Groß Max Werner Stürenburg Original Fine Art Originalkunst, Oeuvre Werkschau joe
 
Home   Fotos   Galerie   Manifest   Credo   Texte   Blog   Bücher   Altar      English

Sortierung     Aktuell       Chronologisch       Update   Letztes Update: 09.12.2015 14:47

Öl       Papier       Skulpturen       Drucke       Alles       Winzig       Klein       Mittel       Groß       Riesig      

 
84 Werke
Seite 1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11

8 pro Seite ·  16 ·  32 ·  64 ·  128    verkauft    verfügbar

 
 Vorschau Groß        Listenansicht   • Max      800 px      500 px      

   Breite No. 10      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

40x52"
Nr. 10:  100x130 cm (40x52"), Sand, Binder / Nessel · 01.06.1972
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 173


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Aus Anlass meiner Diplomfeier 1972 in Bielefeld wollte ich endlich ein großes Bild im Wohnzimmer haben und hatte tatsächlich eine Idee. Ich fertigte ein großes Gemälde aus verschiedenen Erden aus dem Garten des Hauses, wo wir zur Miete wohnten, wobei die Erde durch Bindemittel fixiert wurde. Interessanterweise ergaben sich viele verschiedene Erdtöne, obwohl der Garten doch gar nicht so groß war. Das Gemälde war abstrakt und durch die Pigmentierung entsprechend rau strukturiert. Es bereicherte die Einrichtung enorm und wirkte auf der Party sehr gut.

Doch leider war ich nicht ganz zufrieden. Durch ungleiche Verteilung des Bindemittels glänzte es an einigen Stellen. Ich wollte schlau sein, aber mehrmaliges Überstreichen mit Bindemittel verschlimmerte die Situation lediglich.

Schließlich drehte ich die Leinwand um und malte ein neues Bild, das unter der Nummer 10 in den Werkkatalog aufgenommen wurde. Es ist nach dem gleichen Rezept aus verschiedenen Erden entstanden, allerdings unter Zugabe von blauen Pigmenten im oberen Bereich, so dass der Eindruck einer wüstenartigen Landschaft entsteht. Da ich nun die Probleme mit dem Bindemittel kannte, gelang es mir, eine vollkommen matte Oberfläche zu erreichen.

Allerdings gefiel mir die platte Anspielung auf die Landschaft nicht. Immerhin habe ich dieses Bild aufgehängt, obwohl mir die Variante ohne Farbe besser gefallen hatte. Das anekdotische Moment schien mir doch zu banal; die abstrakte Version, die keinerlei Assoziationen evozierte, wirkte überzeugender auf mich, aber die war ja nun leider verdorben. Eine wirkliche Antwort auf meine Fragen stellte das aber nicht dar, und deshalb blieb dieses Bild auch ohne Folgen.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 11   Top   No. 9



Nachtrag Wohnungsszenario, 07.08.2011


No. 1 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 157 63x50cm, 11.06.1974 » 152 40x36cm, 23.05.1974  » 27 32x24cm, 13.10.1973 » 245a 38x32cm, 01.04.1975 » 256a 13x9cm, 01.04.1979 » 520 14x15cm, 16.08.1984  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 157 63x50cm, 11.06.1974 » 152 40x36cm, 23.05.1974 sold/verkauft » 27 32x24cm, 13.10.1973 » 245a 38x32cm, 01.04.1975 » 256a 13x9cm, 01.04.1979 » 520 14x15cm, 16.08.1984 sold/verkauft
 


Zum ersten Mal beim Test von  Nummer 173 aufgehängt und für erstaunlich wirksam befunden. Allerdings mag ich den wuchtigen Rahmen jetzt nicht mehr sehen.


No. 2 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968   Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 2 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Ein Loft; hier hängt im Original eine große Landkarte. Große Fläche, großer Höhe, große Fenster, ein bisschen Deko und ein paar klassische Möbel - fertig ist ein Musterfoto für eine Wohnzeitschrift.


No. 5 » 10 100x130cm, 01.06.1972  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 73,  » Nummer 78.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 5 » 10 100x130cm, 01.06.1972
 
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 73,  » Nummer 78.
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Ein Blick in eine echte Wohnung mit einem großen (noch größeren, figurativen) Bild an der Wand, die des Designers » Tim Campbell aus Los Angeles.


No. 8 » 10 100x130cm, 01.06.1972  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 8 » 10 100x130cm, 01.06.1972
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Man kann ein großes Bild auch in einem kleinen Zimmer auf Nahdistanz aufhängen: » 30m²-Hauptstadt-Wohnung mit nostalgischer Vorliebe für die amerikanische Geschichte. Raum ist in der kleinsten Hütte - man darf sich vor großen Formaten nicht fürchten. Ganz nebenbei wird auch noch der häßliche Kasten verdeckt. Im Original hängt hier ebenfalls ein relativ großes, plakatives Bild, eine stilisierte amerikanische Flagge à la » Jasper Johns, die aber den Kasten nicht verdeckt, sondern ihn gerade erst so richtig zur Geltung bringt.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 11   Top   No. 9 Nachtrag Museumsszenario, 16.12.2012


No. 11 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 12 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 13 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 14 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 15 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 16 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 17 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 18 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 19 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 20 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 21 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 10 100x130cm, 01.06.1972 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 10 100x130cm, 01.06.1972
 


No. 22 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 22 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 23 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 24 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 24 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 25 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 25 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 11   Top   No. 9




  Top    



   Breite No. 10      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 64      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

52x39"
Nr. 64:  130x99 cm (52x39"), Öl / Leinwand · 22.12.1973 - 23.12.1973
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 100  » 101  » 102  » 103  » 104  » 105  » 106  » 107  » 108  » 109  » 110  » 111  » 112  » 113  » 114  » 115  » 116  » 117  » 118  » 119  » 120  » 121  » 122  » 123  » 124  » 125  » 126  » 127  » 128  » 129  » 65  » 66  » 67  » 68  » 69  » 70  » 71  » 72  » 73  » 74  » 75  » 76  » 77  » 78  » 79  » 80  » 81  » 82  » 83  » 84  » 85  » 86  » 87  » 88  » 89  » 90  » 91  » 92  » 93  » 94  » 95  » 96  » 97  » 98  » 99


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2013-06-23

Ein großes Werk, für meine Verhältnisse. Ein alter Mann im Sessel. Ich konnte nur den Kopf schütteln. Was sollte das nur sein? Warum malte ich so etwas? Immerhin freute ich mich darüber, dass ich sowohl das Format als auch das Thema gut bewältigt hatte.

Damals habe ich mich mit » Arno Schmidt beschäftigt; ich dachte jetzt an » Abend mit Goldrand, aber das kann nicht sein, weil es erst 1975 erschienen ist. Vielleicht » Zettels Traum - aber das kann auch nicht sein, weil ich die Studienausgabe mir von einem befreundeten Kollegen, Studienreferendar wie ich, zur Verfügung gestellt bekam, und Studienreferendar wurde ich erst zum Schuljahr 1974/75.

Jedenfalls ließ Arno Schmidt sich über irgendwelche alten Männer aus und ich stellte mir vor, das mein armes Unbewusstes solches zu diesem Bild angestiftet hatte. Leider brachte mich diese Spekulation überhaupt nicht weiter. *

Bei Schmidt sind die alten Männer, wie er inzwischen einer war, schon ziemlich senil, und mein alter Herr ist schon fast scheintot. Über die Wikipedia habe ich von den » täglichen Zetteln erfahren und den Zettel des heutigen Tages aufgerufen:

Nummer: 2731

Oder kann man sagen:
daß auch beim Menschen
die S anfallsweise
erfolgt? nur kurzfristig &
kurzperiodiger als beim
Tier
a.a.O.

Tja, was einem so alles durch den Kopf geht, wenn der Tag lang ist und man sich wichtig nimmt. Vermutlich hatte ich » Kühe in Halbtrauer gelesen, auf jeden Fall aber » Sitara oder der Weg dorthin.

Seiner weitausgreifenden Theorienbildung setzt Pagenstecher die Krone auf, indem er erklärt, neben den drei von Freud behaupteten Instanzen der Persönlichkeit (Es, Ich und Über-Ich) noch eine „4. Instanz“ gefunden zu haben, eine psychische Instanz, die sich bei intelligenten Menschen ungefähr vom 50. Lebensjahr an bilde und die es übernehme, Sexualität, die real nicht mehr gelebt werden kann, in bewußt schalkhafte Wortspiele zu sublimieren, in witzig-doppeldeutige Anspielungen umzubiegen. Pagenstechers Kronzeugen für diese Theorie sind James Joyces Sprachbehandlung in „Finnegans Wake“ und Laurence Sternes anzügliche Wortwitze im „Tristram Shandy“.

» Lexikon der deutschen Literatur, Arno Schmidt: Zettels Traum (1970)

Au weia! Selbstverständlich merkt er nicht, wie peinlich das ist. Ich, ich, ich! Nur ich! Nun bin ich inzwischen selbst weit jenseits der 50 und weiß wie Picasso oder » Oswalt Kolle, dass auch seine Einsichten über die Sexualität einfach nur seine persönliche Erfahrung sind. Selbstverliebten Menschen macht das aber nichts aus, da sie sich selbst Welt genug sind und ihr eigenes Erleben unreflektiert verallgemeinern. Damals, als junger Mann, glaubte ich von solchen Leuten noch lernen zu können. Ach ja, die vertrauensselige Jugend!

Immerhin fiel mir auf, dass der von mir dargestellte alte Mann nicht nur alt ist, sondern auch böse und verbittert. Er wirkt geradezu wie ein Vampir, der aber auch nicht mehr so recht kann und deshalb darüber wütend ist. Das fand ich irgendwie doch ziemlich weit hergeholt - es hatte mit meinem Leben und mir nichts zu tun, soweit ich erkennen konnte. Und das sollte doch wohl die Voraussetzung sein - Bilder zu malen, die nur anderen Leuten und auch das nur eventuell bedeutsam erscheinen, konnte doch nicht die Richtung sein. Die Genugtuung darüber, diese Figur großzügig ins Bild gesetzt zu haben, war nicht genug.

Der Gesichtsausdruck und der Kopf allgemein gefällt mir immerhin ganz gut. Daraus spricht schon eine gewisse Reife. Ich habe keine Probleme mehr, einen glaubhaften Kopf locker hinzusetzen. Dabei sind Augen und Nase durchaus frei gestaltet, was aber der Integrität keinen Abbruch tut. Die Hand stört mich, die ist doch nun wirklich allzu puppenhaft und undifferenziert. Beim erneuten Betrachten, vor allem in der größten Auflösung, werde ich wieder ganz kleinlaut: Das Bild ist vielleicht doch nicht so schlecht, wie ich gedacht habe, sondern im Gegenteil recht gut. Ich müsste es mir mal für eine Weile an die Wand hängen und damit leben und meinen kritischen Geist zum Schweigen bringen, um das Gefühl urteilen zu lassen.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 65   Top   No. 63a



Nachtrag Wohnungsszenario, 17.08.2011

No. 1 » 64 130x99cm, 22.12.1973  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 64 130x99cm, 22.12.1973
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


 
» Nachher/vorher: einblenden. Im Originalfoto hängen hier zwei zarte Grafiken oder Fotos unter stark spiegelndem Glas.

No. 4 » 64 130x99cm, 22.12.1973  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 64 130x99cm, 22.12.1973
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


 
» Nachher/vorher: einblenden. Ja, irgendwie hat dieses Bild etwas Herrschaftliches. Im Originalfoto hängt da nichts.

No. 7 » 64 130x99cm, 22.12.1973  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 63.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 64 130x99cm, 22.12.1973
 
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 63.
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


 
» Nachher/vorher: einblenden. Passt auch ins kleinste Badezimmer. Im Originalfoto hängt da ein großes Schwarzweiß-Foto oder eine Grafik hinter stark spiegelndem Glas.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 65   Top   No. 63a Nachtrag Museumsszenario, 08.12.2012

No. 10 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


 
No. 11 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


 
No. 12 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


 
No. 13 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


 
No. 14 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


 
No. 15 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 22 70x43cm, 28.09.1973
 


 
No. 16 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 64 130x99cm, 22.12.1973
 


 
No. 17 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


 
No. 18 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


 
No. 19 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


 
No. 20 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 36 100x79cm, 04.11.1973
 


 
No. 21 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 37 80x60cm, 07.11.1973
 


 
No. 22 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 22 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 33 95x81cm, 27.10.1973
 


 
No. 23 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 20 66x131cm, 20.08.1973
 


 
No. 24 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 24 » 64 130x99cm, 22.12.1973 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


 
  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 65   Top   No. 63a




  Top    



   Breite No. 64      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 84      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

39x53"
Nr. 84:  99x134 cm (39x53"), Öl / Leinwand · 09.01.1974 - 15.01.1974
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 95


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

»  Henry Moore: Reclining figure, 1951 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
»  Laokoon-Gruppe · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
 Engelbrecht: Der Schmied, 10 m hoch · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
» La femme au jardin · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
» Grand nu au fauteuil rouge, 195x129cm. Musée Picasso, Paris · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Wieder ein Versuch, ein großformatiges Gemälde zu schaffen. Welche Überraschung - eine Frau, die nach Art » Henry Moores aus zwei Teilen zusammengesetzt zu sein scheint.

Im Prinzip ist die Figur flach, also gar keine richtige Plastik, von der man ja verlangt, dass sie aus jedem Blickwinkel gut aussieht - der Hauptvorwurf gegen die » Laokoon-Gruppe.

Außerdem ist unklar, wie sich der zusätzliche zweite Fuß zum sichtbaren Bein verhält. Die Brüste sind sowohl im Profil als auch frontal wiedergegeben, was natürlich sowohl der Schönheit dieser Schöpfung angemessen ist als auch dem Genießerblick entgegenkommt. Völlig eigenartig und unpassend erscheint der Kopf mit den Haaren. Es kommt dadurch eine Art surrealistischer Affront hinein, wobei das Gesicht trotzdem bemerkenswert persönlich und ausdrucksvoll wirkt.

Das Ganze nun im Sonnenschein mitten auf einer riesigen Wiese, die sich bis zum hügeligen Horizont erstreckt. Begleitet wird diese Figur von einem einsamen Baumstumpf, der jedoch nicht tot ist, wie die beiden Äste mit ihren Blättern beweisen. Sowohl die Brauntöne als auch die Fülle an Grüntönen und die furiose Malweise geben den Augen reichlich Futter. Damals war ich durch die » Arno Schmidt-Lektüre etwas korrumpiert und wollte partout den Baumstumpf als sexuelles Symbol lesen. Heute empfinde ich eine derartige Deutung als reichlich platt. *

So schrieb ich in den Anmerkungen zum Werkverzeichnis. Aber trotzdem drängt sich die Lesart des Baumes als männlich auf. Der Baum ist ja der Gegenspieler der Figur, und die Figur ist eindeutig und aufreizend weiblich.

Diese Figur ist merkwürdig genug. Sie gibt vor, die Wiedergabe einer realistischen Skulptur zu sein, und wenn dem so wäre, so wäre es eine äußerst prekäre Konstruktion, von der man sich nur mit Mühe vorstellen kann, dass sie funktioniert.

Damals kannte ich » Erich Engelbrecht und seine Stahlskulpturen noch nicht, die er aus » Grobblech schneiden lässt, 10 cm dicken Eisenplatten, und zuweilen bunt bemalt. Der obere Teil der Figur könnte zwar aus solchen Platten geschnitten sein, aber es handelt sich ja anscheinend nicht um bemaltes Eisen, sondern um » Sandstein. Aus Sandstein kann man natürlich ebenfalls Platten schneiden, und es spricht auch nichts dagegen, dass der untere Teil ursprünglich aus einer solchen Platte geformt worden wäre, aber es wäre doch schon sehr merkwürdig, wenn sich Stahl als Sandstein ausgeben würde.

Dieser Teil der Figur ist deutlich als anschwellend gekennzeichnet, wobei das Knie allerdings für Sandstein extrem dünn ausgefallen ist und sowohl bei der Herstellung als auch beim Transport wegen der Bruchgefahr enorme Schwierigkeiten bereitet haben dürfte. Das angewinkelte Bein ist etwas zurückgesetzt, was anatomisch nicht ganz naheliegend, obwohl nicht unmöglich ist, sicherlich der Standfestigkeit der Figur dient, aber auch das Bein aus der Ebene herausnimmt, in der sich die Figur ansonsten entwickelt - ein künstlerischer Widerspruch gewissermaßen. Der einzelne Fuß des anderen Beins scheint als loses Stück dazwischenzuliegen.

Die Konstruktion des Oberteils ist nun geradezu abenteuerlich. Glaubt man dem Unterteil noch einigermaßen eine gewisse Standfestigkeit, so schwebt das Oberteil fast. Der auf die Hüfte aufgestützte Arm trägt trotz des extrem dünnen Ellbogengelenks den Kopf und die schweren Brüste, wobei Unterarm und Hand dagegenhalten. Wieso rutscht der Ellenbogen nicht vom Knie? Diese Stelle ist besonders hervorgehoben, da hier auch die Horizontlinie kreuzt.

Wollte man diese Figur nachbauen, so müsste man vermutlich eine Verbindung durch einen Dübel schaffen, da kaum vorstellbar ist, dass Druck und Reibung allein genug Halt geben. Aber auch die Verbindungen zwischen Hand und Kopf und Hand und Hüfte sind sehr delikat, wenn sie denn allein aufgrund von Reibung funktionieren sollten, wie die Figur zweifellos suggeriert.

Interessant ist die Korrespondenz zwischen der Skulptur und dem Baum. Dieser neigt sich herüber und wedelt gewissermaßen mit den Blättern, die Skulptur jedoch ist dem Betrachter zugewandt und zeigt ihm die kalte Schulter. Dabei fällt der Kontrast zwischen den runden Formen von Unterkörper und Oberkörper und den eckigen des Kopfes und der Haare auf. Was ist das denn für ein Kopf?

Ich habe mir darüber noch nie Gedanken gemacht, aber wo ich die Frage jetzt gestellt habe, muss ich doch erkennen, dass der Kopf am ehesten einen Schoß darstellt, womit auch der merkwürdige Durchbruch, der Augen, Nase und Mund darstellt, einen Sinn bekommt. Oder vielleicht nicht so sehr einen Schoß als vielmehr einen » Keuschheitsgürtel.

Außerdem erinnern die Haare an eine berühmte Skulptur Picassos, die als Frau bezeichnet wird: »La femme au jardin 1929, 206x117x85cm, 1930. Obwohl der Kopf extrem stilisiert ist, blickt diese Figur doch ziemlich bestimmt. Auch der Kopf hat einen weiblichen Ausdruck. Ich kann mir nicht helfen, diese Figur ist auch sehr komisch und lässt mich kichern, wenn ich mich auf sie einlasse.

Irgendwie empfand ich dieses Bild immer als ziemlich grenzwertig; ich wollte mich nicht so gerne damit identifizieren. Etwa 20 Jahre nach der Entstehung habe ich es für eine Weile im Treppenaufgang der Fabrik aufgehängt, die Werkstatt und Büro meines » IT-» Systemhauses beherbergte. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass der Vermieter einmal zu Besuch kam, kurz stutzte und einen Blick darauf warf. Das war mir ein bisschen peinlich.

Dabei hatte ich das Bild aufgehängt, weil ich das Gefühl hatte, es sei vielleicht doch besser, als ich dachte. Die Peinlichkeit kommt durch die Skulptur; der Rest ist interessante und schöne Malerei, insbesondere der Baumstamm. Aber warum sollte die Skulptur peinlicher sein als eine von Henry Moore?

Vielleicht, weil sie in ihrer Abstraktion eben nicht weit genug geht und nur so tut als ob, oder weil verschiedene Ebenen vermischt werden. So ist ja der Kopf ganz anders gestaltet als das Unterteil, die Arme wiederum anders als die Brüste. Und der Baum und die Landschaft sind noch wieder ganz anders. Es kommt dadurch ein leichter Anklang an » Kitsch hinein.

Mal sehen, wie sich das in unserem Wohnzimmer macht; der ultimative Louvre-Test * - am besten mit dem  vorherigen Bild und »dessen Inspirationsquelle zusammen, dann können die gleich mitgetestet werden.


No. 6 » 84 99x134cm, 09.01.1974 »Tête d
No. 6 » 84 99x134cm, 09.01.1974 »Tête d'homme (pour Jacqueline) II 92x73cm » 83 52x41cm, 07.01.1974
 


Gefällt mir. Es gefällt mir immer besser, je länger ich mich damit beschäftige. Der Baum gewinnt immer mehr. Und auch der Kopf ist auf die Entfernung nicht ganz so übel. Nun also die überfällige Frage: Was bedeutet das? Was will das Bild mir sagen?

Man kann wohl doch nicht umhin, das Bild platt zu verstehen: Die Frau zeigt freigiebig alle ihre enormen Reize, aber ihr Schoß bleibt vertrocknet, verrostet und verschlossen - da kann der Baum so lieb wedeln, wie er will, sie nimmt ihn gar nicht zur Kenntnis. Und damit haben wir ein universelles Thema, so platt es auch sein mag. Ein Großteil der Malerei Picassos muss sicherlich in diesem Sinne verstanden werden. Der Baum ist hier ja noch ganz lieb und die Frau liebevoll gestaltet, aber bei Picasso kam in vielen Bildern die ungeheure Wut und Verletztheit des vitalen, virilen Mannes zum Vorschein, den die Frau am ausgestreckten Arm verhungern lässt; die oben gezeigte Skulptur und das Gemälde aus demselben Jahr sind gute Beispiele dafür.

Daraus könnte man nun schließen, dass es mir damals ebenso ging. Das ist aber definitiv falsch. Emotional gab es sicher eine Distanz, körperlich aber eigentlich nicht. Oder doch? Sprach hier aus meiner Seele etwas, das mehr wusste als ich bis heute annehme? Wir Menschen sehnen uns ja nach Verschmelzung, körperlich und seelisch, sage ich mal so, und das ist vermutlich in der Regel nicht so einfach. Wir finden uns ja ins Leben geworfen als Mann oder Frau, als ein Teil einer Dualität in einer Welt voller Dualität, wir sind nicht nur getrennt, wir sind uns auch fremd, und deshalb darf es nicht verwundern, dass diese Sehnsucht nach dem Anderen, nach der Überwindung des Trennenden, nachdem großen Heil, der paradiesischen Erlösung uns alle plagt.

Im » Symposion lässt » Platon den Dichter » Aristophanes von einem » dritten Geschlecht erzählen, denn die Menschen seien ursprünglich » Kugelmenschen gewesen, die zerteilt worden seien. Geschlechtliche » Liebe und die » Sehnsucht wird mit Hilfe dieses (möglicherweise angesichts dieser Fragestellung ad hoc erfundenen) Mythos folgendermaßen erklärt:

Der Grund hiervon nämlich liegt darin, daß dies unsere ursprüngliche Naturbeschaffenheit ist, und daß wir einst ungeteilte Ganze waren. Und so führt die Begierde und das Streben nach dem Ganzen den Namen Liebe. Und vor Zeiten, wie gesagt, waren wir eins; nun aber sind wir um unserer Ungerechtigkeit willen getrennt worden von dem Gott...
Platon, Symposion, 192e-193a

Der im Kommentar zu  Nummer 56e erwähnte Dr. Wilhelm Stadtländer hatte mir diesen Dialog zu lesen gegeben, um durch die Blume die Macht des » Eros, die er offenbar in Bezug auf mich erfuhr, zu erläutern, aber ich war mit 17 zu jung, um damit wirklich etwas anfangen zu können. Angesichts meiner persönlichen Situation Anfang 1974, 9 Jahre später, ist die im Bild angesprochene Problematik also gar nicht auf diese bezogen, sondern auf unsere allgemeine menschliche Befindlichkeit, unser Getrenntsein, die Gefangenschaft eines jeden in seinem Körper, seinem Geist und seiner Seele.

Schön und gut, aber damit lasse ich die erotische und sexuelle Problematik unter den Tisch fallen, die hier ja nun ganz offensichtlich im Vordergrund steht. So leicht ziehe ich mich also nicht aus der Schlinge.

Das Bild gefällt mir übrigens immer noch gut, und ich finde auch, dass beide Bilder sich gut neben dem Picasso halten können. Man merkt zwar, dass sie Werke eines Anfänger sind, aber so groß ist der Abstand zur Routine Picassos nun auch wieder nicht. Aber das ist vielleicht eine Frage der Blickrichtung. Anders gesagt: Manche seiner Bilder sind wirklich ziemlich schlecht.



  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 85   Top   No. 83



*Picasso durfte 1944 an einem Tag, der für das Publikum geschlossen war, als Gegenleistung einer Schenkung einige seiner Bilder neben anerkannte Gemälde seiner Wahl im Louvre hängen, um durch diese direkte Gegenüberstellung den Wert und die Stellung seiner Arbeiten überprüfen zu können. Er soll laut » Françoise Gilot anschließend gesagt haben: „C'est la même chose.“ Soll heißen: Es ist dieselbe Sache, was ich mache und was die Meister des Louvre gemacht haben.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 85   Top   No. 83


Nachtrag Wohnungsszenario, 04.09.2011


No. 7 » 84 99x134cm, 09.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 84 99x134cm, 09.01.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Im Original hängen hier lauter kleine Schwarz-Weiß-Fotos mit breitem weißen Passepartout - eine unruhige Wand ohne Charakter. Man beachte den Couchtisch mit den klassischen Coffeetable-Books - einen solchen Ausdruck gibt es im Deutschen gar nicht. Das sind Bücher, die speziell zur Dekoration hergestellt werden, mit denen der Besitzer sein kulturelles Wissen und Engagement eindrucksvoll zur Schau stellen kann. Deshalb gehören solche Bücher nicht ins Regal, sondern auf den Tisch.


No. 10 » 84 99x134cm, 09.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 84 99x134cm, 09.01.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Im Originalfoto ohne Bild an der Wand - echt trist. Vielleicht sollte ich noch was dazuhängen.


No. 13 » Rembrandt: Selbstporträt als Apostel Paulus. 91x77cm. 1661 » 84 99x134cm, 09.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » Rembrandt: Selbstporträt als Apostel Paulus. 91x77cm. 1661 » 84 99x134cm, 09.01.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Ja, den Rembrandt können nicht mal sehr reiche Leute erwerben, der kommt aus dem Museum nicht mehr raus. Gegen den kommt mein Bild natürlich nicht an, nichts zu machen. Wie kommt das nur? Der größte Teil des Bildes ist bei Rembrandt völlig unwesentlich; es spielt sich alles nur im Gesicht ab, aber das hat es in sich.


No. 16 » 84 99x134cm, 09.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 84 99x134cm, 09.01.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Im Originalfoto hängt hier ein hochformatiger, krittegelber » Rothko-Verschnitt (oder gar ein Original?) - man sieht den Reflex noch auf der Tischplatte.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 85   Top   No. 83 Nachtrag Museumsszenario, 04.12.2012


No. 19 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 20 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 21 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 22 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 22 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973
 


No. 23 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 84 99x134cm, 09.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 84 99x134cm, 09.01.1974
 


No. 24 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 24 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 25 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 25 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 26 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 26 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 27 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 27 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973
 


No. 28 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 28 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974
 


No. 29 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 29 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973
 


No. 30 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 30 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973
 


No. 31 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 31 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973
 


No. 32 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 32 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973
 


No. 33 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 33 » 84 99x134cm, 09.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 85   Top   No. 83




  Top    



   Breite No. 84      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 100      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

28x67"
Nr. 100:  69x169 cm (28x67"), Öl / Spanplatte · 29.01.1974, Rückseite von » 131
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 101  » 102  » 103  » 104  » 105  » 106  » 107  » 108  » 109  » 110  » 111  » 112  » 113  » 114  » 115  » 116  » 117  » 118  » 119  » 120  » 121  » 122  » 123  » 124  » 125  » 126  » 127  » 128  » 129  » 130  » 131  » 132  » 133  » 134  » 135  » 136  » 137  » 138  » 139  » 140  » 141  » 142  » 143  » 144  » 145  » 146  » 147  » 148  » 149  » 150  » 151  » 152  » 153  » 154  » 155  » 156  » 157  » 158  » 159  » 160  » 161  » 162  » 163  » 164  » 166  » 167  » 168  » 169  » 170  » 171  » 172  » 173  » 174  » 175  » 176  » 177  » 178  » 179  » 180  » 182  » 93  » 94


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

» Grand nu allongé, 06.06.1955, 80x190cm · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
» Grand nu allongé aux bras croisés, 06.06.1955, 80x190cm · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
» Grand nu allongé (Les voyeurs), 08.08.1955, 80x192cm · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Dies war ursprünglich unsere Wandtafel im Schlaf- und Arbeitszimmer. Wir hatten uns vorgestellt, dass wir hier zumindest die Generalprobe von Referaten abhalten würden. Aber das einzige Mal, wo wir etwas auf die Tafel geschrieben haben, war die Inbetriebnahme, der Test, ob man auf violettem Mattlack überhaupt schreiben kann. Man kann.

Ich habe also die Leiste, die zur Ablage der Kreide diente, entfernt, und dieses Prachtweib auf die Tafel geworfen. Eine Lesende. Der violette Hintergrund ist die Originallackierung. Muss ich betonen, dass ich eine solche Frau noch nie gesehen hatte? *

Aber wahrscheinlich habe ich Bilder von Picasso gesehen, die in mir gearbeitet und dann dieses Bild produziert haben. 1955 hat er eine Lesende gemacht (ein Portrait von » Jacqueline Roque), der meine Lesende doch ziemlich ähnelt.

Dabei hat er mit Tapetenresten gearbeitet, einem Trick, den er schon mehrfach angewandt hatte, unter anderem auch bei » Guernica. Und als er wusste, was er wollte (so bildete er sich das jedenfalls ein), malte er schnell noch die „endgültige“ Fassung.

Zwei Monate später wurde daraus dann eine Adaption des alten Themas » Susanna und die Alten, der lüsternen Greise, die eine unbescholtene junge Ehefrau erpressen wollen, damit sie ihnen zu Willen ist.

Alt war er ja nun wirklich schon, aber vermutlich immer noch ziemlich scharf, und in der Verlegenheit, eine Frau erpressen zu müssen wie die alten Knaben in der Bibel, war er vermutlich nie. Dafür hatte er Probleme mit Themen. Ein Maler, der nicht weiß, was er malen soll - das ist schon eine traurige Figur.

Und so hielt er sich dann an Themen anderer Maler, an deren Meisterwerke, mit denen er sich angeblich messen wollte. Der französische Botschaftsangestellte Pierre Savi, der unter dem Titel „Pablo Picasso - sein Leben und Schaffen in den letzten Jahrzehnten“ in » Universitas aus dem Juli 1960 (15. Jahrgang, Heft 7) über dessen spätes Schaffen schrieb, musste natürlich auch dazu etwas sagen:

Der nimmermüde Meister eröffnet zugleich eine Zeit freiausgelegter Kopien nach seinen Vorgängern: 1950 führt er eine nach El Grecos „Portrait eines Malers“ (Museum in Sevilla) inspirierte Arbeit aus, die das „Mondlicht“ des Meisters von Toledo widerspiegeln soll. 1954 unternimmt er eine Serie von 14 Variationen nach Delacroix' Gemälde „Die Frauen von Algier“! (Louvre, Paris). Die letzte ist die vollendetste, weil zugleich beste in der Zeichnung, trotz der behäbigen linearen Komposition. 14 Variationen großen Umfangs in 12 Monaten, und das nur als Zugabe mit 73 Jahren, ohne seinem Alter Zugeständnisse zu machen! Jüngst nahm er sich Velasquez als Vorbild und übertrug seinen „El-Tonto“ (Der Verrückte) in einen gesteigerten Ausdruck.
a.a.O., Seite 745

Ach du lieber! Welch bemühter Schwachsinn! Man merkt, wie er sich etwas abringt. Und zugleich wird der Meister hofiert und gefeiert. 14 Bilder in 12 Monaten - man denke! Sollte dieser Text etwa satirisch gemeint sein? Man könnte ihn jedenfalls so lesen.

Dafür, dass ich ein Anfänger war, finde ich mein Bild ganz fantastisch. Ich mag es wirklich sehr, aber ich habe es nie aufgehängt - die Wand, an der die Tafel hing, blieb frei. Ich weiß nicht warum - es hätte ja nahe gelegen, das Bild dort aufzuhängen. Vermutlich habe ich mich dafür geschämt. Ich möchte bei diesem Bild auch gar nicht nach einer tieferen Sinnschicht fragen - es ist einfach wunderbar gemalt. Wenn Picasso davon redete, für Brust eine Chiffre zu finden, dann finde ich, ist mir dies hier gelungen, viel besser als ihm. Beide Brüste sind einfach wunderschön, und auch der ganze übrige Körper gefällt mir sehr gut.

Es gibt natürlich Passagen, die weniger toll sind, etwa die Hand, auf die sie ihren Kopf aufstützt - die ist nicht ganz so überzeugend. Oder auch die andere Hand und der dazugehörige Unterarm. Der Oberarm und die Schulter sind wieder wunderbar, genauso wie die Hüfte, der Oberschenkel und die beiden Knie. Die Füße sind wieder etwas schwächer. Auch der Kopf gefällt mir ganz gut, und die Haare, und auch das Buch. Ihre rechte Brust ist nicht genau da, wo sie anatomisch eigentlich hingehört, aber bildnerisch gesehen ist der Platz perfekt. Die Frau liegt einfach ganz toll in diesem Rechteck.

Wer hätte gedacht, dass ich so etwas kann? Das ist ja gewissermaßen aus dem Stegreif hingeworfen, ganz offensichtlich aus dem Stand innerhalb weniger Minuten entstanden, das ist nicht lang und mühsam erprobt und entwickelt, sondern gewissermaßen spontan aus dem Handgelenk geschüttelt, ohne Vorzeichnung, ohne Studien, ohne Training, ohne Vorlage und ohne Naturstudium. Wie kann das sein? In diesem Alter hatte Picasso schon Tausende von Bildern gemalt, eine mehrjährige Ausbildung genossen, sich ausschließlich mit Kunst beschäftigt und mit Leuten umgeben, die sich ihrerseits ausschließlich mit Kunst beschäftigten. Ich kannte noch nicht einmal Leute, die sich für Kunst interessierten.

O.k., jetzt will ich das Bild aufhängen.


No. 4 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 27 32x24cm, 13.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 27 32x24cm, 13.10.1973
 


So allein auf der Wand ist es ein wenig einsam, aber es lässt auch nicht viel Platz für größere Bilder. Dann will ich mal  Nummer 27 eine Chance geben. Gefällt mir gut.

Der Rahmen von 100 ist ziemlich gut getroffen für eine Sorte Rahmen, die ich selbst gebaut und bei vielen großen Bildern eingesetzt habe. Einen Rahmen, wie ich ihn für 27 jetzt gewählt habe, habe ich hingegen noch nie besessen und könnte ihn auch nicht bauen.

Die Wirkung ist interessant: Der Rahmen lenkt natürlich die Aufmerksamkeit auf sich, so dass das Bild sich dem erwehren muss, und wenn es das kann, was für 27 kein großes Problem ist, wird dieses durch den Rahmen enorm geschmückt. Eine sehr interessante Erfahrung!

Und jetzt will ich im Vergleich dazu das mutmaßliche Vorbild sehen.


No. 5 »Grand nu allongé 80x190cm » 27 32x24cm, 13.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 5 »Grand nu allongé 80x190cm » 27 32x24cm, 13.10.1973
 


Für mein Alter und meine Ausbildung schlägt sich mein Bild recht gut, finde ich. Da sie beide so groß sind, kann man sie an dieser Wand natürlich nicht nebeneinanderhängen. Und  Nummer 27 schlägt sich ebenfalls ganz wacker. Den müsste ich mal mit einem Selbstportrait von » van Gogh konfrontieren - als ich darüber schrieb, war mir das noch nicht eingefallen.

Nun reizt es mich, 27 mit 39 zu kombinieren:


No. 6 » 39 70x120cm, 17.11.1973 » 27 32x24cm, 13.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 6 » 39 70x120cm, 17.11.1973 » 27 32x24cm, 13.10.1973
 


Auch nicht schlecht, merkwürdig. Da ist noch etwas Luft, da passt noch was hin, das ist etwas dünn (ich weiß, ich neige dazu, zu dicht zu hängen).


No. 7 » 39 70x120cm, 17.11.1973 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 27 32x24cm, 13.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 39 70x120cm, 17.11.1973 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 27 32x24cm, 13.10.1973
 


Donnerwetter! Sogar 17 kann man aufhängen! Ist zwar ein bisschen merkwürdig, aber nicht ohne Reiz. Doch ich schweife ab - es geht in diesem Kommentar ja eigentlich um 100, das sollte ich nicht aus den Augen verlieren. Interessant, dass mir der breite schwarze Rahmen auch in der Simulation gut gefällt.

» Tizian: Venus von Urbino
1538, 108x175cm · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
» Giorgione: Schlummernde Venus
1508, 108x175cm · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
» Ingres: Odalisque
1814, 91x162cm · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
» Manet: Olympia
1863, 130x190cm · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Zurück zu liegenden nackten Frauen: Warum bearbeiten Maler dieses Thema? In meinem Fall muss ich wieder passen: Ich weiß nicht, warum ich dieses Bild gemacht habe.

Allgemein dürfte die Antwort lauten: Ganz offensichtlich, um die weibliche Schönheit zu feiern, die erotische Ausstrahlung, das mögliche sexuelle Versprechen, womit auf ein neues Thema übergeleitet wird, das der käuflichen Liebe - vor allem die berühmten erotischen Gemälde der Renaissance und des Barock können leicht als Kurtisanengemälde verstanden werden, wurden aber natürlich als Göttinnen präsentiert.

Doch welche Unterschiede tun sich hier auf! Der Blick der » Venus von Urbino von » Tizian zielt direkt auf die Bauchgegend. Dieses Bild beschwört die Sehnsucht nach der Glückseligkeit, die eigentlich gar nichts mit Sexualität zu tun hat, die der Natur nach vorübergehend ist, sondern mit der Sehnsucht nach Gott, nach der ewigen Glückseligkeit, die es angeblich im Paradies gab, die jeder vielleicht kurzfristig als Kind einmal erlebt hat, und sei es auch nur im Mutterleib, und die es im Himmel wieder geben soll.

Das Vorbild von » Giorgione, die Schlummernde Venus, ist demgegenüber vergleichsweise schlüpfrig, obwohl es auf den ersten Blick so scheint, als ob Tizian den Tatsachen mehr ins Auge blickt. Indem Giorgione die Venus schlummern lässt, trennte er sich von ihrer Sexualität und präsentiert den Körper dem männlichen Voyeur, er beraubt sie dadurch ihrer Göttlichkeit und beschmutzt sie damit. Tizian hingegen zeigt eine Frau aus Fleisch und Blut, die durch ihre Körperlichkeit göttlich wird und Göttlichkeit erfahren lässt.

Bei » Ingres' Odaliske steht die Verführung im Vordergrund; zu diesem Zweck hat der Meister den Körper extrem verzerrt. Der Rücken beispielsweise ist viel zu lang und wirkt geradezu grotesk, wenn man ihn ins Auge fasst, die Brust kann an dieser Stelle gar nicht so sichtbar sein, der nicht sichtbare Oberschenkel muss direkt aus dem Bauchnabel herauskommen.

Bei » Manets » Olympia ist die Reduktion auf das flüchtige sexuelle Abenteuer kommerziellen Charakters offensichtlich. Diese Frau ist kalt und vermutlich auch einsam und unglücklich. Die transzendente Sehnsucht, die bei Tizian im Vordergrund steht, ist hier einer kalkulieren Geschäftsmäßigkeit gewichen.

Es gibt natürlich noch viele weitere Bilder, die in dieser Tradition stehen, und die oben genannten Bilder von Picasso beziehen sich nicht direkt auf Tizian oder Giorgione, Ingres oder Manet, insofern ist der Vergleich nicht ganz angebracht. Die Ausgangsfrage war aber, warum Maler überhaupt nackte Frauen darstellen. Um direkte Pornographie, deren Zweck eindeutig ist und die durch diesen bedingt sind, handelt es sich ja nicht. Diese Bilder werden vermutlich kaum je als Onanievorlagen benutzt und eignen sich dafür vermutlich auch nicht.

Picassos Frauendarstellungen sind bekanntlich sehr häufig von extremer Grausamkeit und Hässlichkeit. Das kann man von seinem Portrait von Jacqueline als Lesende nicht behaupten. Es ist merkwürdig neutral, gefällig und dekorativ und fällt vor allem durch seine willkürliche Pflasterung des Bildes mit Mustertapeten auf, die er bei seinem zweiten Bild vom Tage fallengelassen hat zugunsten einer willkürlichen Verformung des Körpers, die an vielen Stellen nicht überzeugt.

Bei meinem Bild springt als erstes die spontane und energiegeladene Malweise ins Auge. Als nächstes bemerkt man die Selbstgenügsamkeit dieser Frau. Sie nimmt keinen Kontakt auf zum Betrachter und signalisiert in keinster Weise, dass sie jemanden braucht oder Kontakt wünscht. Im Gegenteil hat man den Eindruck, sie würde ziemlich unwirsch reagieren, würde man sie in ihrer Lektüre stören. Es ist eine mächtige Frau, eine, die eher zum Herrschen als zur Hingabe zu neigen scheint.

Es stellt sich natürlich die Frage, warum diese Frau, die keinen besonderen Bezug zu ihrer Sexualität zu haben scheint, sich dermaßen aufreizend in Szene setzt. Das ist ein Widerspruch, der ein Rätsel aufgibt. Könnte es sein, dass sie im Gegenteil einen mächtigen sexuellen Appetit hat, ihre Reize kennt und weiß, wie sie diese zu ihrem Vorteil einsetzt, dass sie sich einfach holt, was sie will und was sie braucht? Oder spekuliere ich hier mangels einleuchtender Einsichten einfach fröhlich drauflos? Wie auch immer, dieses Bild ist ganz diesseitig und ebenfalls Meilen entfernt von der Jenseitssphäre, die Tizian aufscheinen lassen konnte. Das macht ihn eben groß, und deshalb kommen die anderen an ihn nicht ran.

Jedenfalls stand und stehe ich den Bild ziemlich ratlos gegenüber und andere Betrachter wohl auch; nie hat jemand ein Wort darüber verloren, falls ich das Bild überhaupt mal gezeigt habe. Erfreulich ist natürlich auch, dass 100 sehr viel substantieller ist als 99. Ein echter Fortschritt, obwohl 99 als verkapptes Selbstportrait gelten kann, hier aber der Bezug zu mir unklar bleibt.

Wünschte ich mir eine solche Frau? Nicht dass ich wüsste. Hatte oder habe ich Angst vor solchen Frauen? Kommt mir ebenfalls unwahrscheinlich vor. Vielleicht war es doch Picasso, der sich hier äußerte, so wie Tagesereignisse sehr häufig in abgewandelter Form in Träumen erscheinen.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 101   Top   No. 99



Nachtrag Wohnungsszenario, 05.12.2011


No. 12 » 100 69x169cm, 29.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 100 69x169cm, 29.01.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Das Schlafzimmer in » Angelika Taschens Domizil in Berlin: » The Selby is in your place (siehe auch  99). Macht nicht den Eindruck, als hätte sie regelmäßig einen Bettgenossen. Steht der Fernseher noch auf dem Karton, in dem er angeliefert wurde?

In Wirklichkeit hängt da natürlich nicht mein Bild, sondern ein etwas unglückliches, großformatiges Farbfoto eines bestimmt teuren, international bekannten Stars mit Anklängen an einen berühmten Fotografen, der ebenfalls zwischen Berlin und den Kalifornien gependelt ist. Selbst in der Verkleinerung kann man erkennen, dass zwei nackte Models im leeren » Louvre vor der » Mona Lisa posieren. Wie sinnig! Man beachte die Komposition!

» Helmut Newton hätte das besser hinbekommen. (Ich zweifle aber nicht daran, dass es beliebig viele Fachleute gibt, die das Gegenteil beweisen können. Fragt sich nur, was von solchen Ausführungen zu halten ist.)


No. 15 » 100 69x169cm, 29.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 100 69x169cm, 29.01.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Matthew Millman für The New York Times (» A Live-Work Space in San Francisco): „Raveevarn Choksombatchai, a Thai-born architect and artist, lives and works in a 2,000-square-foot building in the SoMa area of San Francisco. The house's previous owner, a painter, opened up the interior to create a double-height studio.“ Die Bewohnerin ist Professorin und gibt ihr Können und Wissen weiter. Kann sie was? Sie nimmt an vielen Wettbewerben teil und gewinnt (beinahe).

Sehr anheimelnd. Wirklich originell und erfrischend. Eine kreative Leistung, die viel Geschmack zeigt (Ironie aus). Dieses Foto hat die Erläuterung: „The vintage Florence Knoll couch ($3,000) and the Bertoia Bird and Diamond chairs are from a now-defunct San Francisco store. The coffee table is made out of fragments of design projects: the top is a remnant of an outdoor installation called "EEL: Eliciting Ethereal Light" and the base is a model for a museum in Thailand.“ Ja, man muss gut vernetzt sein, dann bringt man es zu etwas.

Aber das ist mir alles noch viel zu trist. Ich hänge mal noch was auf, mal sehen, wie das wirkt.


No. 18 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 67 42x30cm, 23.12.1973  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 89 37x47cm, 16.01.1974 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 67 42x30cm, 23.12.1973
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


Na bitte, wird doch! Das sollte ich Angelika Taschen doch auch gönnen!


No. 19 » 65 42x30cm, 23.12.1973 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 66 42x30cm, 23.12.1973  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 65 42x30cm, 23.12.1973 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 66 42x30cm, 23.12.1973
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


Besser.


No. 20 » 100 69x169cm, 29.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 100 69x169cm, 29.01.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. » All this space in Surry Hills, Sydney! Mit eigenem Schwimmbad, Kino und Automuseum. Aber kein Bild an der Wand.

Der Entdecker würde darauf verzichten und das Anwesen ebenfalls mit Kunst bevölkern. Ein Kommentator wies auf den Widerspruch in der Ästhetik hin - einerseits non-materialistisch (Japanischer Stil, Hindu-Skulptur), dann aber wieder doch extrem protzig. Ist wohl so.


No. 23 » 100 69x169cm, 29.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 100 69x169cm, 29.01.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. » 1st option beschäftigt sich damit, Örtlichkeiten für Fotografen und Filmer zu schaffen; diese Küche wird als » littleworth, esther präsentiert, mit Fotos, die man sehr stark vergrößern kann, wirklich sehr eindrucksvoll. Statt meines Gemäldes hängt dort freilich ein Fernseher an der Wand. Ein Fernseher! Ach du lieber!

Um das Arrangement etwas realistischer zu gestalten, habe ich das Gemälde etwas gedämpft und verschattet; sonst hätte man annehmen müssen, dass es angestrahlt wird. Trotzdem wirkt es, für sich genommen, erstaunlich hell. Bei dieser Gelegenheit habe ich auch eine entsprechende Korrektur bei dem vorherigen Wohnzimmer vorgenommen.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 101   Top   No. 99 Nachtrag Museumsszenario, 29.11.2012


No. 26 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 26 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 27 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 27 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 28 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 100 69x169cm, 29.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 28 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 100 69x169cm, 29.01.1974
 


No. 29 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 29 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 30 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 30 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 31 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 31 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 32 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 32 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973
 


No. 33 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 33 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974
 


No. 34 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 34 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973
 


No. 35 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 35 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974
 


No. 36 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 36 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973
 


No. 37 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 37 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973
 


No. 38 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 38 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973
 


No. 39 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 39 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973
 


No. 40 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 40 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 101   Top   No. 99




  Top    



   Breite No. 100      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 105      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

49x38"
Nr. 105:  122x94 cm (49x38"), Öl / Hartfaser · 08.02.1974 - 09.02.1974, Rückseite von » 110
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 106  » 107  » 108  » 109  » 110  » 111  » 112  » 113  » 114  » 115  » 116  » 117  » 118  » 119  » 120  » 121  » 122  » 123  » 124  » 125  » 126  » 127  » 128  » 129  » 130  » 131  » 132  » 133  » 134  » 135  » 136  » 137  » 138  » 139  » 140  » 141  » 142  » 143  » 144  » 145  » 146  » 147  » 148  » 149  » 150  » 151  » 152  » 153  » 154  » 155  » 156  » 157  » 158  » 159  » 160  » 161  » 162  » 163  » 164  » 166  » 167  » 168  » 169  » 170  » 171  » 172  » 173  » 174  » 175  » 176  » 177  » 178  » 179  » 180  » 181


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Die Entstehung dieses Bildes ist mir in guter Erinnerung, und zwar durch eine peinliche Situation. Irgendwie hatte ich wohl in meiner mathematischen Übungsgruppe, deren Leiter ich war, von der Malerei erzählt, und eine der Teilnehmerinnen war neugierig, wie das wohl vonstatten gehen könnte, und bat darum, Zeuge zu sein.

Naiv wie ich war, hatte ich nichts dagegen. Sie kam, ich setzte einen Tee auf, wir plauderten ein wenig, und dann legte ich los, wie inzwischen schon gewohnt, ohne irgendeine Absicht, was zu demonstrieren war.

Nach kurzer Zeit saß ich fest. Ich hatte irgendwie einen Zaun und daran lässig angelehnt einen Cowboy produziert, aber das sah alles gar nicht richtig aus. Ich merkte, dass ich gehemmt war und brach ab.

Sie nahm es mir nicht krumm. Am nächsten Tag nahm ich mir die Tafel wieder vor und produzierte dieses alte Pärchen. Ich vermute, dass er der Cowboy ist, aber nun schon deutlich senil und angeschlagen. Sie wird wohl seine Frau sein, ist noch wesentlich fitter und hält in rührender Weise seiner Hand.

Zu ihren Füßen liegt der zweite Dackel in meinem Werk (der erste ist in  Nummer 32) und schläft. Ich hatte mir zwar als Junge einen Hund gewünscht, aber nie einen besessen. Ich kannte auch keinen Dackel näher.

Man kann sich die Überraschung der Studentin vorstellen, als ich ihr von der Verwandlung des großkotzigen Cowboy erzählte. Dies geschah am 8. und 9. Februar 1974.

Dieses Bild ist übrigens erstens größer und zweitens das erste auf Hartfaserplatte. Es war in dieser Hinsicht also auch eine Novität. Damit wird die Phase der Bilder auf Hartfaserplatten eingeläutet. Damit konnte ich beide Seiten bemalen und die Kosten dauerhaft reduzieren. Auf der Rückseite dieses Bildes ist  Nummer 110. *

Wenn ich es mir recht überlege, kann die Geschichte so nicht ganz stimmen, denn ich habe nur bis zu meinem Diplom Übungsgruppen geleitet, und das war ja schon 1972. Entweder habe ich diese Studentin also schon damals in diesem Zusammenhang kennengelernt und ihr später außerhalb dieser Situation davon erzählt, oder dies muss in einer der Lehrveranstaltungen gewesen sein, die ich auch als Doktorand besucht habe, was ich aber für weniger wahrscheinlich halte, da die Studentin nach meiner Erinnerung zu jung waren, um dieselben Veranstaltungen zu besuchen wie ich. Aber letzten Endes spielt das natürlich für die Anekdote selbst, die sich ja so zugetragen hat, keine Rolle.

Mir fällt auf, dass ich diese beiden ebenfalls sehr ins Herz geschlossen habe, so wie die alte Dame aus  Nummer 102. Wie der Zufall spielt, habe ich vor ein paar Minuten eine der lustigen oder bedenkenswerten E-Mails geöffnet, die mir immer wieder von meinem amerikanischen Jugendfreund Thomas H. Moore III, den ich 1964 in England kennengelernt, seit Ende der Siebzigerjahre aus den Augen verloren und Mitte 2006 über das Internet wiedergefunden hatte, weitergeleitet werden.

Darin erzählt eine Sprechstundenhilfe die Geschichte eines alten Mannes, der sich verletzt hat und schnell wieder pünktlich nach Hause möchte, um mit seiner Frau zu frühstücken. Sie erkundigt sich daraufhin auch nach der Gesundheit der Frau, und so stellt sich heraus, dass diese dement ist und ihren Mann schon seit 5 Jahren gar nicht mehr erkennt, insbesondere auch nicht mitbekommen würde, wenn er sich verspätete oder überhaupt nicht käme.

Daraufhin wundert sich die Sprechstundenhilfe, dass er sie immer noch jeden Tag besucht und Wert darauf legt, pünktlich zu sein, und er versichert ihr, dass es ihm nichts ausmacht, dass sie ihn nicht mehr erkennt, da er umgekehrt immer noch weiß, wer sie ist. Verständlicherweise treibt das der Sprechstundenhilfe die Tränen in die Augen.

Diese Geschichte ist mit einigen mehr oder weniger kitschigen Bildern illustriert, von denen mir das folgende am besten gefallen hat:


  She doesn

Bei meinem Bild scheint es umgekehrt zu sein: Der Mann macht einen dementen Eindruck, die Frau weiß noch, wie er er ist. Oder besser gesagt: Wer er einmal war, denn die Geschichte ist natürlich in erster Linie rührselig. Die Frau von » Walter Jens hat sich ganz anders geäußert: „Das ist nicht mehr der Mann, den ich geheiratet habe.“ Demenz ist ein Thema, mit dem man nicht spaßen darf. Wunderbar, wenn es so ist, wie in der Geschichte erzählt, aber ob man die glauben kann, ist eine andere Frage.

In meinem Bild scheint sich die Frau jedenfalls sehr rührend um den Mann zu kümmern. Möglicherweise ist er blind. Es ist merkwürdig, dass dieser Eindruck sich mir aufdrängt, denn Knopfaugen habe ich oft verwendet, und meistens schauen diese Augen sehr deutlich und sehr intensiv. Warum habe ich hier den Eindruck, der man könne blind sein? Seine Frau hat ja auch Knopfaugen, aber die haben einen sehr intensiven Blick. Man sieht genau, wo die Frau hinschaut, und was ihr Blick bedeutet.

Auch bei diesem Bild staune ich immer mehr, je länger ich mich damit befasse. Einfach unglaublich!


No. 2 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 2 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 28 28x24cm, 19.05.1963
 


Wegen der Größe des Bildes komme ich jetzt langsam in Schwierigkeiten. Ich hatte dem Bild eigentlich einen breiteren Rahmen spendiert, der passte aber dann nicht mehr auf den Wandausschnitt. Also habe ich ihn dann beschnitten. So geht's. Bei diesem Bild jedenfalls. Sie werden ja noch größer, also muss ich mir spätestens dann eine neue Wand konstruieren. Nun möchte ich aber auch noch die beiden anderen Bilder auswechseln, ich habe ja noch mehr alte Bilder, die ich an der Wand testen möchte. Das bin ich denen wohl schuldig.


No. 3 » 29 99x79cm, 14.10.1973 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 13 30x26cm, 29.10.1972 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 3 » 29 99x79cm, 14.10.1973 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 13 30x26cm, 29.10.1972
 


Ich bin überrascht, wie gut 29 an der Wand kommt. 13 ist ein bisschen klein, die großen Qualitäten dieses Bildes kommen so natürlich überhaupt nicht heraus.


No. 4 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 29 99x79cm, 14.10.1973 » 25 54x45cm, 05.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 29 99x79cm, 14.10.1973 » 25 54x45cm, 05.10.1973
 


Auch 25 macht sich erstaunlich gut. Nichtsdestotrotz kann die dekorative Qualität natürlich nicht von der mangelnden künstlerischen Qualität ablenken.

Bei 105 beeindruckt neben den Gesichtern die Körpersprache. Die Hinfälligkeit des Mannes und die Rüstigkeit der Frau, ihre schicksalhafte Verbundenheit werden unmissverständlich durch einfachste Mittel verdeutlicht. Die einzige Stelle, die etwas Rätsel aufgibt, sind die übereinandergelegten Hände. So lese ich das jedenfalls, aber ich gebe zu, die Realisierung ist etwas sehr abstrakt. Insbesondere die drei blattförmigen unteren Elemente erinnern so gar nicht an Hände oder Finger. Aber was soll das sonst sein?

Und warum habe ich dieses Bild gemalt? Ich kann mich nicht erinnern, dass ich damals an das Alter gedacht habe, an Hinfälligkeit, an Sterben. Ich war jung und auch meine Eltern waren noch nicht alt und keineswegs hinfällig. Das Ende meiner Großeltern habe ich nicht aus nächster Nähe miterlebt; bei meinen letzten persönlichen Begegnungen mit denen waren sie auch noch rüstig und hellwach. Sehr merkwürdig.

Noch merkwürdiger ist natürlich die Verwandlung des lässigen Cowboys in den alten Mann. Ich erinnere mich noch daran, wie unwohl ich mich gefühlt habe, unter Beobachtung zu malen. Als ob ich etwas zu beweisen hätte. Es kommt mir jetzt die Assoziation zum Tanz, der ja üblicherweise in der Öffentlichkeit stattfindet. Ich muss die Öffentlichkeit vergessen, um mich dem Tanz hingeben zu können, um mich tanzen zu lassen - erst dann wird der Tanz schön und gut und euphorisierend. Diese Notwendigkeit, das Bewusstsein des Beobachters auszuschalten, war mir entweder nicht bewusst oder ich war nicht in der Lage, diesen Zustand zu erreichen. Vermutlich habe ich mich noch nicht einmal darum bemüht, aber so genau kann ich mich nicht mehr an diese Situation erinnern.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 106   Top   No. 104



Nachtrag Wohnungsszenario, 12.01.2012


No. 5 » 105 122x94cm, 08.02.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 5 » 105 122x94cm, 08.02.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Auch in einer Wohnumgebung gefällt mir dieses Bild sehr gut (» Original Interior Design by Susan Becher). Das abstrakte Gemälde habe ich abgehängt. Kann man es mir verdenken, dass ich für diese Art „Malerei“ nichts übrig habe?

Erfreulicherweise habe ich kürzlich in » Denis Dutton (» The Art Instinct, » The Art Instinct: Beauty, Pleasure, & Human Evolution) und Richard Etlin (» In Defense of Humanism: Value in the Arts and Letters) Denker gefunden, die ähnlich urteilen und nach den wahren Werten, den Erlebnissen fragen, die Kunstwerke bescheren (können) (siehe auch  » Nummer 167 [Dutton], Dutton über "Of the Standard of Taste" von » Hume).

[...] "four primary properties that we tend to find in the greatest art: high complexity, serious thematic content, a sense of insistent or urgent purpose, and a distance from ordinary human pleasures and desires" (p. 236).

[...] "vier primäre Eigenschaften, die wir in der größten Kunst zu finden pflegen: hohe Komplexität, ernsthaften thematischen Inhalt, Sinn für eindringlichen oder dringenden Zweck und Abstand von gewöhnlichen menschlichen Freuden und Wünschen" (S. 236).

zitiert nach MARA MILLER:  Review of The Art Instinct in Journal of Aesthetics and Art Criticism

Gern und scharf polemisiert Dutton gegen die postmodernistischen Nihilisten:

Formalism is a complex set of ideas that validate some of our basic intuitions about art, but systematically deny or exclude others. “Pure” aesthetics, it holds, is all about form and structure. There’s an intuitive appeal to this formalist way of thinking through aesthetics, and our profession has been in its spell at least since Kant.

But there are counter-intuitions, and in aesthetics as elsewhere in philosophy, we can build academic careers out of reconciling such conflicts of intuition, or showing that they are unreal, or why one side is decisively right, the other wrong.

Formalismus ist eine komplexe Reihe von Ideen, um einige unserer grundlegenden Intuitionen über Kunst zu validieren, andere systematisch zurückzuweisen oder auszuschließen. Bei "purer" Ästhetik, so sieht es aus, dreht sich alles um Form und Struktur. Dieses formalistische Denken über Ästhetik übt eine intuitive Anziehung aus, und unser Beruf ist spätestens seit Kant in ihrem Bann gewesen.

Aber es gibt auch irregeleitete Intuitionen, und in der Ästhetik wie auch anderswo in der Philosophie können wir akademische Laufbahnen mit der Vereinbarkeit solcher Konflikte der Intuition aufbauen oder zeigen, dass sie irreal sind, oder warum eine Seite entscheidend richtig, die andere falsch ist.

Dutton: » Let’s Naturalize Aesthetics

Von Etlins Entzauberung » Walter Benjamins, die ich mit Erstaunen und Erleichterung zur Kenntnis genommen habe, ist Dutton besonders fasziniert: Wieder ein Kaiser ohne Kleider!

Etlin’s brief but incisive treatment of Walter Benjamin’s 1935 essay “The Work of Art in the Age of Mechanical Reproduction” is quite typical of the provocations of his book, making me wonder why this essay is continuously reproduced, forced on students, and cited in articles. Benjamin’s so-called pathbreaking discourse is wrong on virtually all major counts, as Etlin shows. The mechanically reproduced plethora of copies does not diminish the “aura” of an original work of art, but increases it. Familiarity with reproductions of a painting will usually enhance response to the original, when it is finally encountered. The work’s uniqueness is not destroyed, but emphasized by reproduction: the Mona Lisa on tea-towels and cigar boxes only serves to make the painting in the Louvre more famous as well as valued for not being one of its reproductions — it is the prototype of all its reproductions, not Adam but God in all his glory. Benjamin supposed that mechanical reproduction would enable us to “brush aside a number of outmoded concepts, such as creativity and genius, eternal value and mystery.” The reverse appears to be the case: the cult of the genius, however “outmoded” among poststructuralist intellectuals (not geniuses themselves), flourishes everywhere else in postmodern society. Benjamin, as Etlin also shows, was as far off in remarks on photography and film.

Why, Etlin tempts me to ask, does Walter Benjamin’s reputation remain intact, despite the fact that most of what he claimed in his most famous essay was balderdash? There are a few reasons. Benjamin, an anti-fascist and personal friend of Brecht, committed suicide under tragic conditions, fleeing the Nazis; this in itself gives him the moral status of victim and martyr. But Benjamin’s essay also plays both on the contemporary fascination with the media and on nostalgia for the big answers promised by Marxism. It’s the perfect Marxism for people who don’t really like Marxism, or who don’t think they are supposed to. This belies, of course, all the cant and bravado about the end of Grand Narratives: many poststructuralists are dying to find the final explanation, and it won’t surprise me if some of them end up as Bible-thumpers or Moonies. The postmodern canonization of St. Walter is symptomatic of a persistent need for authority and genius among the very people who loudly repudiate these ideas, and the mechanical reproduction of his essay continues to add to the aura of his name.

Etlins kurze, aber prägnante Behandlung von Walter Benjamins Essay "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" aus dem Jahr 1935 ist ganz typisch für die Provokationen seines Buches und läßt mich wundern, warum dieser Aufsatz ständig reproduziert, Studenten aufgezwungen, in Aufsätzen zitiert wird. Benjamins sogenannter wegweisender Diskurs ist in nahezu jeder Hinsicht falsch, wie Etlin zeigt. Die mechanisch reproduzierte Fülle von Kopien mindert nicht die "Aura" des Originals eines Kunstwerks, sondern erhöht sie. Die Vertrautheit mit Reproduktionen des Gemäldes wird in der Regel die Rezeption des Originals verbessern, wenn es schließlich erlebt wird. Die Einzigartigkeit wird durch Reproduktion nicht zerstört, sondern betont: Die Mona Lisa auf Tee-Handtücher und Zigarrenkisten dient nur dazu, das Gemälde im Louvre noch berühmter zu machen und als nicht eines seiner Reproduktionen zu schätzen - es ist eben der Prototyp aller Reproduktionen, nicht Adam, sondern Gott selbst in all seiner Pracht. Benjamin vermutet, dass die mechanische Vervielfältigung es uns ermöglichen würde, "eine Reihe von veralteten Konzepten, wie Kreativität und Genialität, ewigen Wert und Geheimnis beiseite zu schieben" - das umgekehrte scheint der Fall zu sein: Der Kult des Genies, wie auch immer als "altmodisch" unter poststrukturalistischen Intellektuellen (die selber keine Genies sind) angesehen, gedeiht überall sonst in der postmodernen Gesellschaft. Benjamin lag, wie Etlin ebenfalls zeigt, in seinen Bemerkungen über Fotografie und Film genauso daneben.

Etlin verlockt mich zu fragen, warum Walter Benjamins Ruf intakt blieb, trotz der Tatsache, dass das meiste, was er in seinem berühmtesten Essay behauptete, Unsinn war? Es gibt ein paar Gründe. Benjamin, Anti-Faschist und persönlicher Freund von Brecht, beging Selbstmord unter tragischen Umständen, auf der Flucht vor den Nazis, das allein schon gibt ihm den moralischen Status von Opfer und Märtyrer. Aber Benjamins Aufsatz spielt auch sowohl auf die zeitgenössische Faszination von Medien an als auch auf die Sehnsucht nach den großen Antworten, die vom Marxismus versprochen wurden. Es ist der perfekte Marxismus für Menschen, die den Marxismus nicht wirklich mögen oder nicht glauben, dies zu sollen. Das täuscht natürlich über all die Heuchelei und Prahlerei über das Ende der Großen Erzählungen hinweg: viele Poststrukturalisten verzehren sich danach, die endgültige Erklärung zu finden, und es wird mich nicht wundern, wenn einige von ihnen am Ende als aggressiver Bibel-Verfechter oder Sektierer enden. Die postmoderne Heiligsprechung von St. Walter ist symptomatisch für einen ständigen Bedarf an Autorität und Genie gerade unter den Menschen, die diese Ideen vehement ablehnen, und die mechanische Reproduktion seines Aufsatzes erweitert die Aura seines Namens ohne Unterlass.

Dutton: » Richard Etlin on Humanism

Ein wunderbarer Vortrag von Dutton († 2010) bei Google im Zuge seiner Autorenreise 2009, gut angelegte 59 Minuten:


Natürlich auf Englisch, man muss also schon gut zuhören. Seine Frisur irritiert etwas; es sieht aus wie eine Perücke, was einleuchtend ist, denn er litt schon seit Jahren an Krebs und hatte Chemotherapie erhalten; schließlich ist er der Krankheit doch erlegen.

Der Vortrag endete mit einer kleinen Fragerunde, die sich interessanterweise um Malerei drehte. Dutton bezeichnete darin die Gemälde » Chuck Closes als langweilig und bringt zum Schluss eine Beobachtung bezüglich der Kunstfertigkeit. In der Musik spielt Kunstfertigkeit die allergrößte Rolle, jedenfalls soweit es die klassische Musik betrifft (möglicherweise spielt andere Musik für ihn gar keine Rolle, oder er zählt sie nicht als Kunst). In der Malerei hingegen wird Kunstfertigkeit gering geschätzt.

Und dann deckt er einen interessanten Widerspruch auf. Wenn so eine moderne Schmiererei in einem Museum aufgehängt wird, kommen garantiert die Leute, die behaupten: „Das kann mein Kind auch.“ Die Kuratoren antworten aber niemals: „Ja, klar, das kann Ihr Kind auch.“ Stattdessen erklären sie lang und breit, wieso das Kind das nicht können kann, welche besondere Art von Kunstfertigkeit und Ästhetik nötig ist, um solch ein Meisterwerk zu schaffen. Mit anderen Worten: Es ist doch die Kunstfertigkeit, auf die es ankommt, selbst wenn man nichts davon erkennen kann.

Der Kreis der Zuhörer bei Google scheint übrigens sehr klein gewesen zu sein. (Siehe auch Louis Torres: » What Makes Art Art? Does Denis Dutton Know? und Nachtrag 2 » 26 sowie die Überlegungen, die von der Rückseite dieses Gemäldes ausgelöst wurden: Nachtrag 2 » 110.)


No. 8 » 105 122x94cm, 08.02.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 8 » 105 122x94cm, 08.02.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Umgestaltung eines 310m² großen neoklassichen » Hauses in Piraeus, ursprünglich für den „French Councilor“ erbaut, was immer das heißen mag (» Stella Konstantinidis, Athen). Zusätzlich wurde ein Penthaus errichtet. Nicht mein Geschmack - ich möchte da nicht wohnen, und wenn ich es müßte, würde ich es anders einrichten - ganz abgesehen davon, dass das von mir abgehängte Gemälde mir viel zu bunt und nichtssagend ist.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 106   Top   No. 104 Nachtrag Museumsszenario, 28.11.2012


No. 11 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 12 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 13 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 14 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 15 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973
 


No. 16 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 17 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974
 


No. 18 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974
 


No. 19 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973
 


No. 20 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974
 


No. 21 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973
 


No. 22 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 22 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973
 


No. 23 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973
 


No. 24 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 24 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973
 


No. 25 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 25 » 105 122x94cm, 08.02.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 106   Top   No. 104




  Top    



   Breite No. 105      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 107      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

40x49"
Nr. 107:  101x123 cm (40x49"), Öl / Hartfaser · 13.02.1974, Rückseite von » 112
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 120  » 124  » 125  » 152  » 153  » 154  » 155  » 156  » 157  » 158  » 159  » 160  » 161  » 163  » 164  » 166  » 167  » 168  » 169  » 170  » 171  » 175  » 177  » 178  » 179  » 180  » 181


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

„Frühstück im Grünen“, zum Zweiten. Man sieht die Lust an der großen Fläche, die Freude über das gelöste finanzielle Problem, obwohl die Kosten für die Farbe immer noch drücken. Im Vergleich mit dem relativ großzügigen Farbverbrauch bei  Nummer 84 wird hier mit viel Lösungsmittel gearbeitet. Die grüne Vegetation erscheint daher eher als bewegte Fläche denn als Darstellung von Pflanzen. Erstaunlich ist die Ausdruckskraft der amorphen Figuren, denen man zum Beispiel das Geschlecht unmittelbar ansieht. *

Als ich dieses Bild jetzt wieder vor Augen bekam, war ich ganz überrascht über die Harmonie der Farben und Formen, über den Genuss, den die Augen haben. Ist das Malerei? Ist das Kunst? Ein Fest für die Augen? Es reizt mich natürlich, den Vergleich mit späteren Bildern anzustellen, die ich als Meisterwerke empfinde, aber andererseits möchte ich nicht vorgreifen, denn zu diesem Zeitpunkt konnte ich noch nicht wissen, was später entstehen würde.

Das Thema muss wohl so verstanden werden, dass ich meinen eigenen Entdeckungen nicht traute. Natürlich habe ich immer wieder in meine Bücher hineingeschaut und versucht, von Picasso zu lernen. Ich weiß noch ganz genau, wie ich versucht habe zu verstehen, was er eigentlich mit seinen Variationen dieses Themas gemacht hat. Eines dieser Bilder ist besonders groß und auch besonders sorgfältig ausgeführt, und deshalb meinte ich, dass es sich dabei um ein Meisterwerk handeln müsse, an dem ich besonders viel lernen könnte. Heute sehe ich das anders, aber vermutlich ist dieses Bild unter dem Eindruck der Variationen Picassos entstanden. Es war nicht das letzte:  Nummer 140 greift das Thema noch einmal auf.

Nun wollen wir aber sehen:


No. 1 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 30 40x36cm, 16.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 30 40x36cm, 16.10.1973
 


Oh nein, dieser Rahmen passt ja gar nicht!


No. 2 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 30 40x36cm, 16.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 2 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 30 40x36cm, 16.10.1973
 


Schon besser.


No. 3 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 30 40x36cm, 16.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 3 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 30 40x36cm, 16.10.1973
 


Noch besser: Der Rahmen bietet einen besseren Kontrast und lenkt das Auge auf das Bild, wie es ja sein soll. Und nun noch die anderen Bilder wechseln:


No. 4 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 » 52 44x20cm, 25.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 » 52 44x20cm, 25.11.1973
 


Na, das ist doch eine Überraschung! Selbst 37 und 52 kann man aufhängen! Der Rahmen für 52 ist noch nicht ganz glücklich - mal sehen, ob ich da was Besseres bauen kann.


No. 5 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 » 52 44x20cm, 25.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 5 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 » 52 44x20cm, 25.11.1973
 


Naja, jetzt ist die Wand wieder brechend voll. Macht nichts, mir gefällt's.

Zurück zu 107: Dieses Bild hat etwas von dem an sich, was die französische Malerei zuweilen beschäftigt hat: Die Pastorale, die ländliche Idylle, das irdische Paradies, die wollüstige Entspannung, das anscheinend unschuldige Zusammensein der Geschlechter. Die Linienführung ist absolut sicher und perfekt, die farbliche Behandlung dünn (Armut), aber lebendig und harmonisch.

Irgendwie fehlt aber etwas, und das ist vermutlich wieder das, was ich „Herzblut“ genannt habe. Irgendwie ist es nicht mein Thema, nicht wirklich. Oder ist das einfach nur der Reproduktionseffekt - wenn ich mir die Reproduktion bildschirmfüllend anschaue, bin ich bei weitem nicht mehr so kritisch. Es geht eben doch nichts über das Original. Jede Reproduktion bedeutet einen Verlust, und wenn das Bild dann schließlich bis auf Briefmarkengröße verkleinert ist, kann man fast nichts mehr erkennen.

Der eigentliche Genuss bei der Betrachtung von Malerei ergibt sich ja gerade aus dem Zusammenspiel der Farben und der Bewegung des Pinsels, und beides leidet naturgemäß mit zunehmender Verkleinerung. Natürlich verlangt man von einem großartigen Gemälde auch eine entsprechende Fernwirkung - aber das ist eigentlich nicht ganz fair und diese wird von vielen großartigen Gemälden auch nicht erbracht. So wirkt die berühmte » Monat Lisa auf die Entfernung seltsam unscheinbar und man kann sich nicht erklären, wieso dieses Gemälde so überaus berühmt ist.

Überhaupt ist es ein Irrtum anzunehmen, der Zauber eines Gemäldes müsse oder könne sich unmittelbar erschließen und mitteilen. Im Zusammenhang mit  Nummer 56e habe ich erzählt, wie mein väterlicher Freund mich dazu brachte, 10 Minuten lang den » Mann mit dem Goldhelm anzuschauen, und welche Wirkung das auf mich hatte. An diese Erfahrung sollte ich mich doch immer wieder erinnern, oder?


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 108   Top   No. 106



Nachtrag Wohnungsszenario, 16.01.2012


No. 6 » 107 101x123cm, 13.02.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 6 » 107 101x123cm, 13.02.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Aus » Lonny, » Wohnzimmer. Die Dimensionen des Originalbildes sind besser - mein Bild gibt dem Raum eine andere Dynamik.


No. 9 » 107 101x123cm, 13.02.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 9 » 107 101x123cm, 13.02.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Aus der Serie Apartment Therapy: » Sandra’s Luxurious Modern in Brentwood. Der Designer » Craig Olsen sollte den Charme der Wohnung entwickeln und für einen warmen modernen Look sorgen. Die Bewohnerin ist Agentin in der Unterhaltungsindustrie von Los Angeles. Nachdem ich mich nun mit dem Begriff „Art Instinct“ beschäftigt und sogar das » Buch erworben habe, fällt mir desto mehr auf, dass Innenarchitekten kein Verhältnis zur Kunst zu haben scheinen. Inwiefern soll es sich bei Kunst also um einen Instinkt handeln? Man braucht es nicht, weiß aber instinktiv, was man davon zu halten hat, wenn es einem über den Weg läuft?


No. 12 » 107 101x123cm, 13.02.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 107 101x123cm, 13.02.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Immer dasselbe Muster: Couchgarnitur mit Kissen, symmetrische Tischlampen, Couchtisch mit » Coffee Table Books. Und das bei einer echten Wohnung; ursprünglich soll diese Aufnahme ebenfalls bei » apartment therapy erschienen sein (Slogan: Saving the world, one room at a time).


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 108   Top   No. 106 Nachtrag Museumsszenario, 27.11.2012


No. 15 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 16 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 17 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 18 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 19 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973
 


No. 20 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974
 


No. 21 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 107 101x123cm, 13.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 107 101x123cm, 13.02.1974
 


No. 22 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 22 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974
 


No. 23 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973
 


No. 24 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 24 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974
 


No. 25 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 25 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973
 


No. 26 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 26 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973
 


No. 27 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 27 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973
 


No. 28 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 28 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973
 


No. 29 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 29 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 108   Top   No. 106




  Top    



   Breite No. 107      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 108      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

51x47"
Nr. 108:  129x119 cm (51x47"), Öl / Leinwand · 14.02.1974
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 109  » 110  » 149  » 152  » 153  » 154  » 155  » 156  » 157  » 158  » 159  » 160  » 161  » 163  » 164  » 166  » 167  » 168  » 169  » 170  » 171  » 175  » 177  » 178  » 179  » 180  » 181


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Über dieses Bild, das vorletzte vor der Hartfaser-Periode, weil ich einigermaßen entsetzt, und zwar aus formalen und inhaltlichen Gründen. Der primitive Knacker liegt breit im Bett und schaut von oben auf die edle Frau herab, die sich auf dem Fußboden kauern muss - das war doch in meinem Selbstverständnis völlig unmöglich!

Und dann die Körperhaltung - nach den virtuosen Darstellungen komplizierter Verhältnisse mit Verkürzungen nun eine solche Blamage! Der aufgestützte Arm gebogen wie ein Gummischlauch, das Knie mit einer Spitze, das man Bretter damit spalten könnte, der Fuß gar völlig verkehrt angesetzt und undifferenziert dahingeschludert!

Die Hände sind ebenfalls kein Ruhmesblatt, der Körper irgendwie zugestrichen. Und die Frau geht auseinander wie ein Hefekuchen und ist von mehreren Blickwinkeln zugleich zu sehen; die anderen Einwände kann man übertragen.

Erst jetzt fällt mir auf, das der Ellenbogen des Mannes genau den unteren Fensterrahmen berührt, die Kniespitze wiederum den rechten. Das reißt die Sache aber nicht heraus. Außerdem ist der vordergründig überlegene Mann eigentlich der festen Persönlichkeit der Frau unterlegen, die sich ihm einfach verschließt.

Damit stellt sich die Szene als menschliches Drama dar, als Darstellung von Leid, Schmerz und Unglück, aber auch von Sehnsucht, von Kommunikationsproblemen, von Einsamkeit in der Zweisamkeit. Ein Teil des Bildes bleibt unbemalt und wird zur Zimmerwand. Auch eine Möglichkeit, Farbe zu sparen. *

Ich gebe zu, dass ich auch dieses Mal wieder einen Schock bekommen habe, als ich das Bild sah, und mich schämte. Aber beim erneuten Hinsehen dämmert mir, dass ich dem Bild vielleicht unrecht tue. Ich sollte ihm eine Chance geben und es aufhängen. Ob das geht? Ob dieses Bild auf diese Wand passt? Oder ob ich erst einmal eine neue Wand machen muss? Ja, jetzt ist es soweit.

Allerdings stimmt hier was nicht, wie ich merke: Laut Datenbank hat das Bild die Maße 129x119cm, und es handelt sich nicht um einen Übertragungsfehler, denn im handschriftlich geführten Werkkatalog steht 129x118,5cm. Da ich den aber erst viele Jahre später begonnen habe und dieses Bild schon kurz nach der Entstehung abgespannt und aufgerollt worden ist, muss offen bleiben, wie dieser Fehler zustande kommt.

Ich glaube nicht, dass ich das Bild beim Abspannen vermessen habe, und kann mich auch nicht erinnern, es bei der Anlage des Werkkatalogs wieder aufgerollt und vermessen zu haben. Jedenfalls ist das Seitenverhältnis der Reproduktion etwa 0,8, während das Seitenverhältnis der Maße etwa 0,9 beträgt. Diese sind also mit Vorsicht zu genießen, obwohl sie bis auf einen halben Zentimeter genau zu sein scheinen.

Und nun meine umgebaute Wand:


No. 1 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 51 70x80cm, 25.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 51 70x80cm, 25.11.1973
 


Gefällt mir. Mal sehen, was man damit anfangen kann. Aber irgendwie scheint mir diese Simulation doch zu hinken. So groß ist das Bild ja nun wieder nicht; es wirkt jetzt so groß wie ein großgewachsener Mensch. Nochmal nachmessen; der Clubsessel ist 91cm breit. Na klar: Ich habe das Bild 119cm breit gemacht, und dadurch ist es 145cm hoch geworden, mit Rahmen 175cm, und dann kommt noch der Abstand vom Fußboden dazu. Soweit stimmt das - also wird die Breite nicht stimmen, eher die Höhe. Das lässt sich korrigieren.


No. 2 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 51 70x80cm, 25.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 2 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 51 70x80cm, 25.11.1973
 


Ja, das ist besser.

Was fange ich mit dem Bild an? Realistisch ist es nicht, Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind nicht festzustellen. Unser Bett war ganz flach und hatte gar kein Gestell. Ich hatte noch nie ein Bett mit einem Eisengestell, in meinem ganzen Leben nicht. Auch so eine gesteppte Decke habe ich nie besessen. Ich male also definitiv nicht das, was um mich herum ist, wie Picasso das zu tun pflegte.

Ich bin geneigt zu sagen: Malerisch hat dieses Bild so gut wie gar keine Qualitäten, aber wenn ich es mir anschaue, komme ich ins grübeln. Es leidet natürlich enorm unter der dünnen Malweise, die ja nicht nur durch meine finanziellen Verhältnisse bedingt war, sondern von verschiedenen Großmeistern wie » Matisse oder » Beckmann ja auch noch ausdrücklich behauptet worden war. Damals wohnte ich in Bielefeld und habe einmal in der Woche mehrere Stunden in der » Kunsthalle verbracht und dort insbesondere ein großes Gemälde von Beckmann (Mutter und Kind) studiert. Es ist tatsächlich sehr dünn gemalt, allerdings in vielen Schichten übereinander, wodurch eine gewisse Tiefe entsteht und das Bild kostbar wirkt. Hier ist alles alla prima gearbeitet.

Ganz bestimmt habe ich nicht mit Hilfe der Malerei über meine private Beziehung „reflektiert“. Vielmehr kann ich das Bild wie immer nur verstehen als eine Art Botschaft meiner Seele an mich, so wie man Träume als Botschaft der Seele verstehen kann, die ja auch nicht vom Träumer gestaltet werden, sondern ihm zustoßen. Schon immer hatten die Menschen das Gefühl, dass Träume nicht nur schwanger sind, sondern auch etwas zu sagen haben. Was hat das Bild also zu sagen?

Man könnte natürlich versucht sein, darin einen Spiegel zu erkennen, also meine Situation in der Beziehung zu sehen, mich mit dem Mann zu identifizieren, die Frau mit meiner Geliebten, die ich ganz zweifellos als meine Frau auffasste, auch wenn wir nicht verheiratet waren. Eine solche Gleichsetzung gilt allgemein als unzulässig. Stattdessen versucht man, zumindest in der analytischen Psychologie nach » C.G. Jung, sämtliche Figuren in Träumen oder Bildern auf den Träumer oder Maler zurückzuführen. Der Konflikt wäre dann ein Konflikt innerhalb meiner Seele, ein Konflikt, den ich mit mir selber ausfechte. Welcher Natur könnte dieser sein?

Ich fürchte, ich bin hier blind. Bei  Nummer 51 ist es mir ja noch gelungen, eine verständliche Botschaft zu entziffern. Aber hier? Vielleicht habe ich auch deshalb dieses Bild beiseitegetan.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 109   Top   No. 107



Nachtrag Wohnungsszenario, 22.01.2012


No. 3 » 108 129x119cm, 14.02.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 3 » 108 129x119cm, 14.02.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Bericht in » PLANETE DECO a homes world über eine Reportage in » Atlanta Homes & Lifestyles (siehe auch » 121) . Sie dreht sich um das Haus des Designers » Jimmy Stanton in Madison bei Atlanta in Georgia, USA, das eine lange und bewegte Geschichte hat.


No. 6 » 108 129x119cm, 14.02.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 6 » 108 129x119cm, 14.02.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Mitt Skeppsholmen (Sotheby's International Realty) bietet an: » Modernt renoverad med 9 m solbalkong, Apartment in Stockholm. Vergleichsweise nüchtern und kalt. Da nützt auch die Tapete nichts. Vielleicht sollte man die Trennwand weiß streichen. Sie wirkt hinter dem Bild etwas unruhig. Na ja, man müsste die ganz Wand weißen, aber das ist mir zu mühsam.


No. 9 » 108 129x119cm, 14.02.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 9 » 108 129x119cm, 14.02.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Im Haus eines Designers: » Arbeitszimmer von Daniel Romualdez, in seinem Wochenendhaus in Los Angeles (siehe auch » 109). Das Gemälde von » McDermott & McGough habe ich abgehängt, Tisch und Liege sind beide von Adnet, die Kissen sind mit einem David Hicks Stoff von » Lee Jofa, Teppich von » Rosemary Hallgarten.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 109   Top   No. 107 Nachtrag Museumsszenario, 27.11.2012


No. 12 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 13 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 14 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 15 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 16 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973
 


No. 17 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974
 


No. 18 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 108 129x119cm, 14.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 108 129x119cm, 14.02.1974
 


No. 19 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974
 


No. 20 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973
 


No. 21 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974
 


No. 22 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 22 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973
 


No. 23 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973
 


No. 24 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 24 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973
 


No. 25 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 25 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973
 


No. 26 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 26 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 109   Top   No. 107




  Top    



   Breite No. 108      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 110      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

38x49"
Nr. 110:  95x123 cm (38x49"), Öl / Hartfaser · 16.02.1974, Rückseite von » 105
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Die erste Rückseite einer großen Hartfaserplatte. Eine Landschaft im Gebirge, ein Nur-Dach-Haus, eine rauchender Schornstein, ein entlaubter Baum, ein Pfad über den Pass, ein barocker Mensch auf einer Anhöhe, der das Bild betritt, ausgestattet mit einem gewendelten Spazierstock, Mantel und Schnallenschuhen.

Das Haus hat eine Tür, im Fenster scheint ein Licht zu brennen. Der Mann blickt mit weit aufgerissenen Augen und offenem Mund auf etwas, das nicht das Haus sein kann, sondern sich außerhalb des Bildes befinden muss, vielleicht noch jenseits des Hauses.

Ach du lieber! Als Illustration für ein Kinderbuch wäre dieses Bild der vielleicht verständlich, aber so? *

Doch halt - habe ich nicht in den vergangenen Tagen etwas gelernt? Nicht vorschnell zu urteilen, sondern dem Bild erst einmal eine Chance zu geben? Zwar habe ich stets, wenn ich meine Bilder gezeigt habe, deutlich gemacht, dass ich gewissermaßen nichts dafür kann, nicht dafür verantwortlich bin, mich von ihnen distanziere, und das war vielleicht auch nicht ganz verkehrt, aber ich fürchte, ich habe die Konsequenzen nicht vollständig gezogen. Wenn ich mich schon innerlich von dem Bild absetze, dann sollte ich es auch unvoreingenommen betrachten und gelten lassen.

Ein Bild ist erst einmal ein Bild, ein objektiv existierender Gegenstand, der in vielfältiger Weise interpretierbar ist. Man kann ihn für entbehrlich halten, für überflüssig, für ärgerlich, für was auch immer, aber er ist in der Welt und kann als solcher völlig unabhängig vom Schöpfer wirken. Ist das nicht oft genug passiert? Wie lange hat beispielsweise das heute so berühmte Bild des südfranzösischen Bordells » Les Demoiselles d'Avignon unbeachtet in der Ecke gestanden? Nun will ich natürlich keineswegs behaupten, dieses oder andere meiner Bilder hätten eine ähnliche Sprengkraft oder Qualität. Es geht mir lediglich darum, mich selbst zu disziplinieren und mich zu mehr Toleranz aufzurufen.


No. 1 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 109 63x53cm, 15.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 109 63x53cm, 15.02.1974
 


Na ja, auf dem Weg bin ich ja ganz gut vorangekommen. Zunächst habe ich das Bild nicht vernichtet und brav mit mir herumgeschleppt, all die Jahre, und nun hänge ich es auf und mache mir meine Gedanken darüber.

Als erstes werde ich 109 durch ein anderes Bild ersetzen. Mal sehen, was passen könnte.


No. 2 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 102 84x65cm, 01.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 2 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 102 84x65cm, 01.02.1974
 


Interessant! Diese Anpaarung tut beiden Partnern gut.

Und was erzählt das Bild? Dieses Bild erzählt sehr viel. Da ist ein erwachsener, nicht ganz junger Mann auf Wanderschaft. Vermutlich ist er auf der Suche nach sich selbst. Er ist so groß, dass er gerade noch ins Bild hineinpasst. Und er steht mitten in der Welt, in einer einsamen, von Lebewesen verlassenen Märchenlandschaft aus Hügeln und Bergen, und findet dort ein Zeichen der Zivilisation: Ein Haus, und es brennt sogar ein Feuer. Es muss also jemand daheim sein oder jedenfalls nicht weit weg.

Insofern erinnert die Geschichte an Hänsel und Gretel, die ja auch verloren waren in der Welt und sich verirrt hatten im dunklen Wald und plötzlich das Häuschen der Hexe entdeckten. Was wird den Mann dort erwarten? Märchen sollen ja eine Botschaft haben. Welche Botschaft hat das Märchen von » Hänsel und Gretel?

Wie zu erwarten, fußt die einzige Erklärung auf » Jungs spekulativer » Analytischer Psychologie und bemüht sogenannte » Archetypen, in diesem Fall die Hexe als böse, zerstörende, verschlingende Mutter. Die Charakterisierung des Mannes als nichtmoderner Mensch unterstützt immerhin die Hypothese, es müsse sich hier um symbolisches Material handeln, obwohl das Haus durchaus in der Jetztzeit angesiedelt sein könnte.

Ich stelle mir nun vor, dass ein solcher einsam durch die Welt wandernder Bursche einerseits erfreut sein müsste, Seinesgleichen zu finden, andererseits aber auch wiederum erschreckt, da er seiner selbst gewählten Einsamkeit verlustig ginge, würde er an die Tür klopfen. Außerdem weiß er natürlich nicht, was ihn erwartet. Wird der hier einsam Hausende erfreut sein, Besuch zu bekommen?

Auf mich bezogen hieße das: Bleibe ich schön für mich oder wage ich mich hinaus in die Welt? Ich fürchte, ich habe mich immer für Ersteres entschieden. Das würde jedenfalls das maßlose Erschrecken des Mannes erklären, das sonst einigermaßen unverständlich bleibt, denn die Lampe im Fenster müsste wohl als einladendes Zeichen gewertet werden.

In den vergangenen Tagen tobte der Meinungsstreit über die Behauptung des inzwischen zurückgetretenen Verteidigungsministers » Karl Theodor zu Guttenberg, er habe nicht „bewusst“ getäuscht. Wie kann man etwas tun, ohne sich dessen bewusst zu sein? In diesem Fall war es ja etwas Verwerfliches, aber diese Frage muss ich mir ja ebenfalls stellen. Und ich habe sie mir immer wieder gestellt: Ich habe diese Bilder gemalt, ich habe sie hervorgebracht, aber ich habe sie nicht eigentlich bewusst hergestellt, das heißt ich hatte - und das musste ich ja mühsam lernen, wie man anhand dieser Kommentare nachvollziehen kann - keine Absicht und keine Vorstellung und keine Idee und habe dennoch höchst konkrete Bilder produziert.

Wenn ich nun geometrische Abstraktionen oder abstraktes Geschmier machen würde, wäre das ja noch einigermaßen verständlich. Jeder Affe produziert irgendetwas, wenn man ihm Pinsel und Farben in die Hand drückt (siehe » Congo). Aber wie erklärt man sich die Produktion sinnvoller Bilder ohne Absicht? Ich vermute, Picasso hat über weite Strecken ebenfalls ohne Absicht gearbeitet; es gibt jedenfalls eine ganze Reihe von Zeugnissen dafür, dass er sich von seinen Bildern hat etwas erzählen lassen.

Hier stellen sich doch ganz wichtige Fragen über die Tätigkeit unseres Geistes oder unserer Seele, ausgedrückt durch unseren Körper. Ich fürchte, Biologen wie » Richard Dawkins, die sich ganz auf ihren Intellekt verlassen, haben dafür keine Erklärung. Und vermutlich haben sie dafür auch gar keinen Sinn.

Bei einem letzten Blick auf die vergrößerte Fassung fiel mir noch auf, dass das Gesicht dieses Mannes sehr merkwürdig gestaltet ist. Es sieht aus wie eine Maske, die er vor dem eigentlichen Gesicht trägt, vielleicht einfach nur aus Schlamm. Die Landschaft habe ich noch gar nicht gewürdigt. Der Weg führt ja deutlich genug über die Berge. Dahinter mag sich der Himmel wölben oder ein weiteres Gebirgsmassiv auftun. Die beiden Bergspitzen rechts könnten von Schnee überzogen sein oder aber auch ein weiterer Bergzug, der weit hinter dem ersten Berg liegt. Dieser scheint im unteren Bereich als Alm genutzt zu werden und im oberen Bereich mit Nadelgehölz bestanden zu sein.

Jetzt fällt mir auf, dass der Boden unterhalb des feinen Schuhs zu glühen scheint. Je länger ich auf dem Bild herumschaue, desto mehr gefällt es mir, aber richtig warm werde ich nicht. Vielleicht ist ja auch die Reproduktion schwach, vielleicht ist das Bild im Original viel besser? Könnte natürlich auch schlechter sein - wer weiß? Auf den Fall nehme ich mir jetzt die Freiheit zur Manipulation:


No. 3 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 102 84x65cm, 01.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 3 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 102 84x65cm, 01.02.1974
 


Nicht schlecht, das Bild hat gewonnen. Ich habe nur an den Gamma-Werten gedreht und dadurch die Farbintensität verstärkt. Das bekommt dem Bild ganz gut - jedenfalls auf meinem Monitor bei dieser Beleuchtung.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 111   Top   No. 109



Nachtrag Wohnungsszenario, 25.01.2012


No. 4 » 110 95x123cm, 16.02.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 110 95x123cm, 16.02.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. » Grand salon. C0207, Paris. So wohnen Leute, die ihre Wohnung für Shootings (Movie oder Still) zur Verfügung stellen wollen.


No. 7 » 110 95x123cm, 16.02.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 110 95x123cm, 16.02.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Ebenfalls bei MIRES gelistet: » Chambre blanche. C0381, Schlafzimmer mit mindestens vier Türen, das Doppelbett zwischen zwei Türen.


No. 10 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 110 95x123cm, 16.02.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 110 95x123cm, 16.02.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Das scheint eine Abbildung aus » Design*Sponge at Home zu sein (in » desire to inspire). Die negativen Kritiken bei Amazon sind interessant geschrieben und haben großes Gewicht, aber die positiven überwiegen bei weitem.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


Nachtrag 2, 16.04.2012

Im Buch » The Art Instinct von » Denis Dutton (siehe auch  » Nummer 105 [Dutton]) finde ich wieder, was er in seinen Vorträgen prominent herausgearbeitet hat: Die verblüffende weltweite Übereinstimmung von Menschen aller Kulturkreise und Klimazonen über die Art von Landschaft, die ihnen am besten gefällt.

All participants were asked what they would like to see a picture of, whether they preferred interior or landscape scenes, what kinds of animals they liked, favorite colors, what sorts of people they enjoyed seeing depicted -- famous or ordinary, clothed or new, young or old -- and so forth. Extrapolated to the general populations of the countries polled, the graphs and tables of figures produced by Komar and Melamid's People's Choice project claimed, not unreasonably, to be a reliable report on the artistic preferences of "close to two billion people." [...]

The least-wanted paintings are bad news for anyone hoping someday to see modernist abstraction achieved mass acceptance. People in almost all nations disliked abstract designs, especially jagged shapes created with a thick impasto in the commonly despised colors of gold, orange, yellow, and teal. This cross-cultural similarity of negative opinion was matched on the positive side by another remarkable uniformity of sentiment: almost without exception, the most-wanted painting was a landscape with water, people, and animals. [...]

People in very different cultures around the world gravitate toward the same general type of pictorial representation: a landscape with trees and open areas, water, human figures, and animals. More remarkable still was the fact that people across the globe prefer landscapes of a fairly uniform type: Kenyans appear to like landscapes that more resembled upstate New York than what we might think of as the present flora and terrain of Kenya. In an interview in Painting by Numbers, the book that presented the data and paintings for the project, Alexander Melamid remarks (apparently into a tape recorder):

It might seem like something funny, but, you know, I'm thinking that this blue landscape is more serious than we first believed. Talking to people in the focus groups before we did our poll and at the town hall meetings around the country after . . . almost everyone you talk to directly -- and we've already talked to hundreds of people -- they have this blue landscape in their head. It sits there, and it's not a joke. They can see it, down to the smallest detail. So I'm wondering, maybe the blue landscape is genetically imprinted in us, that it's the paradise within, that we came from the blue landscape and we want it . . . We now completed polls in many countries -- China, Kenya, Iceland, and so on -- and the results asked strikingly similar. Can you believe it? Kenya and Iceland -- what can be more different in the whole fucking world -- and both want blue landscapes.



He goes on to say that a dream of modernism was to "find universal art," that "the square was what could unite people." But modernism's dream turns out to be a delusion: "The blue landscape is what is really universal, maybe to all mankind."

Komar and Melamid dropped the subject, but it is raised again by the philosopher and art critic for the Nation, Arthur Danto, in his philosophial meditation on the most-wanted paintings. [...] He [...] finds it predictable that a poll of American tastes should yield a landscape in "Hudson River Biedermeier" style. But he, too, is surprised that

throughout the world the results have been strikingly congruent in the sense that each country's Most Wanted looks like, give or take a few details, every other Most Wanted . . . And it is at the very least cause for reflection that what randomly selected populations of the world round "most want" to our paintings in the generic, all-purpose realist style of the artists invented for America's Most Wanted . . . The "most wanted painting," speaking transnationally, is a 19th-century landscape . . . the kind of painting whose degenerate descendents embellish calendars from Kalamazoo to Kenya.



Danto then tosses out a remark that is consistent with Melamid's meditation and, if true, would undermine a generation or two of art theory (including Danto's own theory of art): "The 44-percent-blue landscape with water and trees must be the a priori aesthetic universal, what everyone who thinks of art first thinks of, as if modernism never happened."

As if modernism never happened? Having put forward this hypothetical challenge to his own deeply held theoretical commitments, Danto then tries to explain the uncanny cross-cultural uniformity: "It is possible, of course, that everyone's concept of art was formed by calendars (even in Kenya), which now constitutes a sort of paradigm of what everyone thinks of when they think of art." Referring to psychological research that shows there are paradigms that govern what people will think of first when asked to identify something in a category (asked to name a bird, people will usually think of robin or sparrow, not albatross or kiwi), Danto tries to argue that calendars have come to govern worldwide what people initially think of when they think of arts. This would explain, he suggests, the worldwide resistance to modernism. "It is altogether likely," he says, "that what Komar and Melamid have unearthed is less what people prefer than what they are most familiar with and paintings."

Danto's analysis presupposes that picture preferences are culturally produced and are indefinitely malleable, depending on what our cultural makes familiar to us. When we think of a robin (instead of grebe) if asked to imagine a bird, or think of a man (instead of the woman) if asked to imagine an airline pilot, we fall victim to stereotypes derived from childhood socialization -- our experiences of walking in the park or flying in airplanes. For Danto, it all must come down in the end to enculturation: there is no category of natural interests in pictorial representations. [...] Danto's certainty that landscape tastes must be acquired by individuals through exposure to images is an unexamined presupposition, and a false one at that. Human and animal life in general may be full of interests, inclinations, and sentiments that are not learned, from the experience either of images or of anything else, though they may be elicited and shaped by experience and learning. An example: the window of my office at the New Zealand university where I teach is high, and it's ledge offers a convenient perch and nesting place for pigeons. Whatever their charms, these creatures, alas, are extremely messy; they finally made the ledge so unhygienic that the window had to be kept shut at all times. How to keep them away? My solution is a rubber snake on the ledge. I have seen the birds land on the ledge, see the snake, and immediately depart. They didn't come back. The odd fact is that, although European pigeons have been in New Zealand for a couple of hundred pigeon generations, there are no snakes in New Zealand and never have been. The phobic reaction of the birds is therefore learned not either from exposure to snakes nor from images of snakes. In snake-free New Zealand it is a perfect instance of a natural atavism: an innate fear-response that is passed, unnecessarily in these parts, from generation to generation of pigeons.

Human responses to landscapes also show atavisms, and the Komar and Melamid experiments are a fascinating, if inadvertent, demonstration of this. The lush blue landscape type that the Russian artists discovered is found across the world because it is an innate preference. This preference is not explained just by cultural traditions. Specifically, the suggestion that the pervasive power of the worldwide calendar industry might explain why even Kenyan's think Hudson River School when asked about favorite pictures evades a more plausible hypothesis: that calendars -- and the picture preferences they reveal in completely independent cultures -- tap into innate inclinations. This fundamental attraction to certain types of landscapes is not socially constructed but is present in human nature as an inheritance from the Pleistocene, the 1.6 million years during which modern human beings evolved. The calendar industry has not conspired to influence taste but rather caters to preexisting, precalendrical human preferences. The tantalizing question is: why is there such a persistent preference for the blue, watery landscape?

Alle Teilnehmer wurden gefragt, welche Art von Gemälde sie am liebsten sehen würden, Innenraumansichten oder Landschaften, welche Arten von Tieren sie mochten, welche Lieblingsfarben Sie hatten, welche Art von Menschen sie dargestellt sehen wollten - berühmte oder gewöhnliche, bekleidet oder nackt, jung oder alt - und so weiter. Bezogen auf die Bevölkerung der befragten Länder behaupten die Grafiken und Zahlentabellen des Peoples Choice-Projekt von Komar und Melamid, durchaus nicht unangemessen, ein zuverlässiger Bericht über die künstlerischen Vorlieben von "fast zwei Milliarden Menschen" zu sein. [...]

Die am wenigsten gesuchten Bilder sind schlechte Nachrichten für alle, die die Hoffnung hegen, eines Tages die Akzeptanz der Massen für modernistischen Abstraktion erringen zu können. In fast allen Nationen sind abstrakte Muster bei den Menschen unbeliebt, vor allem zerklüftete Formen mit dick aufgetragenen Farben in den allgemein verschmähten Farben Gold, Orange, Gelb, Blaugrün. Dieser Ähnlichkeit der Ablehnung über alle Kulturen hinweg entsprach eine gleichermaßen bemerkenswerte Ähnlichkeit der positiven Stimmung: fast ohne Ausnahme waren die meistgesuchten Gemälde Landschaften mit Wasser, Menschen und Tieren.

Menschen in sehr unterschiedlichen Kulturen auf der ganzen Welt neigen zur selben Art allgemeiner bildlicher Darstellung: Eine Landschaft mit Bäumen und Freiflächen, Wasser, menschlichen Figuren und Tieren. Noch bemerkenswerter war die Tatsache, dass Menschen in aller Welt Landschaften von eines ziemlich einheitlichen Typs bevorzugen: Kenianer scheinen Landschaften zu mögen, die mehr Upstate New York ähneln als das, was wir vielleicht als typische derzeitigen Flora und Gelände von Kenia ansehen mögen. In einem Interview in Malen nach Zahlen, dem Buch, das die Daten und Bilder für das Projekt enthält, bemerkt Alexander Melamid (offenbar in ein Tonbandgerät gesprochen):

Es mag etwas komisch erscheinen, aber, wissen Sie, ich denke, dass diese blaue Landschaft ernst zu nehmender ist als wir denken. Im Gespräch mit Menschen in den Fokusgruppen, bevor wir unsere Befragung machten, und in den Bürgerversammlungen im ganzen Land danach... fast alle, mit denen wir direkt gesprochen haben - und wir haben bereits mit Hunderten von Menschen gesprochen - sie haben diese blaue Landschaft in ihrem Kopf. Sie sitzt da, und es ist kein Witz. Sie können sie sehen, bis ins kleinste Detail. Also ich frage mich, vielleicht ist diese blaue Landschaft genetisch in uns eingeprägt, dass es das Paradies in uns ist, dass wir aus der blauen Landschaft kamen und wir sie wiederhaben wollen... Wir haben jetzt Umfragen in vielen Ländern beendet - China, Kenia, Island, und so weiter - und die Ergebnisse sind auffallend ähnlich. Kann man das glauben? Kenia und Island - was kann verschiedener sein in der ganzen weiten Welt - und beide wollen blaue Landschaften.



Weiter führt er aus, dass es doch ein Traum der Moderne gewesen sei, die "universelle Kunst zu finden", dass vielleicht "das Quadrat die Menschheit einigen könnte". Aber der Traum der Moderne erweist sich als eine Täuschung: "Die blaue Landschaft ist das, was wirklich universell ist, vielleicht in der gesamten Menschheit."

Komar und Melamid ließen das Thema dann fallen, aber es wird wieder von Arthur Danto, dem Philosophen und Kunstkritiker für die Nation, in seiner philosophischen Meditation über die meistgesuchten Gemälde aufgegriffen. [...] Er [...] findet es vorhersehbar, dass eine Umfrage unter Amerikanern eine Landschaft im "Hudson River Biedermeier"-Stil ergeben würde. Aber auch er ist überrascht, dass

in der ganzen Welt die Ergebnisse auffallend deckungsgleich waren in dem Sinne, dass in jedem Land Most Wanted, ab- oder zuzüglich einiger Details, aussieht wie jedes andere Most Wanted... Und es ist zumindest Anlass zur Reflexion, dass zufällig ausgewählten Bevölkerungsgruppen der ganzen Welt "am meisten wünschen", dass Bilder in dem typischen, Allzweck-Realismus-Stil sein sollten, wie sie die Künstler für die Most Wanted Amerikas erfunden haben... Die "Most Wanted Malerei" ist, international gesprochen, ein Landschaftsgemälde aus dem 19. Jahrhundert... die Art der Malerei, deren entarteten Nachkommen Kalender von Kalamazoo bis Kenia verschönern.



Danto bringt dann eine Bemerkung, die mit Melamids Meditation im Einklang ist, und wenn das stimmen würde, würden eine oder zwei Generationen der Kunsttheorie (einschließlich Dantos eigener Theorie der Kunst) untergraben sein: "Die 44-Prozent-blaue Landschaft mit Wasser und Bäumen muss die a priori ästhetische Universalie sein, was jeder, der an Kunst denkt, zuerst im Kopf hat, als ob die Moderne nicht stattgefunden hätte."

Als ob die Moderne nicht stattgefunden hätte? Nachdem er diese hypothetische Herausforderung an seine eigenen tief verwurzelten theoretischen Einlassungen vorgebracht hat, versucht Danto dann, diese unheimliche inter-kulturelle Uniformität zu erklären: "Es ist natürlich möglich, dass der Begriff der Kunst bei jedem durch Kalender geformt wurde (auch in Kenia), was sich dann als eine Art Paradigma darstellt, was alle denken, wenn sie an Kunst denken." Mit Bezug auf psychologische Forschung über Paradigmen, was die Leute beispielsweise als erstes denken, wenn sie gebeten werden, etwas in einer Kategorie zu identifizieren (bei einem Vogel werden sie in der Regel an Rotkehlchen oder Spatzen, nicht an Albatrosse oder Kiwis denken), versucht Danto zu argumentieren, dass Kalender es geschafft haben zu reglementieren, was die Menschen weltweit zunächst denken, wenn sie an Kunst denken. Dies würde, schlägt er vor, den weltweiten Widerstand gegen die Moderne erklären. "Es ist durchaus wahrscheinlich", sagt er, "dass das, was Komar und Melamid ausgegraben haben, weniger das ist, was die Menschen an Gemälden vorziehen als das, womit sie am besten vertraut sind."

Dantos Analyse setzt voraus, dass Bildvoreinstellungen kulturell produziert werden und unbegrenzt formbar sind, je nachdem, mit was uns unsere Kultur vertraut macht. Wenn wir an ein Rotkehlchen (anstelle eines Tauchvogels) denken, wenn wir aufgefordert werden, uns einen Vogel vorstellen, oder an einen Mann (statt einer Frau), wenn wir uns einen Piloten vorstellen sollen, dann werden wir Opfer von Stereotypen aus der Sozialisation der Kindheit - unsere Erfahrungen der Spaziergänge im Park oder von Reisen in Flugzeugen. Für Danto läuft es am Ende immer auf Enkulturation hinaus: Es gibt keine Kategorie von natürlichen Interessen in bildlichen Darstellungen. [...] Dantos Gewissheit, dass Landschaftsgeschmack von jeder Person grundsätzlich durch Betrachtung von Bildern erworben werden muss, ist eine ungeprüfte Voraussetzung, und eine falsche noch dazu. Menschliches und tierisches Leben kann im Allgemeinen voll sein von Interessen, Neigungen und Gefühlen, die nicht gelernt werden, weder aus der Erfahrung von Bildern noch von irgend etwas anderem, obwohl diese durch Erfahrung und Lernen ausgelöst und geprägt werden können. Ein Beispiel: Die Fenster meines Büros an der neuseeländischen Universität, an der ich unterrichte, sind hoch, und ihr Fenstersims bietet einen komfortablen Rast- und Nistplatz für Tauben. Was auch immer ihre Reize sein mögen, diese Kreaturen sind leider extrem unsauber; sie haben es schließlich geschafft, den Sims so unhygienisch werden zu lassen, dass das Fenster zu jeder Zeit geschlossen gehalten werden musste. Wie hält man sie fern? Meine Lösung ist eine Gummischlange auf dem Sims. Ich habe die Vögel auf dem Sims landen sehen, sie sahen die Schlange und machten sofort kehrt. Sie kommen nie wieder zurück. Die seltsame Tatsache ist, dass es in Neuseeland keine Schlangen gibt und nie gegeben hat und europäischen Tauben in Neuseeland bereits ein paar hundert Generationen lang gebrütet haben. Die phobische Reaktion der Vögel wird daher auch weder durch Konfrontation mit Schlangen noch mit Bildern von Schlangen erlernt. Im schlangenfreien Neuseeland ist dies ein perfektes Beispiel eines natürlichen Atavismus: eine angeborene Angstreaktion von Tauben wird in diesen Teilen der Welt unnötig von Generation zu Generation übergeben.

Menschliche Reaktionen auf Landschaften zeigen ebenfalls Atavismen, und die Experimente von Komar und Melamid sind ein faszinierender, wenn auch unbeabsichtigter, Beweis dafür. Die üppige blaue Art von Landschaft, die die russischen Künstler entdeckten, wird auf der ganzen Welt vorgefunden, weil sie eine angeborene Präferenz ist. Diese Präferenz wird nicht nur durch kulturelle Traditionen erklärt. Daher muss der Vorschlag, dass die allgegenwärtige Macht der weltweiten Kalenderindustrie erklären könnte, warum selbst Kenianer an die Hudson River School denken, wenn man sie über Lieblingsbilder befragt, einer plausibleren Hypothese weichen: dass die Kalender - und die Bildvorlieben, die sie in völlig unabhängigen Kulturen offenbaren - angeborenen Neigungen folgen. Diese grundsätzliche Anziehungskraft bestimmter Arten von Landschaften ist nicht sozial konstruiert, sondern in der menschlichen Natur als Erbe aus dem Pleistozän verankert, den 1,6 Millionen Jahren, in denen sich der moderne Mensch entwickelt hat. Der Kalender-Industrie hat sich nicht verschworen, den Geschmack zu beeinflussen, sondern richtet sich an bereits bestehende, vorkalendrische menschlichen Vorlieben. Die spannende Frage ist: Warum gibt es solch eine anhaltende Vorliebe für die blaue, mit Wasser gesegnete Landschaft?

» Denis Dutton: » The Art Instinct: Beauty, Pleasure, & Human Evolution, p. 13-18.

Siehe auch: » Komar & Melamid: The Most Wanted Paintings on the Web
» Most Wanted and Least Wanted Paintings
From "Blue Landscapes, Bewitching Numbers, and the Double Life of Jokes: » An Interview With Komar and Melamid"

Meine Landschaft entspricht nicht ganz der Ideallandschaft - es fehlen Wasser und Tiere. Auch der Baum ist nicht ganz ideal, wie ähnliche Untersuchungen nahelegen, da man ihn nicht leicht erklettern, er also nicht als Rückzugsort bei Gefahr dienen kann. Auch ist das Haus schon sehr neuen Datums - im Pleistozän gab es noch keine Häuser, jedenfalls nicht solche.

Die Emotionen dieses Menschen passen in eine ideale Landschaft ebensowenig - von Emotionen ist bei diesen Bildern nicht die Rede. Auf der anderen Seite gehören Emotionen zu uns wie der aufrechte Gang, insofern erscheint mir meine Interpretation der Emotion als auf anderen Menschen, auf menschliche Gesellschaft bezogen durchaus korrekt.

Die einheitliche und komplexe Bedingtheit des Menschen wird von Dutton ein paar Seiten später sehr eindringlich beschrieben:

This human society can be described in ways that may seem quite specific -- or culture-specific -- when they are in fact as universal as the blinking reflex. Human beings, for example, are curious about their neighbors, like to gossip about them, pity there misfortunes and envy their successes. People everywhere tell lies, justify and rationalize their own behavior, exaggerate their altruism. Human beings like to expose and mock the false pretensions of others. They enjoy playing games, telling jokes, and using poetic or ornamented language. (Even joke-making has its specific universal characteristics: across cultures, and as I have observed in New Guinea, it is men, and not women, who have a tendency to enjoy directing joke insults to each other.) As Caroll reminds us in a claim that is not armchair speculation but has the backing of cross-cultural ethnography, "It is human nature to grieve at the loss of loved ones, to feel deep chagrin at failure and defeat, to feel shame at public humiliation, joy at the triumph over enemies, and pride in solving problems, overcoming obstacles, and achieving goals. It is human nature often to have divided impulses and to be dissatisfied even in the midst of success." Such an account of human nature, oriented more toward intensity and complexity of social life, is a useful adjunct to other evolutionary psychological views that emphasize physical survival.

As much as fighting wild animals or finding suitable environments, our ancient ancestors faced social forces and family conflicts that became a part of evolved life. Both of these force-fields acting in concert eventually produced the intensely social, robust, love-making, murderous, convivial, organizing, technology-using, show-off, squabbling, game-playing, friendly, status-seeking, upright-walking, lying, omnivorous, knowledge-seeking, arguing, clubby, language-using, conspicuously wasteful, versatile species of primate we became. And along the way in developing all of this, the arts were born.

Die menschliche Gesellschaft kann in einer Weise, die sehr spezifisch zu sein scheint - oder kulturspezifisch - beschrieben werden, obwohl sie in der Tat so universell ist wie der Blinkreflex. Menschen sind, zum Beispiel, neugierig auf ihre Nachbarn, neigen zum Klatsch über sie, bedauern ihr Unglück und beneiden ihre Erfolge. Die Menschen lügen überall, rechtfertigen sich und rationalisieren ihr eigenes Verhalten, übertreiben ihren Altruismus. Menschen mögen es, andere zu entlarven und zu verspotten, sich über die falsche Ansprüche anderer lustig zu machen. Sie genießen Spiele, erzählen gern Witze, gebrauchen gern eine poetische oder ausgeschmückte Sprache. (Selbst die Art, Witze zu machen, hat spezifische universelle Eigenschaften: quer durch alle Kulturen, und wie ich in Neu-Guinea beobachten konnte, sind es Männern und nicht Frauen, die gerne Witze über einander machen, die eine beleidigende Tendenz haben.) Wie Caroll uns durch eine Behauptung erinnert, die keine Sesselspekulation ist, sondern Unterstützung durch die interkulturelle Ethnographie bekommt: "Es gehört zur menschlichen Natur, über den Verlust von geliebten Menschen zu trauern, tiefen Verdruss bei Versagen und Niederlage zu spüren, Scham bei öffentlicher Demütigung, Freude am Triumph über Feinde und Stolz über die Lösung von Problemen sowie bei der Überwindung von Hindernissen und der Erreichung von Zielen zu empfinden. Es liegt in der menschlichen Natur, oft unterschiedliche Impulse zu verspüren und sogar mitten im Erfolg unzufrieden zu sein." Eine solche Darstellung der menschlichen Natur, mehr an der Intensität und Komplexität des sozialen Lebens orientiert, ist eine sinnvolle Ergänzung zu anderen evolutionären psychologischen Darstellungen, die das physische Überleben betonen.

Abgesehen von dem Kampf gegen wilde Tiere oder der Suche nach geeigneten Umgebungen waren unsere Vorfahren mit gesellschaftlichen Kräfte und familiären Konflikten konfrontiert, die ein Teil des entwickelten Lebens wurden. Beide ineinandergreifenden Kraftfelder haben schließlich die intensiv soziale, robuste, liebemachende, mörderische, gesellige, organisierende, Technologie verwendende, angeberische, streitsüchtige, spielliebende, freundliche, statussuchende, aufrecht gehende, lügende, allesfressende, wissenssuchende, argumentierende, Exclusivität suchende, Sprache benutzende, auffallend verschwenderische, vielseitige Arten von Primaten geschaffen, die wir wurden. Und ganz nebenbei, bei der Entwicklung all dieser Eigenschaften, wurden die Künste geboren.

» Denis Dutton: » The Art Instinct: Beauty, Pleasure, & Human Evolution, p. 45-46.



  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


Nachtrag 3, 26.04.2012
Heute habe ich noch einmal einen Blick auf dieses Bild geworfen. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Weg auch ein Fluss sein könnte. Damit hätten wir dann doch das Wasser im Bild, aber immer noch nicht das Paradies. Sollte sich die Geborgenheit des Hauses als Ersatz anbieten? Immerhin wirkt das ganze Bild doch ziemlich kalt und frostig.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


Nachtrag 4, 27.04.2012
Gestern Abend ist dieses Bild verwendet worden, um eine Kontemplation über den Begriff » Labsal zu unterstützen. Auffällig war, dass die Person auf diesem Bild, die unter anderem aufgrund der etwas ungünstigem Projektion einen Teilnehmer nicht sofort auffiel, von allen als nicht unserer Zeit zugehörig erkannt wurde, trotz der schlechten Bedingungen. Die Frage, woran das festgemacht werden kann, wurde nur kurz andiskutiert; sie ist sicherlich nicht einfach zu beantworten.

Leider ist erst im Anschluss an das Gespräch, außerhalb des Kreises, die Beobachtung mitgeteilt worden, dass sich die Person ja ganz offensichtlich in einer anderen Zeit befindet als das Haus. Das Haus macht einen eher gegenwärtigen Eindruck. Das ist eine wichtige Beobachtung, die mir selbst noch gar nicht so recht zu Bewusstsein gekommen ist - obwohl ich weiter oben schon darüber geschrieben habe:

Die Charakterisierung des Mannes als nichtmoderner Mensch unterstützt immerhin die Hypothese, es müsse sich hier um symbolisches Material handeln, obwohl das Haus durchaus in der Jetztzeit angesiedelt sein könnte.



  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 111   Top   No. 109 Nachtrag Museumsszenario, 27.11.2012


No. 13 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 14 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 15 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 16 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 17 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973
 


No. 18 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974
 


No. 19 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 110 95x123cm, 16.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 110 95x123cm, 16.02.1974
 


No. 20 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974
 


No. 21 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973
 


No. 22 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 22 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974
 


No. 23 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973
 


No. 24 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 24 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973
 


No. 25 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 25 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973
 


No. 26 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 26 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973
 


No. 27 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 27 » 110 95x123cm, 16.02.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 111   Top   No. 109




  Top    



   Breite No. 110      Max      800 px      500 px  


 Vorschau Groß        Listenansicht   • Max      800 px      500 px      

Öl       Papier       Skulpturen       Drucke       Alles       Winzig       Klein       Mittel       Groß       Riesig      

 
Home   Fotos   Galerie   Manifest   Credo   Texte   Blog   Bücher   Altar      English   Top


Suche nach search

 

Der gewöhnliche Hansel auf seinem langen Weg zu Gott.
Signatures joe
Werner Stürenburg: Entwicklung seiner Signatur

server time used 0.3657 s