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Öl   Klein   Alles        Breite No. 24     » Max     • 800 px     » 500 px      67x51 cm, Öl / Nessel


180 cm - 71 inch

27x21"


Nr. 24:  67x51 cm (27x21"), Öl / Nessel · 04.10.1973
     

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An der Wand mit:  
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2014-06-26

Und schon bin ich anscheinend wieder zurück beim Portrait, diesmal aber ohne Vorbild. Und ich habe keine Ahnung, wie ich die Frau habe so locker in Szene setzen können. Insofern ist dieses Bild durchaus schon ein Beleg für die vollkommene Hingabe an den Malprozess, den ich erst noch würde bewusst lernen müssen. *

Zweifellos hatte ich wieder meine schöne Freundin im Sinn, die damals einen Pony trug; auf dem Foto war dies nicht der Fall. Merkwürdigerweise sind die Augen ganz schwarz und tot, und auch der Mund ist schwarz oder zumindest sehr dunkel geschminkt - nach dem vorliegenden Scan zu urteilen, jedenfalls. Gesicht und Hände sind demgegenüber weiß.

Die Frau sitzt anscheinend in einem Ecksofa. So etwas besaßen wir gar nicht. Hinter ihr scheint sich eine Wandecke zu befinden, allerdings ist die schräg. Den rechten Arm hat sie aufgelegt, die Hand hängt leblos herunter.

Die Malweise der Hand erinnert mich ein bisschen an » Max Beckmann, und ich kann es nicht vermeiden, dass mir dabei sofort die Anekdote einfällt, von der er in seinem Tagebuch erzählt. Käufer hatten ihm ein Bild zur Überarbeitung zurückgebracht, weil sie die Anzahl der Finger nachgezählt hatten. Es war einer zu viel, er musste sein Bild korrigieren und bezeichnete die Operation als Amputation. Diese Anekdote kannte ich zu dem Zeitpunkt noch gar nicht - genau dasselbe ist Picasso übrigens auch passiert, wie ich erst vor ein paar Jahren erfahren habe, und auch er hat dem Wunsch der Besitzer stattgegeben, obwohl er doch sonst so abweisend war.

Und tatsächlich: Sie hat doch sechs Finger an ihrer Hand! Ist ja nicht zu fassen! Da ich der Besitzer bin und keinen Anstoß daran nehme, es ja gar nicht bemerkt habe, wird es auch so bleiben. Ansonsten sitzt sie in einer königlichen Haltung, geschmückt mit einer Kette, die ein gewaltiger Anhänger ziert, aber merkwürdigerweise scheint der linke Arm zerlumpt zu sein. Die linke Hand ruht auf ihrem Oberschenkel.

Die Haare wirken wieder wie eine Perücke, das Kinn scheint zu kurz zu sein, an der Nase habe ich korrigiert (am Kinn vielleicht auch), ihr Hals scheint durch einen Schal oder Rüschen bedeckt zu sein. Möglicherweise ist die weiße Gesichtsfarbe über etwas drübergepinselt, was man noch ganz leicht ahnen kann. Sie schaut unbestimmt vor sich hin.

Auffällig ist der großflächige rote Hintergrund, der mit dem roten Unterkleid korrespondiert, das am zerlumpten linken Arm sichtbar wird. Die Atmosphäre ist insgesamt etwas traurig und hoffnungslos. Wäre das Bild aus der blauen Periode von Picasso, handelte es sich um eine Prostituierte oder Absinthtrinkerin, womit eine Alkoholikerin gemeint wäre.

Die Farbe ist an vielen Stellen gar nicht überzeugend, zum Beispiel das Braun des Sofas, besonders um ihre rechte Hand herum. Dafür überzeugt das Kleid an vielen Stellen. Der linke Arm wirkt etwas abgeschnitten, die rechte Hüfte ist ebenfalls etwas knapp.

Diese ganze Diskussion ist aber sehr merkwürdig, da die späteren Bilder so überzeugend wirken, obwohl überhaupt nichts stimmt, wenn man sie mit ähnlichen Augen betrachten würde. Warum drängt sich der Eindruck hier überhaupt auf? Liegt es daran, dass die Malweise eine realistische Darstellung suggeriert, lediglich auf eine etwas freizügige Weise? Aber dann müsste ja jegliche unrealistische Darstellung per se überzeugend wirken, was ja auch nicht der Fall ist.

Ich fürchte, hier stößt die Sprache und die Analyse an Grenzen. Warum wirkt beispielsweise ihre rechte Hand im oberen Bereich weniger überzeugend als im unteren, obwohl ja nicht nur ein Finger zu viel ist, sondern die angedeuteten Fingernägel zuweilen gar nicht an der richtigen Stelle sitzen?

Demgegenüber wirkt ihre linke Hand überzeugender, aber zugleich weniger ausdrucksvoll. Der Übergang zwischen ihrem linken Oberarm und dem Unterarm ist für mein Empfinden durchaus in Ordnung, sachlich gesehen jedoch völlig unbefriedigend. So gesehen ist es erstaunlich, dass ich den Mut gefunden habe, das Bild so stehen zu lassen, wie es ist.

Obwohl es also viele Hinweise gibt, dass das Bild ein Portrait ist, hat es abgesehen von Äußerlichkeiten doch keinerlei Ähnlichkeiten. Diese Frau ist mir vollkommen fremd und ist es immer gewesen. Möglicherweise habe ich ein Portrait vorgehabt, und es ist mir nicht gelungen.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 04.08.2011


No. 1 » 24 67x51cm, 04.10.1973  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 25,  » Nummer 38a.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 24 67x51cm, 04.10.1973
 
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 25,  » Nummer 38a.
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  Museumsszenario   No. 25   Top   No. 23 Nachtrag Museumsszenario, 12.12.2012


No. 4 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 4 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 5 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 5 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 6 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 6 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 7 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 7 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 8 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 8 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 9 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 9 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 10 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 10 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 11 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 11 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 12 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 22 70x43cm, 28.09.1973
 


No. 13 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 24 67x51cm, 04.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 13 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 24 67x51cm, 04.10.1973
 


No. 14 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 14 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 15 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 16 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 17 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 20 66x131cm, 20.08.1973
 


No. 18 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 24 67x51cm, 04.10.1973 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


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