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Papier   Klein   Alles        Breite No. 98     » Max     » 800 px     • 500 px      41x52 cm, Öl / Papier


180 cm - 71 inch

17x21"


Nr. 98:  41x52 cm (17x21"), Öl / Papier · 25.01.1974
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
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2014-06-26

Ich gehöre zwar der 68er-Generation an, aber wenn ich nicht irre, waren wir doch im Grunde ziemlich verklemmt. So gesehen ist dieses Bild sehr erstaunlich. Die mit extrem sparsamen Mitteln angedeuteten Gesichter sprechen Bände.

Ausnahmsweise finden sich einige Linien, die nicht auf Anhieb stimmen; glücklicherweise nicht unbedingt an kritischen Stellen, so dass das Werk insgesamt nicht als misslungen gelten muss. *

Normalerweise sind es die Karikaturisten oder Cartoonisten, die mit der sparsamen Mitteln eine ganze Geschichte erzählen können. Aber dies ist keine Karikatur und auch kein Cartoon. Picasso hatte durchaus auch Talent zum Karikaturisten, und viele seiner Werke, besonders in der Frühzeit, aber durchaus auch später, kommen einer Karikatur sehr nahe, manche sind sogar welche. Ich wüsste nicht, wie ich es machen sollte.

Wie kommt es aber, dass diese Zeichnung nicht als Karikatur oder Cartoon durchgehen kann? Was unterscheidet sie? Es ist offenbar der existenzieller Ernst, der völlig ungebrochen vorgetragen wird. Hier wird kein doppeltes Spiel getrieben, hier wird nichts auf die Schippe genommen, hier wird nicht Distanz vorgeführt, so dass man sich über die Protagonisten lustig machen könnte. Im Gegenteil: Man wird zur Identifikation aufgefordert. Es wird eine allgemeinmenschliche Beziehungsproblematik lapidar vorgetragen.

Trotz der Schwächen bin ich stolz auf das Bild. Dieser Stolz hat natürlich nichts mit Ego zu tun, denn ich wüsste gar nicht, wie ich so etwas machen sollte. Es ist gewissermaßen ein unpersönlicher Stolz - durch mich kam dieses Blatt in die Welt, und ich bin froh darüber. Wie das Weibliche und das Männliche charakterisiert sind - einfach köstlich! Vermutlich kann es nicht verbessert werden, selbst wenn man die Verzeichnungen kaschiert. Das könnte ich ja mal probieren.


 Vergleich: manipuliert (links) und Original (rechts) · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Wie erwartet ist der Unterschied unerheblich. Das Bild wird nicht besser dadurch.

Und was sagt es mir? Das Weibliche tritt dem Männlichen herausfordernd entgegen, nicht nur mittels körperlicher Reize, sondern vor allen Dingen durch die Körperhaltung und den Gesichtsausdruck. Die Herausforderung wird auch in der Distanzierung deutlich: Das Männliche wird keineswegs eingeladen, sondern eher auf Abstand gehalten. Von Hingabe oder der Bereitschaft dazu ist nichts zu bemerken. Das Weibliche ist sich seiner Stärke und Macht bewusst und entschlossen, diese zu nutzen.

Entsprechend bestürzt und verunsichert reagiert das Männliche, dass in seiner Bewegung zum Weiblichen deutlich gestoppt wird. Hier findet sich der Wunsch zur Hingabe und auch die Bereitschaft zur Aktivität, während Dominanz und Aggressivität völlig fehlen, ja sogar ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein lässt sich nicht konstatieren. Das arme Schwein ist völlig in der Hand seiner Partnerin, und das wird ihm wohl bewusst. So wie die beiden zueinanderstehen, kann daraus nur eine glückliche Beziehung werden, wenn er ein ausgesprochener Masochist ist; aber das scheint nicht der Fall zu sein. Das ist also ein Drama, ein fundamentales Unglück, das notwendigerweise Leid verursachen muss.

Nacktheit habe ich sehr früh begriffen als Fehlen von Rüstungen und Verkleidungen - in den frühen Selbstportraits ( Nummer 11,  Nummer 12) habe ich mich nackt dargestellt. „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“, lässt Mose Gott sprechen (» 1. Mose 2, 18). Der Mensch ist ein soziales Wesen und bedarf der Gemeinschaft. Insbesondere ist er auch ein sexuelles Wesen und bedarf der sexuellen Gemeinschaft. Insoweit er bedürftig ist, ist er abhängig. Und sofern er abhängig ist, begibt er sich in die Gefahr, verletzt zu werden.

Kann man dieses Bild aufhängen? Meine Wand ist ziemlich groß, kleine Bilder müssen bei der sich ergebenden Blickentfernung einigermaßen plakativ sein, scheint mir. Aber nichts geht über eine Probe aufs Exempel.


No. 2 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 69 41x52cm, 26.12.1973 » 16 42x30cm, 12.11.1972 » 98 41x52cm, 25.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 2 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 69 41x52cm, 26.12.1973 » 16 42x30cm, 12.11.1972 » 98 41x52cm, 25.01.1974
 


Na also, auch andere Arbeiten auf Papier können durchaus auf diese Entfernung wirken. Eine schöne bunte Wand, was vor allem durch die reich verzierten, höchst unterschiedlichen Rahmen bewirkt wird.

Interessant, dass nochmal  Nummer 69 ins Blickfeld kommt: Im Gegensatz zu meiner dortigen Analyse kann man hier nicht davon sprechen, dass die Frau den Mann nicht erreicht - im Gegenteil, er ist vollkommen auf sie fixiert, sie hat ihn im Griff.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 23.11.2011


No. 3 » 98 41x52cm, 25.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 3 » 98 41x52cm, 25.01.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Ein Blickfang in der ärmlichen Behausung; soll ja seit langem sehr schick sein, ist aber trotzdem ärmlich.


No. 6 » 98 41x52cm, 25.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 6 » 98 41x52cm, 25.01.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Das ist die Visitenkarte von Julia Buckingham Edelmann aus Chicago; durchklicken zu » Commercial -> Buckingham Interiors + Design Studio and Showroom. Es ist alles nur Dekoration. Kunst würde stören. Und wieder die nackten Backsteinwände und dünnen Fenster. Was ist daran nur so aufregend?

Die alte Fabrik, in der ich etwa 10 Jahre lang meine IT-Firma hatte, war auch schön (hohe Räume, viel Licht), aber sehr teuer. Die Heizkosten beliefen sich auf 12.000 DM im Jahr, wobei die obere Etage und von der unteren lediglich die Hälfte geheizt war - das Lager wurde nicht geheizt. Im Sommer wurde es oben zudem entsetzlich heiß - ebenfalls ein Resultat der mangelhaften Isolierung. Immerhin waren die Wände innen verputzt, es wirkte also nicht so provisorisch; der Teppichboden tat sein übriges. In der unteren Etage war er auch bitter nötig, denn die Kälte kam auch von unten.


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  Museumsszenario   No. 99   Top   No. 97 Nachtrag Museumsszenario, 30.11.2012


No. 9 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 9 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 10 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 10 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 11 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 98 41x52cm, 25.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 11 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 98 41x52cm, 25.01.1974
 


No. 12 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 13 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 13 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 14 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 14 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 15 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 16 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973
 


No. 17 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973
 


No. 18 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974
 


No. 19 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973
 


No. 20 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973
 


No. 21 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973
 


No. 22 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973
 


No. 23 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 98 41x52cm, 25.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


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