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Papier   Klein   Alles        Breite No. 86     » Max     • 800 px     » 500 px      52x41 cm, Öl / Papier


180 cm - 71 inch

21x17"


Nr. 86:  52x41 cm (21x17"), Öl / Papier · 12.01.1974
     

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2014-06-26

Was ich nicht alles gemalt habe! Eine Flinte! Wo ich doch so friedliebend und gewaltverachtend bin! Von Blatt zu Blatt habe ich mich gewundert. Es wollte sich einfach kein Schlüssel ergeben. *

Worum ging es hier? Anscheinend benutzte ich weiterhin Picasso als Initialzündung, um selber zur Produktion zu gelangen. Bei diesem Bild bin ich vollkommen ratlos. Ich muss spekulieren - Picasso kann ich diesmal nicht belasten. Oder haben die Musketiere Picassos wie bei einer Traumverschiebung zu dieser Flinte geführt? Sind die barocken Degenträger nun im Wilden Westen gelandet? Wieso?

Die Sache mit der Parallele zur Traumproduktion ist ja ganz nett, aber die verschiedenen psychologischen Schulen behaupten doch, dass alle diese Traummechanismen, die man glaubt aufgedeckt zu haben, einem Zweck dienen. Welchem Zweck sollte eine solche Tarnung hier dienen? Was soll damit ausgedrückt werden?

Am ehesten kann ich diese Sachen im Lichte der Bemerkung von » John Berger verstehen, wie ich sie in der Anmerkung zu  Nummer 57 zitiert habe: „[...] Malübungen - wie man sie etwa von einem ernsthaften jungen Künstler erwartet [...]“

Dabei fasste ich mich doch gar nicht als Künstler auf, es macht mir Spaß und Freude, aber auch Mühe und Bangen. Ich war ja auf der Suche nach mir selbst, nach meiner Aufgabe im Leben, und war mir nicht sicher, ob es die Mathematik ist oder das Lehramt. Andere Alternativen standen mir gar nicht zur Verfügung. Das es die Kunst sein könnte, kam mir nicht in den Sinn. Ich gab einfach nur den Drang nach, der sich über viele Jahre bemerkbar gemacht hatte, und malte irgendwas, durchaus ernsthaft, dass schon. Und es sollte mich natürlich zufrieden stellen, aber dieses Blatt wie auch die vorherigen, so verblüffend es ist, konnte mich nicht zufriedenstellen.

Nach wie vor finde ich es bemerkenswert, wie ich diesen Knaben auf den Stuhl gesetzt, wie sicher ich seinen Schuh skizziert habe, wie entschlossen er blickt, wie die Fläche gefüllt ist, wie dynamisch die Linienführung ist. An einer Stelle scheine ich mich korrigiert zu haben. Mitten auf seinem Bauch scheint ein Arm zu liegen, der da nicht hingehört.

Überhaupt ist der Körper sehr merkwürdig. Man kann die blaue Linie als ein großes M lesen. Was ist dann die darunterliegende rote Linie, die gelbe, die anschließt? Wird hier das M eingerahmt und hervorgehoben, genau wie durch die darüberliegende gelbe Linie? Ist dies der Rächer der Armen, ein » Superman, der seinen Emblem auf der Brust trägt?

Das wäre doch wirklich sehr merkwürdig, weil ich von dieser Figur gar keine Ahnung habe und auch keine Ambitionen, mich als Held à la » Karl May zu träumen. Immerhin fängt mein Geburtsname mit diesem Buchstaben an und da mein Vorname die Spiegelung ist, hatte ich im Kunstunterricht enorme Probleme, als die Aufgabe lautete, aus den Initialen ein Logo zu bauen. Selbst der Kunstlehrer, den ich schließlich zu Rate zog, musste passen.


No. 1 » 84 99x134cm, 09.01.1974 »Tête d
No. 1 » 84 99x134cm, 09.01.1974 »Tête d'homme (pour Jacqueline) II 92x73cm » 86 52x41cm, 12.01.1974
 


Auch an der Wand macht das Bild nichts her. Verglichen mit  Nummer 84 ist es geradezu mickrig.

Bekanntlich wird von manchen psychologischen Schulen alles mehr oder weniger sexuell interpretiert. Ein Schießgewehr ist somit enorm aufgeladen, noch dazu in der Hand eines Mannes. Dazu hält dieser Mann sein rechtes Bein sehr eigentümlich, indem er nämlich seinen rechten Unterschenkel auf den linken Oberschenkel legt, womit er fast eine Yoga-Position einnimmt und das Bein seinen Geschlechtsbereich wie ein Schild schützt.

Der Typ scheint auch Angst zu haben und entschlossen zu sein, sich zu verteidigen, obwohl die Situation noch nicht akut ist und er deshalb das Gewehr wiederum quer über seinen Unterleib halten kann und diesen damit zusätzlich schützt; zugleich wäre er in der Lage, das Gewehr schnell in Schussposition zu bringen, seine rechte Hand liegt direkt am Schloss.

Da er sitzt, scheint die Situation, vor der er auf der Hut ist, sich hinzuziehen. Wer weiß, wie lange er da schon sitzt und wie lange er noch sitzen muss. Es scheint sich ja um einen Innenraum zu handeln, der nicht möbliert ist, wobei er mit dem Rücken zu einer Raumecke sitzt. So etwas mutet ja wie eine Gefängniszelle an. Bewacht der etwa jemanden? Sehr, sehr eigenartig, das alles.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 20.09.2011


No. 2 » 86 52x41cm, 12.01.1974  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 85.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 2 » 86 52x41cm, 12.01.1974
 
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 85.
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No. 5 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 85 52x41cm, 12.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 5 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 85 52x41cm, 12.01.1974
 
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No. 8 » 86 52x41cm, 12.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 8 » 86 52x41cm, 12.01.1974
 
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No. 11 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 85 52x41cm, 12.01.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 11 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 85 52x41cm, 12.01.1974
 
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No. 14 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 14 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 15 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 16 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 17 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973
 


No. 18 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 86 52x41cm, 12.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 86 52x41cm, 12.01.1974
 


No. 19 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 20 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 21 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 22 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973
 


No. 23 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974
 


No. 24 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 24 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973
 


No. 25 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 25 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973
 


No. 26 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 26 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973
 


No. 27 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 27 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973
 


No. 28 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 28 » 86 52x41cm, 12.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


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