Anfang   : No. 119 [Taste y] Kommentar     No. 118   Kommentar     : No. 117  [Taste x] Kommentar   Ende
Öl   Mittel   Alles        Breite No. 118      Max      800 px     • 500 px  

180 cm - 71 inch

32x49"


Nr. 118:  80x123 cm (32x49"), Öl / Hartfaser · 04.03.1974, Rückseite von » 127
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   No. 119   Top   No. 117


03.03.2011

Noch ein größeres Gemälde mit Ölfarben, das sich nicht recht entscheiden kann, ob es ein Stillleben sein will oder was. Gab es nicht schon genug dummes Zeug auf Leinwand?  Nummer 113 hatte ich als „Gerümpel am Meeresgrund empfunden“; und was sollte dies nun sein? Ich war tief unzufrieden. *

Im Vergleich zu  Nummer 111 ist der Stilllebencharakter hier weniger deutlich. Was für ein Stillleben sollte das sein? Gut, links finden wir ein Ei, das so tut, als wäre es ein Globus, der nun wiederum Mensch spielt - eine Figur, wie sie in einer politischen Karikatur vorkommen könnte. Gegenüber findet sich ein sehr markantes Profil, das diesen Eierkopf anzusprechen scheint, worauf in der Eierkopf seine Augen gen Himmel verdreht. Dieses Profil ist fast so etwas wie ein Janus-Kopf, allerdings hat die Gegenseite so gut wie keine Ähnlichkeit mit einem Profil: Man muss sich schon sehr anstrengen, wenn man darin ein solches erkennen will.

Diese beiden Figuren sind am kräftigsten gemalt, der Eierkopf steht in einer relativen dunklen Fläche, aber den meisten Raum nimmt eine Figur ein, die zu zerfließen scheint, eine Art Zapfen mit Gesicht, wenn man die linke Seite ins Auge fasst, während die rechte Seite eher ans Meer gemahnt, was durch den goldenen Fisch, der unter dem Kragen dieser Figur herauskommt, plausibel erscheint, obwohl auch dieser Fisch wieder merkwürdig ist, weil er zwar Maul, Augen und Seitenlinie hat, aber keine Flossen.

Von oben fällt ein goldener Tropfen aus dem nirgendwo auf diesen unförmigen Kerl, der so extrem grinst, dass seine Mundwinkel fast die Augen berühren. Seine Augen sind weit aufgerissen, erscheint auf etwas zu starren, was dem Betrachter zu Füßen liegt.

Der rechte obere Teil wird durch eine undifferenzierte blaugrüne Scheibe eingenommen, die wie die Sonne über dem Horizont emporsteigt; dann aber wieder klettert an dieser Scheibe ein Wesen empor, dessen Körper aus Segmenten zu bestehen scheint, aus denen dann ein entfernt menschenähnlicher Kopf entspringt, der sich gewissermaßen zärtlich an die Scheibe anschmiegt. Dessen Auge und Ohr sind durch simple, gekreuzte Striche angegeben, Nase und Mund sind ebenfalls einfache Striche.

Gegenständlich ist also einiges los; links oben findet sich noch eine hellgelbe Fläche, die mit Linien überzogen ist, wie wir sie vom Globus her kennen; rechts und links vom goldenen Tropfen finden sich ebenfalls lineare Zeichen, Wellenlinien auf der linken, ein gebogenes Raster auf der rechten Seite, und dann kann man auch noch rechts oben in der unförmigen Gestalt eine fast kreisförmige Linie erkennen, die offenbar eher ein Fehler ist und nicht zum Bild dazugehört, aber auch wegen der dünnen Malweise nicht kaschiert werden konnte. Zumindest wurde kein Versuch gemacht.

Vielleicht deshalb, weil ich an dieser Stelle abgebrochen habe aus Einsicht, dass daraus nichts werden kann? Oder hat mich hier der Mut verlassen? Es ist ja schwer zu beurteilen, ob daraus nicht noch etwas hätte werden können, oder vielleicht ist daraus ja auch etwas geworden und ich will es nur nicht wahrhaben? Auf jeden Fall habe ich dieses Bild immer mit Befremden angeschaut und mich nicht damit anfreunden können. Mal sehen, wie es sich an der Wand macht.


No. 1 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 117 52x45cm, 03.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 117 52x45cm, 03.03.1974


Der erste Versuch gefällt mir noch nicht. Der Rahmen ist zwar sehr schön, aber er harmoniert nicht so recht mit dem Bild. Da werde ich wohl noch etwas Besseres finden können.


No. 2 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 117 52x45cm, 03.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 2 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 117 52x45cm, 03.03.1974


Schon etwas besser, aber auch nicht wirklich gut.


No. 3 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 117 52x45cm, 03.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 3 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 117 52x45cm, 03.03.1974


Noch besser. Und jetzt versuche ich mal, dem Bild mehr Saft zu geben.


No. 4 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 117 52x45cm, 03.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 117 52x45cm, 03.03.1974


Naja, wo nicht viel drin ist, kann man auch nicht viel rausholen.

Natürlich wirkt es von nahem besser als von weitem, aber was mich vor allem stört, ist die inhaltliche Verdauungsstörung. Man kann ja vieles malen und alles durcheinanderwürfeln, aber was soll dabei herauskommen? Dada? Blödsinn? Hatten wir doch alles schon mal und es kommt immer wieder, siehe » Leipziger Schule. Bei einem » Rebus weiß man immerhin noch, das es eine sinnvolle Auflösung geben muss.

Man läuft ja schließlich auch nicht jedem Traum hinterher. Die Traumdeuter der » analytischen Psychologie reden von „großen Träumen“, die bedeutungsvoll sind. Diesen Ausdruck hatte » C.G. Jung in Afrika gelernt, wo er sich nach den Träumen der Neger erkundigte hatte, die glattweg abstritten, überhaupt Träume zu haben - bei denen würde nur der Schamane träumen, beteuerten sie, und der habe die großen Träume, die bedeutsam seien für die Gemeinschaft. Das beeindruckte Jung außerordentlich. Und wie das so ist: Weil Träume in der Therapie dieser Schule so wichtig sind, beginnen die Klienten auch sofort, bedeutsame Träume zu haben, sobald die Behandlung anfängt.

In diesem Sinne ist das Bild eben kein bedeutsamer Traum, sondern ein unverständlicher, wirrer, vermutlich sogar sinnloser. Das schließt nicht aus, dass jemand dieses Bild ins Herz schließt und über die Maßen liebt. Wenn es bei ihm etwas auslöst und anregt, ist das vollkommen in Ordnung. Man muss Bilder und deren Wirkmechanismen ja nicht verstehen. Für mich aber taugt das Bild nichts. Und das ist wiederum merkwürdig, denn ich habe es ja gemacht, und die Linien und Farben sind nicht weniger pointiert und bestimmt als bei anderen Bildern auch. Womit sich die Frage stellt, unter welchen Bedingungen der Maler „große“ Bilder malt.

Diese Frage war offensichtlich ungeklärt. Dass es sich hier nicht um ein großes Bild handelt, war mir allerdings sofort klar. Da helfen auch keine Tricks, etwa Kunstfertigkeit, Virtuosität, koloristischer Geschmack, zeichnerischer Schwung und was dergleichen benennbare Qualitäten sind. Ich wollte mich ja nicht selbst betrügen, sondern herausfinden, was Kunst ist und wie man ein großartiges Kunstwerk schaffen kann.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 119   Top   No. 117



Nachtrag Wohnungsszenario, 08.02.2012


No. 5 » 118 80x123cm, 04.03.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 5 » 118 80x123cm, 04.03.1974
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. » Tiffany Schrader – Brown ist Designerin; dies ist das Kinderzimmer in ihrem Haus, einem alten Arbeiterhaus in » Brooklyn. Es sind Reihenhäuser, und man kann an der Wand noch den Durchbruch sehen, wo die Arbeiter zwischen den Häusern gewechselt sind. Ob die wohl den deutschen Energievorschriften genügen? Immerhin, Ziegel! Üblicherweise bestehen amerikanische Häuser aus Holz. Eine » Bilderserie auf ihrer eigenen Seite zeigt zusätzlich Architektenzeichnungen und Außenansichten.

Die Farben in diesem Zimmer sind ziemlich intensiv, da wirkt mein Bild schon fast gedämpft. Nachdem mir meine jüngere Tochter kurz nach der Volljährigkeit zufällig verraten hat, dass sie sich als kleines Kind vor einem der Bilder in unserem Haus gefürchtet hat, würde ich auf jeden Fall das Kind fragen, ob es das Bild überhaupt mag - im Grunde eine Selbstverständlichkeit in seinem eigenen Zimmer, aber wer weiß? Außerdem sollte es wissen, dass es das Bild jederzeit rauswerfen darf, soweit es dieses nicht mehr liebt. Würde dieses Bild einem Kind Angst machen? Keine Ahnung - Gruselgeschichten sind für Kinder ja manchmal durchaus angesagt.


No. 8 » 118 80x123cm, 04.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 8 » 118 80x123cm, 04.03.1974


» Nachher/vorher: einblenden. » Skeppargatan 80 in » Östermalm. Ein großformatiges Kunstwerk in der Küche, freilich unter Glas.


No. 11 » 118 80x123cm, 04.03.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 118 80x123cm, 04.03.1974
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. » Riddargatan 39, Östermalm.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 119   Top   No. 117 Nachtrag Museumsszenario, 26.11.2012


No. 14 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft


No. 15 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 214 103x130cm, 14.02.1975


No. 16 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 116 130x122cm, 01.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 116 130x122cm, 01.03.1974


No. 17 » 115 123x96cm, 28.02.1974 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 115 123x96cm, 28.02.1974 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 64 130x99cm, 22.12.1973


No. 18 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 112 101x123cm, 20.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 112 101x123cm, 20.02.1974


No. 19 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 105 122x94cm, 08.02.1974


No. 20 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 118 80x123cm, 04.03.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 100 69x169cm, 29.01.1974 » 118 80x123cm, 04.03.1974


No. 21 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 92 85x65cm, 20.01.1974 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 99 84x65cm, 29.01.1974


No. 22 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 22 » 91 80x61cm, 19.01.1974 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 22 70x43cm, 28.09.1973


No. 23 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 80 80x100cm, 03.01.1974 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 79 79x99cm, 00.01.1974


No. 24 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 24 » 26 92x66cm, 06.10.1973 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 33 95x81cm, 27.10.1973


No. 25 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 25 » 38a 100x80cm, 11.11.1973 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 36 100x79cm, 04.11.1973


No. 26 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 26 » 19 80x60cm, 01.08.1973 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 37 80x60cm, 07.11.1973


No. 27 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 27 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 20 66x131cm, 20.08.1973


No. 28 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 28 » 118 80x123cm, 04.03.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 119   Top   No. 117




  No. 119   Top   No. 117  




Öl       Papier       Skulpturen       Drucke       Alles       Winzig       Klein       Mittel       Groß       Riesig      

 
Home   Fotos   Galerie   Manifest   Credo   Texte   Blog   Bücher   Altar   slideshow Shows    English   Top


Suche nach search

 

Der gewöhnliche Hansel auf seinem langen Weg zu Gott.
Signatures joe
Werner Stürenburg: Entwicklung seiner Signatur