Anfang   : No. 179 [Taste y] Kommentar     No. 180   Kommentar     : No. 181  [Taste x] Kommentar   Ende
Öl   Klein   Alles        Breite No. 180     » Max     » 800 px     • 500 px      58x47 cm, Lack / Hartfaser


180 cm - 71 inch

23x19"


Nr. 180:  58x47 cm (23x19"), Lack / Hartfaser · 22.08.1974, Rückseite von » 185
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 182  » 185


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   No. 179   Top   No. 181

2014-06-26

Es gibt erstaunlich viele humoristische Elemente; den Hutschmuck in diesem Bild zähle ich dazu. Im Grunde ist es komisch, wie der 'Förster' von oben auf den Betrachter herabblickt, obwohl er sich doch mit ihm auf einer Höhe befindet, und wie ernst er sich selbst nimmt. *

Ja, er nimmt sich selber ernst, aber diese Haltung hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, sondern eher mit Fürsorge. Er nimmt nicht sich selbst als Person ernst, er kümmert sich um sein Seelenheil.

Ja, es ist sogar eine gewisse Unsicherheit zu bemerken, eine Bereitschaft, alles fallenzulassen und zu ändern, sollte sich eine Tür öffnen und einen Weg erkennbar werden, der zum Heil führt, oder vorsichtiger gesagt: zu mehr Heil.

Bemerkenswert ist doch vor allem der starre Blick, der so unbedingt dem Betrachter in die Augen schaut und im Grunde eher um Hilfe heischt als bezwingen will. Diese Offenheit des Blicks ist sehr ungewöhnlich, die leicht aufgerissenen Augen verraten auch ein bisschen Angst. Dieser Mensch ist eigentlich in Not.

Diese Not ist freilich hintergründig. Oberflächlich ist der Mann gut genährt, einigermaßen gut gelaunt und zufrieden, er würde vielleicht gar nicht zugeben wollen, dass er in Not ist. Dass er so von oben herabblickt, ist vielleicht auch ein Teil seiner Schutzstrategie. Es geht niemanden etwas an, dass es etwas in ihm gibt, was nagt, was ihn leiden lässt. Das macht ihn ja auch bedürftig, und das möchte er nicht sein.

Eigenartig, dass ein so einfaches Gesicht, im Grunde wenig mehr als ein Mondgesicht, Punkt-Punkt-Komma-Strich, so viel auszusagen vermag. So habe ich gar kein Problem damit, diese Strichzeichnung als Person zu interpretieren, ihre Seelenregungen wahrzunehmen, ja ich kann mich dagegen gar nicht wehren, ich kann nicht davon absehen und das Ganze etwa nur als Ansammlung von Farbe wahrnehmen.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 181   Top   No. 179



  Simulation Wohnumgebung   No. 181   Top   No. 179 Wohnungsszenario


No. 1 » 180 58x47cm, 22.08.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 180 58x47cm, 22.08.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Das Werk des Innenarchitekten » Maurício Arruda aus São Paulo, Brasilien: » Residência alemeda campinas.


No. 4 » 180 58x47cm, 22.08.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 180 58x47cm, 22.08.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. In der Art eines » Kuriositätenkabinetts oder » Kleinodien-Schranks des Barockzeitalters.


No. 7 » 180 58x47cm, 22.08.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 180 58x47cm, 22.08.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Aus der Wohnung voller Kunst und Design der Kuratorin Consuelo Cornelsen: » Arte e design no lar de uma curadora.


No. 10 » 180 58x47cm, 22.08.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 180 58x47cm, 22.08.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Eine andere Ansicht derselben Wohnung in » Curitiba, Hauptstadt des im brasilianischen Bundesstaates » Paraná. Die Bilder, mit denen diese Kuratorin ihre Wohnung bestückt hat, sind teilweise so grell und brutal, dass man sich fragen muss, welche ästhetischen Kriterien sie damit befriedigt. Die deutsch-persischen Fotografin » Patricia Parinejad soll sie mit » Frida Kahlo verglichen haben, was sie mit Stolz erfüllt. Apropos: » Fotografin Patricia Parinejad: Bilder von fabelhaften Geisterbäumen - die Kommentare der Zeit-Leser sind ziemlich vernichtend.


No. 13 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Das Bild, das ich hier über dem Bett mit 214 ersetzt habe, zeigt, was ich meine. Hauptsache bunt.

  Wohnzimmer Cornelsen · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Oder etwas genauer: Zunächst werden die Möbel ausgesucht, und zwar offensichtlich nach Designgesichtspunkten, mit kräftigen Farben. In meiner Kindheit pflegte man zu sagen: Rot, Grün, Blau, das ist des Kaspars Frau. Das war natürlich abwertend gemeint, in dem Sinne, dass Kaspars Frau eben keinen Geschmack hat, oder allenfalls einen bäuerischen.

Dasselbe meinte Microsoft in den Anfängen der Windows-Programmierung mit VisualBasic, als man glaubte, die damals grassierenden Übertreibungen hinsichtlich der Farben und Größe der Buttons beispielsweise mit dem Hinweis steuern zu können, dass knallige Farben und grobe Formen üblicherweise für Kleinkinder-Produkte gewählt werden, während Farben und Formen ja dezenter werden, je älter die Zielgruppe und je teurer die Produkte, wobei man teure Parfüms oder teure Uhren als Beispiel nannte, damit die dummen Programmierer einen ersten Begriff von Geschmack und Design bekämen.

So scheint diese Kuratorin zu arbeiten. Zunächst einmal mächtig auf die Pauke hauen: »Starke und lebendige Farben sind definitiv eine der Leidenschaften der Design-Expertin.« Der Rest ergibt sich dann von selbst. Denn wenn die Farben erst mal da sind, ist es für die Frau von Welt leicht: Man kleidet sich Ton in Ton.

Demgemäß werden die Gemälde und sonstigen Decoobjekte danach ausgesucht, dass die dominanten Farbakzente der Desingmöbel sich exakt in den Gemälden wiederfinden, und zwar am besten in derselben Betonung. Im Wohnzimmer ist ganz offensichtlich die Lampe der Ausgangspunkt, dem sich das Gemälde unterzuordnen hat, während der Teppich und die Decoobjekte dienende Funktion haben und deshalb nicht ganz exakt den Farbton treffen müssen.

Was an der Wand hängt, muss Kunst sein. Im Zweifel kann man ja immer dahingehend ausweichen, dass das Werk ironisch gemeint sei.

Und im übrigen:  Anything goes. » Hony soit qui mal y pense. Sind wir nicht alle toll? Bis man es nicht mehr sehen kann. Was ja auch ein Prinzip des Design ist. Mode eben.


No. 17 » 180 58x47cm, 22.08.1974 Rembrandt: » Selbstportait. 1634. 58x47cm  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 180 58x47cm, 22.08.1974 Rembrandt: » Selbstportait. 1634. 58x47cm
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Schlafzimmer aus » Be inspired by a brilliantly modernised London home. » Rembrandt war 28, als er sich mit Barett malte (» Gemäldegalerie Berlin), also zwei Jahre älter als ich damals - die Maße sind zufälligerweise absolut identisch.

Wie mit so vielen Bildern aus meinem Frühwerk konnte ich auch mit diesem Kopf nichts anfangen. Nachdem ich mich jetzt eine Weile damit beschäftigt habe, finde ich ihn sehr interessant. Und der humoristische Aspekt, den ich in meinem Katalog-Kommentar 2007 hervorgehoben habe, ist mir gar nicht mehr gegenwärtig.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Simulation Wohnumgebung   No. 181   Top   No. 179


  Museumsszenario   No. 181   Top   No. 179 Nachtrag Museumsszenario, 13.11.2012


No. 20 » 158 63x50cm, 12.06.1974 » 154 85x63cm, 02.06.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 155 63x45cm, 09.06.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 158 63x50cm, 12.06.1974 » 154 85x63cm, 02.06.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 155 63x45cm, 09.06.1974
 


No. 21 » 151 104x123cm, 15.05.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 151 104x123cm, 15.05.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974
 


No. 22 » 148 90x66cm, 19.04.1974  » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 147 80x63cm, 29.04.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 22 » 148 90x66cm, 19.04.1974 sold/verkauft » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 147 80x63cm, 29.04.1974
 


No. 23 » 140 123x150cm, 18.04.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 140 123x150cm, 18.04.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974
 


No. 24 » 136 90x52cm, 07.03.1974  » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 122 90x52cm, 07.03.1974  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 24 » 136 90x52cm, 07.03.1974 sold/verkauft » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 122 90x52cm, 07.03.1974 sold/verkauft
 


No. 25 » 133 104x80cm, 01.04.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 135 104x80cm, 07.04.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 25 » 133 104x80cm, 01.04.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 135 104x80cm, 07.04.1974
 


No. 26 » 134 80x99cm, 02.04.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 132 80x100cm, 31.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 26 » 134 80x99cm, 02.04.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 132 80x100cm, 31.03.1974
 


No. 27 » 115 123x96cm, 28.02.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 129 123x96cm, 18.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 27 » 115 123x96cm, 28.02.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 129 123x96cm, 18.03.1974
 


No. 28 » 127 123x80cm, 11.03.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 128 100x76cm, 16.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 28 » 127 123x80cm, 11.03.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 128 100x76cm, 16.03.1974
 


No. 29 » 119 130x122cm, 05.02.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 116 130x122cm, 01.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 29 » 119 130x122cm, 05.02.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 116 130x122cm, 01.03.1974
 


No. 30 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 112 101x123cm, 20.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 30 » 107 101x123cm, 13.02.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 112 101x123cm, 20.02.1974
 


No. 31 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 31 » 108 129x119cm, 14.02.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974
 


No. 32 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 32 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 180 58x47cm, 22.08.1974
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 181   Top   No. 179




  No. 179   Top   No. 181  



Anfang   : No. 179 [Taste y] Kommentar     No. 180     : No. 181  [Taste x] Kommentar   Ende
Öl   Klein   Alles        Breite No. 180     » Max     » 800 px     • 500 px      58x47 cm, Lack / Hartfaser



 
5 Werke
Seite 1

Öl       Papier       Skulpturen       Drucke       Alles       Winzig       Klein       Mittel       Groß       Riesig      

 
Home   Fotos   Galerie   Manifest   Credo   Texte   Blog   Bücher   Altar      English   Top


Suche nach search

 

Der gewöhnliche Hansel auf seinem langen Weg zu Gott.
Signatures joe
Werner Stürenburg: Entwicklung seiner Signatur

server time used 0.0391 s