Ausschnitt aus No. › 242 (Privatbesitz) · © Copyright Werner Popken. <br><br>Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Ausschnitt aus No.  242 (Privatbesitz)

Es hat jetzt ein paar Tage gedauert, bis ich mich wieder äußern konnte. Ich habe mich nämlich entschlossen, den Plan zu ändern. Abwechselnd auf Englisch und Deutsch zu schreiben, wird wahrscheinlich weder die einen noch die anderen Leser befriedigen.

Also werde ich weiterhin abwechselnd auf Deutsch oder Englisch schreiben, dann aber in die andere Sprache übersetzen. Den Mechanismus zum Umschalten habe ich in der Zwischenzeit entwickelt und eingebaut ( ).

Bis ich die alten Texte nachgearbeitet habe, kann man sich mit einer maschinellen Übersetzung von Google bzw. Systran behelfen. Von Übersetzung kann allerdings eigentlich keine Rede sein, die Texte sind mehr zum Lachen, aber immerhin, vielleicht erspart man sich das Nachschlagen von Vokabeln. Ich persönlich finde allerdings auch das nicht hilfreich, weil eben oft die falschen Vokabeln genommen werden, und arbeite lieber gleich mit » Leo. Mit Hilfe eines geeigneten Makros geht das wunderbar.

Die heutige Betrachtung heißt “Kaktus”, weil mich diese Figur an ein Pflanzenwesen erinnert, wobei die Pflanze deutlich ein » Sukkulent ist. Sie wächst der zuletzt betrachteten  Maske in einer ähnlichen Weise aus dem Kopf wie der  Indianer dem  Buddha. Sie steht daher zwischen dem  grünen Kopf links oben, mit dem wir unsere Betrachtungen begonnen haben, und dem “Indianer”. Das linke Auge des Grünen ist am Rande sichtbar.

An diesem Ausschnitt kann man sehr schön sehen, wie die grüne und gelbe Farbe des großen Kopfes aufgenommen werden - unten sieht man noch die Spitze des Hutes der Maske - und die rote Farbe überleitet zum Federschmuck des “Buddha” - ich stelle das im Nachhinein fest und habe beim Malen mit Sicherheit nicht darauf geachtet.

Die Figur besteht wiederum im wesentlichen aus dem Kopf; die pflanzlichen Teile könnten als Contergan-Arme und Brüste gelesen werden, was der Figur einen weiblichen Charakter zuschreiben würde. Tatsächlich scheint die Person eher weiblich als männlich zu sein, wirkt aber trotzdem sehr entschlossen und energiegeladen, keinesfalls bekümmert - eher dürfte sie Angst haben.

Der Schopf scheint in die Stirn zu hängen, besitzt aber auch den Charakter eines Federbüschels. Die Proportionen der pflanzlichen Teile wirken als Pflanze korrekt, in Bezug auf die Person jedoch irgendwie verstümmelt, so als sei sie kleinwüchsig oder eben mißgebildet. Dadurch und durch die Energie, die sie ausstrahlt, bekommt die Figur etwas koboldhaftes. Ihr Körper ist pflanzenhaft, der Kopf aber auch, denn es fehlen die Ohren, und das Haarbüschel könnte auch eine Blüte bezeichnen.

Sie blickt vereinnahmend, fordernd und auffordernd, so als wollte sie den Betrachter in das Geschehen einbeziehen, mitnehmen auf diese eigenartige Party. Sie scheint sich der anderen Figuren, zumindest des grünen Kopfes, bewußt zu sein und sich in deren Gegenwart durchaus wohlzufühlen. Im Gegensatz zur eher kontemplativen Stimmung des “Buddha” wirkt diese Figur dynamisch und mitreißend, nach außen gerichtet, geschäftig, gar ungeduldig, so als wäre dringend etwas zu tun und zu handeln, als müßte man sich bewegen, etwas ausführen.