Ausschnitt aus No. › 242 (Privatbesitz) · © Copyright Werner Popken. <br><br>Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Ausschnitt aus No.  242 (Privatbesitz)

Zwischen dem  Langohr und dem  Rad findet sich eine weitere Maske, die als Blüte auf einem Stengel sitzt; in gewisser Weise bildet sie somit das Gegenstück zu der  Blumenmaske auf der anderen Seite.

Im Gegensatz zu dieser ist die Maske jedoch auf den ersten Blick einfacher gestaltet. Außerdem scheint es sich hier ausnahmsweise um eine weibliche Figur zu handeln.

Auffällig ist die weiße Gesichtsfarbe und die Rötung der Augen, die allerdings nicht so dramatisch wirkt wie bei dem  Blauen. Die roten Haare fallen sämtlich zur selben Seite und grenzen oben an die rote Blume, die wir neulich kurz angesprochen haben.

Ähnlich wie die gelben Gebilde, die wir als Knöpfe oder Nagelköpfe angesprochen haben, wird die Wange durch einen roten Fleck mit dicker schwarzer Umrahmung hervorgehoben, der sich unter dem anderen Auge leicht wiederholt, etwas abgedunkelt und ohne Rand.

Die Lippen sind sehr dunkel, fast schwarz, was natürlich mit dem weißen Teint einen starken Kontrast ergibt. Im Sinne der Jungschen Zahlensymbolik findet man die Vier in den Blättern, wobei man aber auch drei Blätter zählen könnte, oder auch zwei gegen eins.

Diese Figur schaut ganz deutlich nach rechts aus dem Bild heraus, sie fixiert den Betrachter nicht. Der Ausdruck ist weniger melancholisch als vielmehr nachdenklich und ernst, aber sicher nicht depressiv oder ängstlich.

Von einer Teilung des Gesichtes nach Picasso-Art kann hier keine Rede sein - wenn man nicht die Nasenlinie ins Auge fassen würde. Dann nämlich sieht man eigentlich das Profil. Zur Verdeutlichung habe ich es isoliert und war ganz erstaunt, daß es (für mich) unzweifelhaft männlich wirkt. Die Gegenprobe zeigte, daß der Rest den weiblichen Anteil stellt, was durch die Haare natürlich noch verstärkt wird.


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Überraschung! Die männliche Hälfte hatte ich gar nicht erkannt! Diese blickt etwas spitzbübisch-verschmitzt, während die weibliche etwas zurückhaltender, abwartend wirkt.

Ich weiß nicht, wie ich auf diese Assoziation komme, aber irgendwie hatte ich immer den Eindruck, als ob diese Figur etwas hexenhaftes an sich hätte - wozu sicher die roten Haare und die weiße Gesichtsfarbe beitragen. Hexenhaft heißt hier wohl eher geheimnisvoll, rätselhaft, wirkmächtig, weniger unheimlich, schon gar nicht böse.

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Diese Verkleinerung und selbst der Originalscan gegeben nicht zu erkennen, ob das Gesicht einfach durch die Grundierung gegeben wird oder wirklich gemalt ist - was ich vermute. Die eigentlichen Feinheiten wird man freilich erst vor dem Original würdigen können. So wird bestimmt der Mund eine deutlich erkennbare Zeichnung enthalten, die trotz Bildmanipulation aus dem Scan einfach nicht befriedigend herauszuholen ist.