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No. 145
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No. 143
18.03.2011
Als Engelbrecht dieses Bild sah, scherzte er, ich solle es nicht zeigen, denn sonst würden alle Damen der Gesellschaft sich so portraitieren lassen wollen.
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Was sollte ich mit dieser Bemerkung anfangen? Heute denke ich, dass
» Erich Engelbrecht einfach nur geistreich sein wollte. In der Tat hatte er etwas Großspuriges, Lärmendes an sich, so dass ich nie wusste, was er ernstnahm - und das bezog sich durchaus auch auf mich.
Nun stand ich ja überhaupt nicht in der Gefahr, zum Gesellschaftsmaler zu werden. Viel eher hätte es mich interessiert, ob dies ein gutes Bild ist oder nicht, und wenn nein, warum.
Ich fand das Bild schon schön, aber auch merkwürdig. Die Frau wirkt sehr angenehm und präsent, ehrlich und authentisch, ein bisschen distanziert und abwartend, ihr Blick und der Gesichtsausdruck zeugen auch davon, dass sie auf der Hut ist, weil sie schon betrogen wurde und Leid erfahren hat.
Besonders ins Auge fallen natürlich die zeichnerischen Elemente, die nicht ganz dem Augenschein entsprechen, etwa die leichte Aufteilung in Profilansicht und Frontalansicht oder die Betonung der Augen. Eigenartigerweise stört es nicht sehr, dass die Haut vollkommen weiß ist.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme scheint das Bild nicht gerahmt gewesen zu sein und die Kanten sind links unten und rechts oben etwas bestoßen. Ich male ja immer bis zum Rand, und deshalb möchte ich die Bilder auch bis zum Rand zeigen, was aber bei meiner Konstruktion zur Stützung der Hartfaserplatten und zur doppelseitigen Präsentation nicht möglich war. Die Platten laufen in einem Falz oder besser gesagt in Schienen, die ringsherum etwa 3,5 mm wegnehmen. Auf diese Weise verschwinden dann auch die hier sichtbaren Fehlstellen.
 | | No. 1 | | » 143 124x90cm, 01.05.1974 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | |  | |
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|  | | No. 2 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | | » 143 124x90cm, 01.05.1974 | |  | |
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| | | | |  | | No. 7 | | » 142 122x81cm, 24.04.1974 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | |  | |
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|  | | No. 8 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | | » 142 122x81cm, 24.04.1974 | |  | |
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Ja, dieses Bild macht mächtig was her. Das liegt natürlich neben der Persönlichkeit der Frau auch an dem lebendigen roten Hintergrund und der leuchtenden, kunstvollen Frisur.
Aber es kommt noch etwas hinzu: Obwohl sie doch ein denkbar schlichtes Kleid ohne Schmuck trägt und ein undefiniertes Etwas über die Schulter gelegt hat, einen Schal oder ein Jäckchen, wirkt sie doch sehr vornehm. So könnte sie wohl direkt in die Oper gehen oder auf einen offiziellen Empfang.
Ein kleinformatiger Druck dieses
» van Gogh-Gemäldes hing in meinem Jugendzimmer an der Wand. Ich werde wohl etwa 10 Jahre alt gewesen sein, als ich dieses Bild bekommen habe. Vielleicht war es auch eine Variante - er hat ja manche Motive mehrfach behandelt.
Genau:
» Zeno hat zwar nur dieses Exemplar, aber über die Bildsuche von Google finde ich noch eine
» Zeichnung und ein weiteres
» Gemälde. Dieses hat jedoch einen blauen Hintergrund und zeigt keine Hände. Die Zeichnung ist offenbar eine Vorzeichnung dazu, und auch zu der Version mit den Händen scheint es eine
» Vorzeichnung zu geben. Nein, es muss also diese Version gewesen sein, die mit den Händen.
Der Druck war relativ klein, vielleicht in der Größe eines A4-Blattes, und ich habe ihn mir nie genau angeschaut. Jedenfalls nicht so, wie das jetzt im Internet möglich ist. Wenn man sich die
» größte Version bei Zeno anschaut, blickt einem der alte Gärtner direkt in die Augen - ein äußerst intensiver Blick, von Seele zu Seele. Absolut großartig!
Auch mit van Gogh schägt sich
144 ganz tapfer, obwohl es mit dem letzten einige Probleme hat: Der Blick fällt immer erst auf die Frau mit dem roten Haarband. Überraschung: Ich hätte nie gedacht, dass der ein dermaßen großes Bild gemalt hat, und dann auch nur ein Brustportrait, also überlebensgroß - für van Gogh wirklich sehr erstaunlich.
Im Gesicht scheint er eine Fertigmischung benutzt zu haben. Im Vergleich mit den vorigen Bildern, die ja nur wenige Jahre später entstanden sind, ist die Entwicklung einfach atemberaubend. Was hätte aus ihm noch alles werden können! In kürzester Zeit hat er Spitzenwerke produziert, mit denen sich Picasso 70 Jahre später unvorteilhaft vergleichen lassen musste.
» John Berger hat das Problem in seinem 1963 veröffentlichten Buch
The Success and Failure of Picasso (deutsch
» Glanz und Elend des Malers Pablo Picasso) mit Hilfe einer Gegenüberstellung eines Portraits von Picasso (
» Portrait de madame Hélène Parmelin sur fond vert, 146x97cm. 1952) zu einem Portrait von van Gogh (
» Porträt des Oberwärters der Irrenanstalt Saint-Paul, Trabuc, 61x46cm. 1889) zu verdeutlichen versucht:
| Welcher Künstler wäre nicht hin und wieder einmal eitel oder würde sich nicht gehenlassen? Doch später, nach 1945, wurde ein großer Teil von Picassos Werk immer manierierter. Die Ursache für diesen Manierismus ist stets die gleiche: der Mangel an Themen, so daß der Künstler schließlich seine eigene Kunst zu seinem Thema wählt. Das ‹ Portrait von Madame H. P.› [Abb. 75] ist ein typisches späteres Beispiel. Der Stil ist zwar anders, doch nicht das Ausmaß der Manieriertheit. Vom rein malerischen Standpunkt betrachtet ist das Bild voller Bewegung - das Haar wie ein Wasserstrudel, Beine und Hände mit Furiosität gemalt, das Gesicht mit seinen seltsamen, unvermittelten Hieroglyphen des Ausdrucks - doch wozu fügt sich das alles zusammen? Was übermittelt es uns von dem Modell, außer dass es langes Haar hat? Was behandelt diese ganze aufwendige Inszenierung? Unglücklicherweise das Glück, von Picasso gemalt zu werden. Und das ist Manierismus in seinem höchsten Extrem, wie es der extremen Lage eines Genies entspricht, das nichts hat, dem es sich mit ganzer Kraft widmen kann. Um zu zeigen, wieviel ein mit großer innerer Bewegung gemaltes Portrait auszusagen vermag, verweise ich - ohne Kommentar - auf ein Portrait von van Gogh. [Abb. 76] a.a.O., Seite 185-187 (Abbildungen im Buch Schwarzweiß) | | |
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Nachtrag Wohnungsszenario, 22.02.2012  | | No. 16 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  |  | |
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» Nachher/vorher: einblenden. Noch einmal
» The Cement Factory (siehe auch
» 143 ff.). Der ursprüngliche Zweck des Gebäudes ist noch ganz gegenwärtig.
» Nachher/vorher: einblenden. Sowohl der Innenraum als auch Außenbezirke können - jedenfalls bei geeigneter Auswahl des Ausschnitts und Kamerastandpunkts - einen sakralen Eindruck hervorrufen. Das hängt sicherlich mit den großzügigen Raumverhältnissen und der sparsamen Möblierung zusammen.
» Nachher/vorher: einblenden. Dies wird wohl der Eingang eines Hauses in Australien sein, denn ich habe die Landkarte mit Australien und Südostasien verschwinden lassen, um das Bild aufzuhängen.
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No. 143 Nachtrag
Museumsszenario, 19.11.2012  | | No. 25 | | » 140 123x150cm, 18.04.1974 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  |  | |
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|  | | No. 26 | | » 136 90x52cm, 07.03.1974  | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | | » 122 90x52cm, 07.03.1974  |  | |
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|  | | No. 27 | | » 133 104x80cm, 01.04.1974 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | | » 135 104x80cm, 07.04.1974 |  | |
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|  | | No. 28 | | » 134 80x99cm, 02.04.1974 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | | » 132 80x100cm, 31.03.1974 |  | |
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|  | | No. 29 | | » 115 123x96cm, 28.02.1974 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | | » 129 123x96cm, 18.03.1974 |  | |
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|  | | No. 30 | | » 127 123x80cm, 11.03.1974 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | | » 128 100x76cm, 16.03.1974 |  | |
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|  | | No. 31 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | | » 119 130x122cm, 05.02.1974 |  | |
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|  | | No. 32 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | | » 116 130x122cm, 01.03.1974 |  | |
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|  | | No. 33 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | | » 112 101x123cm, 20.02.1974 |  | |
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|  | | No. 34 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | | » 105 122x94cm, 08.02.1974 |  | |
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|  | | No. 35 | | » 100 69x169cm, 29.01.1974 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  |  | |
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|  | | No. 36 | | » 92 85x65cm, 20.01.1974 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | | » 99 84x65cm, 29.01.1974 |  | |
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|  | | No. 37 | | » 19 80x60cm, 01.08.1973 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | | » 37 80x60cm, 07.11.1973 |  | |
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|  | | No. 38 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | | » 20 66x131cm, 20.08.1973 |  | |
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|  | | No. 39 | | » 144 124x90cm, 01.01.1974  | | » 4a 210x130cm, 01.12.1968  |  | |
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