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Öl   Mittel   Alles        Breite No. 38b     » Max     » 800 px     • 500 px      100x80 cm, Öl / Leinwand


180 cm - 71 inch

40x32"


Nr. 38b:  100x80 cm (40x32"), Öl / Leinwand · 14.11.1973
     

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An der Wand mit:  
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2014-06-26

Wie das vorhergehende Gemälde ist dieses Bild für meine damaligen Verhältnisse recht groß. Für die kleinbürgerliche Umgebung, aus der ich stamme, ist so etwas riesig. Ich kannte niemanden, der ein Bild dieser Größe besaß.

Das Format ist wie die Machart von Picasso geklaut, beziehungsweise genauer gesagt: vom französischen System. Denn in Frankreich gibt es, anders als in Deutschland oder sonst in der Welt, Standardmaße für Gemälde, und an diese Standardmaße hat sich Picasso normalerweise gehalten, wenn nicht gerade etwas Außergewöhnliches wie eine Auftragsarbeit anstand, beispielsweise das große Bild für den spanischen Pavillon der Weltausstellung, dessen Maße sich nach der vorhandenen Wand richteten (» Guernica).

Diese Uniformität der verwendeten Abmessungen muss jedem auffallen, der sich ein bisschen wie Picassos Werk beschäftigt. Offensichtlich verzichtete er bewußt darauf, seine Kreativität in dieser Hinsicht auszuleben. Das hatte er wohl nicht nötig. Mir hat das offenbar imponiert. Da mir die Maße weitgehend gleichgültig waren, bin ich gerne seinem Vorbild gefolgt.

Zurück zu diesem Bild: Wenn man so will, ist das eine naive Auseinandersetzung mit dem Kubismus. Bis heute habe ich nicht verstanden, was am Kubismus so toll sein soll. Vor ein paar Wochen habe ich ein Büchlein von » David Hockney entdeckt, in dem dieser den Wert des Kubismus als Künstler der nächsten Generation neu zu definieren versucht (» Picasso. Fünf Essays über Picassos Werk, ISBN 978-3929096033). Das hat mich nicht besonders überzeugt.

Der Kubismus war nach meinem Verständnis vor allem eine Brechstange, um aus dem Korsett des Naturalismus ausbrechen zu können. Als Methode ist er meines Erachtens wertlos. Die inhaltliche Leere kubistischer Arbeiten hat mich immer gestört.

In diesem Sinne ist das Bild wenig kubistisch. Diese Frau hat trotz aller manieristischen Konstruktionsmittel Persönlichkeit und Seele. * Sie sitzt in einem dunklen Verließ, ist wie mit Spinnweben eingesponnen und scheint über ihr trauriges Schicksal nachzusinnen. Ein Auge ist als Stern, das andere als Muschel gebildet, und an der Nasenwurzel findet sich ein kreisrundes Mal. Damals wusste ich sicher noch nicht, dass Hindus damit den Sitz des geistigen Auges kennzeichnen, mithilfe dessen man Kontakt zu Gott finden können soll.

Die Farben stammen alle aus dem warmen Erdbereich. Räumliche Modellierungen finden sich selten, räumliche Effekte kommen in der Regel durch Konfrontation geometrischer Flächen zustande. Diese sind vielfältig gemustert und ornamentiert. Neben der Gestaltung der Haarpracht, der Arme und Hände fällt vor allem die der ungleichen Brüste auf. Es finden sich auch Linien und Knoten, wie Picasso sie Ende der Vierzigerjahre eine Zeit lang zu lieben pflegte. Besonders bemerkenswert ist das dynamische pfeilartige Zeichen links von ihrem rechten Auge, das auf dieses zeigt und nicht in diese kubistische Konstruktion eingebunden ist.

Das Bild hat Rhythmus und Struktur, bietet schöne Farbklänge, ist lebendig gemalt, und je länger ich es betrachte, desto besser gefällt es mir, aber im Grunde ist es völlig absurd. Warum sollte man eine lebendige Person mit Gefühlen und Gedanken, Hoffnungen und Wünschen auf diese Art darstellen? So etwas kann man ja noch nicht einmal Darstellung nennen. Glücklicherweise wird in diesem Bild die Person nicht beschädigt, verhöhnt oder gequält, aber mehr kann man zu dessen Verteidigung nicht vorbringen. Kein Wunder, dass ich nicht richtig zufrieden war.

Außerdem konnte ich das Gefühl nicht loswerden, gar nicht begriffen zu haben, worum es beim Kubismus eigentlich geht. Dieses Bild wäre also nur eine Formübung, wie wir sie etwa in der Schule gemacht hatten, wenn es darum ging, mit den primitiven Mitteln von Tusche und Feder unterschiedliche Strukturen wie Holz, Fell oder Wasser nachzuahmen. In solchen Disziplinen würden Dekorateure und Illustratoren sich hervortun wollen - für Künstler musste es andere Ziele geben.


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Nachtrag 17.04.2011

Anlässlich der Konfrontation von  Nummer 161 mit » dem schwarzen Quadrat von » Malewitsch stieß ich auf » Ljubow Sergejewna Popowa, die mir bis dahin unbekannt war. Eines ihrer Bilder reizte mich zur Gegenüberstellung mit 38b.


No. 1 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973
 


No. 2 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 2 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973
 


No. 3 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 3 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973
 


No. 4 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 4 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973
 


Dazu könnte ich nun viel sagen, aber es reicht mir zu sehen, dass mein Bild sich gut halten kann. Den Rahmen habe ich hier bei ganz bewusst schlicht gewählt. Mal sehen, wie sich die Sache mit einem etwas prächtigeren Rahmen ausnimmt.


No. 5 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 5 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973
 


No. 6 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 6 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973
 


No. 7 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 7 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973
 


No. 8 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 8 » Popowa: Sitzender weiblicher Akt 106x87cm. 1913 » 38b 100x80cm, 14.11.1973
 


Diese Übung macht mein Bild natürlich nicht besser, aber sie zeigt, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen und der ganze Kubismus doch ein ziemlicher Krampf und im Grunde ausgesprochen absurd war.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 02.08.2011


No. 9 » 38b 100x80cm, 14.11.1973  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 26,  » Nummer 28,  » Nummer 41.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 9 » 38b 100x80cm, 14.11.1973
 
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 26,  » Nummer 28,  » Nummer 41.
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


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  Museumsszenario   No. 39   Top   No. 38a Nachtrag Museumsszenario, 11.12.2012


No. 12 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 13 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 13 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 14 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 14 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 15 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 16 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 17 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 22 70x43cm, 28.09.1973
 


No. 18 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 38b 100x80cm, 14.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 38b 100x80cm, 14.11.1973
 


No. 19 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 20 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 21 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 22 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 36 100x79cm, 04.11.1973
 


No. 23 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 37 80x60cm, 07.11.1973
 


No. 24 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 24 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 33 95x81cm, 27.10.1973
 


No. 25 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 25 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 20 66x131cm, 20.08.1973
 


No. 26 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 26 » 38b 100x80cm, 14.11.1973 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


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