinselfhrung bedarf einer krzeren Sehdistanz. Insofern darf man gespannt sein, wie sich dieses Bild an der Wand macht - wie das vorherige habe ich es nie aufgehngt.


No. 1 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 23 40x47cm, 02.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork  CC BY-SA
No. 1 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 23 40x47cm, 02.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963
 


Durch die beiden anderen Bilder habe ich Farbe auf die Wand gebracht; 23 wirkt vergleichsweise gro, und 104 hat etwas Probleme, die Aufmerksamkeit zu bekommen. Vielleicht sollte ich den Rahmen nochmal ndern - aber welchen?


No. 2 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 23 40x47cm, 02.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 2 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 23 40x47cm, 02.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963
 


Oje, ich glaube ich mache es schlimmer; die beiden Rahmen fr 23 sind beide gleichermaen geschmacklos.


No. 3 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 23 40x47cm, 02.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 3 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 23 40x47cm, 02.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963
 


Ich frchte, 23 ist einfach ein bisschen zu stark.


No. 4 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 4 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963
 


Auch interessant. 26 ist allerdings auch ein Bild, das man eher von der Nhe aus betrachten sollte - insbesondere das Gesicht ist von weitem kaum erkennbar.


No. 5 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 5 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963
 


Dieser Rahmen ist vielleicht besser. Aber eigentlich wollte ich ja 104 austesten.


No. 6 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 6 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963
 


Ja, das gefllt mir jetzt besser. Wie es scheint, habe ich etwas fr schwere Rahmen brig. Wie wre es damit?


No. 7 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 7 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963
 


No. 8 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 8 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963
 


Hochinteressant! Ich glaube, die drittletzte Variante gefllt mir am besten.


No. 9 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 28 28x24cm, 19.05.1963 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork  CC BY-SA
No. 9 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 104 61x80cm, 06.02.1974 » 28 28x24cm, 19.05.1963
 


Und jetzt mit vertauschter Reihenfolge. Ist das nicht merkwrdig, wie die Wirkung jetzt wieder eine vllig andere ist?

Unsere Altvorderen haben sich in Richtung Rahmen schon allerhand einfallen lassen - es fllt ja auf, dass die modernen Rahmen eher unscheinbar sind und von mir bisher berhaupt nicht bercksichtigt wurden - schmale Aluminiumleisten, einfache mehr oder weniger schmale Holzleisten, vorzugsweise berhaupt kein Rahmen und dann noch, weil das ja ziemlich bld aussieht, die dekorative Bemalung der Leinwandseiten. Ach ja, die Bemalung der Rahmen habe ich noch vergessen, wo versucht wird, das Gemlde weiterzufhren oder zu kontrastieren. Das ist ein Gebiet, in dem ich mich nicht bewegen mchte.
*   Der vorstehende Kommentar ist die Anmerkung aus dem Werkkatalog » Stürenburg 2007
 
 
hnliche Rahmen knnen bei » Kunstkopie, » artoko und anderswo erworben werden.

 

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