Anfang   : No. 75 [Taste y] Kommentar     No. 76   Kommentar     : No. 77  [Taste x] Kommentar   Ende
Öl   Klein   Alles        Breite No. 76     • Max     » 800 px     » 500 px      47x37 cm, Öl / Leinwand


180 cm - 71 inch

19x15"


Nr. 76:  47x37 cm (19x15"), Öl / Leinwand · 01.01.1974
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 125  » 126  » 148  » 206  » 77


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   No. 75   Top   No. 77

2012-12-07

Wieder eine Frau, diesmal flach in gelb statt in ocker gegeben, wobei die Nase gar nicht gestaltet ist, sondern einfach eine Aussparung ist und den Blick freigibt auf etwas, was darunter liegt; anscheinend ist hier „gearbeitet“ worden.

Die Flächigkeit des Gesichts wird durch die Gestaltung des Mundes etwas gestört und durch die Form der rechten Brust angegriffen; durch die Aussparung, die die linke Brust darstellt, wobei es sich anscheinend um den Hintergrund handelt, jedoch wieder in die Fläche zurückgebracht.

Aber alles das ist nebensächlich, offenbar ausschließlich Mittel zum Zweck, wobei sich der Zweck als die Ausstrahlung dieser Person darstellt, was durchaus unangemessen klingt, denn eine solche schablonenhafte Figur dürfte eigentlich nicht als Person bezeichnet werden. Dennoch ergibt sich diese Wirkung. *

Da sich die Manipulationen bei den vorherigen Bildern als hilfreich erwiesen, habe ich auch hier Experimente angestellt und Nase und Mund angepasst und schließlich verschiedene Varianten hinsichtlich des Busens ausprobiert. Die Ergebnisse sind meines Erachtens unbefriedigend. Die Überbleibsel des ersten, offenbar verworfenen Ansatzes, die man im Nasenschatten sieht, stören anscheinend nicht besonders. Der Mund ist natürlich für den Ausdruck sehr wichtig und hat durch meine einfache Manipulation einen anderen Ausdruck bekommen.

Schaut die Dame im Original zurückhaltend, skeptisch und unzufrieden, fast empört, so bekommt sie mit dem neuen Mund einen frischen, unternehmungslustigen, unbekümmerten, aber auch unbedarften Ausdruck. In Verbindung mit den Augen ergibt sich daraus eine Bewertung dessen, was die Frau sieht und auf das sie durch ihren Ausdruck reagiert. Was mag das wohl sein? Und: ist diese Änderung gut oder schlecht?

Sie ist ganz eindeutig schlecht, und zwar deshalb, weil der veränderte Ausdruck des Mundes nun im Gegensatz zum Ausdruck der Augen steht, die extrem weit aufgerissen sind und deshalb eher Angst und Schrecken als Unternehmungslust ausdrücken. Mund und Augen rufen also bei der neuen Version ein unangenehmes Gefühl hervor - zumindest erscheinen die Augen als willkürlich aufgerissen und nicht ganz stimmig. Sie bekommen daher einen Geschmack von schlechter Illustration, wie man sie aus minderwertigen Bilderbüchern oder stümperhafter Gebrauchsgrafik kennt.

Vergleich: Nase und Mund manipuliert (links) und Original (rechts) · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Vergleich: Nase und Mund manipuliert (links) und Original (rechts)

Auch der Oberkörper gewinnt nicht durch meine Manipulationen; der Verlust ist mehr oder weniger groß, aber auf jeden Fall vorhanden.

Vergleich: Brust geschlossen (links) und Original (rechts) · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Vergleich: Brust geschlossen (links) und Original (rechts)

In der veränderten Fassung leidet natürlich das Gleichgewicht durch den Wegfall der roten Farbe. Diese gibt der Originalfassung ein zusätzliches dynamisches Element - die Frau scheint sich auch noch etwas gegen die Bedrohung zu stemmen, die ihr den Schrecken einjagt.

Zugleich entsteht ein neues Element: Diese Form wirkt jetzt direkt als Brust, während die Assoziation zur Brust im Original im Widerspruch zum Augenschein steht. Infolgedessen besitzt die veränderte Fassung mehr erotische Ausstrahlung, und auch die zweite Brustform, die ja unverändert geblieben ist, wird dadurch ein wenig beeinflusst. Diese zweite Form ist ja ebenfalls nur indirekt als Brust zu lesen, denn erstens sitzt diese zu hoch und zu weit rechts, zweitens greift sie zu weit nach links, so dass der Ansatz fast in der Höhe des Schlüsselbeins landet. Die Schulter- und Armpartie wirkt infolgedessen wie ein Schlauch; sie ist dafür viel zu kurz, und wegen der realistischeren Assoziation fällt das bei der linken Version mehr auf.

Diese Schulter rechts ist merkwürdig gedrängt - das Bildformat hätte jedenfalls mehr hergegeben, und man könnte sich auch vorstellen, dass die Abschlusslinie die rechte untere Ecke trifft, genauso wie links die linke untere Ecke genau angepeilt wird. Auch diese Variante könnte man durchspielen und testen.

Vergleich: Schulter verbreitert (links) und Original (rechts) · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Vergleich: Schulter verbreitert (links) und Original (rechts)

Bei dieser Gelegenheit stellt sich heraus, dass der Beginn dieser Binnenlinie exakt in der Senkrechten liegt, die durch die rechte Pupille geht und mit dem Hals abschließt. Wegen der Vergleichbarkeit wollte ich die veränderte Version hier nämlich identisch gestalten.

Als ich das entdeckt hatte, musste ich natürlich überprüfen, wie es sich mit dem linken Auge verhält. Naja, und dann dachte ich, ich könnte nochmal eine Senkrechte durch die Nasenwurzel fällen (um die Irritation zu mildern, habe ich alle folgenden Linien unterbrochen). Als ich das Ergebnis sah, musste ich kichern. Das war natürlich typisch! Das Auge arbeitet so genau, als würde man mit Zirkel und Lineal arbeiten. Wozu braucht man eine Wasserwaage? Das Auge kann das genauso gut ohne Hilfsmittel. Einfach mit Gefühl.

Dann habe ich die Diagonale von links und nach rechts oben gezogen und musste mich vor Lachen schütteln. Einfach unglaublich! Dann habe ich die Senkrechte von der Brustform nach oben gezogen und - oh Wunder - den Ansatz des Knotens am Kopf getroffen. Das passt bei der veränderte Fassung natürlich nicht mehr. Und dann habe ich noch das Lot vom Augenwinkel links fallen lassen - man mag es ja kaum glauben, aber auch dieses Lot fällt nicht irgendwohin.

Eigentlich wollte ich ja über die Verlegung der Schulter reden, aber jetzt reitet mich der Teufel. Ich ziehe die andere Diagonale und es entfährt mir spontan ein: Nee, näh! Diese Diagonale berührt die andere Pupille und streift den Haaransatz - Gott sei Dank trifft sie ihn nicht genau, das wäre ja zu unheimlich.

Dabei hatte ich aus Versehen eine zusätzliche Taste gedrückt, die dafür sorgt, dass Linien genau senkrecht oder waagerecht gezogen werden können. Ich wusste gar nicht, dass das auch mit schrägen Linien funktioniert - die werden dann nämlich genau im Winkel von 45° gezogen. Und siehe da: Bingo! Ist ja nicht zu fassen! Diese Linie trifft genau den Ansatz von Hals und Gesicht, begrenzt den Mund, die Senkrechte von der Nasenwurzel trifft die Schnittlinie mit der Diagonalen von links unten nach rechts oben. Und als diese Linie da so schön auf dem Bild lag und die linke Bildkante traf, konnte ich nicht widerstehen, hier wiederum eine Waagerechte einzutragen. Naja, was soll ich sagen? Diese Linie trifft wiederum den oberen Ansatz des Haarknotens am Kopf und schneidet die Diagonale von links oben nach rechts unten genau an der Stelle, wo der Haaransatz ist.

Das brachte mich wiederum ins Nachdenken. War diese waagerechte Linie vielleicht der » Goldene Schnitt? Das sah mir nicht so aus. Aber wo war der? Ich rechnete den goldenen Schnitt aus und legte einen kleinen Kasten in dieser Höhe über das Bild auf der linken Seite und sah nichts. Ich schob ihn weiter rüber und nichts sah so aus, als könnte es dazu eine Beziehung haben: Die Augen waren viel zu hoch. Aber ganz rechts, da passte es! Der untere Ansatz des Knotens liegt genau im goldenen Schnitt. Man kann den Goldenen Schnitt natürlich auch von oben nehmen; ich probierte es und seufzte auf: Nein! Den Goldenen Schnitt habe ich zur besseren Unterscheidung grün eingetragen.

Naja, und weil es so schön ist, habe ich die andere Linie im Winkel von 45° ebenfalls eingetragen; sie streift den Mundwinkel und schneidet genau dort ihre Schwester; der Mund ist jetzt richtig eingekästelt. Außerdem verlässt diese Linie das Bild exakt an der Stelle, wo der Knoten von oben auf die Bildkante trifft. Da ich für diese Linien die Farbe des Rahmens genommen habe und der Knoten ebenfalls sehr dunkel ist, kann man diese Schnittstelle nicht erkennen. Damit muss natürlich auch die waagerechte Linie, die ich vorhin gezogen habe, diesen Punkt schneiden, was ich gar nicht bemerkt hatte.

Erraten Sie es schon? Diese 45°-Linie kann man natürlich auch von der oberen Ecke ziehen. Als ich links oben ansetzte und die Linie gezogen hatte und mir das Ergebnis anschaute, konnte ich nur noch sagen: Tja. Diese Linie tangiert das linke Auge und die Nasenwurzel. Das Ganze geht natürlich auch von rechts oben, und siehe da, nun wird die rechte Pupille und die Nasenspitze getroffen. Die verbindende waagerechte Linie unten schneidet das Kurvenstück am linken Halsrand genau in der Mitte.

Mal sehen, was es noch zu entdecken gibt. Die Waagerechte vom linken Augenwinkel schneidet die linke Pupille, das rechte Augeninnere, tangiert die rechte Pupille oben und schneidet das Zentrum des Knotens. Die Waagerechte vom Augenwinkel des rechten Auges tangiert die rechte Pupille unten, schneidet die Nasenwurzel, das linke Augeninnere und tangiert die linke Pupille von unten. Nun habe ich die Mittelsenkrechte genommen und mich gewundert, dass diese genau durch den Mundwinkel geht, aber das wussten wir ja schon, weil sich dort die 45°-Linien schneiden. Eine Überraschung bildet aber die Mittelwaagerechte; sie schließt mit der Nasenspitze ab.

Dann habe ich noch probiert, wie die Tangente vom Knoten an die Wange verläuft; mit gutem Willen trifft sie das Lot von der Nasenwurzel am unteren Bildrand, das nun seinerseits, wie ich erst jetzt bemerke, durch den Schnittpunkt der Diagonale von links und nach rechts oben und der 45°-Linie von rechts unten nach links oben geht. Ich sage jetzt nicht mehr dazu. Diese Tangente leuchtete mir noch nicht so ganz ein; ich probierte es dann mit der anderen Seite, und siehe da, jetzt hatte ich zwei Linien, die einen guten Eindruck machen und das Oval des Gesichts einfassen. Oh mei! Nun ist aber gut!

Und wie ist das jetzt mit der Schulter? Man könnte das wohl machen. Die Figur würde einen festeren Stand bekommen. Da aber der Haarknoten schon an die Bildkante stößt, wirkt diese Fassung etwas steifer. Die schmaleren Schultern lasten die Frau auch verängstigter erscheinen. Insgesamt wirkt die Originalfassung etwas besser, dynamischer, freier.

Vergleich: Zweite Brust entfernt (links) und Original (rechts) · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Vergleich: Zweite Brust entfernt (links) und Original (rechts)

Und was ist jetzt mit dieser Variante? Erst dachte ich, das geht in Ordnung, aber es dauerte nicht lange, bis ich merkte, dass das nicht stimmt. Durch die fehlende Linie wird das rote Loch bedeutsamer. Die Doppeldeutigkeit dieses Loches wird schwächer, die Qualität als Durchguck wird verstärkt. Dadurch bekommt das Bild eine stärkere Tendenz zur Flächigkeit, die zwar durch etwas Modulation im Bereich der Schulter aufgefangen wird, aber dennoch entsteht der Eindruck der Schablonenhaftigkeit. Dadurch leidet der Charakter der Persönlichkeit und das Ganze bekommt einen Anstrich von Absurdität.

Vergleich: Beide Brüste entfernt (links) und Original (rechts) · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Vergleich: Beide Brüste entfernt (links) und Original (rechts)

Bei dieser Variante sind nun alle Anklänge an Erotik verschwunden. Nichts irritiert mehr, eine gelbe Figur steht in einem roten Raum. Die Frisur deutet noch das Geschlecht an, nichts lenkt vom Gesicht ab, dessen Betroffenheit steht im Vordergrund, der Körper tut nichts zur Sache. Im Vergleich mit dem Original ist das ein Mangel. Das Auge schweift immer wieder nach rechts, weil diese Fassung angenehmer ist. Die sachliche Unklarheit - was denn dieser rote Ausschnitt zu bedeuten hat - stört nicht.

Was mag das wohl bedeuten, dass man durch ihre rechte Brust hindurchschauen kann auf den roten Hintergrund, und was mag es bedeuten, dass der Hintergrund feuerrot ist und sie knallgelb? Ich habe überlegt, ob man den roten Ausschnitt als positiv sehen könnte, als Gewandstück beispielsweise, so dass die Figur nicht durchlöchert wäre, aber das ist nicht haltbar. Wenn der rote Hintergrund eine Wand wäre, dann würde man durch das Loch die Wand sehen.

Und damit kann diese Person eigentlich keine Person mehr sein, denn Personen mit solch riesigen Löchern im Brustkorb hat es bis heute noch nicht gegeben. Dennoch wirkt diese Frau wie eine Person, und das ist auch kein Problem, denn es handelt sich ja offensichtlich nicht um eine Wiedergabe der Realität nach Augenschein, sondern um ein Bild, und Bilder haben ihre ganz eigene Realität: Sie stehen für etwas, so wie das Strichmännchen der Vorschulkinder für den ganzen Menschen steht, für Mama und Papa und alle anderen.

Insofern gleichen Bilder auch Träumen, wo es eben auch nicht auf Realismus ankommt, sondern auf Symbolik. » C.G. Jung unterscheidet zu Recht streng zwischen Zeichen und Symbol. Ein Verkehrszeichen oder ein Computer-Icon ist ein typisches Zeichen, nämlich eine Vereinbarung, auf die man sich geeinigt hat. Ein Zeichen steht für etwas, beispielsweise für die Anweisung, den Verkehr auf der Querstraße die Vorfahrt zu lassen, oder für den Druckbefehl, und erschöpft sich darin. Wer die Bedeutung nicht kennt, wird sie meistens nicht erschließen können, wer die Gebrauchsanleitung gelesen hat, weiß alles über das Zeichen. Das Zeichen ist also einfach nur Vereinbarung und Abkürzung.

Demgegenüber steht ein Symbol für einen nicht auslotbaren Sinnzusammenhang, der sich auch noch ändern kann. Ein sehr schönes Beispiel ist das Kreuz des Christentums. Es bedeutet etwas, es bedeutet aber vermutlich für jeden etwas anderes, und die Bedeutung kann sich ändern, und zwar nicht durch Verordnung und Vereinbarung, sondern durch Erleben und Erfahrung. Im Gegensatz zum Zeichen kann man ein Symbol nicht erklären.

Man kann es zwar erfinden und propagieren - das macht jede Organisation, die Einfluss gewinnen will und für diese Zwecke ein Logo braucht, ein Emblem, das sich zu einem Symbol entwickeln kann, wie beispielsweise das Hakenkreuz oder der Davidsstern oder Hammer und Sichel oder das Antikriegszeichen. Ob aus einem Zeichen ein Symbol werden kann, entscheidet nicht der Einzelne oder eine Organisation. Und möglicherweise kann aus einem Symbol auch wieder ein Zeichen werden, wenn nämlich die Konnotation wegfällt und nur noch eine Kurzbezeichnung gemeint ist, wie beim Zeichen für das Todesdatum, das eigentlich ein Kreuz ist.

Dieses Bild ist also nicht als Zeichen zu lesen, was einer realistische Darstellung entsprechen würde („dies ist meine Frau“), sondern als Symbol, als bildliche Erscheinungsform eines komplexen Bedeutungszusammenhangs, der sich nicht unbedingt rational erschließen muss, nichtsdestotrotz aber unmittelbar wirken kann. Mein Ansatz, Bilder rational verstehen zu wollen, ist also schon vom Grundsatz her beschränkt.

Nun bin ich ja keineswegs der Meinung, dass ein Bild Illustration von Gedanken ist; insofern ist diese Einsicht weder neu noch irritierend. Wenn auch das Ergebnis rationaler Bemühungen den eigentlichen Kern nicht erreichen kann, so darf man doch keineswegs darauf verzichten, sich ihm so weit wie möglich zu nähern. Die Manipulationen, die ich hier vorgenommen habe, haben mir geholfen, das Bild besser zu verstehen. Insbesondere haben sie gezeigt, dass das Gemälde, so wie es ist, optimal ist und nicht verändert werden könnte, ohne es zu verschlechtern oder etwas völlig anderes daraus zu machen.

Wie die Relikte unterhalb der Nase zeigen, ist dieses Bild nicht sofort auf Anhieb entstanden; nach anfänglichen Verwirrungen war es aber dann offenbar doch auf einen Schlag da. Der stilistische Bruch beim Mund ist vielleicht kein Fehler, sondern im Gegenteil eine wichtige Eigenschaft, denn im Gegensatz zu den Augen, die primitiv und archaisch anmuten, wirkt der Mund sensibel und ausdrucksvoll. Die Entschlossenheit und Empfindsamkeit der Person drückt sich weitgehend durch den Mund aus.

Ist es schon schwer, über Formen zu sprechen, so sind Farben noch viel weniger zu fassen. Rot ist ganz allgemein eine der wirksamsten Farben, und das kann man auch verstehen, da unser Blut rot und das Leben in Gefahr ist, wenn man große Mengen davon sieht. Rot ist außerdem mit großen Emotionen verknüpft, weil das Gesicht dann oft verstärkt durchblutet wird, etwa bei einem Wutanfall. Rot wird auch mit dem Feuer und der Hitze assoziiert, und auch wir selbst laufen rot an, wenn wir erhitzt sind. Gelb wiederum ist die Farbe des Sommers, der glühenden Sonne, des reifen Korns, des weiten Strandes, der verdorrten Steppe, aber auch der elenden Krankheit. Wer im Gesicht ganz gelb aussieht, dem geht es im allgemeinen nicht gut.

Hier ist allerdings offensichtlich, dass die gelbe Farbe nichts über die gesundheitliche Befindlichkeit der Person aussagt, eher vielleicht schon über ihre Gefühle. Zweifellos wartet da draußen irgendetwas, was sie erschreckt und fürchtet. Vielleicht ist es nur das Unbekannte, so wie auch im Traum oft starke negative Gefühle auftreten, ohne dass die Ursache zu erkennen wäre. Jung spricht in diesem Zusammenhang auch vom » Numinosen, dem Wirken und Willen des Göttlichen. Auf jeden Fall ist diese Person ganz präsent, ganz authentisch, ganz wach im Hier und Jetzt. Und sie ist auf der Hut.




Nachtrag Wohnungsszenario, 24.08.2011

No. 6 » 76 47x37cm, 01.01.1974  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 15,  » Nummer 19,  » Nummer 20,  » Nummer 21,  » Nummer 22,  » Nummer 37,  » Nummer 79,  » Nummer 80.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 6 » 76 47x37cm, 01.01.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Bilderwand in » Maryam & Max’s Modern Beachwood Canyon Home in Hollywood.

No. 9 » 76 47x37cm, 01.01.1974  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 30,  » Nummer 32,  » Nummer 35,  » Nummer 77.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 9 » 76 47x37cm, 01.01.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Ein Loft, kaum Bilder. Hier wohnen Musikfreaks ohne Kinder, der Stil nennt sich » Mid-Century techno-industrial. Rot ist ihre Farbe.




Nachtrag Museumsszenario, 06.12.2012

No. 12 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 13 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974
 


No. 14 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 15 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 16 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973
 


No. 17 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 76 47x37cm, 01.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 76 47x37cm, 01.01.1974
 


No. 18 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 19 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 20 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 21 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973
 


No. 22 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 22 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973
 


No. 23 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973
 


No. 24 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 24 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973
 


No. 25 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 25 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973
 


No. 26 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 26 » 76 47x37cm, 01.01.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 





  No. 75   Top   No. 77  



Anfang   : No. 75 [Taste y] Kommentar     No. 76     : No. 77  [Taste x] Kommentar   Ende
Öl   Klein   Alles        Breite No. 76     • Max     » 800 px     » 500 px      47x37 cm, Öl / Leinwand



 
5 Werke
Seite 1

Öl       Papier       Skulpturen       Drucke       Alles       Winzig       Klein       Mittel       Groß       Riesig      

 
Home   Fotos   Galerie   Manifest   Credo   Texte   Blog   Bücher   Altar      English   Top


Suche nach search

 

Der gewöhnliche Hansel auf seinem langen Weg zu Gott.
Signatures joe
Werner Stürenburg: Entwicklung seiner Signatur

server time used 0.0354 s