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Öl   Riesig   Alles        Breite No. 4a     » Max     » 800 px     • 500 px      210x130 cm, Öl / Nessel


180 cm - 71 inch

83x52"


Nr. 4a:  210x130 cm (83x52"), Öl / Nessel · 01.12.1968 · verschollen
     

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An der Wand mit:  
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2014-06-26

Auch hierbei handelt es sich um einen ironischen Protest, diesmal jedoch gezielt gegen einen schon damals hochgeschätzten Avantgardisten gerichtet: » Yves Klein.

Ich kannte nur wenig aus der Kunstgeschichte und hatte mich damit auch gar nicht beschäftigt. Auf einer ersten Sommerreise mit meiner neuen Freundin durch Skandinavien besuchte ich das » Moderna Museet in Stockholm und war wenig angetan. Insbesondere empörten mich zwei Werke von Klein, die später beide zu künstlerischen Protestreaktionen führten.

Die berühmten Naturschwämme, die er einfach auf eine Holzplatte montiert und anschließend gleichmäßig blau eingefärbt hatte, empfand ich als abgeschmackt. Das sollte ein bedeutendes Kunstwerk sein? Nur eine von den drei Arbeiten, die in Reaktion darauf Kunstschwämme benutzen, haben Eingang ins Werkverzeichnis gefunden - warum eigentlich? Möglicherweise waren die beiden anderen nicht mehr in meinem Besitz, als ich die fotografische Dokumentation begann.

Die sogenannten Anthropometrien Kleins andererseits, Abdrücke nackter Frauen, die der Künstler vorher blau angemalt hatte, ohne jeden anekdotischen Bezug, wo er also Menschen in ihrer Eigenschaft als erotische Objekte enterotisiert, instrumentalisiert und zum Werkzeug macht, führten zur gesprühten Umrisszeichnung meiner Geliebten Erika, die durch eine dicke Lage Nivea und eine Faschingsperücke geschützt war. Diese Perücke wiederum wurde anschließend in Werk  Nummer 6 verarbeitet. *


› No. 6   80x60x30 cm sold/verkauft
Diese Frau wird in ihrer Körperlichkeit sichtbar, man ahnt ihre Rundungen, man möchte ihren Leib anfassen, sie wird als Individuum fassbar, obwohl die Darstellung hochgradig anonym ist. Ihre Haltung ist höchst stilisiert, wirkt im oberen Teil segnend, obwohl aus dem unteren hervorgeht, dass sie auf dem Bauch liegen muss. Da das Bild aber senkrecht an der Wand hängt, ergibt sich ein gewisser Schwebezustand.

Und wiederum drängen sich mir Assoziationen zu religiösen Vorstellungen auf, in diesem Fall zu Schweißtüchern. Das liegt zweifellos an der merkwürdigen Patina, von der ich gar nicht sagen kann, wie sie zustandegekommen ist. Es wird die natürliche Begleiterscheinung der Sprühtechnik gewesen sein. Man erkennt, dass ich zwei verschiedene Farben verwendet habe: Rot und Schwarz, um die Umrisse zu beschreiben. Wie der Bildgrund entstanden ist, weiß ich nicht mehr, aber er trägt sehr stark zur Aura des Werks bei.

Verglichen mit den Anthropometrien Kleins wirkt dieses Werk sehr intim, konkret, verbindlich, während seine Arbeiten demgegenüber abstrakt und willkürlich anmuten. Diese Frau könnte man liebkosen, seine Abdrücke nicht. Hier ahnt man die Haut und die Schönheit, bei ihm ist diese gar nicht vorstellbar. Seine Werke wirken distanziert, abgeklärt, unterkühlt, dieses Werk wirkt warm und naiv. Seine Bilder sind Artefakte eines Happenings, wo der Künstler im Smoking zu Kammermusik zur Unterhaltung des Publikums die nackten Frauen als stimmengesteuerte Pinsel benutzt, um die Autonomie und Künstlichkeit der Kunst zu beweisen. Mein Bild ist eine Liebeserklärung, entstanden in der Intimität der Zweisamkeit.

Dies war eins der Werke, die ein Jahr später anlässlich der Wohnungsauflösung vor der Übersiedlung in die USA versteigert wurde. Ich glaube nicht, dass ich den Erwerber gekannt habe. Anhand der Symbolfigur erkennt man, wie groß das Bild ist und wie groß die Frau, deren Abbild hier zu sehen ist. In unserem kleinen Zimmer war natürlich kein Platz dafür, aber für das so genannte Berliner Zimmer der großen gründerzeitlichen Wohnung, in der wir Studenten mit Freunden lebten, war es ideal: Ein großes Durchgangszimmer, mit dem eigentlich wenig anzufangen war, das einem solchen Bild aber sehr schön zur Entfaltung verhelfen konnte.

Ursprünglich hatte ich das Bild wohl nicht aufnehmen wollen, später aber dann meine Meinung geändert und musste es dann wegen der chronologischen Ordnung notgedrungen dazwischenschieben - deshalb die eigenartige Werknummer. Da ich alle Berliner Werke vor der Abreise fotografiert hatte, um sie verschiedenen Kunsthändlern anzubieten, und diese Dias die Zeiten ebenfalls überdauert hatten, konnten auch Werke dokumentiert werden, die inzwischen verschollen sind. Was aus diesem Bild wohl geworden ist? Ob es wohl immer noch existiert? Als wir nach einem Jahr aus den USA wieder zurückkamen und unseren alten Freunden in Berlin einen Besuch abstatteten, wusste niemand mehr etwas davon.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 06.09.2011


No. 1 » 4a 210x130cm, 01.12.1968   Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 
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  Museumsszenario   No. 5   Top   No. 4 Nachtrag Museumsszenario, 18.12.2012


No. 4 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 4 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 5 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 612 195x100cm, 17.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 5 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 612 195x100cm, 17.10.1985
 


No. 6 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 6 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 7 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 7 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 8 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 8 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 9 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 9 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 10 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 10 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 11 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 11 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 12 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 13 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 13 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 14 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 14 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 15 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


No. 16 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 17 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 18 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


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