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Öl   Klein   Alles        Breite No. 17     » Max     » 800 px     • 500 px      58x45 cm, Öl / Weichfaser


180 cm - 71 inch

23x18"


Nr. 17:  58x45 cm (23x18"), Öl / Weichfaser · 29.07.1973
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
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2014-06-26

»  Femme à la mantille sur fond rouge I, Vauvenargues. 20.04.1959, 81x65 cm. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Dieses ziemlich verunglückte Werk war das erste Bild, mit dem ich zufrieden war, weshalb es Eingang in den Werkkatalog gehalten hat. Das Studium der Kunstgeschichte war zwar sehr interessant, brachte mich aber eigentlich nicht weiter. Eines Sonntagnachmittags war ich ziemlich verzweifelt. Ich hatte mich natürlich auch mit Picasso beschäftigt und mich langsam zu seinem Alterswerk vorgearbeitet.

Die Erkenntnis, dass er in seinen Stillleben und Portraits aus der Vauvenargues-Zeit mit ganz groben Mitteln gearbeitet hatte, mit nur wenigen Farben, Schwarz, Grün, Rot und dem Weiß der Leinwand, mit groben Pinseln und wenigen Strichen etwas hingeworfen und für vollendet erklärt (siehe insbesondere »Femme à la mantille sur fond rouge I), entfachte in mir die Energie und den Mut, ganz spontan ein Bild zu malen, ohne überhaupt irgendetwas im Sinn zu haben.

Das war eine Revolution, aber in meiner Verzweiflung habe ich es gar nicht bemerkt! Nach zwei Stunden hatte ich einen blauen Mann und war sehr zufrieden. Stolz zeigte ich ihn meiner Freundin, die allerdings etwas zu bemäkeln hatte - die Kinnpartie oder so. Daraufhin setzte ich noch einmal an und alles ging verloren!

Ich war wieder verzweifelt! Wie konnte das sein? Weitere zwei Stunden kämpfte ich verzweifelt darum, den ursprünglichen Zustand wieder zu erreichen. Ganz ist es mir nicht gelungen, aber schließlich konnte ich einfach nicht mehr.


Dass es sich um ein Selbstportrait handelt, ging mir nicht auf. * Es ist natürlich nicht ähnlich, abgesehen von Äußerlichkeiten wie der langen Nase, der Haartracht und dem Schnurrbart. So glaubte ich, eine Fantasiefigur vor mir zu haben. Das ist verwunderlich, da ich  Nummer 13 durchaus als Selbstportrait verstanden hatte. Verglichen mit jenem Werk ist sowohl die Farbgebung als auch die Zeichnung hier grottenschlecht.

Sehr bemerkenswert ist das Glücksgefühl, das ich bei der Arbeit und nach der Vollendung erlebte. Einmal ist ein solches Gefühl ja nicht selbstverständlich, zum anderen ist es gerade bei diesem Bild eher unverständlich. Im Vergleich mit den vorherigen Bildern wirkt es sogar wie ein Rückschritt. Ich habe aber offenbar etwas gespürt, was nicht wegzuleugnen war.

Und ähnlich wie bei der Frage, warum eins der Madonnenbilder so ganz offensichtlich besser war als die anderen (siehe Kommentar  Nummer 11), musste ich mich auch hier mit dem Gefühl zufriedengeben. Gefühle aber gehörten in meine Welt nicht eigentlich nicht hinein, es sei denn es handele sich um romantische Beziehungen.

Obwohl Picasso mir durch sein Vorbild die Energie und Kraft gegeben hatte, einfach loszulegen und sämtliche Vorstellungen und Vorsätze hinter mir zu lassen, hat das Ergebnis mit seinem Werk nichts zu tun. Er hat plakativ und holzschnittartig gearbeitet, während dieses Bild versucht, realistisch zu sein und Oberflächen modelliert.

Es hat in diesem Sinne viel mehr mit Picassos Frühwerk zu tun, in dem er bekanntlich ebenfalls die blaue Farbe für Hauttöne einsetzte. Verglichen damit aber ist dieses Werk sowohl viel naiver als auch viel weniger sentimental. In diesem Bild findet man tatsächlich etwas von mir, während man in den Bildern Picassos nichts von ihm findet, vielleicht mit Ausnahme des Werkes »La vie, das ursprünglich als Selbstportrait angelegt war, wie erhaltene Skizzen beweisen (»La vie [Étude]). Später hat er seinen eigenen Kopf gegen den seines Freundes Casagema ausgewechselt (»La mort de Carles Casagemas).

» Krishna, ca. 1900, Ausschnitt · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Die blaue Gesichtsfarbe entstand aus der bewussten Verzweiflung und dem Wunsch, es Picasso gleich zu tun und ohne Rücksicht auf Vorstellungen und Konventionen einfach nur loszulegen. Dieses Bild ist im Gegensatz zu den vorherigen nicht im Schlaf- und Arbeitszimmer vor dem Spiegel entstanden, sondern im Keller. Schließlich ist das Hantieren mit Ölfarben etwas aufwendiger, man braucht mehr Platz und macht auch mehr Dreck.

Im indischen Kulturkreis ist die blaue Farbe als Gesichtsfarbe allgegenwärtig; damit werden Göttlichkeiten bezeichnet. Das ist vielleicht interessant, insbesondere weil ich nicht glaube, dass mir das zu diesem Zeitpunkt bekannt war. Dass dieser Mann tatsächlich auch indisch wirkt, ist mir nicht aufgegangen.

Der Hintergrund ist wohl Krapplack und es sieht aus, als hätte ich einen Großteil der Farbe von der Weichfaserplatte wieder abgewaschen. Das Hemd ist im wärmeren Karminrot gehalten und genialisch locker skizziert. Der Gegensatz zwischen den warmen und kalten Rottönen bestimmt zusammen mit den Blautönen das Bild. Die Übermacht an Rot legt nahe, dass die Probleme, die den Mann bedrücken, durchaus heiß und bedrängend sind.

Abgesehen von den technischen und stilistischen Unzulänglichkeiten, die das Bild als typische Hobbyarbeit erscheinen lässt (was man von den vorherigen nicht sagen konnte), fällt die Innigkeit des Ausdrucks ins Auge. Dieser Mann schaut nach innen, und das ist neu. Er ist ernst und scheint bekümmert. Was ihn bekümmert, wird freilich nicht deutlich. Am Gesicht sieht man, dass ich mich ziemlich abgequält habe. Wie das Bild vor der Überarbeitung ausgesehen hat, kann man nur ahnen.

  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Der Zauber einer glücklichen Gestaltung ist unerklärlich. Wenn eine Linie nur um den Bruchteil eines Millimeters falsch sitzt oder nur geringfügig falsch gebogen ist, kann das ganze Wunder in Entsetzen umschlagen. Dasselbe gilt für Farben, und damit wird zugleich die gesamte Problematik der Reproduktionstechnik deutlich.

Linien können exakt reproduziert werden, bei Farben ist das aus vielfältigen technischen Gründen so gut wie ausgeschlossen. Hinzu kommt, dass Farben bei unterschiedlicher Beleuchtung völlig unterschiedlich aussehen. Und schließlich weiß keiner, wie eine bestimmte Farbe von einem anderen wahrgenommen wird.

Interessanterweise wirken meine Bilder auch in Schwarzweiß; die Bücher, die ich 1998 produziert habe, darunter das erste komplette Werkverzeichnis, sind auf meinem Laserdrucker produziert worden, selbstverständlich ohne Farben. Die Versuche zur Farbreproduktion damals waren noch sehr unbefriedigend. Farblaserdrucker gab es noch gar nicht.

Auch im Buchdruck kam die Revolution der Farbe ja erst Anfang der 70er Jahre. Mein großes Rembrandt-Buch » Horst Gerson: Titel Rembrandt Gemälde. Gesamtwerk von 1968 ist überwiegend schwarzweiß. Mein erstes Picasso-Buch Gemälde und Grafik. Einleitung von Jürgen Gustav. Ramerding, Berghaus Verlag, (1972) hatte einige farbige Abbildungen auf schlechtem Papier und einige auf Hochglanzpapier, die einzeln eingeklebt waren. Wenn man das mit der großen Taschen-Ausgabe » Picasso von Warncke vergleicht! Enorme Fortschritte sind erzielt worden. Was Goethe oder Rembrandt dazu gesagt hätten?


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Nachtrag Wohnungsszenario, 05.08.2011


No. 4 » 17 58x45cm, 29.07.1973  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
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No. 4 » 17 58x45cm, 29.07.1973
 
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No. 7 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 7 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 8 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 8 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 9 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 9 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 10 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 10 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 11 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 11 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 12 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 12 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 13 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 13 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 14 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 14 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 15 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 15 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 16 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 16 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 17 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 17 58x45cm, 29.07.1973 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 17 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 17 58x45cm, 29.07.1973
 


No. 18 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 18 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 19 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 19 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 20 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
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No. 20 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 21 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
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No. 21 » 17 58x45cm, 29.07.1973 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


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