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373 Werke

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   Breite No. 11     » Max     » 800 px     » 500 px      42x30 cm, Kugelschreiber, Gouache / Papier
© Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA

180 cm - 71 inch

Nr. 11:  42x30 cm (17x12"), Kugelschreiber, Gouache / Papier · 06.09.1972
     

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16.12.2010

© Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Ein Selbstportrait mit Kugelschreiber. Wer hätte das nach den Anfängen in Berlin gedacht?

In meiner Krise erinnerte ich mich endlich an mein Selbststudium der Fotografie. Schließlich war ich nicht der erste, der ein gutes Foto machen wollte, und ich war schon gar nicht der erste, der ein gutes Gemälde malen wollte. Also studierte ich die Kunstgeschichte, so wie ich die Fotografiegeschichte studiert hatte: Ich lieh mir Bücher aus öffentlichen Bibliotheken und betrachtete die Bilder, ließ sie auf mich wirken, versuchte zu verspüren, was daran gut war und warum und ließ die Texte weit gehend außer acht.

Ich erinnere mich noch an Herzrasen, als ich einmal nicht schlafen konnte und mitten in der Nacht wieder aufstand, ein Buch in die Hand nahm und ein Bild von » Jackson Pollock betrachtete. Das war eine starke körperliche Reaktion, sehr merkwürdig. So etwas habe ich nie wieder erlebt. War das dieser Ausnahmesituation geschuldet?

Schließlich stieß ich auf fünf barocke Gemälde unterschiedlicher Maler zu demselben Thema: Madonna mit Jesuskind, dargestellt auf einer Doppelseite. Selbstverständlich waren das alles Meisterwerke, sonst hätte man sie gar nicht erst abgebildet. Merkwürdigerweise schien mir evident, dass eines dieser Meisterwerke wirklich gut zu sein schien, wesentlich besser als die anderen vier. Woran konnte das liegen?

Nach einer Weile kam mir eine Ahnung. Alle fünf Bilder waren mit Meisterschaft gemalt, eines jedoch mit Herzblut.

Ach du lieber! Was sollte das denn heißen? War ich nicht ein Kind der Moderne, aufgeklärt, abgeklärt, agnostisch? Es half aber nichts. Besser konnte ich es nicht erklären. Wenn dem aber so war, dass der Künstler seinen Teil dazugeben musste, was wäre es denn, was ich zu geben hätte? Was war mir wichtig?

Auf diese Frage konnte ich keine Antwort geben, obwohl ich das von mir erwartet hätte. Das war ein Schock, der mich mehrere Wochen belastete. Ich wusste nicht, was mir wichtig war! Und das in diesem Alter! Schließlich war ich schon 24 Jahre alt! Endlich meldete sich nach etwa einer Woche eine Idee. Hatte ich nicht immer einen doppeläugige Spiegelreflex besitzen wollen, um vernünftige Selbstportraits machen zu können?


Ich setzte mich vor den großen Spiegel im Schlaf- und Arbeitszimmer (zu sehen links in  Nummer 36) und zeichnete. Natürlich konnte ich gar nicht mehr zeichnen, ich war ja schon viele Jahre aus der Übung. Es dauerte aber nicht lange, da ging es wieder sehr gut. Alle Selbstportraits zeigen den angestrengten Blick in den Spiegel und wirkten deshalb auf meine Freunde etwas fremd, nicht nur wegen der Spiegelverkehrtheit.

Hier erscheint erstmals die Signatur joe, die damals durchaus nahelag. Schließlich war ich als Student allgemein so bekannt. Anscheinend hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt auch schon ausgiebig mit Picasso beschäftigt, von dem ich die Gewohnheit übernahm, alle Werke zu datieren, und gegebenenfalls zu nummerieren. Dies ist das zweite Blatt vom Tage, wie die römische Ziffer zeigt.

Es gefällt mir nach wie vor sehr gut. An manchen Stellen wirkt es ein bisschen verkrampft, an anderen ist es aber wieder sehr locker. Die Farbe sagt noch sehr wenig, doch die Intensität des Ausdrucks ist erstaunlich. Der junge Mann ist offen, unerschrocken, zuversichtlich, neugierig. Er ist nackt - soweit ich mich erinnere, habe ich mich allerdings nicht ausgezogen. Der Unterkiefer ist korrigiert, aber das stört nicht.

Im Nachhinein fand ich es sehr interessant, dass ich den Kugelschreiber gewählt hatte. Damit war eine Korrektur völlig ausgeschlossen. Jeder Strich musste auf Anhieb sitzen. Keine Ahnung, warum ich das wollte. Als Kunsterzieher habe ich diesen Kniff später öfters eingesetzt, um die Blockade der Schüler zu überwinden, die im Bewusstsein der späteren Korrigierbarkeit nicht etwa freier arbeiten, sondern gehemmter, und beim Zeichnen schon an das Radieren denken. Wenn aber jeder Strich sitzen muss, muss man sich wohl oder übel ein Herz nehmen und ins tiefe Wasser springen.

Dies war ein Schritt in die richtige Richtung. Es blieb nicht bei einem Selbstportrait. Einige weitere sind ins Werkverzeichnis aufgenommen worden. Was das mit der Kunst zu tun hatte und mit dem, was mir wichtig war, wurde mir dadurch allerdings nicht klar. *


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Nachtrag Wohnungsszenario, 06.08.2011


No. 1 » 11 42x30cm, 06.09.1972  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 15,  » Nummer 22,  » Nummer 78.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 1 » 11 42x30cm, 06.09.1972
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 15,  » Nummer 22,  » Nummer 78.
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» Nachher/vorher: einblenden. Ein Bild im Badezimmer eines » kreativen Menschen - im Original ist hier das viktorianische Portrait einer Katzendame mit origineller Fellzeichnung im Silberrahmen zu sehen, der im Spiegel gut erkennbar ist.


No. 4 » 15 42x30cm, 10.11.1972 » 11 42x30cm, 06.09.1972  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 4 » 15 42x30cm, 10.11.1972 » 11 42x30cm, 06.09.1972
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» Nachher/vorher: einblenden. Auf den ersten Blick beeindruckend, auf den zweiten eher ärmlich - üppige Pflanzen sind natürlich immer beeindruckend. Die beiden kleinen Bilder an der schmalen Wandfläche habe ich ersetzt; die Gouache kommt natürlich auch über große Entfernungen, aber selbst von der Kugelschreiberzeichnung kann man noch mehr erkennen als von den ursprünglichen Bildern.


No. 7 » 11 42x30cm, 06.09.1972  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 7 » 11 42x30cm, 06.09.1972
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» Nachher/vorher: einblenden. Dies könnte ein Hotelzimmer sein - nur die vielen Bücher wollen nicht so recht dazu passen.


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No. 10 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 10 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985


No. 11 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 11 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985


No. 12 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974


No. 13 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 13 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985


No. 14 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 14 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976


No. 15 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft


No. 16 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983


No. 17 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982


No. 18 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft


No. 19 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980


No. 20 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 11 42x30cm, 06.09.1972 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 11 42x30cm, 06.09.1972


No. 21 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975


No. 22 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975


No. 23 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975


No. 24 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 24 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft


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   Breite No. 101     » Max     » 800 px     » 500 px      41x52 cm, Tusche / Papier
© Copyright Werner Popken. 
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180 cm - 71 inch

Nr. 101:  41x52 cm (17x21"), Tusche / Papier · 30.01.1974
     

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An der Wand mit:  
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23.02.2011

© Copyright Werner Popken. 
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Eine Federzeichnung mit einer märchenhaften Situation. Ein junger Prinz sitzt in einem leeren Zimmer auf einem prächtigen Stuhl und zeigt mit dem Finger auf seinen Mund.

Vor ihm steht ein glatzköpfiger Kleinwüchsiger mit Hut und verschränkten Armen; pardon: im Märchen muss es natürlich Zwerg heißen. An der linken Wand das Gemälde eines Vorfahren, der einen Spieß hält und wohl auch noch mit einem großen Schwert bewaffnet ist, das bis an den Bilderrahmen stößt.

Der Zwerg steht so unglücklich, dass das Schwert aus seiner Nase zu kommen scheint. An der anderen Wand ein romantischer Durchbruch mit Blick auf eine Wiese mit einem Baum und einer schwarz-bunten Kuh, die eine Glocke um den Hals trägt.

Der Prinz trägt einen feinen Schnurrbart, einen großen Hut und eine schwere Kette mit einem Medaillon. Der Bauch wird von einem Gürtel mit einer großen Schnalle gehalten, die ebenfalls von einem Medaillon geziert wird. Das obere zeigt einen Kopf, das untere zwei, die sich gegenseitig anschauen.

Man denke sich meine Verblüffung! Das ist doch allenfalls eine Kinderbuch-Illustration, oder? *

Hier habe ich - bewusst oder nicht - wieder auf einen Trick zurückgegriffen. Tusche kann man nicht korrigieren. Jeder Strich muss sitzen. Man kann nicht zögern, man muss sich ein Herz fassen und sich darauf verlassen, dass es schon wird. Entweder man muss das Blatt wegwerfen oder es hält stand.

Hier hatte ich anscheinend das Gefühl, das Blatt nicht wegwerfen zu sollen. Mit diesem Wechsel der Technik versuchte ich wohl, meiner Materialknappheit zu entgehen und gleichzeitig die Frage der Themenfindung voranzutreiben. Was sollte ich malen? Was konnte Bestand haben? Was sollte Kunst sein?

Dieses Blatt ließ mich ratlos zurück. Noch heute kann ich wenig dazu sagen. Die auffälligste Partie ist natürlich die Zeigegeste: Zeigt der Finger nun auf den Mund oder auf das Gesicht? Wenn ich auf mich selbst zeige und mich selbst meine, wohin zeige ich dann? Auf die Stirn, auf den Mund, auf das Herz?

Der Mund ist übrigens die einzige Stelle, die etwas unklar ist. Direkt vor dem Mund schwebt eine schwarze Form. Es scheint sich nicht um einen Teil des Mundes zu handeln. Der Zeigefinger weist direkt daraufhin. Was ist das?

Nehmen wir einmal an, die Geste solle heißen: Wer bin ich? Diese Frage stellt sich natürlich jedem Menschen, insbesondere aber jemandem, dessen Stammbaum Hunderte von Jahren dokumentiert ist. So einer kann sich nur als ein Glied in einer Kette begreifen, der muss sich, ob er will oder nicht, mit seinen Vorfahren vergleichen und sich selbst als Glied in dieser Kette ansehen, die zweifellos, wenn er selbst nicht der Fortpflanzung ein Ende setzt, sich weiter in unbestimmte Zukunft fortsetzen wird.

Selbstverständlich sind auch alle anderen, deren familiäre Tradition sich nicht auf mehr als zwei Generationen erstreckt, Glieder einer solchen Kette, aber sie sind nicht durch diese Vergangenheit belastet. Ja schon ein Nachkomme, der beruflich völlig andere Wege beschreitet als seine Eltern, betritt Neuland und erfindet sich selbst neu, ist nicht durch die Erfahrung und die Geschichte seiner Eltern belastet. Umgekehrt ist jemand gebunden, der den Betrieb seiner Eltern oder deren berufliche Ausrichtung übernimmt. So gibt es beispielsweise Dynastien von Musikern, Lehrern, Handwerkern, wobei natürlich auch die Bauern nicht vergessen werden dürfen.

Auch bei den Künstlern gibt es so etwas, und die Frage, wieweit etwa Picasso durch seinen Vater gefördert oder belastet worden ist, ist immer wieder diskutiert worden. » Leonardo ist ein Beispiel für einen Künstler, der sich selbst neu erfunden hat - sein Vater war Notar. Anfang 1974 war ich nicht nur künstlerisch in einer Krise; die Arbeit an meiner Dissertation hatte sich als sehr schwierig und zäh erwiesen, und das Ende des Stipendiums kam in Sicht, aber ein Ergebnis lag noch nicht vor.

Mein Vater war Buchdrucker, mein Großvater väterlicherseits Schweizer Degen, das heißt Buchdrucker und Setzer zugleich, mein Großvater mütterlicherseits war gelernter Schuster, der als Geselle noch auf Wanderschaft gegangen war, wegen der dann aufkommenden Schuhfabriken aber sein Leben lang unter Tage als Bergmann gearbeitet hatte und im Nebenberuf Bauer war, da er in einem kleinen Betrieb eingeheiratet hatte.

Über meinen Urgroßvater mütterlicherseits weiß ich nichts; mein Urgroßvater väterlicherseits war Waldarbeiter in gräflichen Diensten. In der ganzen Verwandtschaft war ich der erste, der eine höhere Schulbildung genossen hatte, einen Universitätsabschluss besaß und nun auch noch einen Doktor machen wollte. Auch in der persönlichen Bekanntschaft gab es niemanden, der mit irgendeiner höheren Bildung aufwarten konnte. Ich bewegte mich in Kreisen, die für mein Herkommen fremd waren. Als ich dann schließlich meinen Doktor hatte, fragte meine Cousine mich (scherzhaft), ob ich denn noch mit ihnen reden wollte.

So gesehen könnte dieses Bild die Frage nach mir selbst, meiner Herkunft und Zukunft stellen. Selbstverständlich ist jeder von uns einzigartig, aber dennoch sind wir alle durch unsere Herkunft gebunden. Niemand ist eine Insel. Niemand schüttelt seine Vergangenheit ab. Jeder muss seine Zukunft gestalten. Was war meine Zukunft? War ich ein Mathematiker? Bis dahin hatte ich einigermaßen Erfolg gehabt. Die Doktorarbeit sollte zeigen, ob meine Zukunft in der Mathematik liegt, in der mathematischen Forschung, die üblicherweise an den Universitäten erbracht wird. Als Plan B, der ursprünglich mein Plan A gewesen war, hatte ich den Lehrerberuf ins Auge gefasst. Was die Lehrer am Gymnasium taten, hatte ich neun Jahre lang beobachten können - das traute ich mir zu.

Diese Deutung scheint mir plausibel. Das Blatt ist natürlich extrem spröde und besitzt so gut wie gar keine Fernwirkung. Der Rahmen ist hier die Einladung, doch näher zu treten, um sich die Zeichnung genauer anschauen zu können.


No. 1 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 69 41x52cm, 26.12.1973 » 98 41x52cm, 25.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 1 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 69 41x52cm, 26.12.1973 » 98 41x52cm, 25.01.1974


Das lohnt sich: Ich finde diese Zeichnung durchaus köstlich. Ein paar Kostproben (die Vorlage lässt leider sehr zu wünschen übrig):


© Copyright Werner Popken. 
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Aber es ist ja nicht nur der junge Prinz und seine Ahne in diesem Bild zu sehen, sondern auch der Zwerg. Dieser hat sich vor dem Prinzen aufgebaut, fixiert diesen und scheint streng darauf zu achten, dass er sich der Aufgabe nicht entzieht. Der Ahne an der Wand in seinem riesigen Gemälde mit Goldrahmen kann natürlich nichts ausrichten, optisch aber unterstützt er die fixierende Funktion des Zwerges.

Es ist aber wohl nicht die Ausweglosigkeit, die den Prinzen so bestürzt reagieren lässt; möglicherweise sieht er es sogar selber ein, dass er um diese Frage nicht herumkommt. Warum ist sie nur so unangenehm? Das Medaillon an der Kette zeigt nur einen Kopf, dass ein Gürtel zwei, die einander so dicht gegenüberstehen, dass sich die Nasen beinahe berühren. Die Zeichnung liegt mir im Moment nicht vor; anhand der Reproduktion kann ich nicht genug erkennen, um Genaueres sagen zu können.

Nicht nur in der modernen Psychologie arbeitet man mit Modellen, bei denen Persönlichkeitsanteile wie Personen in einem Theaterstück aufgefasst werden, die miteinander agieren; schon in der » Bhagavad Gita werden äußere Konflikte geschildert, die als innere Konflikte gelesen werden wollen.

Eine mögliche und weit verbreitete Sichtweise ist, dass es sich um ein Zwiegespräch handelt zwischen der inneren Göttlichkeit, verkörpert durch Krishna, und der menschlichen Seele, die Arjuna darstellt: das Schlachtfeld sei das Leben, und die feindlichen Heerscharen, gegen die Arjuna antreten muss, verkörperten die menschlichen Schwächen, die besiegt und überwunden werden müssten.
a.a.O.

In diesem Sinne könnte der Zwerg die Rolle von Krishna übernehmen, der Prinz die von Arjuna, der sich vor der Aufgabe drücken möchte und von Krishna belehrt wird, dass er das weder darf noch kann und sich dem Kampf stellen muss.

Das klingt gut, plausibel und interessant und würde die Zeichnung in die Nähe einer Illustration rücken; dieser Ansatz würde auch den Ernst der Zeichnung erklären, der so gar nichts Kindliches und Kinderbuchmäßiges an sich hat, aber damals hatte ich von der Bhagavad Gita noch nie gehört, und auch die Deutung des Geschehens als inneres Drama ist mir erst vor ein paar Jahren durch die Übersetzung » Yoganandas erstmals bekanntgeworden.

Wenn diese Interpretation stimmig wäre, bleiben trotzdem zwei Fragen offen: Wie komme ich dazu, so etwas zu zeichnen, mit anderen Worten: woher weiß ich das? Und warum habe ich die Zeichnung damals nicht in diesem Sinne verstanden?

Bei der letzten Frage könnte man unterstellen, dass Bilder auf jeden Fall wirken, ob man sie versteht oder nicht, genauso wie man unterstellt, dass Träume wirken, auch wenn man sie nicht analysiert und sich nicht einmal an sie erinnert. Bei der ersten Frage ist man natürlich geneigt anzunehmen, dass irgendwo eine höhere Kraft wirksam ist.

Das hat mich an » C.G. Jung fasziniert, mit dem ich mich kurze Zeit später, nach der Bekanntschaft mit » Erich Engelbrecht, beschäftigt habe: Seine überzeugenden Berichte von Kräften, die er außerhalb seiner selbst verortete, über die er allerdings wenig Substantielles zu sagen hatte. Seine » Archetypen-Lehre ist ja lediglich Spekulation.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 12.12.2011


No. 3 » 101 41x52cm, 30.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 3 » 101 41x52cm, 30.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Aus einer Reportage in der schwedischen „Schöner Wohnen“: » Leidenschaft für Möbel von 1700. Alt ist schön, findet der Besitzer Magnus Lundgren. Er hält dieses Möbel für perfekt geeignet, um einen Mittagsschlaf zu halten. Angeblich soll Schwedisch nicht schwer sein, aber ich verstehe nie irgendein Wort, und auch die automatische Übersetzung von Google tut sich schwer - das ist noch viel abenteuerlicher und unverständlicher als Übersetzungen aus dem Englischen.


No. 6 » 101 41x52cm, 30.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 6 » 101 41x52cm, 30.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Die Fotografin » Andrea Bricco lebt in einem Loft, hat aber dennoch sehr wenig Platz, zu wenig für ihre Kunstliebe. Dabei kann man doch gut mehrere Bilder auf die Wand bringen. Das ist offensichtlich das Bett, aber es steht in demselben Raum wie das Sofa, wie man an einem anderen Foto erkennen kann - möglicherweise ist es ein Einzimmer-Apartment mit Einfachglasscheiben und Klappfensterchen.


No. 9 » 101 41x52cm, 30.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 9 » 101 41x52cm, 30.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. » Foto von » Jim Bastardo (ohne mein Bild). Eine Komposition, schätze ich mal.


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No. 12 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982


No. 13 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 13 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft


No. 14 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975


No. 15 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975


No. 16 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975


No. 17 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973


No. 18 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 101 41x52cm, 30.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 101 41x52cm, 30.01.1974


No. 19 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974


No. 20 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973


No. 21 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974


No. 22 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973


No. 23 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973


No. 24 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 24 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973


No. 25 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 25 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973


No. 26 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 26 » 101 41x52cm, 30.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft


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   Breite No. 83     » Max     » 800 px     » 500 px      52x41 cm, Öl / Papier
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180 cm - 71 inch

Nr. 83:  52x41 cm (21x17"), Öl / Papier · 07.01.1974
     

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10.02.2011

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»  Tête d
»  Tête  , 66x51cm, 30.07.1972 · © Copyright Werner Popken. 
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Diese Ölmalerei hat wie die beiden vorherigen Arbeiten ein sehr interessantes Papier als Grundlage, vermutlich habe ich ein paar Blätter davon von meinem Vater geschenkt bekommen, wobei sich wieder die Frage stellt, wie sein Arbeitgeber, die Geschäftsbücherfabrik, zu solchem Papier kommt. Diese Blätter waren für mich Kostbarkeiten, und ich war mir das Risikos wohl bewusst, die Bögen zu verderben.

Mit den ersten beiden war ich allerdings halbwegs zufrieden, dieses Blatt aber gefiel mir genauso wenig wie die entsprechenden Arbeiten aus Picassos Alterswerk, die so gar nicht seinem Alter und seiner doch anzunehmenden Reife angemessen zu sein scheinen. *

Immerhin war ich ja ungefähr in dem Alter dieses Knaben und hatte mir auch einen Schnurrbart stehen lassen, aber dennoch konnte ich mich mit diesem Jüngling nicht identifizieren. Er schaut wie verwundert, aber man weiß nicht warum.

Irgendwie wirkt er auf mich ein bisschen barock; zu diesem Zeitpunkt spätestens muss ich wohl schon » Klaus Gallwitz: Picasso Laureatus. Sein malerisches Werk seit 1945 besessen und studiert haben, denn dieser Knabe sieht doch sehr nach seinen Musketieren aus. Wirklich? Kam mir jedenfalls immer so vor. Mal sehen, ob ich das auch belegen kann. Nun wollte ich in besagtem Buch nachschauen, aber ich finde es im Moment nicht; vielleicht reicht »Tête d'homme (pour Jacqueline) II als Hinweis.

Wenn Malerei, wie ich später behauptet habe, eine Erkenntnismethode ist, wenn man auf diese Weise im Trüben, Unbekannten fischen kann und möglicherweise etwas fängt, bedeutet das ja nicht, dass man damit sofort oder überhaupt etwas anfangen kann. Das ist ja das merkwürdige an der Kunst: Dass das Publikum auf eigene Art reagiert und möglicherweise etwas nimmt, was der Künstler selber weder intendiert hat noch erkennen kann.

Bekanntlich hat Picasso sich ja im Alter der Raserei hingegeben, und ich nehme an, dass er sehr wohl hat unterscheiden können, was etwas zu Tage gefördert hat und was nicht. Jedenfalls hat er bei einem bestimmten Bild (»Tête [Autoportrait], 30.07.1972) aufgemerkt und gesehen, dass sein eigener Totenschädel ihn voller Angst und Entsetzen anstarrt. Dazu musste er Hunderte, vielleicht Tausende von Bildern malen, um zu dieser Erkenntnis zu kommen. Dabei lag es auf der Hand, dass er sein Leben lang vor Todesangst schlotterte.

So gesehen ist diese Erkenntnismethode sehr ineffizient und mühsam. Es stellt sich die Frage, ob sich die Mühe lohnt. Ich jedenfalls fand bei diesem Bild das Ergebnis mager, zu mager. Wenn es bei solchen Sachen geblieben wäre, hätte ich vermutlich eines Tages damit aufgehört.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 03.09.2011


No. 3 » 83 52x41cm, 07.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 3 » 83 52x41cm, 07.01.1974
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No. 9 » 83 52x41cm, 07.01.1974
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No. 12 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 50 37x29cm, 25.11.1973  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 50 37x29cm, 25.11.1973
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No. 15 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976


No. 16 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982


No. 17 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft


No. 18 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973


No. 19 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 83 52x41cm, 07.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 83 52x41cm, 07.01.1974


No. 20 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975


No. 21 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975


No. 22 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975


No. 23 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973


No. 24 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 24 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974


No. 25 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 25 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973


No. 26 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 26 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973


No. 27 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 27 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973


No. 28 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 28 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973


No. 29 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 29 » 83 52x41cm, 07.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft


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   Breite No. 97     » Max     » 800 px     » 500 px      52x41 cm, Öl / Papier
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180 cm - 71 inch

Nr. 97:  52x41 cm (21x17"), Öl / Papier · 25.01.1974
     

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19.02.2011

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 Brancusi: Mlle. Pogany, 1912 · © Copyright Werner Popken. 
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Eine weitere Arbeit auf dem schon erwähnten Papier; so langsam beschleicht mich das Gefühl, dass auch der Wechsel auf Papier finanzielle Gründe hat.

Dieser Kopf hat mich sehr irritiert, vor allem wegen der merkwürdigen oder besser gesagt fehlenden Nase. Trotzdem kann man der Figur eine gewisse Intensität nicht absprechen. *

Zu diesem Zeitpunkt lasse ich mich ziemlich konsequent auf das Abenteuer der Kreativität ein - was das bedeutet, ist mir bis heute noch nicht wirklich klar. Das Wichtigste ist: Ich habe nichts vor und fange an.

Es ergibt sich etwas, erstaunlicherweise, und langsam fasse ich Vertrauen, dass sich jedes Mal etwas ergeben wird, was möglicherweise interessant und stark, aber jedenfalls nicht gerade unmöglich ist, schwach vielleicht, wenig überzeugend vielleicht, aber nicht grauenhaft, stümperhaft, unerträglich dilettantisch oder wie die Ausdrücke sonst noch heißen, mit denen man unakzeptable Ergebnisse verwerfen muss.

So ergeht es ja praktisch jedem Heranwachsenden: Kinder malen gern und ganz bedenkenlos, aber irgendwann verliert sich das und sie schämen sich für das, was sie produzieren. Erwachsene malen in der Regel überhaupt nicht mehr. Manchmal setzen sich Leute allerdings über alle Bedenken hinweg und produzieren akademische oder dilettantische Werke, die manchmal sogar an die Öffentlichkeit gelangen. Einige dieser Leute begreifen sich sogar als ernsthafte Künstler, und manche dieser Profis werden sogar vom Kunstbetrieb akzeptiert.

Dieses feine Gespür für Qualität, für das, was gut ist und Wert hat und Gewicht, muss natürlich entwickelt werden. Ich fürchte, niemand hat bisher untersucht, wie das zustande kommt. Mehr noch: Es fehlt vermutlich sogar am Konsens hinsichtlich dessen, was Qualität bedeutet. Das ist keineswegs ein modernes Phänomen; bezüglich der Diskussion der Modernen Kunst ist dieses Problem vielleicht etwas deutlicher geworden.

Heute ist der Artikel des Tages in der Wikipedia » Constantin Brancusi gewidmet. Dort findet sich ein » Foto der niederländischen Kunstzeitschrift » De Stijl aus dem Jahre 1927 mit der Abbildung seiner berühmten Skulptur » Mademoiselle Pogany aus dem Jahr 1912. Die Wikipedia berichtet von einem Vorfall beim Zoll 1926 in der York wegen der Skulptur » Vogel im Raum, während die Zeitschrift diesen Vorfall mit der Portraitskultur in Zusammenhang bringt.

Sind Futuristen, Kubisten, Dadaisten und der Rest der verrückten Bande wirklich irre? Nach der Meinung einiger sehr bekannter medizinischer Experten sind sie irre, wenn sie es ernst meinen, und wenn sie gesund sind, können sie es nicht ernst meinen.

„Der Psychiater“, sagt der Medical Record, „ist sofort überrascht über die Ähnlichkeit dieser Produktionen mit künstlerischen Produktionen einer Klasse von Leuten, mit denen er sehr gut vertraut ist: denjenigen Geisteskranken, die an Dementia praecox leiden.“
a.a.O., Übersetzung von mir

Ich habe mich jedenfalls nicht als irre empfunden, sondern war auf der Suche nach Erkenntnissen und Einsichten, die ich anders nicht hätte gewinnen können. Der ultimative Test war meine Zufriedenheit, die Krönung meine Bereitschaft, das Bild aufzuhängen.

Dieses Bild habe ich nie aufgehängt. Ich hatte irgendwie auch ein bisschen Angst und Abscheu davor, und erst bei der Beschäftigung anlässlich der Anmerkungen zum  Werkkatalog habe ich mich mehr auf das Bild eingelassen und war ganz erstaunt, wie stark und beeindruckend es doch ist. Das lässt sich überprüfen.


No. 2 » 96 63x88cm, 24.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 2 » 96 63x88cm, 24.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973


Erster Versuch - das ist zu viel. Der Rahmen glänzt mir auch zu sehr.


No. 3 » 96 63x88cm, 24.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 3 » 96 63x88cm, 24.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973


Das ist schon etwas besser. Hier habe ich auch das Passepartout weggelassen. Aber trotzdem eine Menge Gold.


No. 4 » 96 63x88cm, 24.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 4 » 96 63x88cm, 24.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973


Dieser Rahmen wirkt irgendwie schmutzig.


No. 5 » 96 63x88cm, 24.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 5 » 96 63x88cm, 24.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973


Was man nicht alles an Effekten erzielen kann! Es ist dasselbe Bild, bloß anders gerahmt. Was gibt es noch?


No. 6 » 96 63x88cm, 24.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 6 » 96 63x88cm, 24.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973


Na ja, auch nicht wirklich berauschend.


No. 7 » 96 63x88cm, 24.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 7 » 96 63x88cm, 24.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973


Aber nun! Wenn das nicht wertvoll ist!

Aus diesem Bild schaut einen eine geknebelte Kreatur an, stumm, hoffnungslos, traurig, ganz nah, als komme sie auf einen zu. Der Blick ist intensiv und hilfeheischend, aber resigniert, so als könnte es gar keine Kommunikation geben. Die Spiralen rechts und links vom Hals und die Bewegung im Himmel sind voller Energie, aber die Figur scheint fixiert zu sein. Was sagt mir das Bild? Ich weiß es nicht.

Und noch ein Versuch mit Gold:


No. 8 » 286 51x61cm, 11.11.1982  » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 8 » 286 51x61cm, 11.11.1982 sold/verkauft » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973


Also nee, irgendwie pflastere ich die Wand jetzt mit Rahmen. Geht's nicht auch ein bisschen weniger prätentiös?


No. 9 » 286 51x61cm, 11.11.1982  » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 9 » 286 51x61cm, 11.11.1982 sold/verkauft » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973


Geht schon, aber dieser pompöse Aufwand ist doch beeindruckend. Mal wirken lassen.


No. 10 » 286 51x61cm, 11.11.1982  » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 10 » 286 51x61cm, 11.11.1982 sold/verkauft » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973


Nein, 97 soll ja richtig rauskommen. Wie wäre es so?


No. 11 » 286 51x61cm, 11.11.1982  » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 11 » 286 51x61cm, 11.11.1982 sold/verkauft » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973


65 kann auch was vertragen. 286 kommt damit wohl klar und hat ja auch einen schönen goldenen Rahmen.


No. 12 » 286 51x61cm, 11.11.1982  » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 286 51x61cm, 11.11.1982 sold/verkauft » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973


286 braucht den noch nicht einmal. Eine schmale schwarze Leiste tut es auch. 97 könnte einen schwarzen Rand vertragen.


No. 13 » 286 51x61cm, 11.11.1982  » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 13 » 286 51x61cm, 11.11.1982 sold/verkauft » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973


Ja, das ist besser.

97 ist nicht schlecht, die Wirkung ist ganz erstaunlich, das Bild macht einen fast depressiv.

Oder doch besser mit einem hellen Passepartout?


No. 14 » 286 51x61cm, 11.11.1982  » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 14 » 286 51x61cm, 11.11.1982 sold/verkauft » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 65 42x30cm, 23.12.1973


Es ist ja furchtbar, die Anzahl der Lösungen ist unendlich. Ich habe es noch mit verschiedenfarbigen Passepartoutkartons probiert - man kann vieles machen, aber ob es besser wird? Die Lösung mit dem hellen Passepartoutkarton gefällt mir besser. Erstaunt bin ich, wie gut sich 69 hält. Dem tut der Rahmen wirklich gut.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 21.11.2011


No. 15 » 97 52x41cm, 25.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 97 52x41cm, 25.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Im Original hängt hier ein größerer Rahmen mit zwei sehr kleinen unbunten Bildern, vermutlich Fotografien, von denen man lediglich amorphe Strukturen erkennen kann. Man sieht, dass ich hinsichtlich der Rahmen große Fortschritte gemacht habe. Der innere Rahmen ist noch nicht ganz optimal...


No. 18 » 97 52x41cm, 25.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 97 52x41cm, 25.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. » Esszimmer in einem Wochenendhaus im Staat New York, eingerichtet als minimalistisches Refugium (minimalist retreat) von » Francis D’Haene für Vincent Herbert, CEO von » Le Pain Quotidien (siehe auch Kaminzimmer  96 und  96).

Der Text zu diesem Bild lautet: In the dining area, » Tom Dixon pendant lamps are grouped with Hans J. Wegner Wishbone chairs from » Carl Hansen & Son and a custom-made table and banquette by » Townsend Design. An der Wand rechts hängt vermutlich Kunst.


No. 21 » 97 52x41cm, 25.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 97 52x41cm, 25.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Aus der Serie » Living Agency - Interiors - South of France - Harmony in white. Ein Stillleben, arrangiert fürs Foto, ohne Bild an der Wand. Heißt das wohnen?


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No. 24 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 24 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982


No. 25 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 25 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft


No. 26 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 97 52x41cm, 25.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 26 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 97 52x41cm, 25.01.1974


No. 27 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 27 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976


No. 28 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 28 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975


No. 29 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 29 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975


No. 30 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 30 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975


No. 31 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 31 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973


No. 32 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 32 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973


No. 33 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 33 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974


No. 34 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 34 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973


No. 35 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 35 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973


No. 36 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 36 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973


No. 37 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 37 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973


No. 38 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 38 » 97 52x41cm, 25.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft


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   Breite No. 93     » Max     » 800 px     » 500 px      28x56 cm, Öl / Pappe
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180 cm - 71 inch

Nr. 93:  28x56 cm (12x23"), Öl / Pappe · 21.01.1974
     

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An der Wand mit:  
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16.02.2011

© Copyright Werner Popken. 
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Ein erstes Bild in Blau. * Auch dieses Bild ist auf einen Verpackungskarton gemalt, allerdings nicht Wellpappe, sondern einfach nur grauen Karton.

Das Bild ist ja recht klein, wirkt aber trotzdem ganz monumental. Wie bei Picasso gelernt, sind die meisten Formen gegenständlich deutbar, jedoch ziemlich frei gestaltet. So wird aus der Frau eine Art Insekt, das sich verpuppt hat.

Deutlich kann man den aufgestützten Arm links, den Kopf, die Brüste, den anderen Arm, die beiden Hände, ein Bein und einen Fuß erkennen. Die linke Hälfte ist bis auf den Kringel in der Mitte oben, der gegenständlich nicht zu deuten ist, einfach zu lesen. Problematisch wird das Bild in der rechten Hälfte.

Die Formen sind ja klar genug. Bei aller Freiheit der Gestaltung fällt es jedoch schwer, die hintere dunkle Form, die als Hüftschwung zu lesen sein müsste, so zu verstehen. Das schräg liegende spitze Oval mit der deutlichen Kerbe wäre allenfalls als extrem vergrößerte » Vulva zu deuten. Vollends unverständlich bleibt die scherenartige Form dahinter.

Nun hat der Kopf der Frau hier einen sprechenden Ausdruck. Zwar scheint sie ganz entspannt zu liegen und ihren Kopf aufzustützen, ja ihren Leib geradezu zu präsentieren, das Gesicht drückt aber deutliche Abwehr gegen etwas oder jemanden aus, der von rechts zu kommen scheint. Nehmen wir an, die Lesart Vulva wäre korrekt, so könnte die Vergrößerung im Auge des Betrachters liegen, der die Frau darauf nicht gerade reduziert, aber diesen unscheinbaren Körperteil über die Maßen betont.

Das ist alles spontane Interpretation; ich habe mich mit diesem Bild nie beschäftigt. Es fällt mir aber dazu eine Grafik ein, die einen ähnlichen Sachverhalt verdeutlicht, nämlich die unterschiedliche Gewichtung des Wahrgenommenen durch das Bewusstsein. Mal sehen, ob ich sie finde.

 Penfields Gehirnkarte · © Copyright Werner Popken. 
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 Homunculus · © Copyright Werner Popken. 
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» Jean Fouquet: Maria mit Kind
1452-1455, 95x86cm · © Copyright Werner Popken. 
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Das Internet ist wunderbar! Ich wusste nicht, wie dieses Bild heißt, wer es gezeichnet hat, in welchem Zusammenhang es gefunden werden könnte, aber es dauerte nicht lange, da hatte ich mittels geeigneter Begriffe das Bild und dazugehörige Artikel gefunden.

Ich kannte nur den rechten Teil der Grafik (alternative Darstellung: » Sensory Homunculus) und erinnerte mich auch nur ganz dunkel daran, eben an den Sachverhalt, der damit illustriert wird: Dass bestimmte Bereiche unserer Aufmerksamkeit weit mehr in Anspruch nehmen als andere, was sich ja beispielsweise auch in den typischen „Fehlern“ beim Zeichnen von Gesichtern äußert.

Der Aufsatz » Rechte versus linke Gehirnhälfte? war für mich besonders interessant, weil ich erstmals Hinweise bekam, warum die Erkenntnisse bezüglich der unterschiedlichen Fähigkeiten unserer Gehirnhälften, die ich ja immer wieder im Zusammenhang mit dem Rätsel der Kreativität anführe, in der wissenschaftlichen Diskussion keine Rolle spielt.

Interessant fand ich auch folgende Beurteilung des Forschers, der diese Gehirnkarte entwickelt hatte:

Auf die eine oder andere Art ist die Frage nach der Natur des Geistes ein elementares Problem, vielleicht das schwierigste und bedeutendste aller Probleme. Ich habe mein ganzes Leben als Wissenschaftler damit verbracht, zu erforschen, wie das Gehirn das Bewusstsein steuert. Nun muss ich in dieser abschließenden Zusammenfassung meiner Ergebnisse überrascht feststellen, dass die Hypothese des Dualismus (der Geist existiert getrennt vom Gehirn) die vernünftigere Erklärung ist.

- Wilder Penfield in The Mystery of the Mind: A Critical Study of Consciousness and the Human Brain, Princeton University Press, 1975

» Wilder Penfield

Nun gut: Soll ich dieses Bild also dahingehend interpretieren, dass ich die Frau auf ihre Spalte reduziere und diese sich dagegen wehrt? Dass dieser Protest nicht einfach nur verbal und emotional, sondern mit Hilfe gewaltiger Werkzeuge vorgebracht wird? Ach du lieber! Wie peinlich!

Nun ist ja bekanntlich die überwältigende Mehrzahl des Lebens auf dieser Erde geschlechtlicher Natur. Wir müssen uns also wohl fügen, und es darf nicht verwundern, dass dieser Teil menschlicher Existenz in der Kunst gehörig repräsentiert wurde. Die Darstellung nackter Frauen fängt mit der Steinzeit an und wird vermutlich niemals aufhören.

Ich werde wohl nicht vergessen, wie verblüfft ich damals über ein mittelalterliches Madonnenbild war, das eine enorme Kugelbrust präsentierte, so extrem, dass ich mich fragte, ob es so etwas überhaupt gibt - ich hatte diesbezüglich kaum Erfahrungen (manchmal bin ich verblüfft über meine Gedächtnisleistungen - spontan fiel mir der Name des Malers ein: » Fouquet, » Maria mit Kind).

Also selbst Maria wurde sexuell aufgeladen - von Adam und Eva und der griechischen und römischen Götterwelt ganz zu schweigen. So habe also auch ich eine ganze Menge nackter Frauen gemalt - diese ist nicht die erste. Selbst wenn ich die Inhalte wie Träume interpretiere, könnte es ja doch erotisch-sexuell interpretiert werden, da ja nicht jeder Traum von hehren Dingen handelt und gerade die Sexualität im Traumgeschehen nachweislich auftaucht.

Aber das Thema » Kastrationsangst ist eigentlich nicht meins - Verweigerung schon, aber natürlich wieder nicht in Träumen. Was könnte mir dieses Bild also sagen? Ich weiß es nicht. Es ist ja ganz furios gemalt, aber dazu will mir nichts einfallen. Bemerkenswert ist natürlich der Kringel, der aus dem Ellenbogen wächst und anscheinend nicht erklärt werden kann, aber der hilft mir auch nicht.

Ich komme natürlich auch nicht weiter, wenn ich vorgreife - mit diesem Bild assoziiere ich ein wesentlich größeres, acht Tage später entstanden, das aber keineswegs problematisch ist - sage ich mal so:  Nummer 100. Vielleicht sollte ich mal beide aufhängen, obwohl dieses Bild vermutlich zu klein ist für mein jetziges Szenario. Dafür müsste ich dann wohl ein intimeres entwickeln. Mal sehen.


No. 4 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 58 60x40cm, 08.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 4 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 58 60x40cm, 08.12.1973


Donnerwetter - das kleine Bild schlägt sich recht wacker! Sie ist ja übrigens ziemlich eingekastelt, und die Hand in der Mitte weckt durchaus auch Assoziationen zu einem Buch. Insofern befindet sie sich in guter Gesellschaft. Der Ausdruck des Gesichts und die rechte Hälfte passen aber nicht zur harmlosen Lektüre. Versuchsweise stellte ich mir vor, dass sie ihr linkes, also das obere Bein angezogen haben könnte, und zwar so, dass die Krebsschere den dazugehörigen Fuß bedeuten müsste - aber das will mir nicht recht gelingen.

Die Ähnlichkeit mit dem größeren Bild ist ohne Zweifel bemerkenswert. Dennoch ist der Inhalt ein völlig anderer. Die obige Darstellung ist harmlos und glaubhaft, die untere nicht. Auch im Vergleich mit der sitzenden Lesenden, die wenigstens entspannt tut, fällt der gequälte Ausdruck der kleinen Blauen auf. Und selbst auf die Entfernung bemerkt man die aggressive Klaue.

Nein, zu diesem Bild fällt mir nichts ein. Gefällt es mir wenigstens? Geht so. Auf die Entfernung wirkt es ein bisschen platt, in der » Großansicht kommen die malerischen Qualitäten ganz gut zum Ausdruck. Ich finde es schon bemerkenswert, wie schnell ich mich entwickelt habe. Man sieht auch, dass ich durchaus ein bisschen Farbe verbraucht habe - zwar nicht fingerdick, aber auch nicht extrem verdünnt, und das kommt dem Bild zugute. Das belastet aber auch die Geldbörse, der Materialverbrauch entwickelte sich zum Problem. Die Tatsache, dass ich eine alte Pappe als Malgrund gewählt habe, spricht schon für sich.

58 gefällt mir an dieser Stelle nicht so ganz; mal sehen, ob sich was Besseres findet.


No. 5 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 58 60x40cm, 08.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 5 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 58 60x40cm, 08.12.1973


Doll, das kleine Ding! Dagegen ist 93 langweilig. Der blickt einen selbst über diese Distanz ungeheuer intensiv an. Aber man darf nicht ungerecht sein. Wenn man sich die » Großansicht anschaut, ist der Genuss nicht mehr ganz so groß. 93 wirkt von nahem besser.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 10.11.2011


No. 6 » 93 28x56cm, 21.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 6 » 93 28x56cm, 21.01.1974
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Das Schlafzimmer von » Jill Danyelle (interior design, art and wardrobe consulting) in » New York - ohne mein Bild natürlich.


No. 9 » 93 28x56cm, 21.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 9 » 93 28x56cm, 21.01.1974
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Eine Szene aus dem » Château de Bagnolet aus der Serie » Hennessy Chateau - ohne Bild. So richtig vornehm und geschmackvoll kommt mir diese Szene nicht vor; man würde nicht unbedingt darauf kommen, dass man sich in einem Schloss befindet.


No. 12 » 93 28x56cm, 21.01.1974 Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 93 28x56cm, 21.01.1974
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Die Küche des reichen New Yorker Finanziers, aus dessen Wohnung ich schon einige Eindrücke gezeigt habe, eingerichtet von » Michael S. Smith, publiziert im » Architectural Digest (siehe auch Kaminzimmer  92, Wohnzimmer  92, Vorzimmer  91, Eingang  99).

Das Gemälde hier ist anscheinend nicht von einem der großen Namen und wird im Begleittext nicht erwähnt, hingegen werden die Schöpfer beziehungsweise Verkäufer der Tischbeine (» Craig Van Den Brulle) und der Beleuchtungskörper an der Decke (» Ralph Lauren Home) genannt (für die Leser, die sofort genau das kaufen wollen - oder will man sie animieren, das zu tun?).

Auch mir fällt nicht ein, von wem dieses Gemälde sein könnte. Es handelt sich aber offensichtlich um einen der vielen Versuche, durch primitive Vereinfachung und aufgesetzte Naivität Eindruck zu schinden. Da die ganze Sammlung Museumsqualität haben soll, darf man davon ausgehen, dass auch dieses Gemälde eine hübsche Stange Geld gekostet hat und von manchen Fachleuten für museumswürdig erachtet wird.

Die Farbgebung ist extrem dürftig und dürfte einem Genießer schnell gewaltig auf die Nerven gehen, woraus man schließen kann, dass weder der Designer noch der Besitzer in dieser Hinsicht über verfeinerte Nerven verfügen. Aber diese Anspruchslosigkeit zeigt sich nicht nur an der Kunst, sondern auch an der Inneneinrichtung insgesamt. Die ganze Sitzgruppe wirkt erstaunlich geschmacklos, und passend dazu lassen die Tulpen ihre Köpfe hängen. Hat da keiner aufgepasst? Naja, jeder blamiert sich eben so gut er kann.


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No. 15 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982


No. 16 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft


No. 17 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 93 28x56cm, 21.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 93 28x56cm, 21.01.1974


No. 18 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976


No. 19 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975


No. 20 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975


No. 21 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975


No. 22 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973


No. 23 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973


No. 24 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 24 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974


No. 25 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 25 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973


No. 26 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 26 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973


No. 27 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 27 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973


No. 28 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 28 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973


No. 29 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 29 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft


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   Breite No. 95     » Max     » 800 px     » 500 px      61x51 cm, Öl / Pappe
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180 cm - 71 inch

Nr. 95:  61x51 cm (25x21"), Öl / Pappe · 23.01.1974 - 24.01.1974
     

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An der Wand mit:  
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17.02.2011

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»  Portrait de Sylvette David au fauteuil vert, 18.05.1954, 81x65cm · © Copyright Werner Popken. 
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Ob das der Pferdeschwanz ist, den ich geerbt habe? *

So habe ich für das Werkverzeichnis  Stürenburg 2007 formuliert, und heute weiß ich nicht, was ich damit gemeint haben könnte. Natürlich assoziiere ich die berühmte Serie Picassos zu dem Mädchen mit Pferdeschwanz, und vermutlich bezieht sich die Bemerkung darauf.

Die vollständige Serie Picassos habe ich erst vor ein paar Jahren kennengelernt; ein Bild daraus hatte ich jedoch im Kunstunterricht kennengelernt: »Portrait de Sylvette David au fauteuil vert. Es war eines der Beispiele, an denen deutlich wurde, dass der Kunsterzieher auch nicht recht wusste, warum das nun so bedeutend sein sollte. Und der Rest der Serie ist vermutlich aus ähnlichen Gründen der Öffentlichkeit vorenthalten worden - ein Trauerspiel für den berühmtesten Künstler des 20. Jahrhunderts.

Zwar hatte ich mir keine Gedanken darüber gemacht und hütete mich auch, am Übergenie Picasso vorlaute Kritik zu üben, bezüglich meines eigenen Bildes brauchte ich mich allerdings nicht zurückzuhalten und befand, dass es vielleicht furios gemalt sein mochte, aber dennoch nichts taugte. Es war eben eine Übung, auf billiger Pappe, es lohnte sich für mich nicht, mich länger damit zu beschäftigen.

An der Wand macht es erstaunlicherweise eine ganz ordentliche Figur:


No. 2 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 2 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Es bleibt nach meinem Gefühl aber eine formale Übung, es ist inhaltlich leer, im Gegensatz zum vorherigen Bild, das bei aller Naivität eine Menge Gefühl hat. Dieses Bild ist einfach nur verwirrt, genialisch zwar und viel professioneller, gewissermaßen abgebrüht und zynisch. Ganz wie das bewunderte Vorbild. Dekorativ vielleicht, mehr aber nicht.

Nachdem ich nun bei  Nummer 94 die Faszination der Rahmung entdeckt habe, muss ich das natürlich auch gleich in diesem Zusammenhang ausprobieren:


No. 3 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 3 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Erstaunlicherweise hält sich 95 immer noch gut. Soll wohl auch einen ordentlichen Rahmen bekommen, zum Beispiel so:


No. 4 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 4 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Oder lieber ein bisschen stärker?


No. 5 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 5 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974


So ein Rahmen macht mächtig was her und lenkt leicht davon ab, dass der Inhalt vielleicht nicht ganz so berauschend ist. Und jetzt legen wir mal richtig Gold auf:


No. 6 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 6 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Das ist noch nicht genug!


No. 7 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 7 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Na, wenn das jetzt nicht deutlich ist! Da hat der große Schinken aber ziemliche Mühe, sich bemerkbar zu machen. Wir können aber noch mehr:


No. 8 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 8 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Um Gottes willen! Das erschlägt einen ja!

Diese Tricks sind alle uralt, so wie die Rahmenmuster und -techniken. Gerade die irrsinnige opulenten Renaissancerahmen, Ungetüme um winzige Bildchen, haben mir die Augen geöffnet und mich angeregt, es auch einmal so zu versuchen. Meine dicksten Rahmenleisten waren so etwa 10 cm breit, und bei einem Bild mit den Maßen 18x24cm heißt das, dass der Rahmen halb so breit ist wie das ganze Bild, und da die Rahmenleiste links und rechts, oben und unten verwendet wird, verdoppeln sich die Maße des Bildes - das macht schon was her.

Im letzten Beispiel haben wir praktisch einen Rahmen innerhalb eines Rahmens. Auch dieser Trick wird sehr gerne verwendet, insbesondere wenn man einen Rahmen hat, der zu groß ist. Man rahmt dann das Bild zunächst relativ zurückhaltend, fügt dann einen neutralen Ausgleichsgrund hinzu, und schließlich den eigentlichen Rahmen. Dabei kann man dann unten entsprechend zugeben oder zur Not oben abnehmen, ohne dass es unangenehm wirkt, und auf diese Weise auch Rahmen verwenden, die von den Proportionen her gar nicht passen.

Zusätzlich kann man mit diesem Trick auch noch verschiedene Stile mixen. Das ist hier nur sehr dezent angedeutet. Der schmale Goldrahmen ist von der Ornamentierung her deutlich anders gearbeitet als der Hauptrahmen. Komplexe Rahmenprofile sind ohnehin meist aus einzelnen Leisten zusammengesetzt, die in sich natürlich einzelne Elemente darstellen und durch den Anstrich, die Stuckierung, die Ornamentierung zusammengefasst oder auch abgesetzt werden können.

Wie bei Dekorationsarbeiten üblich, sind dabei der Fantasie kaum Grenzen gesetzt; insofern ist es erstaunlich, dass sich doch einige wenige Hauptrichtungen durchgesetzt haben. Sehr beliebt ist es, moderne Kunstwerke durch einen Innenrahmen mit betont billigen und einfachen Naturmaterialien, etwa naturbelassenem Rupfen, vom überladenen, durch Patina zusätzlich geadelten Goldrahmen abzusetzen.

Zufällig las ich einen Tag später in » Universitas aus dem Juli 1960 (15. Jahrgang, Heft 7) einen Aufsatz von Pierre Savi, Mitglied der Kulturabteilung der französischen Botschaft in Bonn, mit dem Titel „Pablo Picasso - sein Leben und Schaffen in den letzten Jahrzehnten“. Darin findet sich auch eine Würdigung der Portraits von Sylvette David:

1953 trennt er sich von Françoise. 1954 malt er 12 Interpretierungen von der jungen „Sylvette“, in denen Grau-Weiß-Blau-Harmonien eine, in seinem bisherigen Werdegang noch weniger bekannte, juvenile Haltung und Eleganz bilden.
a.a.O., Seite 745

Es ist nicht zu fassen, was sich „Fachleute“ alles an Schwachsinn erlauben. Durch ihre Autobiografie wissen wir seit 1964, dass nicht Picasso sich von Françoise getrennt hat, sondern umgekehrt sie von ihm - das konnte der Autor allerdings auch schon wissen, weil die gesamte Trennung sehr medienwirksam durch die Weltpresse gegangen war. Und die Portraits von Sylvette waren schlicht und einfach vergebliche Versuche, sie eifersüchtig zu machen.

Im übrigen kann ich beim besten Willen nicht erkennen, was der Autor mit seiner Würdigung sagen will. Und so geht es mir mit dem gesamten Aufsatz. Ein Schandfleck im gesamten Heft. Die Veröffentlichung war vielleicht politisch gerechtfertigt als Verbeugung gegenüber dem großen westlichen Nachbarn und als Beitrag zur Völkerverständigung und Wiedergutmachung - ich vermag nur nicht zu begreifen, warum eine Zeitschrift für Wissenschaft, Kunst und Literatur diesen politischen Dienst hätte erweisen sollen müssen.

Das Dokument ist auch insofern interessant, als sich hier jemand für Picasso stark macht, ohne dass Picasso etwas dafür hätte tun müssen. Die Maschine läuft von ganz allein.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 17.11.2011


No. 9 » 95 61x51cm, 23.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 9 » 95 61x51cm, 23.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Zugegeben, ein etwas gefährdeter Platz direkt über dem Herd; aber es gibt ja auch einen Spritzschutz, die Küche muss ja kein Saustall sein.


No. 12 » 95 61x51cm, 23.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 95 61x51cm, 23.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Die Fernwirkung ist auch nicht schlecht.


No. 15 » 95 61x51cm, 23.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 95 61x51cm, 23.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Hier ist es vermutlich zu feucht - aber wenn man statt des Originals eine gleichgroße, möglichst gute Reproduktion aufhängt, schmückt es doch ungemein und der mögliche Schaden ist begrenzt.


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No. 18 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982


No. 19 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft


No. 20 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 95 61x51cm, 23.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 95 61x51cm, 23.01.1974


No. 21 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976


No. 22 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975


No. 23 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975


No. 24 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 24 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975


No. 25 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 25 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973


No. 26 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 26 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973


No. 27 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 27 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974


No. 28 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 28 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973


No. 29 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 29 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973


No. 30 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 30 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973


No. 31 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 31 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973


No. 32 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 32 » 95 61x51cm, 23.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft


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   Breite No. 98     » Max     » 800 px     » 500 px      41x52 cm, Öl / Papier
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180 cm - 71 inch

Nr. 98:  41x52 cm (17x21"), Öl / Papier · 25.01.1974
     

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An der Wand mit:  
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21.02.2011

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Ich gehöre zwar der 68er-Generation an, aber wenn ich nicht irre, waren wir doch im Grunde ziemlich verklemmt. So gesehen ist dieses Bild sehr erstaunlich. Die mit extrem sparsamen Mitteln angedeuteten Gesichter sprechen Bände.

Ausnahmsweise finden sich einige Linien, die nicht auf Anhieb stimmen; glücklicherweise nicht unbedingt an kritischen Stellen, so dass das Werk insgesamt nicht als misslungen gelten muss. *

Normalerweise sind es die Karikaturisten oder Cartoonisten, die mit der sparsamen Mitteln eine ganze Geschichte erzählen können. Aber dies ist keine Karikatur und auch kein Cartoon. Picasso hatte durchaus auch Talent zum Karikaturisten, und viele seiner Werke, besonders in der Frühzeit, aber durchaus auch später, kommen einer Karikatur sehr nahe, manche sind sogar welche. Ich wüsste nicht, wie ich es machen sollte.

Wie kommt es aber, dass diese Zeichnung nicht als Karikatur oder Cartoon durchgehen kann? Was unterscheidet sie? Es ist offenbar der existenzieller Ernst, der völlig ungebrochen vorgetragen wird. Hier wird kein doppeltes Spiel getrieben, hier wird nichts auf die Schippe genommen, hier wird nicht Distanz vorgeführt, so dass man sich über die Protagonisten lustig machen könnte. Im Gegenteil: Man wird zur Identifikation aufgefordert. Es wird eine allgemeinmenschliche Beziehungsproblematik lapidar vorgetragen.

Trotz der Schwächen bin ich stolz auf das Bild. Dieser Stolz hat natürlich nichts mit Ego zu tun, denn ich wüsste gar nicht, wie ich so etwas machen sollte. Es ist gewissermaßen ein unpersönlicher Stolz - durch mich kam dieses Blatt in die Welt, und ich bin froh darüber. Wie das Weibliche und das Männliche charakterisiert sind - einfach köstlich! Vermutlich kann es nicht verbessert werden, selbst wenn man die Verzeichnungen kaschiert. Das könnte ich ja mal probieren.


 Vergleich: manipuliert (links) und Original (rechts) · © Copyright Werner Popken. 
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Wie erwartet ist der Unterschied unerheblich. Das Bild wird nicht besser dadurch.

Und was sagt es mir? Das Weibliche tritt dem Männlichen herausfordernd entgegen, nicht nur mittels körperlicher Reize, sondern vor allen Dingen durch die Körperhaltung und den Gesichtsausdruck. Die Herausforderung wird auch in der Distanzierung deutlich: Das Männliche wird keineswegs eingeladen, sondern eher auf Abstand gehalten. Von Hingabe oder der Bereitschaft dazu ist nichts zu bemerken. Das Weibliche ist sich seiner Stärke und Macht bewusst und entschlossen, diese zu nutzen.

Entsprechend bestürzt und verunsichert reagiert das Männliche, dass in seiner Bewegung zum Weiblichen deutlich gestoppt wird. Hier findet sich der Wunsch zur Hingabe und auch die Bereitschaft zur Aktivität, während Dominanz und Aggressivität völlig fehlen, ja sogar ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein lässt sich nicht konstatieren. Das arme Schwein ist völlig in der Hand seiner Partnerin, und das wird ihm wohl bewusst. So wie die beiden zueinanderstehen, kann daraus nur eine glückliche Beziehung werden, wenn er ein ausgesprochener Masochist ist; aber das scheint nicht der Fall zu sein. Das ist also ein Drama, ein fundamentales Unglück, das notwendigerweise Leid verursachen muss.

Nacktheit habe ich sehr früh begriffen als Fehlen von Rüstungen und Verkleidungen - in den frühen Selbstportraits ( Nummer 11,  Nummer 12) habe ich mich nackt dargestellt. „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“, lässt Mose Gott sprechen (» 1. Mose 2, 18). Der Mensch ist ein soziales Wesen und bedarf der Gemeinschaft. Insbesondere ist er auch ein sexuelles Wesen und bedarf der sexuellen Gemeinschaft. Insoweit er bedürftig ist, ist er abhängig. Und sofern er abhängig ist, begibt er sich in die Gefahr, verletzt zu werden.

Kann man dieses Bild aufhängen? Meine Wand ist ziemlich groß, kleine Bilder müssen bei der sich ergebenden Blickentfernung einigermaßen plakativ sein, scheint mir. Aber nichts geht über eine Probe aufs Exempel.


No. 2 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 69 41x52cm, 26.12.1973 » 16 42x30cm, 12.11.1972 » 98 41x52cm, 25.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 2 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 69 41x52cm, 26.12.1973 » 16 42x30cm, 12.11.1972 » 98 41x52cm, 25.01.1974


Na also, auch andere Arbeiten auf Papier können durchaus auf diese Entfernung wirken. Eine schöne bunte Wand, was vor allem durch die reich verzierten, höchst unterschiedlichen Rahmen bewirkt wird.

Interessant, dass nochmal  Nummer 69 ins Blickfeld kommt: Im Gegensatz zu meiner dortigen Analyse kann man hier nicht davon sprechen, dass die Frau den Mann nicht erreicht - im Gegenteil, er ist vollkommen auf sie fixiert, sie hat ihn im Griff.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 23.11.2011


No. 3 » 98 41x52cm, 25.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 3 » 98 41x52cm, 25.01.1974
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Ein Blickfang in der ärmlichen Behausung; soll ja seit langem sehr schick sein, ist aber trotzdem ärmlich.


No. 6 » 98 41x52cm, 25.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 6 » 98 41x52cm, 25.01.1974
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Das ist die Visitenkarte von Julia Buckingham Edelmann aus Chicago; durchklicken zu » Commercial -> Buckingham Interiors + Design Studio and Showroom. Es ist alles nur Dekoration. Kunst würde stören. Und wieder die nackten Backsteinwände und dünnen Fenster. Was ist daran nur so aufregend?

Die alte Fabrik, in der ich etwa 10 Jahre lang meine IT-Firma hatte, war auch schön (hohe Räume, viel Licht), aber sehr teuer. Die Heizkosten beliefen sich auf 12.000 DM im Jahr, wobei die obere Etage und von der unteren lediglich die Hälfte geheizt war - das Lager wurde nicht geheizt. Im Sommer wurde es oben zudem entsetzlich heiß - ebenfalls ein Resultat der mangelhaften Isolierung. Immerhin waren die Wände innen verputzt, es wirkte also nicht so provisorisch; der Teppichboden tat sein übriges. In der unteren Etage war er auch bitter nötig, denn die Kälte kam auch von unten.


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No. 9 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 9 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982


No. 10 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 10 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft


No. 11 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 98 41x52cm, 25.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 11 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 98 41x52cm, 25.01.1974


No. 12 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976


No. 13 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 13 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975


No. 14 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 14 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975


No. 15 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975


No. 16 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973


No. 17 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973


No. 18 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974


No. 19 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973


No. 20 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973


No. 21 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973


No. 22 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973


No. 23 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft


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   Breite No. 82     » Max     » 800 px     » 500 px      52x41 cm, Öl / Papier
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180 cm - 71 inch

Nr. 82:  52x41 cm (21x17"), Öl / Papier · 05.01.1974
     

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09.02.2011

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Dieses Blatt trägt die römische Ziffer II vom selben Datum; also sind hier die Werknummern falsch verteilt worden. Zwar habe ich damals datiert (meistens), aber offenbar später nicht ordnungsgemäß archiviert. Nach wie vor sah ich mich nicht als Maler.

Wie denn auch? Ich arbeitete mich an Picasso ab und hatte dabei gute Chancen, als » Epigone zu enden. Eine Existenz konnte man darauf nicht gründen; die Sache machte mir Spaß und war ein Hobby wie viele andere auch. In Bezug auf die Kunst hatte ich keinen Ehrgeiz - Kunst als Beruf zu wählen, wäre mir nicht in den Sinn gekommen.

Hätte mich dieses Blatt aufrütteln sollen? Keineswegs. Es ist ja einfach so aus dem Handgelenk dahingeschmiert, recht eigentlich verunglückt, mit einer breiten Umrisslinie des Kopfes, so dass man bald glaubt, die Dame habe Mumps, wozu die blaue Packung passt, die vor ihrer Wange schwebt, und die grünen Schlieren wissen nicht genau, ob sie Haare sein sollen.

Die Haare wiederum sehen fast so aus wie ein Kopfverband. Sie bedecken noch nicht einmal das Ohr, so dass man sich fragen muss, wo das denn geblieben ist. Zwar ist die Frau nackt, aber recht eigentlich erotisch ist das Bild auch nicht. Der Kopf ist etwas zu massig für den Körper, insbesondere der Arm und der Unterarm sind geradezu verkümmert.

Und dennoch hat dieses Blatt etwas an sich. Die Figur sitzt unglaublich präsent im Rahmen. Welch ein Blick, welch eine Intensität des Ausdrucks! Der ist anscheinend vor allem den Augen geschuldet, und diese sind mit denkbar einfachsten Mitteln gesetzt. Wie kann das sein? Warum hat mich dieses Bild mehr beeindruckt als die vorhergehende  Nummer 81? Ob ich mal wieder ein Experiment wage?


No. 1 » 200 126x153cm, 08.10.1974 » 81 52x41cm, 05.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 1 » 200 126x153cm, 08.10.1974 » 81 52x41cm, 05.01.1974


  Reihenfolge vertauscht · © Copyright Werner Popken. 
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Bin ich jetzt schlauer? Eigentlich nicht. Das Blatt hält sich an der Wand, aber es ist immer noch nicht klar, warum. Da wundere ich mich:  Nummer 81 hatte es alleine mit dem großen Bild aufgenommen, dieses musste es jetzt zugleich mit dem kleinen und dem großen aufnehmen. Kann es auch alleine mit dem großen bestehen, wie das andere ?


  Alleinstellung · © Copyright Werner Popken. 
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Donnerwetter! Das geht. Dabei fällt mir noch nicht einmal etwas Metaphysisches zu diesem Bild ein. Die Frau guckt einfach nur. Die guckt nicht einmal besonders interessant oder tiefsinnig, sondern eher steif und offiziell wie bei einer Portraitsitzung. An diesem Bild ist doch überhaupt nichts dran. Merkwürdig. Unbefriedigend.

Mit meinem Anspruch, etwas Substantielles über jedes Bild sagen zu können, setze ich mich ganz schön unter Druck. Ich fürchte mich schon vor den vielen Bildern, über die ich vermutlich gar nichts sagen kann. Mal sehen, was als nächstes kommt.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 02.09.2011


No. 4 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 81 52x41cm, 05.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 4 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 81 52x41cm, 05.01.1974
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Große Räume, viel Platz - wenig Möbel und Bilder. Kein Problem, da was dazuzuhängen, zur modernen Kunst.


No. 7 » 82 52x41cm, 05.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 7 » 82 52x41cm, 05.01.1974
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Das Bildmaterial ist vermutlich überwiegend amerikanisch; es fällt auf, wie ärmlich, verwohnt, abgewetzt, improvisiert die meisten Wohnungen sind. Die Bewohner scheinen nicht viel zu besitzen. Praktisch, wenn man von heute auf morgen auf der Straße sitzt. Umzüge sind dann auch kein so großes Problem. Bei amerikanischen Filmen habe ich noch gar nicht darauf geachtet.


No. 10 » 82 52x41cm, 05.01.1974  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 157,  » Nummer 23,  » Nummer 37,  » Nummer 38,  » Nummer 74,  » Nummer 77.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 10 » 82 52x41cm, 05.01.1974
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Das Mädchenzimmer der » Mutter mit zwei Töchtern aus einer anderen Perspektive (siehe  » Nummer 77).


No. 13 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 81 52x41cm, 05.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 13 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 81 52x41cm, 05.01.1974
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Mexikanisches Bad.


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  Museumsszenario   No. 83   Top   No. 81 Nachtrag Museumsszenario, 04.12.2012


No. 16 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976


No. 17 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982


No. 18 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft


No. 19 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973


No. 20 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 82 52x41cm, 05.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 82 52x41cm, 05.01.1974


No. 21 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975


No. 22 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975


No. 23 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975


No. 24 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 24 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973


No. 25 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 25 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974


No. 26 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 26 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973


No. 27 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 27 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973


No. 28 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 28 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973


No. 29 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 29 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973


No. 30 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 30 » 82 52x41cm, 05.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft


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   Breite No. 89     » Max     » 800 px     » 500 px      37x47 cm, Öl / Nessel
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180 cm - 71 inch

Nr. 89:  37x47 cm (15x19"), Öl / Nessel · 16.01.1974
     

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An der Wand mit:  
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14.02.2011

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» Ianus, Vatikan · © Copyright Werner Popken. 
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Eine Art » Januskopf - der Typ hat keine guten Aussichten. In der einen Richtung Erschrecken und Alarmiertheit, in der anderen Angst und Entsetzen. *

Der echte Janus ist freilich von ganz anderer Natur, abgeklärt, zuversichtlich, er schaut in die Zukunft und in die Vergangenheit, und wie ich gerade eben aus der Wikipedia erfahre, ist er der Namensgeber des Monats » Januar, mit dem das Jahr beginnt.

Hier also ein Albtraum? Ja und nein, denn wieder glaube ich humoristische Untertöne erkennen zu können, etwa wenn ich den Blick zwischen dem Arm, dem Auge und der linken Gesichtshälfte wandern lasse. Dabei ist der Humor von einer anderen Art als bei Comics oder Karikaturen, wo der Betrachter sich am Entsetzen oder auch nur der Unlust des Dargestellten weiden soll. Es stellt sich eher eine Art mitleidige Belustigung ein.

Das ist ein merkwürdiges Bild, und wieder weiß ich nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Am besten hänge ich es auf, mal sehen, wie es an der Wand wirkt.


No. 2 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 63 64x79cm, 16.12.1973 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 77 47x37cm, 01.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 2 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 63 64x79cm, 16.12.1973 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 77 47x37cm, 01.01.1974


  Ausschnitt · © Copyright Werner Popken. 
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So geht es vielleicht. Inzwischen habe ich ein sehr schönes System entwickelt, mit dem ich sehr leicht verschiedene Bilder ausprobieren kann (mit sogenannten Layers). Mit den richtigen Partnern sieht das Bild gar nicht schlecht aus.

Möglicherweise ein bisschen dünn, aber das ist bei dieser Simulation schwer zu beurteilen. Natürlich wirkt zentimeterdicke Farbe sehr sinnlich, aber die dünne Farbe auf der strukturierten Leinwand ist vielleicht auch nicht ohne Reiz. Ich fürchte, das kann man nur vor dem Original beurteilen.

Nun habe ich mich entschlossen, die Maße hinzuzufügen - das ist vielleicht nicht schlecht, man kann dann die Sache noch besser beurteilen. Dabei fällt auf, dass die letzten beiden Bilder die gleichen Maße haben, nur eine andere Ausrichtung.

Und das glaubt man nicht, denn 89 wirkt viel kleiner als  Nummer 77. Ich habe mich aber davon überzeugt, dass die Dimensionen tatsächlich identisch sind. Wenn man eines der beiden Bilder um 90° dreht und spiegelt, passen sie exakt übereinander. Es muss sich um eine Augentäuschung handeln.

» Ernst Gombrich könnte vielleicht etwas dazu sagen und dieses Phänomen erklären. Ich habe sein Buch » Kunst und Illusion zwar gelesen, aber nicht studiert. Erstens ist mir das Thema zu schwierig, und zweitens interessiert es mich nicht wirklich.

Kann ich es lassen, dem Bild unter die Haut zu kriechen, kriege ich es hin, es einfach so zu genießen, wie es ist, mich daran zu erfreuen, obwohl ich nichts dazu sagen kann, das Bild einfach gelten und wirken zu lassen und anzunehmen? Es fällt mir wirklich schwer.

In der » Großansicht erkennt man übrigens, dass auch der rote Bereich als Profil gelesen werden kann - man kann ein knopfartiges helles Auge ausmachen und wahlweise den einen oder anderen Bogen als aufgerissenen Mund lesen, vielleicht sogar beide zugleich. Ganz links schwimmt im dunkelgrünen Hintergrund noch eine violette Form, die ich gegenständlich nicht deuten kann.


No. 4 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 77 47x37cm, 01.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 4 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 77 47x37cm, 01.01.1974


No. 5 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 58 60x40cm, 08.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 5 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 58 60x40cm, 08.12.1973


Und noch einmal ein bisschen umhängen und die Wirkung mit anderen Bildern austesten: Auch mit  Nummer 38 kommt das Bild noch gerade eben zurecht, und auch mit  Nummer 58 geht es noch, obwohl es sich da schon ganz schön behaupten muss. Ich muss schon sagen, das finde ich sehr aufregend, hier einfach so die Bilder aufhängen zu können. Das bereitet mir viel Vergnügen.

38 wirkt so, als sei das Foto mit einer Spot-Beleuchtung aufgenommen worden. Das kommt ja auch noch hinzu: Die Ausleuchtung. Ob ich das auch simulieren kann? Hm, bin noch nicht zufrieden. O.k., ich lerne dazu - die Bilder in der unteren Version sind jetzt „beleuchtet“. Man muss genau hinschauen, um es zu bemerken. Wenn man aber im Grafikprogramm hin- und herschaltet, ist der Effekt sehr deutlich und beeindruckend.

Bei  Nummer 64 beispielsweise kann man deutlich sehen, dass die linke obere Ecke des Sessels viel heller ist. Bei 89 habe ich vielleicht ein bisschen übertrieben, wodurch das Gelb-Orange sich etwas zu Gelb verfärbt hat. Das ist natürlich bei der echten Beleuchtung auch ein Problem, und dann kommen eventuell noch Spiegelungen hinzu. Das ist bei einigen Lackbildern ziemlich problematisch. Farben sind überhaupt schwierig, unter anderem weil die Farbtemperatur des Lichts sehr schwanken kann und dann noch die Verfälschungen der verschiedenen Medien hinzukommen. Wenn ein Bild sehr von der Farbe abhängt, kann das sehr problematisch werden.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 06.10.2011


No. 6 » 89 37x47cm, 16.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 6 » 89 37x47cm, 16.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Aus einer » Serie der New York Times über Häuser zu 529.000 US-Dollar. Wie man sieht, eine alte Fabrik (in Chicago) ohne jegliche Isolierung, mit einfachen Mitteln kostengünstig aufgehübscht. Es wird dort im Winter empfindlich kalt.


No. 9 » 89 37x47cm, 16.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 9 » 89 37x47cm, 16.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Das ist das Werk der Innendekorateure Celerie Kemble & Anna Burke, publiziert im Online-Magazin » Lonny, gegründet von Designer Michelle Adams and Fotograf Patrick Cline.


No. 12 » 89 37x47cm, 16.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 89 37x47cm, 16.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. » 97qm-Eigentumswohnung, 395.000 EUR, in Göteborg, Baujahr 1878.


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No. 15 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976


No. 16 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982


No. 17 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft


No. 18 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973


No. 19 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 89 37x47cm, 16.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 89 37x47cm, 16.01.1974


No. 20 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975


No. 21 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975


No. 22 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975


No. 23 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973


No. 24 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 24 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974


No. 25 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 25 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973


No. 26 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 26 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973


No. 27 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 27 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973


No. 28 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 28 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973


No. 29 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 29 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft


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   Breite No. 86     » Max     » 800 px     » 500 px      52x41 cm, Öl / Papier
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180 cm - 71 inch

Nr. 86:  52x41 cm (21x17"), Öl / Papier · 12.01.1974
     

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11.02.2011

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Was ich nicht alles gemalt habe! Eine Flinte! Wo ich doch so friedliebend und gewaltverachtend bin! Von Blatt zu Blatt habe ich mich gewundert. Es wollte sich einfach kein Schlüssel ergeben. *

Worum ging es hier? Anscheinend benutzte ich weiterhin Picasso als Initialzündung, um selber zur Produktion zu gelangen. Bei diesem Bild bin ich vollkommen ratlos. Ich muss spekulieren - Picasso kann ich diesmal nicht belasten. Oder haben die Musketiere Picassos wie bei einer Traumverschiebung zu dieser Flinte geführt? Sind die barocken Degenträger nun im Wilden Westen gelandet? Wieso?

Die Sache mit der Parallele zur Traumproduktion ist ja ganz nett, aber die verschiedenen psychologischen Schulen behaupten doch, dass alle diese Traummechanismen, die man glaubt aufgedeckt zu haben, einem Zweck dienen. Welchem Zweck sollte eine solche Tarnung hier dienen? Was soll damit ausgedrückt werden?

Am ehesten kann ich diese Sachen im Lichte der Bemerkung von » John Berger verstehen, wie ich sie in der Anmerkung zu  Nummer 57 zitiert habe: „[...] Malübungen - wie man sie etwa von einem ernsthaften jungen Künstler erwartet [...]“

Dabei fasste ich mich doch gar nicht als Künstler auf, es macht mir Spaß und Freude, aber auch Mühe und Bangen. Ich war ja auf der Suche nach mir selbst, nach meiner Aufgabe im Leben, und war mir nicht sicher, ob es die Mathematik ist oder das Lehramt. Andere Alternativen standen mir gar nicht zur Verfügung. Das es die Kunst sein könnte, kam mir nicht in den Sinn. Ich gab einfach nur den Drang nach, der sich über viele Jahre bemerkbar gemacht hatte, und malte irgendwas, durchaus ernsthaft, dass schon. Und es sollte mich natürlich zufrieden stellen, aber dieses Blatt wie auch die vorherigen, so verblüffend es ist, konnte mich nicht zufriedenstellen.

Nach wie vor finde ich es bemerkenswert, wie ich diesen Knaben auf den Stuhl gesetzt, wie sicher ich seinen Schuh skizziert habe, wie entschlossen er blickt, wie die Fläche gefüllt ist, wie dynamisch die Linienführung ist. An einer Stelle scheine ich mich korrigiert zu haben. Mitten auf seinem Bauch scheint ein Arm zu liegen, der da nicht hingehört.

Überhaupt ist der Körper sehr merkwürdig. Man kann die blaue Linie als ein großes M lesen. Was ist dann die darunterliegende rote Linie, die gelbe, die anschließt? Wird hier das M eingerahmt und hervorgehoben, genau wie durch die darüberliegende gelbe Linie? Ist dies der Rächer der Armen, ein » Superman, der seinen Emblem auf der Brust trägt?

Das wäre doch wirklich sehr merkwürdig, weil ich von dieser Figur gar keine Ahnung habe und auch keine Ambitionen, mich als Held à la » Karl May zu träumen. Immerhin fängt mein Geburtsname mit diesem Buchstaben an und da mein Vorname die Spiegelung ist, hatte ich im Kunstunterricht enorme Probleme, als die Aufgabe lautete, aus den Initialen ein Logo zu bauen. Selbst der Kunstlehrer, den ich schließlich zu Rate zog, musste passen.


No. 1 » 84 99x134cm, 09.01.1974 »Tête d
No. 1 » 84 99x134cm, 09.01.1974 »Tête d'homme (pour Jacqueline) II 92x73cm » 86 52x41cm, 12.01.1974


Auch an der Wand macht das Bild nichts her. Verglichen mit  Nummer 84 ist es geradezu mickrig.

Bekanntlich wird von manchen psychologischen Schulen alles mehr oder weniger sexuell interpretiert. Ein Schießgewehr ist somit enorm aufgeladen, noch dazu in der Hand eines Mannes. Dazu hält dieser Mann sein rechtes Bein sehr eigentümlich, indem er nämlich seinen rechten Unterschenkel auf den linken Oberschenkel legt, womit er fast eine Yoga-Position einnimmt und das Bein seinen Geschlechtsbereich wie ein Schild schützt.

Der Typ scheint auch Angst zu haben und entschlossen zu sein, sich zu verteidigen, obwohl die Situation noch nicht akut ist und er deshalb das Gewehr wiederum quer über seinen Unterleib halten kann und diesen damit zusätzlich schützt; zugleich wäre er in der Lage, das Gewehr schnell in Schussposition zu bringen, seine rechte Hand liegt direkt am Schloss.

Da er sitzt, scheint die Situation, vor der er auf der Hut ist, sich hinzuziehen. Wer weiß, wie lange er da schon sitzt und wie lange er noch sitzen muss. Es scheint sich ja um einen Innenraum zu handeln, der nicht möbliert ist, wobei er mit dem Rücken zu einer Raumecke sitzt. So etwas mutet ja wie eine Gefängniszelle an. Bewacht der etwa jemanden? Sehr, sehr eigenartig, das alles.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 20.09.2011


No. 2 » 86 52x41cm, 12.01.1974  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 85.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 2 » 86 52x41cm, 12.01.1974
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 85.
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Im Gästezimmer von Dede » Pratesi, Toskana - siehe auch » Gästezimmer (85), » Stufen (124), » Blick in die Küche (154).


No. 5 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 85 52x41cm, 12.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 5 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 85 52x41cm, 12.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Julia Edelmann, » Buckingham Interiors + Design.


No. 8 » 86 52x41cm, 12.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 8 » 86 52x41cm, 12.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Aus der Anzeige eines Maklers aus Stockholm, » 1-Zimmerwohnung.


No. 11 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 85 52x41cm, 12.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 11 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 85 52x41cm, 12.01.1974
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No. 14 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 14 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976


No. 15 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982


No. 16 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft


No. 17 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973


No. 18 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 86 52x41cm, 12.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 86 52x41cm, 12.01.1974


No. 19 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975


No. 20 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975


No. 21 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975


No. 22 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973


No. 23 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974


No. 24 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 24 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973


No. 25 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 25 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973


No. 26 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 26 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973


No. 27 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 27 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973


No. 28 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 28 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft


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   Breite No. 85     » Max     » 800 px     » 500 px      52x41 cm, Öl / Papier
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180 cm - 71 inch

Nr. 85:  52x41 cm (21x17"), Öl / Papier · 12.01.1974
     

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11.02.2011

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» Vase de fleurs sur une table, 27.10.1969, 116x89cm · © Copyright Werner Popken. 
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» Vase de fleurs sur une table, 28.10.1969, 116x89cm · © Copyright Werner Popken. 
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Noch eins dieser dicken Papiere, und ein weiteres der seltsamen Stillleben. Interessant die Darstellung des Aquariums, also eines durchsichtigen Gegenstandes. Ein realistischer Maler hätte sich vermutlich so etwas vorgenommen und sich dabei möglicherweise ziemlich gequält. Ich hingegen habe unbeschwerten Herzens einfach losgemalt und mir selbst dabei zugeschaut, was wohl dabei herauskommt.

Diese Art Unbekümmertheit ist sehr schwer zu erlangen, nachdem sie als zunächst natürlicher Zustand im Grundschulalter unvermeidlich verloren geht, nämlich sobald das Bewusstsein weit genug entwickelt ist und erkennt, dass die Dinge anders ausschauen, als das

Vielleicht ist es das, was Picasso an den Kindern bewundert hat, und wovon er selbst behauptete, es nie gehabt zu haben. Immer wieder neu anfangen zu können, wenn man alles kann, alles zu vergessen und voraussetzungslos zu schöpfen, ist unglaublich schwer. Ob mir das damals bewusst war? Vermutlich nicht. *

Dieses Bild ist zweifellos durch die Stillleben beeinflusst worden, die ich in » Klaus Gallwitz: Picasso Laureatus. Sein malerisches Werk seit 1945 studieren konnte. Picasso hatte vermutlich so eine Szenerie vor Augen, ich jedenfalls nicht. Aber ob er wirklich hingeguckt hat, wenn dem so war, ist fraglich.

Auf jeden Fall sind seine Gemälde mit Schwung und reichlich Material entstanden, und vermutlich vorzügliche Beispiele für das, was » John Berger in The Success and Failure of Picasso (1965), dt. » Glanz und Elend des Malers Pablo Picasso. Reinbek 1973 als virtuosen Leerlauf bezeichnet hat. Der Maler verfügt über seine Mittel, aber er weiß nicht, wofür er sie verwenden soll.

Nun ist es mit Stillleben sowieso so eine Sache. Man konnte versuchen, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und Silber wie Silber, Fischschuppen wie Fischschuppen und Äpfel wie Äpfel erscheinen zu lassen, man konnte auch etwas ganz anderes darstellen als die Gegenstände, indem nämlich eine erloschene Kerze auf den Tod und ein Spiegel auf die Eitelkeit verwies, man konnte auch die Schönheit der Schöpfung feiern, indem man etwa einen schönen Blumenstrauß darstellte, man konnte vielleicht auch einfach nur die Farben und Formen feiern, wie man das vielleicht » Emil Nolde oder » Vincent van Gogh unterstellen mag, aber alles das ist es bei Picasso nicht.

Er feiert seine Erfindungskraft, seine Willkür, seinen Sadismus. Wie soll man es anders nennen, wenn alles spitz und aggressiv ist, wenn die Blüten aussehen wie Krebsscheren, die zum Angriff ausgefahren werden, und einen mit grauslichen Augen anstarren, wenn sich völlig unvermittelt schwarze Löcher auftun, wenn der Bildgrund zerlegt und aufgefächert ist? Und meins? Mal sehen.


No. 3 »Vase de fleurs sur une table 116x89cm »Vase de fleurs sur une table 116x89cm » 85 52x41cm, 12.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 3 »Vase de fleurs sur une table 116x89cm »Vase de fleurs sur une table 116x89cm » 85 52x41cm, 12.01.1974


Im Vergleich wirkt es sehr viel diffuser, unklarer. Das ist sicherlich auch der Distanz geschuldet - das Bild ist ja vergleichsweise klein, muss also eher aus der Nähe beurteilt werden. Versuchsweise könnte man die Dimensionen ja umdrehen und schauen, ob sich am Eindruck etwas ändert, ob die Vermutung korrekt ist.


  Dimensionen vertauscht · © Copyright Werner Popken. 
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Im Prinzip ja - die Pinselzeichnung gewinnt scheinbar durch die Vergrößerung, aber im Vergleich mit den Arbeiten Picassos mangelt es ihr an Entschlossenheit, an Klarheit, an Tiefe. Sie gibt eine Virtuosität vor, die nicht ganz gerechtfertigt ist und an Beliebigkeit grenzt. Ich habe mich damit zufriedengegeben, und das war vermutlich auch richtig, weil ich das Bild bei weiteren Bearbeitung verdorben hätte, oder es wäre etwas ganz anderes entstanden.

Dieser unangenehme Eindruck entsteht sicherlich durch die vielen Schlenker, die auf sachlicher Ebene nichts beitragen. Solche Tricks wendet Picasso natürlich auch an, und zwar reichlich, aber nicht zeichnerisch, sondern malerisch. Die flächige Behandlung wirkt natürlich einheitlicher. Bei der ersten Präsentation mit den wahren Größenverhältnissen wirkt die Zeichnung überzeugender, obwohl sie kleiner ist - vermutlich hängt das genau mit demselben Effekt zusammen: Durch die „Entfernung“ verschwimmen die Einzelheiten und ein flächigerer Eindruck entsteht. In dieser Fassung kann das Bild eher mit den Vorbildern von Picasso mithalten. Es ist zwar kleiner, hat aber mehr Kraft. Bei der vergrößerten Version wirken die vielen weißen Flecken einfach unruhig und fahrig.

Zurück zur Frage: Was soll das, was verrät mir mein Bild über mich? Hier wird nichts gefeiert, keine Farbe, keine Fläche, keine Schönheit, keine Blumen, hier führt sich nur die Experimentierlust vor. In der  größeren Fassung kann man dem Blatt ein bisschen abgewinnen, aber es bleibt eine leere Übung, wie eine Illustration. Die Linienführung ist furios, aber leer. Ich habe mich durch (m)einen Meister verleiten lassen, ohne zu erkennen, dass dieser selber eine ganz dünne Suppe gekocht hat.

Später habe ich dieses Buch über das Spätwerk Picassos » Engelbrecht gezeigt, und der hat sofort gesehen, wo der Hase im Pfeffer liegt. Der ließ sich durch „den alten Affen“ nicht verwirren. Seine Geringschätzung erschien mir zunächst wie Respektlosigkeit, aber er konnte mir schnell zeigen, warum er von den meisten Sachen überhaupt nichts hielt. Dazu gehört natürlich auch diese absurden Stillleben. Die ungeheure Tragik, dass der größte Künstler des zwanzigsten Jahrhunderts so extrem ungleichmäßige Qualität produziert hatte und selber offensichtlich nicht unterscheiden konnte (oder wollte), war mir damals noch längst nicht aufgegangen.


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PS: Damit wirklich verglichen werden kann, habe ich bei meiner Pinselzeichnung den weißen Rand entfernt, den ich standardmäßig bei Arbeiten auf Papier einfüge, um das Material damit zu kennzeichnen, wie man das ja auch in Wirklichkeit durch die Verwendung eines Passepartout tut. Alternativ ist aber auch durchaus üblich, Papier auf einen Bildträger aufzuziehen und damit auf ein Passepartout zu verzichten. So habe ich das beispielsweise bei  Nummer 16 gehandhabt.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 10.09.2011


No. 5 » 85 52x41cm, 12.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 5 » 85 52x41cm, 12.01.1974
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Hier habe ich das erste Mal mit Licht gespielt. Den Hirsch musste ich freilich höherhängen.


No. 8 » 85 52x41cm, 12.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 8 » 85 52x41cm, 12.01.1974
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Aus der Wohnung von » Minnie Mortimer; an dieser Stelle hing ein Bild etwas zu hoch und etwas schräg, das wie alle anderen wenig aussagekräftig persönlich war, wenn es auch für die Besitzerin eine Bedeutung haben mag. Ich habe es durch mein etwas größeres Bild ersetzt. So wohnt also jemand in den USA, der aus einer sehr einflussreichen reichen Familie stammt und mit der » Vogue zusammenarbeitet. Einfach geschmacklos, würde ich sagen.


No. 11 » 85 52x41cm, 12.01.1974  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 86.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 11 » 85 52x41cm, 12.01.1974
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 86.
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Im Gästezimmer von Dede » Pratesi, Toskana - sehr künstlich ausgeleuchtet (siehe auch » Gästezimmer (86), » Stufen (124), » Blick in die Küche (154)).


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  Museumsszenario   No. 86   Top   No. 84 Nachtrag Museumsszenario, 04.12.2012


No. 14 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 14 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976


No. 15 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982


No. 16 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft


No. 17 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973


No. 18 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 85 52x41cm, 12.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 85 52x41cm, 12.01.1974


No. 19 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975


No. 20 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975


No. 21 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975


No. 22 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973


No. 23 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974


No. 24 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 24 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973


No. 25 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 25 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973


No. 26 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 26 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973


No. 27 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 27 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973


No. 28 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 28 » 85 52x41cm, 12.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft


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   Breite No. 78     » Max     » 800 px     » 500 px      37x47 cm, Öl / Leinwand
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180 cm - 71 inch

Nr. 78:  37x47 cm (15x19"), Öl / Leinwand · 02.01.1974
     

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07.02.2011

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Ein etwas impressionistisch angehauchtes Bid, im Gegensatz zu den vorherigen starkfarbigen Bildern nun überraschenderweise fast als Grisaille gearbeitet; als bunte Farbe taucht lediglich das Braun auf.

Der glatzköpfige Mann mit den langen Haaren, dem weißen Hemd und der Krawatte wirkt ganz modern in seinen pelzbesetzten Mantel. Der Bürgersteig, den er entlanggeht, wirkt trist und grau. Dieser Mann ist unfroh und auf der Hut.

Sollte ich darin ein Selbstportrait erkennen? In meiner Familie hat bisher noch niemand eine solche Glatze gehabt - aber angesichts der psychologischen Interpretation dürfte eine solche Einzelheit für diese Frage keine Rolle spielen. *

Es ist ja nun einfach unglaublich - wie komme ich dazu, ein solches Bild zu malen? Es wirkt wie eine Illustration, aber zu welcher Geschichte? Und diese Kleidung - der Pelz, der Kragen, die Krawatte! Kleider machen Leute, aber sie siedeln sie vor allem in einer bestimmten Zeit an. Dieser Mensch ist ein moderner Mensch.

Aber Pelzkragen waren doch gar nicht modern! Ich besaß keinen Mantel mit Pelzkragen und kannte auch niemanden, der einen solchen trug. Und diese Glatze und die langen Haare - auch die passen zur Zeit. Solche Haare konnte man damals schon sehen oder hätte sie vielleicht sehen können, aber ich kannte niemanden, auf den diese Darstellung zutreffen würde.

Selbst der Fenstergriff und die Fensterkonstruktion gehören einer bestimmten Epoche an und sind heute fast ausgestorben. Immerhin waren vermutlich die Fenster unserer Wohnung in Bielefeld-Quelle von dieser Art. Aber dies ist die Straße in einer Stadt, während wir an einer Landstraße wohnten und einen Vorgarten hatten. Bei uns lief niemand vorbei, und selten radelte jemand auf dem Radweg vor dem Hause.

Selbstverständlich habe ich keine Vorlage benutzt, etwa ein Foto aus einer Zeitung. Das Bild entsprang genauso meinem Kopf oder besser meiner Hand wie die anderen Bilder auch. Also muss es wohl wieder in Ermangelung einer besseren Hypothese psychologisch verstanden werden, wie ein Traum. Ich hetze also unglücklich durch unwirtliche Straßen.

Der Mann auf diesem Bild ist deutlich älter als ich es war, vielleicht 20 Jahre liegen dazwischen. Wenn das vorhergehende Bild Lebensangst oder besser Zukunftsangst ausdrückt, dann kann dieses vielleicht als Befürchtung verstanden werden. Würde ich in 20 Jahren unglücklich durch die Welt laufen, unglücklich mit mir selbst und der Welt, ohne meinen Platz gefunden zu haben?

Immerhin hat mich diese Frage beschäftigt. Was sollte ich mit meinem Leben machen? Etwa 10 Jahre früher war mir diese Frage erstmals bewusst geworden, ohne dass ich bis dahin eine Antwort hatte finden können. In Berlin hatte ich immer wieder gewitzelt, was ich alles machen und werden könnte: Friseur zum Beispiel, wenn ich Erika eine schöne Frisur gemacht hatte, Busfahrer wäre auch eine Option, schlimmstenfalls Straßenfeger.

Das war natürlich Unfug, das war mir klar, als Abiturient und Student würde ich so etwas aller Wahrscheinlichkeit nach nicht machen, aber was dann? Anscheinend war ich nicht davon überzeugt, der leidenschaftliche und geborene Mathematiker zu sein. Und auch die Aussicht auf ein Leben als Lehrer vermochte mich nicht wirklich zu begeistern. Irgendwie hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass diese Frage metaphysischer Art war.

Es ging nicht so sehr darum, den Lebensunterhalt zu verdienen als vielmehr, meine Aufgabe im Leben zu finden. Ich habe die Frage sogar in religiösen Begriffen formuliert: Was hatte Gott mit mir vor? Was wollte er, das ich in diesem Leben mache? Diese Wendung ist bedeutsam: Es ging nicht darum, was ich wollte, sondern was er wollte. Aber leider sprach er nicht mit mir. Ich hielt ihn ja sowieso für nicht existent, aber dann offenbar irgendwie doch.

Bei diesem Mann besten Alters fällt mir der Ausdruck „unbehaust“ ein. Dieser Mann hat seinen Platz im Leben nicht gefunden. Dieser Mann ist gottverlassen. Dieser Mann ist unglücklich, aber er kann es nicht zugeben. Er muss weitermachen, irgendwie.

An der Malerei habe ich diesmal nichts zu meckern. Ich finde es erstaunlich, wie virtuos dieser Typ in Szene gesetzt worden ist. Das könnte ich gar nicht. Überhaupt kann ich ja überhaupt nicht malen. Als Prestigeobjekt für das kulturbeflissene Bürgertum könnte ein solches Bild freilich nicht dienen. Dazu ist es viel zu unscheinbar, zu wenig malerisch.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 28.08.2011


No. 1 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 71 37x47cm, 30.12.1973  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 10,  » Nummer 73.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 1 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 71 37x47cm, 30.12.1973
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No. 4 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 71 37x47cm, 30.12.1973  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 11,  » Nummer 15,  » Nummer 22.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 4 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 71 37x47cm, 30.12.1973
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No. 7 » 78 37x47cm, 02.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 7 » 78 37x47cm, 02.01.1974
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  Museumsszenario   No. 79   Top   No. 77 Nachtrag Museumsszenario, 05.12.2012


No. 10 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 10 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 194 99x79cm, 08.09.1974


No. 11 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 11 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976


No. 12 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982


No. 13 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 13 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft


No. 14 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 14 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973


No. 15 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 78 37x47cm, 02.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 78 37x47cm, 02.01.1974


No. 16 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975


No. 17 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975


No. 18 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975


No. 19 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973


No. 20 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973


No. 21 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973


No. 22 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973


No. 23 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973


No. 24 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 24 » 78 37x47cm, 02.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft


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   Breite No. 88     » Max     » 800 px     » 500 px      45x63 cm, Öl / Hartfaser
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180 cm - 71 inch

Nr. 88:  45x63 cm (18x25"), Öl / Hartfaser · 16.01.1974, Rückseite von » 156
     

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12.02.2011

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Dieses Bild gefiel mir nie, und auch heute noch tue ich mich schwer damit. Wie gut, dass ich mich nicht in solche Ecken versteigen musste! Andererseits habe ich gelernt, dass sich mein Verhältnis zu einem Bild durchaus ändern kann. Vielleicht wird es mir eines Tages noch sehr gut gefallen, wer weiß? Vielleicht müsste ich mich nur etwas damit beschäftigen?

Außerdem habe ich eingesehen, dass es unerheblich ist, was ich persönlich von einem Bild halte. Ein anderer Betrachter wird mit Sicherheit völlig anders reagieren, und wenn diesem ausgerechnet dieses Bild am besten gefällt, dann ist das vollkommen in Ordnung. Wer bin ich, dass ich das in Frage stellen könnte?

  Ausschnitt · © Copyright Werner Popken. 
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Da ich aber nun von der Vorstellung besessen war, alles einzuordnen, was ich produzierte, musste dieses unter „Beziehungsprobleme“ abgelegt werden. * Mit anderen Worten: Ich erkenne darin einen Mann und eine Frau, die in einer Auseinandersetzung verstrickt sind, jedenfalls aber miteinander kommunizieren.

Der Mann ist vermutlich leicht zu erkennen, die Frau etwas stärker verschlüsselt, um es vornehm auszudrücken. Damals hatte ich mich zwar schon viel mit Picasso beschäftigt, aber inzwischen kenne ich ihn gewissermaßen in- und auswendig. Und vor diesem Hintergrund finde ich die Erfindung des Frauengesichts durchaus bemerkenswert. So etwas findet sich bei ihm nicht, und er hat ja viel erfunden.

Darauf bilde ich mir nun nichts ein; ich will damit nur sagen, dass unverwechselbare, verblüffende, völlig originäre Erfindungen am laufenden Band gemacht werden, auch oder vielleicht gerade wenn man das gar nicht will. Picasso hat ja oft versucht, Bildlösungen durch systematische Versuche zu finden - die entsprechenden Vor-und Nebenarbeiten zu » Guernica sind ja allseits bekannt. Ich habe aber nicht den Eindruck, dass er jemals auf diese Weise etwas gefunden hätte. Kreativität lässt sich anscheinend nicht erzwingen.

Die Interpretation als Zweipersonen-Stück ist insofern naheliegend, als man deutlich vier Augen unterscheiden kann: Zwei Punktaugen links, zwei Spiegeleiaugen rechts. Die Augenbraue und Nase des Mannes sowie sein Mund und Kinn sind nicht zu verfehlen; er ist nicht so sehr als Kombination von Frontal- und Profilansicht dargestellt, als vielmehr im Dreiviertelprofil.

Die Aufteilung in zwei Gesichtshälften bei ihr ist viel deutlicher, schon allein durch die Farbwahl. Aber besonders auffällig ist ihre ausgesprochene Hässlichkeit, die Distanz zu einer konventionellen Darstellung. Ihre Nase ist eher ein Rüssel, der Mund in der Profilansicht frontal dargestellt, aber nur die obere Hälfte, die untere fehlt, es sei denn man interpretiert die schräge Linie zum Kinn als Teil der Unterlippe. Diese Interpretation fällt leichter, wenn man einen Teil des Bildes in der Vorstellung oder real abdeckt.

War das vorherige Bild gewissermaßen bitterernst, so ist dieses ausgesprochen komisch. Zwischen den beiden Köpfen macht sich eine Pflanze ihren großen Blättern breit, ihre Haare scheinen eine Doppelfunktion als Kopfputz und Pflanze zu haben, und einen Augenblick könnte man denken, sie sei eine Pflanze. Die violette runde Form an ihrem Kinn, die dort so gar keinen Sinn macht, könnte eine Blüte sein, die zu der mittleren Pflanze gehört.


No. 2 » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 75 37x27cm, 31.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 2 » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 75 37x27cm, 31.12.1973


Bei dieser Zusammenstellung habe ich viel experimentiert und dabei meine Erfahrungen gemacht. Manche kleinen Bilder haben Probleme, sich auf die Entfernung zu behaupten. Auch diesem Bild fällt es schwer, seine Vorzüge über die Distanz auszuspielen, dazu sind die Konturen zu blass. Außerdem ist es nicht unwesentlich, welches Bild auf welcher Seite hängt. Aber das sind ja eigentlich Gemeinplätze, das sagt nicht unbedingt etwas über das einzelne Bild selbst aus.

Diese Ansicht ist für Bilder mittlerer Größe ganz nett; ein ganz großes Bild kann man hier gar nicht präsentieren, dazu müsste man weiter zurücktreten und die gesamte Wand zeigen. Also bin ich geneigt, bei Gelegenheit noch zwei weitere Szenarios zu basteln, eine intime Szenerie, die für kleinere Bilder angemessen ist, und eine Großansicht, um größere Bilder zeigen zu können. Obwohl dieses Bild eine nähere Distanz erfordert, schlägt es sich mit der getroffenen Auswahl aber doch ganz wacker; mit anderen Bildern zusammen macht es eine wesentlich schlechtere Figur. Doch urteilen Sie selbst:


No. 3 » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 77 47x37cm, 01.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 3 » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 77 47x37cm, 01.01.1974


No. 4 » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 58 60x40cm, 08.12.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 4 » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 58 60x40cm, 08.12.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974


No. 5 » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 18 51x41cm, 30.07.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 5 » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 18 51x41cm, 30.07.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974


No. 6 » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 81 52x41cm, 05.01.1974 » 88 45x63cm, 16.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 6 » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 81 52x41cm, 05.01.1974 » 88 45x63cm, 16.01.1974


No. 7 » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 22 70x43cm, 28.09.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 7 » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 38 80x70cm, 08.11.1973 » 22 70x43cm, 28.09.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974


No. 8 » 140 123x150cm, 18.04.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 8 » 140 123x150cm, 18.04.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974


No. 9 » 140 123x150cm, 18.04.1974 » 18 51x41cm, 30.07.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 9 » 140 123x150cm, 18.04.1974 » 18 51x41cm, 30.07.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974


No. 10 » 140 123x150cm, 18.04.1974 » 87 38x28cm, 16.01.1974 » 88 45x63cm, 16.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 10 » 140 123x150cm, 18.04.1974 » 87 38x28cm, 16.01.1974 » 88 45x63cm, 16.01.1974


No. 11 » 220 110x131cm, 04.07.1975  » 87 38x28cm, 16.01.1974 » 88 45x63cm, 16.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 11 » 220 110x131cm, 04.07.1975 sold/verkauft » 87 38x28cm, 16.01.1974 » 88 45x63cm, 16.01.1974


  Ausschnitt · © Copyright Werner Popken. 
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Und was erzählt uns dieses Bild? Formal nutzt es Erfindungen, die im Kubismus gemacht wurden. Das ist ungeheuer bequem: Man malt einfach irgendetwas, ohne sich viel Gedanken machen zu müssen, ob das alles so seine Richtigkeit hat oder viel bedeutet. Das ist nicht das Problem des Malers, sondern des Betrachters. Und der Betrachter kann sich, wenn ihm dazu nichts einfällt, auf ästhetische Empfindungen zurückziehen. Was angenehm und erfreulich wirkt, kann ganz naiv genossen werden. Es muss nichts bedeuten.

Was soll beispielsweise der weiße Kreisausschnitt in der linken Bildhälfte bedeuten? Die braune Form dahinter könnte als Haarbüschel gelesen werden, die dunkelbraune Form, die sich an die Stirn anschließt, als Mütze, die braunen Flächen unterhalb des Kinns und des Kiefers als Kleidung, wobei der Kreisausschnitt links unten in der Ecke die Schulter andeuten würde. Aber was soll der weiße Kreisausschnitt?

Innerhalb dieser Fläche finden sich dann noch die vier Striche, die an einen Vogelfuß erinnern. Ungefähr an dieser Stelle müsste das Ohr sein, und oft wachsen bei Männern in zunehmendem Alter auch noch einzelne Haare aus dem Ohr, aber die Interpretation der angeschnittenen Kreisfläche als Ohr ist doch ziemlich weit hergeholt. Die Interpretation der roten Fläche als Gesichtshälfte fällt demgegenüber leichter, obwohl der gegenständliche Bezug auch nicht gerade naheliegend ist.

Wo aber gegenständliche Anklänge unübersehbar sind, werden konkrete Empfindungen ausgelöst, die vermutlich weitgehend objektivierbar sind. So dürfte die von mir identifizierte männliche Figur ganz allgemein als männlich angesehen werden, und höchstwahrscheinlich auch die andere Figur als weiblich. Man kann aber noch mehr sagen. Ich würde zum Beispiel das Alter der männlichen Figur auf 50 bis 60 Jahre ansetzen, vielleicht auch auf 70, da die Senioren heutzutage immer jünger werden. Und die weibliche Figur würde ich auf 40 bis 50 Jahre schätzen, also etwas jünger.

Das ist erstaunlich, derselbe Mechanismus liegt aber auch allen Karikaturen und Witzzeichnungen zugrunde. Mit simple Linien können sehr differenzierte Sachverhalte präzisiert werden, die unter Umständen mit Worten gar nicht erschöpfend beschrieben werden können. Farben sind demgegenüber wesentlich weniger aussagekräftig. Die Farbe ist sozusagen Zugabe, sie unterstreicht und unterstützt, sagt aber selbst nichts aus. Und in der Nacht sind alle Katzen grau, mit anderen Worten: Bei der Schwarz-Weiß-Wiedergabe geht wenig verloren, wenn die Linie sprechen darf. Ist aber die Linie belanglos und die Farbe der Hauptzweck, wird man den Verlust schmerzlich bemerken.


No. 13 » 220 110x131cm, 04.07.1975  » 87 38x28cm, 16.01.1974 » 88 45x63cm, 16.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 13 » 220 110x131cm, 04.07.1975 sold/verkauft » 87 38x28cm, 16.01.1974 » 88 45x63cm, 16.01.1974


Das Bild ist also kubistisch-unverbindlich, was das Drumherum angeht. Die Ausdruckskraft der beiden Persönlichkeiten und deren Beziehung hingegen ist einigermaßen klar. Der Mann ist betroffen - er fühlt sich verantwortlich und muss entscheiden und handeln. Die Frau steht für ihn im Hintergrund, er beachtet sie nicht, blickt durch sie hindurch. Sie hingegen ist auf ihn fixiert, sie beobachtet ihn spöttisch und abwartend, ist nicht bereit, sich zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen, wird aber vermutlich trotzdem darüber urteilen wollen.

Du meine Güte! Das ist ja ein ganzer Sack voller Klischees! Sind das die geheimsten Ängste meiner Seele? Warum stellt sie sich als alten Mann dar, wenn dem so sein sollte? Aber hier bringe ich etwas durcheinander: Die Seelenkräfte gehören ja alle mir, nicht nur der alte Mann, sondern auch die Frau. Das bin alles ich, und es wäre sträflich, das nach außen zu projizieren oder in diesem Sinne zu verstehen.

Versuchsweise will ich es mal so formulieren: Da ist ein alter Mann in mir, der glaubt den Durchblick haben und die Verantwortung übernehmen zu müssen, ist aber gleichzeitig überfordert und deshalb angeschlagen, und zugleich gibt es die vitale weibliche Seite, die sich über diesen Anspruch mokiert und ganz unbeschwert abwarten kann, wie der männliche Teil scheitert. In diesem Sinne sind die Pflanzen einfach nur das blühende Leben, ohne Reflexion, ohne Sorgen und Bedenken.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 04.10.2011


No. 14 » 88 45x63cm, 16.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 14 » 88 45x63cm, 16.01.1974
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Das Schlafzimmer sieht gestellt aus, soll aber angeblich aus einer echten Wohnung sein. Die kahle Wand mit den schrecklich unruhigen, ausgefressenen Birken würde mich wahnsinnig machen. Die Kommentare zu » Reader’s home - Ottawa digs zeigen aber, dass manche gerade darauf abfahren.

Ein Bild allein reißt das hier für mich noch nicht raus, obwohl es schon sehr schön kommt. Ob ich mal aus dem Vollen schöpfen soll?


No. 17 » 237 100x163cm, 09.05.1977 » 88 45x63cm, 16.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 237 100x163cm, 09.05.1977 » 88 45x63cm, 16.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Schon besser; ein bißchen unausgewogen.


No. 20 » van Gogh: Selbstbildnis 65x54cm. 1890 » 237 100x163cm, 09.05.1977 » 88 45x63cm, 16.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » van Gogh: Selbstbildnis 65x54cm. 1890 » 237 100x163cm, 09.05.1977 » 88 45x63cm, 16.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Hm, ein bisschen viel vielleicht? Mal sehen. Nicht schlecht. Kann vielleicht nicht jeder vertragen, aber wer sich was echt Gutes gönnen will und ordentlich im Training steht ... Aber eins ist klar und nicht zu übersehen: die Tapete stört.


No. 23 » 88 45x63cm, 16.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 88 45x63cm, 16.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Ich habe das Bild dort aufgehängt, wo anscheinend ein Bild hängen sollte, jedenfalls gibt es dort wie an der gegenüberliegenden Seite eine Bildbeleuchtung; im Original hängt hier nichts.


No. 26 » 219 100x80cm, 03.07.1975 » 88 45x63cm, 16.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 26 » 219 100x80cm, 03.07.1975 » 88 45x63cm, 16.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Die Wand war mir sehr kahl, deshalb habe ich gleich noch ein Bild dazugehängt. Aber das reicht noch nicht, da ist eine Lücke - obwohl man natürlich die gesamte Wand beurteilen müsste. Na gut, ich habe gerade den Gauguin vor Augen, mal sehen, wie der sich macht.


No. 29 » 219 100x80cm, 03.07.1975 » Gauguin: Selbstporträt 45x38cm. 1893 » 88 45x63cm, 16.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 29 » 219 100x80cm, 03.07.1975 » Gauguin: Selbstporträt 45x38cm. 1893 » 88 45x63cm, 16.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. Es scheint sich bei dieser Wohnung um einen Künstlerhaushalt zu handeln; das Bild ist der Serie » Factory entnommen und anscheinend in Paris entstanden.


No. 32 » 88 45x63cm, 16.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 32 » 88 45x63cm, 16.01.1974
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» Nachher/vorher: einblenden. In derselben Wohnung. Warum der Künstler da kein Bild hingehängt hat, ist mir ein Rätsel.


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  Museumsszenario   No. 89   Top   No. 87 Nachtrag Museumsszenario, 03.12.2012


No. 35 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 35 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976


No. 36 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 36 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982


No. 37 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 37 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft


No. 38 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 38 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973


No. 39 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 88 45x63cm, 16.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 39 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 88 45x63cm, 16.01.1974


No. 40 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 40 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975


No. 41 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 41 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975


No. 42 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 42 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975


No. 43 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 43 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973


No. 44 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 44 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974


No. 45 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 45 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973


No. 46 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 46 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973


No. 47 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 47 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973


No. 48 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 48 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973


No. 49 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 49 » 88 45x63cm, 16.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft


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   Breite No. 94     » Max     » 800 px     » 500 px      63x45 cm, Öl / Hartfaser
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180 cm - 71 inch

Nr. 94:  63x45 cm (25x18"), Öl / Hartfaser · 22.01.1974, Rückseite von » 155
     

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An der Wand mit:  
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16.02.2011

© Copyright Werner Popken. 
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Wieder ein Bild mit Rückseite ( Nummer 155); so langsam komme ich auf den Geschmack und finde bald eine Lösung für das finanzielle Problem. Es sind ja nicht nur die Malgründe, sondern auch die Farben, die ins Geld gehen. *

Dieses Bild ist auf den ersten Blick ziemlich furchtbar, aber dann gewinnt es. Sehr sogar. Die beiden Pinselstriche unten links in der Ecke zum Beispiel - die finde ich absolut großartig. Oder die Wellenlinien der Haare - einfach wunderbar, die muss man sich von ganz nahem anschauen.

Und ich freue mich, dass ich mich einfach über das Bild freuen kann, dass es mir gefällt, dass ich es genießen kann!

Es hat viel von einer Illustration an sich, so als ginge es hier um ein orientalisches Märchen - insbesondere die goldene Säule rechts und der angedeutete Hintergrund suggerieren einen opulenten Innenraum. Dieser Interpretation widersprechen allerdings die offen zur Schau gestellten weiblichen Reize.

Warum machte ich so etwas? Hatte das etwas mit Picasso zu tun? Einen direkten Bezug konnte ich nicht herstellen.

Natürlich habe ich es all diese Jahre gering erachtet und mich im Grunde dafür geschämt. Dieser plumpe Körper, diese einfache rote Form, diese Naivität - vor allem aber die beim besten Willen nicht zu erkennende Botschaft, alles das störte mich. Das konnte doch nicht Kunst sein, oder?

Aber was ist Kunst? Mit welch einfachen Mitteln dieses Gesicht hingezaubert worden ist, welche Innigkeit es ausdrückt, wie elegant die komplizierte Haltung beim Kämmen der Haare angedeutet wurde, wie zart und einfach die dralle Schönheit dieser blühenden Weiblichkeit dargestellt wurde, das lässt mich staunen.

Hängen wir es auf - mal sehen, wie es sich an der Wand macht.


No. 1 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 1 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Da gehört es hin! In dieser Umgebung macht es sich gut. Es ist gar nicht so klein, wie ich es in Erinnerung habe. Und nochmal umhängen:


No. 2 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 2 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Im Prinzip nicht schlecht, aber die Rottöne beißen sich fürchterlich, das geht gar nicht gut.


No. 3 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 3 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 93 28x56cm, 21.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Das ist schon besser, aber auch nicht berauschend.

Die erste Version mit 38a gefiel mir noch am besten. Die richtige Auswahl ist gar nicht so einfach zu treffen; anschließend habe ich noch verschiedene andere Bilder an dieser Stelle probiert, aber das ging alles nicht. Man kann nicht jedes Bild mit jedem zusammen aufhängen, ist ja klar. Die Bilder sollen sich nicht stören und mindern, sondern gegenseitig heben und fördern.

» Mona Lisa · © Copyright Werner Popken. 
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Auffallend finde ich meine Faszination durch große Brüste. Dabei hatte und habe ich überhaupt keine persönlichen Erfahrungen damit, auch nicht durch Bilder. Ich träume nicht einmal davon. Auch zu Märchen habe ich überhaupt keine Beziehung, zu orientalischen Märchen schon gar nicht. Woher kommt also ein solches Bild? Was will es mir sagen? Noch ein Bild, zu dem mir bis heute nichts einfällt. Reicht es, wenn ein Bild einfach nur schön ist und einem gefällt? Ohne dass man weiß, warum? Ohne dass eine tiefere Botschaft dahintersteht?

Denn das ist doch gerade meine Rechtfertigung für die Malerei: Die Kunst muss neue Erkenntnisse hervorbringen. Aber vermutlich ist es genau andersherum: Die Frage nach der tieferen Botschaft ist modern und jüngeren Datums. Die Kunst hatte wahrscheinlich immer irgendeinen Zweck, und oft lag dieser auf der Hand - eine tiefere Botschaft war nicht gefragt und nicht vonnöten. Wenn ich nicht irre, sieht » Ernst Gombrich die gesamte Kunstgeschichte in diesem Licht. Seine Untersuchung » Kunst und Illusion kommt ganz ohne tiefere Bedeutungen aus.

Dabei war es natürlich von Anfang an auch so, dass von Bildwerken eine magische Wirkung ausging, dass sie mehr aussagten, als der Künstler in sie hineingelegt hatte. Ja, es ist gerade dieses Mehr, was die Faszination der großen Kunst ausmacht. Die » Mona Lisa beispielsweise ist vermutlich einfach nur ein Portrait, aber das erklärt nicht ihre Faszination.

Mona Lisa - sollte ich die nicht mal dazuhängen? Sich mit schlechten Picasso zu vergleichen ist eine Sache, aber den Test mit einem » Leonardo zu wagen - kann das gut gehen? Mal sehen.


No. 5 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » Mona Lisa (77x53cm) » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 5 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » Mona Lisa (77x53cm) » 33 95x81cm, 27.10.1973 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Ich bin überrascht: Die Mona Lisa fügt sich durchaus ein. Sie ist natürlich etwas völlig anderes und zweifellos der Blickfang, aber die anderen Bilder fallen nicht gerade von der Wand.


No. 6 » 39 70x120cm, 17.11.1973 » Mona Lisa (77x53cm) » 22 70x43cm, 28.09.1973 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 6 » 39 70x120cm, 17.11.1973 » Mona Lisa (77x53cm) » 22 70x43cm, 28.09.1973 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Erstaunlich. Dass so etwas überhaupt möglich ist!


No. 7 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 94 63x45cm, 22.01.1974 » 58 60x40cm, 08.12.1973 » Mona Lisa (77x53cm) » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 7 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 94 63x45cm, 22.01.1974 » 58 60x40cm, 08.12.1973 » Mona Lisa (77x53cm) » 22 70x43cm, 28.09.1973


Das macht ja Spaß und ist interessant! Jetzt werde ich aber mutig:


No. 8 » 79 79x99cm, 00.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974 » 58 60x40cm, 08.12.1973 » Mona Lisa (77x53cm) » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 8 » 79 79x99cm, 00.01.1974 » 94 63x45cm, 22.01.1974 » 58 60x40cm, 08.12.1973 » Mona Lisa (77x53cm) » 22 70x43cm, 28.09.1973


Ist das nicht eine Frechheit? 79 habe ich damals kurz nach der Entstehung sogar abgespannt, weil ich es für unerträglich hielt. Was sagt mir das jetzt? Kann man alles mit allem zusammenhängen? Ist alles gleich gut? Zweifellos nicht - die Museen sind voll von Werken höchst unterschiedlicher Güte, man kann sich jederzeit davon überzeugen.


No. 9 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Mona Lisa (77x53cm) » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 9 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Mona Lisa (77x53cm) » 94 63x45cm, 22.01.1974


Ich neige dazu, zu dicht zu hängen. Das hat mir die Museumsleiterin des » Leopold-Hoesch-Museums anlässlich meiner ersten Ausstellung schon bescheinigt. Andererseits finde ich, dass Werke auch gut miteinander kommunizieren können. In meinen Wohnungen habe ich oft nur ein einziges Bild auf einer Wand gehabt, das diese Wand vollkommen ausfüllte, wenn sie nicht gerade extrem groß war und Platz für weitere Bilder ließ. In gewisser Weise habe ich also selbst dann „dicht gehängt“, wenn ich nur ein einzelnes Bild aufgehängt habe.

Gefällt mir sehr gut. Eine interessante Erfahrung.


No. 10 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm. 1654 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 10 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm. 1654 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Und nun einen » Rembrandt, ein kleines Bild, so groß wie meins, doch wie armselig sieht das dagegen aus! Es wirkt auch noch größer, aber ich habe nachgemessen: Die Maße stimmen. Dabei dürften die Farben des Rembrandt-Gemäldes viel zu gedämpft sein - es wirkt ja fast wie eine Grisaille. Das macht dem aber nichts aus.


No. 11 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Porträt des Jan Six (112x102cm) » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 11 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Porträt des Jan Six (112x102cm) » 94 63x45cm, 22.01.1974


Oje - hier wiederum sind die Farben mit Sicherheit viel zu grell - jedenfalls auf meinem Monitor (das ist wieder ein anderes Problem: Ich kann nicht wissen, wie die Farben auf Ihrem Monitor aussehen). Ich versuche mal, ein bisschen zu manipulieren.


No. 12 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Porträt des Jan Six (112x102cm) » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Porträt des Jan Six (112x102cm) » 94 63x45cm, 22.01.1974


 Heilige Familie mit Vorhang · © Copyright Werner Popken. 
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Die Wirkung eines Bildes hängt natürlich auch immer sehr davon ab, wie die Beleuchtung des Gemäldes selbst ist. Ende der Siebzigerjahre habe ich dieses berühmte Bild einmal im Original gesehen, im Hause der Nachkommen des Portraitierten, also in privatem Rahmen, wofür das Bild geschaffen wurde, nicht in einem Museum, wo es eigentlich nicht hingehört.

Der Hausdiener hat uns in das relativ kleine Zimmer geführt (vielleicht 16 oder höchstens 20 m² groß), und die Gardinen, die anscheinend zum Schutz der Gemälde immer lichtdicht geschlossen sind, geöffnet, damit wir etwas sehen können (damals waren sogar Vorhänge vor Gemälden üblich; Rembrandt hat sich einmal den Spaß erlaubt, ein Gemälde gleich mit dem Vorhang zu malen: » Die heilige Familie mit dem Vorhang, 45x67cm, Kassel).

Wir sahen das konventionelle Portrait einer alten Frau, der Mutter des Jan Six, ebenfalls ein Portrait von Rembrandt, aber wegen dieses Bildes waren wir nicht gekommen - entsprechend überfiel uns die Ratlosigkeit. Die anderen Bilder waren kleiner und keine Portraits, konnten es also auch nicht sein. Wir drehten uns um, und da hing er, direkt neben der Tür. Das Licht des Fensters fiel schräg von der Seite auf das Bild. Nach ein paar Minuten hatte man das Gefühl, er sei lebendig.

Auch dem » Jan Six können meine beiden Bilder nicht viel entgegensetzen. Rembrandt ist einfach ein anderes Kaliber, aber das ficht mich nicht an. Der war ein begnadeter Maler und zu dieser Zeit auf der Höhe seiner Kunst. Im Gegenteil freue ich mich, dass meine frühen Bilder es neben diesem unvergleichlichen Meisterwerk überhaupt einigermaßen aushalten.


No. 14 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 14 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm » 94 63x45cm, 22.01.1974


Wo ich schon mal dabei war, habe ich auch das andere Bild, das vermutlich seine letzte Frau » Hendrickje zeigt, etwas aufgehübscht. Aber kann man ein solches Bild in einem solchen schlichten Rahmen präsentieren? Ausprobieren: Bei » Kunstkopie ist das Bild im Angebot und man kann diverse Rahmen ausprobieren:


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No. 16 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm. 1654 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm. 1654 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Es gibt natürlich eine riesige Auswahl von Rahmen und es fällt schwer, sich zu entscheiden. Die Sache wird immer komplizierter. Tja, der Rahmen ist nicht ohne Wirkung. Wer A sagt, muss auch B sagen.


No. 17 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm. 1654 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm. 1654 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Oder lieber so?


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No. 20 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm. 1654 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm. 1654 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Na ja, und jetzt muss 84 natürlich auch noch einen neuen Rahmen bekommen:


No. 21 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm. 1654 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm. 1654 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Man hält es kaum für möglich, aber je teurer die moderne Kunst wird, desto breiter und desto goldener die Barockrahmen, mit denen man sie verkauft. Dreimal denselben Rahmen um verschiedene Bilder kommt natürlich nicht so gut.


No. 22 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm. 1654 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm. 1654 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Besser: Jedes Bild verdient seinen eigenen Rahmen. Auf diesem Gebiet bin ich blutiger Laie, leider. Und jetzt nochmal die schlichte Version zum Vergleich:


No. 23 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm. 1654 » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Hendrickje badend 62x47cm. 1654 » 94 63x45cm, 22.01.1974


Also mir reicht das, mir gefällt das eigentlich sogar ganz gut, die Bilder kommen besser zur Geltung. Obwohl - so ganz sicher bin ich mir nicht. Am besten noch eine Weile wirken lassen.

Die prächtigen Rahmen haben natürlich schon was für sich, sie werten das ganze Ensemble auf und bringen zum Ausdruck, dass hier etwas Wertvolles präsentiert wird. Die schmalen schwarzen Rahmen wirken dagegen etwas ärmlich, und das haben die Bilder eigentlich nicht verdient. Ja, ich sollte meinen Bildern auch angemessene Rahmen spendieren.

Die Reproduktion des Rembrandt von Kunstkopie kommt anders als meine, wie man durch den direkten Vergleich sofort erkennt; damit man die beiden Versionen besser vergleichen kann, habe ich meine ersetzen müssen. Interessanterweise musste ich anstücken, denn wie sich bei dieser Operation herausstellte, haben die das Bild rechts und links beschnitten. Soviel also zur originalgetreuen Reproduktion - ich hatte natürlich die Originalmaße vorgegeben.

Das Seitenverhältnis im Original ist 1,319148936170213, das Seitenverhältnis meiner Pixelversion 1,313953488372093 - mehr kann man nicht erwarten, die Differenz ist kleiner als 0,0052. Nur ein Pixel mehr oder weniger würde einen größeren Fehler verursachen. Halbe Pixel können ja nun mal nicht dargestellt werden.

Doch doch, die aufwendigen Rahmen gefallen mir sehr gut. Die schlichten Rahmen gehen auch, aber die anderen sind besser. Sie sind allerdings auch teurer. Ich habe es mir nur einmal leisten können, eine Zeichnung angemessen rahmen zu lassen. Schon in Berlin hatte ich beim Trödler große goldene Rahmen gekauft und schleppe die immer noch mit mir herum. Eins der Schwammbilder, das (bisher) nicht ins Werksverzeichnis aufgenommen worden ist, ist mit einem dieser Rahmen versehen worden. Für die anderen hatte ich noch keine Verwendung; sie waren zum Teil auch schon beschädigt, und vermutlich hätte ich sie auch nicht angemessen reparieren können. Große goldene Rahmen haben es mir also schon früh angetan.

Ja, da fällt mir ein, dass ich im Falle eines riesigen Lottogewinns mir unbedingt vorgenommen hatte, alle meine Bilder von einem ausgemachten Rahmenkünstler rahmen zu lassen. Zu guter letzt soll auch noch Jan Six einen schönen Rahmen bekommen.


No. 24 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Porträt des Jan Six (112x102cm) » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 24 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Porträt des Jan Six (112x102cm) » 94 63x45cm, 22.01.1974


Dieses Bild ist aber sehr groß und mit einem entsprechend breiten Rahmen würde das ans andere so gar nicht mehr passen. Rahmen tragen auf - das kann manchmal stören, wie hier, manchmal aber auch willkommen sein, wenn man zum Beispiel einen sehr breiten Rahmen um ein sehr kleines Bild fügt und damit die Aufmerksamkeit auf diese Kostbarkeit gelenkt. Das habe ich sogar mit meinen schwarzen Rahmen gemacht. Es muss ja nicht immer Gold sein.

Weil dieses Bild so groß ist, musste ich es höher hängen, und damit hing 84 zu niedrig. 94 kann man aber nicht allzu hoch hängen, also habe ich zu einem kleinen Trick gegriffen. Die Oberkanten des einen Rahmens stimmen mit der Unterkante des anderen Rahmens überein:


No. 25 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Porträt des Jan Six (112x102cm) » 94 63x45cm, 22.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 25 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » Porträt des Jan Six (112x102cm) » 94 63x45cm, 22.01.1974


  Zwei Reproduktionen · © Copyright Werner Popken. 
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Das ist schon ziemlich viel für diese Wand. Gegen Jan Six kommt meine kleine Rote gar nicht an, da hilft auch der beste Rahmen nichts.

Beim Versuch, die beiden Jan Six-Reproduktionen zu vergleichen, ergab sich eine interessante Einsicht: Die Vorlagen sind von unterschiedlichen Kamerastandpunkten aufgenommen.

Idealerweise würde das Auge der Kamera senkrecht auf die Leinwand schauen, und zwar mit dem Fußpunkt am Schnittpunkt der Diagonalen. Das ist mindestens einem der beiden Fotografen nicht gelungen.

Unser Auge kompensiert solche Verzerrungen mit Leichtigkeit, wenn sie nicht allzu extrem sind, so dass wir überhaupt nicht wahrnehmen, ob unser Auge sich in der betreffenden Achse befindet oder nicht. Erst solche kleinen Experimente machen auf das Problem aufmerksam.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 13.11.2011


No. 27 » 94 63x45cm, 22.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 27 » 94 63x45cm, 22.01.1974
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Zwei Zimer, Küche, Bad in Göteborg-Linnéstaden, 47 qm, Baujahr 1899. » Stilvolle Küche mit Einbau-Geschirrspüler in Winkel heißt diese Ansicht. Früher war die Küche in einem der größeren Zimmer, einer der früheren Besitzer hat getauscht; man könne das auch wieder rückgängig machen. 212 EUR Miete im Monat, 50 EUR für einen Parkplatz, 95 EUR für einen Garagenplatz.

In der Küche hängt tatsächlich ein Bild, allerdings ein Foto beziehungsweise ein Plakat mit einem Foto, schwarz-weiß, mit einem dünnen schwarzen Rahmen, ganz im Stil der Küche. Dem wollte ich einen Kontrast entgegensetzen. Bringt ein bisschen Sonnenschein, lebendige Krümmung und exotischen Glanz in die abgezirkelte Kälte.


No. 30 » 94 63x45cm, 22.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 30 » 94 63x45cm, 22.01.1974
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