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 Im Atelier 1983 (Fr. Riehl) · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Warum malen Sie?

Gute Frage. Offenbar will da etwas ans Licht, dem ich mich nicht entziehen kann. Die Malerei läßt mich nicht in Ruhe, also gebe ich nach. Ich suche nicht, ich untersuche nicht, ich experimentiere nicht, ich will nichts, ich mache mich einfach empfänglich und lasse kommen, mich überraschen. ( Spontaner Dialog 2004 )

Was stellen diese Bilder dar?

Meine Werke erzählen keine Geschichte, sie illustrieren keine Idee, sie sind keine Dekoration, sie beschäftigen sich nicht mit Kunst an sich, sie sind nicht willkürlich oder gewollt, sie wollen nicht provozieren. Sie sind also keine "moderne Kunst".

Was dann? Keine leichte Antwort. Sie sind offenbar bedeutsam und äußern sich wohl über das Leben an sich, über menschliche Existenz, über grundlegende Seinsfragen. Wer bin ich? Was tue ich hier? Wo stehe ich? Was ist wichtig?

Jedes Bild stellt sich zunächst für mich genauso rätselhaft und unverständlich dar wie für jeden anderen Betrachter auch. Im Laufe der Zeit ergeben sich durch den Dialog mit dem Werk immer mehr Einsichten, die die Faszination durch das Geheimnis nachvollziehbar werden lassen. Damit erschließt sich eine neue Dimension in der Kunst. Ein Titel würde diesen Prozeß behindern und wäre deshalb kontraproduktiv.

Diese Bilder wären ohne die Vorläufer der Moderne nicht denkbar und sind in hohem Maße den Kollegen » Rembrandt van Rijn, » Pablo Picasso und » Max Beckmann verpflichtet. ( Spontaner Dialog 1998 )

Wie kommen Sie darauf, dass sich irgendjemand für Ihre Werke interessiert?

Ich bin nicht anders als andere Menschen, und wenn mich diese Sachen ansprechen und bewegen, wird es auch andere Menschen geben, die dadurch angesprochen und bewegt werden. ( Spontaner Dialog 1973 )

Können Sie etwas zu den Druckgrafiken sagen?

Von der ersten Radierung  Nr. 230a1 existiert nur ein Probeabzug; dieser war verschollen, deshalb wurde die Radierung zunächst im Werkverzeichnis nicht berücksichtigt und musste später eingefügt werden.

Die Probezüge der Radierungen habe ich selbst auf der Lithopresse von Erich Engelbrecht gezogen; die Auflage wurde als Jahresgabe des Kunstvereins Bad Oeynhausen gedruckt, allerdings aus Kostengründen nur die Hälfte der geplanten Auflage, und zwar von einem professionellen Tiefdrucker, dessen Name mir entfallen ist. Die Probedrucke waren in Schwarz. Dieser Drucker, selbst ein Künstler, empfahl Braun als Druckfarbe, da sich dies erfahrungsgemäß leichter verkaufen lasse. Als Kompromiss wurde dann Schwarzbraun gewählt. Die Druckqualität der Auflage ist ausgezeichnet, wesentlich besser als die der Probeabzüge.

Von manchen Exemplaren, insbesondere den Aquatinten, gibt es auch Zwischenzustände. Für diese Technik habe ich mir zunächst einen klassischen Staubkasten gebaut, später aber neue Techniken entwickelt, die eben gerade nicht ein gleichmäßiges sattes, einförmiges und leicht eintöniges Schwarz erzeugen ( Nr. 235), sondern lebendige malerische Wirkungen ergeben ( Nr. 233).

Die kleinen Holzschnitte wurden von meinem Vater auf dem » Heidelberger Tiegel gedruckt, die großen von der Druckerei » Mail in Bünde. Vom Plakat zur Ausstellung in Löhne ( Nr. 601) existiert keine nummerierte Auflage.  Nr. 639 wurde in einer unbekannten Auflage unnummeriert mit Eindruck als Ausstellungsplakat für die Ausstellung der Galerie Hergeröder in Bielefeld gedruckt; ich selbst besitze davon ein leicht beschädigtes Exemplar.

Zusätzlich zur gedruckten und nummerierten Auflage von 110 Stück auf Bütten (100 für die Auflage und 10 Künstlerexemplare e.a.), die einzeln von Hand von mir individuell aquarelliert wurde, wurde später eine nummerierte und gerahmte Auflage von 100 Stück auf normalem Papier in Schwarz ohne Nachbearbeitung hergestellt. Ein Teil davon wurde als Weihnachtsgeschenk für die Kunden meiner Firma verwendet.

 Nr. 509 wurde zufällig von mir später in einer Schublade entdeckt; ich hatte den Stock völlig vergessen und konnte auch nicht mehr rekonstruieren, wann er entstanden ist. Als Kundengeschenk für die Ausstellung meiner Firma auf der » CeBIT 2003 ließ ich eine Auflage von 300 herstellen und widmete sie der Firma Jura-PC; es wurden allerdings nur wenige verschenkt. 1998 benutzte ich diesen Druck als Geschenk für eine Online-Umfrage. Die Herausforderung bestand darin, einen Titel für dieses Werk zu finden. ( E-Mail Juli 2008 )

Ist das Werkverzeichnis vollständig?

Nein. Bei der Anlage fehlte die Übersicht; später aufgetauchte Werke wurden und werden mit entsprechender Bezeichnung nachträglich eingefügt (wie 230a1).  Nr. 148 beispielsweise hat eine Rückseite, wie ich anlässlich eines Besuches beim Besitzer im Jahr 2000 überrascht feststellte; damals habe ich auch ein Foto davon gemacht, dieses aber noch nicht ins Werkverzeichnis eingefügt. So mögen noch weitere Werke auftauchen, die nachträglich eingefügt werden sollten.

So etwa 1975 habe ich einige Werke abgespannt und aufgerollt, um die Keilrahmen wieder benutzen zu können. Von diesen Werken gibt es keine Fotos, und ich habe auch keine Erinnerung daran. Eines Tages werde ich wohl die Rollen aufmachen. Zweifellos handelt es sich um Arbeiten, die ich damals für weniger gelungen hielt.

Es stellt sich natürlich immer die Frage, was aufgenommen werden soll oder nicht. Es gibt beispielsweise Zeichnungen nach Rembrandt, die ich nicht aufgenommen habe, weil es für mich Fingerübungen waren, die ich einmal meinte machen zu sollen. Dann gibt es einige Zeichnungen, die ich für und mit meinen Töchter gemacht habe, darunter je ein sehr schönes naturalistisches Porträt im Profil, die ich bisher nicht aufgenommen habe.

Aus meiner Schülerzeit gibt es eine ganze Reihe Kopien und sonstige Versuche, von denen ich auch nur je eins als Beispiel aufgenommen habe. An den Kopien sieht man beispielsweise nur, dass ich es ganz gut hingekriegt habe, nicht nur bei van Gogh( Nr. 2), und am anderen Beispiel ( Nr. 3), dass ich in der Schule nicht furchtbar viel lernen konnte und auch sonst kaum Ideen hatte. ( E-Mail Juli 2008 )





Biografie
1948  Geboren in Hohnhorst (Niedersachsen)
1983  One-Man-Show "Werner Stürenburg" » Leopold-Hoesch-Museum Düren
1984  Beteiligung Art Basel, Publikation  Basler Manifest
1985  15-teiliges Altar-Werk mit 4 Schauseiten
One-Man-Show "Mondzeit"



Notiz mit Portraitstudie aus dem mathematischen Seminar von Prof. » Dress. Aus: Stürenburg, Sammelband 1. Erinnerungen und Anekdoten. S. 11 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Notiz mit Portraitstudie aus dem mathematischen Seminar von Prof. » Dress. Aus: Stürenburg, Sammelband 1. Erinnerungen und Anekdoten. S. 11

 



 
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Der gewöhnliche Hansel auf seinem langen Weg zu Gott.
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Werner Stürenburg: Entwicklung seiner Signatur

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