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Öl   Klein   Alles        Breite No. 2     » Max     » 800 px     • 500 px      38x52 cm, Öl / Leinwand


180 cm - 71 inch

15x21"


Nr. 2:  38x52 cm (15x21"), Öl / Leinwand · 01.01.1963   Privatbesitz
Kopie nach van Gogh: Les roulottes, campement de bohémiens aux environs d'Arles
     

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An der Wand mit:  
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2014-06-26

Da die Buchdruckfarben offenbar nicht geeignet waren und man dem Sohn mit richtigen Künstlerölfarbe vielleicht eine Freude machen könnte, schenkten meine Eltern mir zu Weihnachten ein Sortiment Künstlerfarben. Selbstredend durften diese teuren Materialien nur zu einem guten Zweck verwendet werden. Eine » van-Gogh-Kopie schien akzeptabel. Die Vorlage hatte ich vermutlich aus dem damals abonnierten Schülermagazin 'Liliput', das jeden Monat ein moderat-modernes Kunstwerk vorstellte.

Viele Jahre später bog ich eines Tages in einem Pariser Museum um die Ecke und war wie vor den Kopf geschlagen: Da hing doch 'mein Bild' an der Wand! Das » Original musste etwa so groß sein wie meine Kopie, denn sonst hätte ich das Bild an der Wand nicht auf den ersten Blick für meines halten können. Dank Internet fand ich nun heraus, dass das Original im Musée d'Orsay hängt; man kann es auf dessen Webseite aufrufen und es werden sogar die Maße angegeben: 45x51cm. Meine Kopie entspricht mit 38x51cm exakt der Breite, aber nicht der Höhe - beim Vergleich sieht man auf den ersten Blick, dass ich den Vordergrund etwas verkürzt habe, was dem Bild aber nicht schadet. Vermutlich hat mein Vater die Leinwand gebastelt. Kannten wir damals die Dimensionen des Originals? Hat er die berücksichtigt? Keine Ahnung. Es ist nicht anzunehmen, dass die Maße in der Schülerzeitung genannt wurden; das ist selbst bis heute noch nicht einmal in Büchern üblich.

Van Gogh verbraucht enorm viel Farbe, das sieht man sogar auf einer einfachen Reproduktion in einem Schülermagazin, und ich habe mich erfolgreich bemüht, diese Plastizität nachzuahmen, wie man sehen kann. Infolgedessen waren die Farben anschließend fast alle. Vorbei der Spaß! Mein Vater hatte aber ein Einsehen und präsentierte eine Lösung: Er kaufte mir das Bild für 20 DM ab. Damit konnte ich neue Farben kaufen. Es blieb aber sein einziger Erwerb, woraus ich schließe, dass er erstens das Bild gelungen fand und es mochte, zweitens aber keine Serienproduktion wünschte. Er war ein sparsamer Mann. Bei seinem Tode fiel das Bild wieder an mich zurück. Bei mir heißt es 'Zigeunerwagen', das Museum nennt es 'Les roulottes, campement de bohémiens aux environs d'Arles'. *

Das Geheimnis, wie van Gogh sich einen derartigen Farbenverbrauch leisten konnte, habe ich erst kürzlich gelöst: Sein Bruder hat ihm gegen Überlassung aller damit produzierten Kunstwerke sämtliche Materialien kostenlos zur Verfügung gestellt und darüber hinaus einen monatlichen Betrag zur Lebenshaltung, der größer war als der Monatsverdienst des von van Gogh portraitierten Briefträgers, der damit eine fünfköpfige Familie zu unterhalten hatte. Soviel zur Legende, dass van Gogh ein armer Schlucker war, der aus finanzieller Not sein Ohr abschneiden musste, um die Prostituierte zu bezahlen.

Meine Eltern haben sich vermutlich nicht viel dabei gedacht, als sie mir die Farben schenkten, genauso wenig wie ich selbst. Ein anderes Mal wünschte ich mir ein Akkordeon, weil auf einem Foto des Zwei- oder Dreijährigen ein Jüngling mit Schifferklavier zu sehen war und ich mich dunkel an Glücksgefühle erinnerte. Meine Eltern erkundigten sich und deuteten dann an, dass ein Akkordeon sehr teuer sei und ich mir etwas anderes überlegen solle; da ging mir auf, dass eine Gitarre überhaupt sehr viel schicker sei - ich kam langsam in das Alter, wo man Musik hörte und für Bands schwärmte. Das schien wohl in Ordnung zu sein. Als ich dann doch ein (gebrauchtes) Akkordeon bekam, war ich leicht enttäuscht.

Ein solches Geschenk ist keine Verpflichtung und legt nicht fest. Ich bin ja auch kein Musiker geworden, obwohl ich mich um dieses Instrument ernsthaft bemüht habe - genausowenig hätte ich wegen dieses Geschenks nun ein Künstler werden müssen, zumal mich meine Eltern nicht sonderlich ermutigt haben.

Die Kopie nach van Gogh ist nach meiner Einschätzung sehr gut gelungen. Ich habe dazu nicht geübt und keinerlei Probleme wahrgenommen, sondern einfach ganz unbedarft losgelegt und das Bild heruntergepinselt. Erstaunlich! Aber das will ja nicht viel heißen, jugendliche Talente müssen sich bewähren. Das Bild ist nicht signiert, das Original auch nicht. Es ist auch nicht datiert; das Datum 1. Januar soll signalisieren, dass es sich hier um eine Schätzung handelt. Als ich die Farben bekam, war ich vermutlich 14 oder 15 Jahre alt, vielleicht auch jünger.

Es war meine erste Kopie und ist hier stellvertretend für alle anderen aufgenommen worden, die ich in meinem Elternhaus angefertigt habe. Angesichts der vielen Jahre, die ich dort noch verbracht habe, war ich nicht besonders fleißig. Ich hatte offenbar nicht vor, Künstler zu werden.


» Reproduktion laut Musée d’Orsay. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 2 » Reproduktion laut Zeno.org · © Copyright Werner Popken. 
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No. 3 » 2 38x52cm, 01.01.1963  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 3 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft
 


Wie man sieht, ist die Reproduktion von Farben schwierig. » Zeno hat sogar links etwas abgeschnitten.

Was mein Gemälde betrifft, so scheint es mir ganz eindeutig viel zu hell und strahlend zu sein. In meiner Erinnerung kommt es dem Original sehr nahe, aber das will nicht viel heißen - eine verlässliche Aussage kann man nur machen, wenn man beide Gemälde nebeneinanderhält. Deshalb haben die Maler früher ihre Kopien im Museum gemacht. Auch heute noch kann man das manchmal sehen.


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Nachtrag Wohnungsszenario, 09.08.2011


No. 4 » 2 38x52cm, 01.01.1963   Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 1.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 4 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft
 
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 1.
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Auf diese Distanz wirkt der van Gogh nicht so überragend. Immerhin hängt da was - das Originalfoto zeigt eine leere Wand.


No. 7 » 2 38x52cm, 01.01.1963   Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 7 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. So ist das schon besser; im Originalfoto ist an dieser Stelle eine weiße Uhr.


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No. 10 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 10 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 11 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 612 195x100cm, 17.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 11 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 612 195x100cm, 17.10.1985
 


No. 12 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 13 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 13 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 14 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 14 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 15 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 16 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 17 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 18 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 19 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 20 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 21 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 2 38x52cm, 01.01.1963  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft
 


No. 22 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 22 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 23 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 23 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 24 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 24 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


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