Öl Werner Stürenburg Original Fine Art Originalkunst, Oeuvre Werkschau joe
 
Home   Fotos   Galerie   Manifest   Credo   Texte   Blog   Bücher   Altar      English

Sortierung     Aktuell       Chronologisch       Update   Letztes Update: 25.10.2014 18:15

Öl       Papier       Skulpturen       Drucke       Alles       Winzig       Klein       Mittel       Groß       Riesig      

 
723 Werke
Seite 1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16 [...]

 8 · 16 pro Seite ·  32 ·  64 ·  128 ·  256 ·  512 ·  1024    verkauft    verfügbar

 
 Vorschau Öl        Listenansicht    Max     • 800px      500 px      

   Breite No. 1      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

9x7"
Nr. 1:  21x16 cm (9x7"), Öl / Holz · 01.01.1960   Privatbesitz
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 119  » 35  » 40


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Es ist wohl erklärungsbedürftig, warum das Werkverzeichnis mit diesem ulkigen Bild beginnt, das ich im Alter von etwa 12 Jahren verbrochen habe. Es ist mir selbst ein Rätsel, warum ich ein Künstler bin, und deshalb interessiert mich, wie sich das alles entwickelt hat. Dieses kleine Bild ist ein Zeugnis für meinen familiären Hintergrund.

Das Bildchen ist mit Buchdruckerfarben auf Holz gemalt. Die Holztafel lag vermutlich irgendwo im Keller des Hauses herum, das meine Eltern 1956 gebaut hatten, die Druckfarben hatte mein Vater von der Arbeit mitgebracht. Er war Buchdrucker und druckte meistens in Schwarz, aber die Geschäftsbücher, die sein Arbeitgeber herstellte, benutzten manchmal bunte Farben zur besseren Orientierung, und deshalb fielen beim Linieren bunte Farbreste an - die Linierer bildeten eine eigene Berufsgruppe.

Das war also ein echtes Ölgemälde! Vermutlich war ich mächtig stolz, obwohl oder vielleicht gerade weil das Malen mit diesen extrem zähen Farben kein besonderes Vergnügen ist. An dieser Erinnerung meine ich zu erkennen, dass die Kunst in meiner Familie als etwas Besonders galt, insbesondere die Ölmalerei.

Natürlich hatte niemand in der Familie eine Ahnung von Ölmalerei oder Kunst allgemein, aber meine Mutter kaufte eines Tages spontan einem Vertreter an der Tür ein echtes Ölgemälde ab, eine Fließbandarbeit aus Holland, die modern tat und eine Waldlandschaft darstellte, mit dick und satt aufgetragener Ölfarbe, wie bei van Gogh, jedoch spätimpressionistisch angehaucht, absolut genialisch hingehauen, was sich vermutlich schon aus der Produktionsweise am Fließband ergeben hat. Dieses Bild wurde dann über dem Sofa im Wohnzimmer aufgehängt und war ein Zeichen dafür, dass man aus dem Gröbsten heraus war und sich Originalkunst leisten konnte. Da war ich höchstens 10 Jahre alt.

Merkwürdigerweise habe ich mich gefragt, warum so etwas gut und bedeutend ist - ich glaube nicht, dass mein Bruder sich solche Fragen stellte. Im Wohnzimmer hingen sonst noch drei Reproduktionen im Stil des Ludwig Thoma, dunkel erinnere ich mich an eine Alpenlandschaft. Demgegenüber nahm sich dieses Gemälde reichlich Freiheiten heraus. Ich staunte, wie frei man mit der Farbe umgehen konnte und dennoch realistische Effekte erzielte, die keine Zweifel über das Gegenständliche zuließen. Irgendwie dämmerte mir aber trotzdem, dass der Wert eines solchen Bildes sehr gering sein müsse. Ich wagte es freilich nicht, mit jemandem darüber zu sprechen, sondern behielt meine Gefühle und Gedanken lieber für mich.

Der zigarrerauchende Bauer verweist einerseits auf meine Kindheit in einem kleinen niedersächsischen Dorf und meine Kinderspiele, in denen ich gerne in die Rolle eines Bauern geschlüpft bin; andererseits kann ich mich nicht erinnern, jemals einen Schnitter mit Zigarre gesehen zu haben. *

Im Alter von vielleicht fünf Jahren hatte ich allerdings ein traumatisches Erlebnis mit einer Zigarre. Wir Kinder spielten auf der Straße, ein Bauer arbeitete in seinem Gemüsegarten und hatte seine Zigarre am Gartenpfosten abgelegt. Die älteren forderten alle heraus, die Zigarre zu stehlen und daran zu ziehen. Ich war noch viel zu jung, um die Tragweite begreifen zu können, fühlte aber die Herausforderung und nahm sie an. Mein Vater rauchte Zigarette, auf Lunge natürlich, eine Angewohnheit, die er aus dem Krieg mitgebracht hatte, und so inhalierte ich - vielleicht wurde ich dazu auch angestiftet. Auf jeden Fall bekam ich einen schrecklichen Hustenanfall, der nicht wieder aufhören wollte.

Die anderen bekamen einen Schrecken, da der Bauer hätte aufmerksam werden und den Diebstahl entdecken können. Erst breitete sich Ratlosigkeit aus, dann schickten sie mich mit dem Rat nach Hause, tüchtig viel zu trinken. Ich schlich mich also in die Diele, wo die Schwengelpumpe stand, die das ganze Haus versorgte, und trank solange, bis der Husten aufhörte. Vielleicht musste aus diesem Grund die Zigarre ins Bild.

Es war natürlich nicht das erste Bild, das ich gemalt habe. Ich kann mich noch an das schöne Gefühl erinnern, das ich in der Vorschulzeit hatte, wenn ich zeichnete und malte, ohne Aufsicht und ohne Vorgaben, besonders an die vielen Pferde, die ich außerordentlich liebte. Ähnlich naiv ist dieses Bild entstanden. Die Haltung des rechten Arms ist völlig verunglückt, was entschuldbar scheint, da ich natürlich nicht nach der Natur gemalt habe und auch sonst kein Vorbild hatte, sondern mir die Haltung einfach nur vorstellte. Die Kopfform, besonders das Kinn, der Mund und die Augen sind eigentlich meinem Alter gar nicht mehr angemessen und zeigen, dass ich im Kunstunterricht rein gar nichts gelernt hatte, was freilich nicht mein Fehler war: Im Kunstunterricht konnte man nichts lernen, weil nichts vermittelt wurde.

Dieses Bild habe ich immer noch in meinem Besitz gehabt, als ich den Werkkatalog Anfang der Achtzigerjahre konzipierte. Es muss also wohl eine Bedeutung für mich gehabt haben. Irgendwann ist einmal etwas Heißes auf das Bild geraten, wohl ein Bügeleisen, so dass sich im Himmel rechts die Farbe gelöst hat.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 2   Top  



Nachtrag Wohnungsszenario, 10.08.2011


No. 1 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 1 21x16cm, 01.01.1960   Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 2.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft
 
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 2.
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. So kommt das Bild selbst in größeren Räumen zur Geltung - das Originalfoto zeigt leere Wände.


No. 4 » 1 21x16cm, 01.01.1960   Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Auch im Badezimmer gibt es Stellen, die man schmücken kann.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 2   Top   Nachtrag Museumsszenario, 18.12.2012


No. 7 » 1 21x16cm, 01.01.1960  » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 8 » 1 21x16cm, 01.01.1960  » 612 195x100cm, 17.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 8 » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft » 612 195x100cm, 17.10.1985
 


No. 9 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 1 21x16cm, 01.01.1960  » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 9 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 10 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 1 21x16cm, 01.01.1960  » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 11 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 1 21x16cm, 01.01.1960  » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 12 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 1 21x16cm, 01.01.1960  » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 13 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 1 21x16cm, 01.01.1960  » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 14 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 1 21x16cm, 01.01.1960  » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 15 » 1 21x16cm, 01.01.1960  » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 16 » 1 21x16cm, 01.01.1960  » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 17 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 1 21x16cm, 01.01.1960  » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 18 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 1 21x16cm, 01.01.1960  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft
 


No. 19 » 1 21x16cm, 01.01.1960  » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 20 » 1 21x16cm, 01.01.1960  » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 21 » 1 21x16cm, 01.01.1960  » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 1 21x16cm, 01.01.1960 sold/verkauft » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 2   Top  




  Top    



   Breite No. 1      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 2      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

15x21"
Nr. 2:  38x52 cm (15x21"), Öl / Leinwand · 01.01.1963   Privatbesitz
Kopie nach van Gogh: Les roulottes, campement de bohémiens aux environs d'Arles
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 1  » 117  » 13  » 91


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Da die Buchdruckfarben offenbar nicht geeignet waren und man dem Sohn mit richtigen Künstlerölfarbe vielleicht eine Freude machen könnte, schenkten meine Eltern mir zu Weihnachten ein Sortiment Künstlerfarben. Selbstredend durften diese teuren Materialien nur zu einem guten Zweck verwendet werden. Eine » van-Gogh-Kopie schien akzeptabel. Die Vorlage hatte ich vermutlich aus dem damals abonnierten Schülermagazin 'Liliput', das jeden Monat ein moderat-modernes Kunstwerk vorstellte.

Viele Jahre später bog ich eines Tages in einem Pariser Museum um die Ecke und war wie vor den Kopf geschlagen: Da hing doch 'mein Bild' an der Wand! Das » Original musste etwa so groß sein wie meine Kopie, denn sonst hätte ich das Bild an der Wand nicht auf den ersten Blick für meines halten können. Dank Internet fand ich nun heraus, dass das Original im Musée d'Orsay hängt; man kann es auf dessen Webseite aufrufen und es werden sogar die Maße angegeben: 45x51cm. Meine Kopie entspricht mit 38x51cm exakt der Breite, aber nicht der Höhe - beim Vergleich sieht man auf den ersten Blick, dass ich den Vordergrund etwas verkürzt habe, was dem Bild aber nicht schadet. Vermutlich hat mein Vater die Leinwand gebastelt. Kannten wir damals die Dimensionen des Originals? Hat er die berücksichtigt? Keine Ahnung. Es ist nicht anzunehmen, dass die Maße in der Schülerzeitung genannt wurden; das ist selbst bis heute noch nicht einmal in Büchern üblich.

Van Gogh verbraucht enorm viel Farbe, das sieht man sogar auf einer einfachen Reproduktion in einem Schülermagazin, und ich habe mich erfolgreich bemüht, diese Plastizität nachzuahmen, wie man sehen kann. Infolgedessen waren die Farben anschließend fast alle. Vorbei der Spaß! Mein Vater hatte aber ein Einsehen und präsentierte eine Lösung: Er kaufte mir das Bild für 20 DM ab. Damit konnte ich neue Farben kaufen. Es blieb aber sein einziger Erwerb, woraus ich schließe, dass er erstens das Bild gelungen fand und es mochte, zweitens aber keine Serienproduktion wünschte. Er war ein sparsamer Mann. Bei seinem Tode fiel das Bild wieder an mich zurück. Bei mir heißt es 'Zigeunerwagen', das Museum nennt es 'Les roulottes, campement de bohémiens aux environs d'Arles'. *

Das Geheimnis, wie van Gogh sich einen derartigen Farbenverbrauch leisten konnte, habe ich erst kürzlich gelöst: Sein Bruder hat ihm gegen Überlassung aller damit produzierten Kunstwerke sämtliche Materialien kostenlos zur Verfügung gestellt und darüber hinaus einen monatlichen Betrag zur Lebenshaltung, der größer war als der Monatsverdienst des von van Gogh portraitierten Briefträgers, der damit eine fünfköpfige Familie zu unterhalten hatte. Soviel zur Legende, dass van Gogh ein armer Schlucker war, der aus finanzieller Not sein Ohr abschneiden musste, um die Prostituierte zu bezahlen.

Meine Eltern haben sich vermutlich nicht viel dabei gedacht, als sie mir die Farben schenkten, genauso wenig wie ich selbst. Ein anderes Mal wünschte ich mir ein Akkordeon, weil auf einem Foto des Zwei- oder Dreijährigen ein Jüngling mit Schifferklavier zu sehen war und ich mich dunkel an Glücksgefühle erinnerte. Meine Eltern erkundigten sich und deuteten dann an, dass ein Akkordeon sehr teuer sei und ich mir etwas anderes überlegen solle; da ging mir auf, dass eine Gitarre überhaupt sehr viel schicker sei - ich kam langsam in das Alter, wo man Musik hörte und für Bands schwärmte. Das schien wohl in Ordnung zu sein. Als ich dann doch ein (gebrauchtes) Akkordeon bekam, war ich leicht enttäuscht.

Ein solches Geschenk ist keine Verpflichtung und legt nicht fest. Ich bin ja auch kein Musiker geworden, obwohl ich mich um dieses Instrument ernsthaft bemüht habe - genausowenig hätte ich wegen dieses Geschenks nun ein Künstler werden müssen, zumal mich meine Eltern nicht sonderlich ermutigt haben.

Die Kopie nach van Gogh ist nach meiner Einschätzung sehr gut gelungen. Ich habe dazu nicht geübt und keinerlei Probleme wahrgenommen, sondern einfach ganz unbedarft losgelegt und das Bild heruntergepinselt. Erstaunlich! Aber das will ja nicht viel heißen, jugendliche Talente müssen sich bewähren. Das Bild ist nicht signiert, das Original auch nicht. Es ist auch nicht datiert; das Datum 1. Januar soll signalisieren, dass es sich hier um eine Schätzung handelt. Als ich die Farben bekam, war ich vermutlich 14 oder 15 Jahre alt, vielleicht auch jünger.

Es war meine erste Kopie und ist hier stellvertretend für alle anderen aufgenommen worden, die ich in meinem Elternhaus angefertigt habe. Angesichts der vielen Jahre, die ich dort noch verbracht habe, war ich nicht besonders fleißig. Ich hatte offenbar nicht vor, Künstler zu werden.


» Reproduktion laut Musée d’Orsay. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 2 » Reproduktion laut Zeno.org · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 3 » 2 38x52cm, 01.01.1963  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 3 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft
 


Wie man sieht, ist die Reproduktion von Farben schwierig. » Zeno hat sogar links etwas abgeschnitten.

Was mein Gemälde betrifft, so scheint es mir ganz eindeutig viel zu hell und strahlend zu sein. In meiner Erinnerung kommt es dem Original sehr nahe, aber das will nicht viel heißen - eine verlässliche Aussage kann man nur machen, wenn man beide Gemälde nebeneinanderhält. Deshalb haben die Maler früher ihre Kopien im Museum gemacht. Auch heute noch kann man das manchmal sehen.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 3   Top   No. 1



Nachtrag Wohnungsszenario, 09.08.2011


No. 4 » 2 38x52cm, 01.01.1963   Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 1.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft
 
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 1.
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Auf diese Distanz wirkt der van Gogh nicht so überragend. Immerhin hängt da was - das Originalfoto zeigt eine leere Wand.


No. 7 » 2 38x52cm, 01.01.1963   Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. So ist das schon besser; im Originalfoto ist an dieser Stelle eine weiße Uhr.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 3   Top   No. 1 Nachtrag Museumsszenario, 18.12.2012


No. 10 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 11 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 612 195x100cm, 17.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 612 195x100cm, 17.10.1985
 


No. 12 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 13 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 14 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 15 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 16 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 17 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 18 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 19 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 20 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 21 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 2 38x52cm, 01.01.1963  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft
 


No. 22 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 22 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 23 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 24 » 2 38x52cm, 01.01.1963  » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 24 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 3   Top   No. 1




  Top    



   Breite No. 2      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 3      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

25x21"
Nr. 3:  61x51 cm (25x21"), Lack / Pappe · 01.01.1963
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

 Macke: Vier Mädchen. 1912/13, 105x81cm · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Dieses Bild finde ich geradezu scheußlich, obwohl es bei näherer Betrachtung durchaus gewinnt. Es versucht auf eine naive Weise, eine Aufgabe aus dem Kunstunterricht des Gymnasiums umzusetzen und hat mir damals schon nicht gefallen.

Der Kunstunterricht war für mich immer mehr oder weniger unangenehm. Schon in der Grundschule wurde mir die Lust am Malen schnell und gründlich ausgetrieben. Das Interieur ist im wesentlichen erfunden; Einzelheiten entsprechend entfernt Einrichtungsgegenständen im Haus meiner Eltern, zum Beispiel die für die Fünfzigerjahre typische Wandbeleuchtung, aber auch diese ist offensichtlich nicht nach der Natur gemalt.

Auf der Rückseite befindet sich die Vorzeichnung zu einem Gemälde von » August Macke (» 4 Mädchen im Park), wiederum nach einer Vorlage im Liliput; die farbige Ausmalung ist begonnen. Ich weiß nicht, warum ich es nicht vollständig ausgeführt habe; vermutlich haben mir die Reproduktionen inzwischen gereicht und andere Sachen waren wichtiger.

Neben van Gogh, von dem ich noch » eine der Fassungen der berühmten » Brücke von Arles kopiert habe, gibt es zumindest Kopien nach » Claude Monet (» Regatta bei Argenteuil, ziemlich klein, Öl auf Weichfaser) und » Franz Marc (» Rote Rehe II, ziemlich groß, mit Deckfarben auf Hartfaser, und » gelbe Pferde) sowie eine fantastische Neuschöpfung des Turms der blauen Pferde von Marc, zu dem ich gar keine Vorlage hatte - ich kannte nur den Titel und hatte suggeriert bekommen, dass dieses Gemälde exorbitant gut und bedeutend sei, also erfand ich mir sowas.

Ich weiß heute nicht mehr, warum ich ausgerechnet dieses Bild in den Werkkatalog aufgenommen habe; vermutlich um genau diese unangenehm-prägende Situation zu dokumentieren. Rechts unten sieht man erstmals eine Signatur: 'W. Missbach' für Werner Missbach, meinen Geburtsnamen. Anscheinend ist dieses Bild mit Druckfarben gemalt, könnte aus diesem Grunde also auch früher datiert werden.

 Regatta bei Argenteuil, Kopie · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
Möglicherweise litt ich aber nur Mangel an den teuren Ölfarben, denn es gibt ein auch noch ein leicht peinliches abstraktes Gemälde, das sich an eine Schulaufgabe anlehnt sowie eine interessante südliche Szene mit Segelboot im starken Wind vor der Hafenstadt, nach einer Ansichtskarte, beide ebenfalls in Druckfarben. Die Abstraktion trägt ausnahmsweise einen Titel: 'A nice impression'. Man möchte sich schämen, aber im Grunde war ich noch ein Kind. Dieses Bild steht stellvertretend für eine Reihe von anderen Versuchen, zu eigenständigen Bildwelten zu gelangen.

Etwa gleichzeitig entstand ein weiteres Stillleben im Sinne der Neuen Sachlichkeit, das wiederum ganz dick mit Künstlerfarben gemalt ist und ebenfalls auf eine Aufgabe im Kunstunterricht zurückgeht. Dieses Bild ist recht groß, größer als alle damaligen Bilder in meinem Elternhaus, und hat entsprechend viel Farbe verschlungen. Es hat meinen Eltern immerhin so gut gefallen, dass sie dafür einen repräsentativen breiten Rahmen in dunklem Naturholz haben anfertigen lassen. Dieses Gemälde befindet sich seit dem Tod meiner Eltern wieder in meinem Besitz und ist wie die anderen, hier nicht erwähnten, nicht in das Werkverzeichnis aufgenommen worden. *

Das Kopieren der berühmten modernen Kunstwerke war sicher nicht schlecht. Allerdings war weder mir noch meinen Eltern klar, warum diese Werke gut sein sollten. Natürlich wurde darüber nicht gesprochen und ich dachte auch nicht darüber nach. Auch in der Schule wurde Kunst als solche eigentlich nicht thematisiert.

Insgesamt war ich mit meinen Sachen aber deutlich unzufrieden. Das konnte es nicht sein. Aber was? Ich war ratlos und gab die Kunst auf. Als ich nach dem Abitur mit 18 das Elternhaus verließ, nahm ich meine Farben mit. Nun konnte mir keiner mehr reinreden.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 4   Top   No. 2



Nachtrag Wohnungsszenario, 09.08.2011


No. 3 » 3 61x51cm, 01.01.1963  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 3 » 3 61x51cm, 01.01.1963
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Das Originalfoto zeigt eine leere Wand.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 4   Top   No. 2 Nachtrag Museumsszenario, 18.12.2012


No. 6 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 6 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 7 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 612 195x100cm, 17.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 612 195x100cm, 17.10.1985
 


No. 8 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 8 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 9 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 9 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 10 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 11 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 12 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 13 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 14 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 15 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 16 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 17 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 3 61x51cm, 01.01.1963 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 3 61x51cm, 01.01.1963
 


No. 18 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 19 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 20 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 3 61x51cm, 01.01.1963 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 4   Top   No. 2




  Top    



   Breite No. 3      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 4      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

5x45x4"
Nr. 4: 12x112x8 cm (5x45x4"), Assemblage · 01.11.1968
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 28  » 5


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Dies ist das erste Werk aus der Studentenzeit in Berlin, das Eingang in den Werkkatalog gefunden hat. Es befindet sich immer noch in meinem Besitz - was durchaus erstaunlich ist angesichts all dessen, was in den letzten 40 Jahren passiert ist. Wie man deutlich sieht, ist es eine Montage und unterscheidet sich damit erheblich von den vorherigen Versuchen. Es zeugt von der Erweiterung meines Horizonts durch die Übersiedlung 1966 nach Berlin zu Beginn meines Studiums. Dort sah ich erstmals zeitgenössische Kunst. 1968 war ich 20 Jahre alt.

Auf einen Holzbalken ist ein BH mittels Blauköpfen montiert. Zuvor wurde dieser mit damals noch recht neuartiger Sprühfarbe grün eingesprüht und teilweise durch selbstgefertigte Masken abgedeckt, so dass nach Entfernung der Schablonen der Schriftzug 'LIEBE DEINEN NÄCHSTEN' links und rechts der Körbchen sichtbar wurde. Auch der BH ist angesprüht, und zwar in neutralem Rot (ursprünglich war er weiß); die Körbchen sind durch eine dünne Lage Gips ausgesteift. Alle diese Einzelheiten haben ihre Geschichte, und insgesamt ist das Werk auch als ein heiterer Protest zu lesen. Das sollte vermutlich erläutert werden.

Der Balken war neben einer monströsen Schraube, die ich in  Nummer 5 verbaut habe, der einzige Rest eines Klaviers, das unter dramatischen Umständen dem Vandalismus anheimfiel. Der ausrangierte BH gehörte meiner Lebensgefährtin Erika, die ebenfalls Mathematik studierte. Wir lebten zu zweit in einem Zimmer von 9 m² mit mannshohem Kachelofen, zwei Türen und Waschbecken - aber das machte uns anscheinend nichts aus. Wir waren jung und unbeschwert. Diese Hintergründe sprechen natürlich nicht aus dem Werk selbst. Sie sind auch unerheblich für die Deutung und Wirkung.

Der Spruch spielt offensichtlich auf das christliche Gebot an, bekommt jedoch durch die räumliche Nähe zum BH eine spezielle Färbung - immerhin schrieben wir das Jahr 1968 und die sogenannte sexuelle Revolution war in aller Munde. Im Vergleich zu Kommilitonen, die in die Zeitgeschichte eingegangen sind, sich der freien Liebe hingaben und Pornos drehten, waren wir ganz unschuldig, um nicht zu sagen verklemmt. Auf jeden Fall glaubten wir an das Gute im Menschen und an die Liebe. Zynismus war uns beiden absolut fremd und ist es mir auch noch heute.

Mehr oder weniger sinnvolle Botschaften in Kunstwerke zu integrieren und dabei Methoden zu verwenden, die im Versandgewerbe eingesetzt werden, war unter anderem die Masche eines damals protegierten Künstlers, dessen Name mir entfallen ist. Wenn ich nicht irre, war er Professor an der Kunsthochschule in Braunschweig, sein 'Stil' wurde als ganz große Leistung gefeiert, was mich wunderte. Seine Sachen waren sehr dekorativ, aber war das Kunst? Nach dem Motto: „Das kann ich auch, aber besser!“ entstand dieses Werk, das damit dem angezweifelten Konzept durchaus verpflichtet ist.

Durch den Bezug zwischen der religiösen Forderung und dem profanen Gegenstand wird eine ironische Distanz sichtbar, die sich im Grunde über das Werk und damit über die Kunstauffassung der Zeit insgesamt lustig macht. Seht her - das ist Kunst! Oder etwa nicht? Dieses Werk strahlt - was bei Kunstwerken generell eher selten ist - Humor und Toleranz aus. Es ist klar und heiter, was unübersehbar wird, wenn man es mit den Werken der » Pop Art vergleicht, die zu dieser Zeit entstanden und im Regelfall zutiefst zynisch und pessimistisch sind.

Die extremen Maße ergeben sich natürlich erst einmal durch die formalen Bezüge - der BH, dem für diese Montage die Träger entfernt wurden, passt sehr gut auf diesen Balken. Der Balken und die deutlich sichtbaren Nägel wiederum gemahnen auch ohne den Sinnspruch an Christi Kreuz und dessen ausgebreiteten Arme, wobei sich der senkrechte Balken automatisch assoziiert, womit die grimmige, blutige, entsetzliche Dimension des Christentums aufscheint, was einen zusätzlichen Gegensatz und Spannung schafft. Die hier suggerierten ausgebreiteten Arme wollen sozusagen die ganze Welt umarmen, und zwar im Sinne der von Jesus geforderten Nächstenliebe, die allerdings, das legt der BH nahe, erotische und sexuelle Bezüge haben darf, während das schreckliche Leiden und die Verlassenheit des Gottessohnes ausgespart bleibt und damit auch die Gewissensfolgen für dessen Kirchenanhänger. Liebe, durch den BH und dessen rote Farbe in den Kontext der sexuellen Liebe gestellt, entbehrt hier jeglicher Konnotation der Sünde, die bekanntlich ebenfalls eine Zutat der Kirchenväter ist und sich bei Jesus nicht findet. Mit dieser Deutung bekommt das Werk auch eine politische Dimension: Alle Menschen sind gemeint, und die Naivität der Jugend glaubt, den Frieden auf Erden tatsächlich herstellen zu können, wobei die Versprechungen der sich entwickelnden sexuellen Revolution ernst genommen werden.

Schließlich spricht für mich aus dieser Assemblage auch ein gewisser Stolz auf die schöne Trägerin dieses BHs, die mich als Ihren Liebsten erwählt hatte, und auf die Freuden, die ich mit ihr erleben durfte. Es ist also auch eine Liebeserklärung. Sagt das auch das Werk aus? Ich denke schon. Es spricht mit einer zarten Reinheit ein heikles Thema an, das so leicht entweiht werden kann und durch die Kunst auch vielfach entweiht worden ist. Es ist eine männliche Liebeserklärung, die die unbezweifelbare und unerklärliche Faszination des Mannes durch die weibliche Brust mit den nichtsexuellen Aspekten der Liebe verbindet.

Selbstverständlich ist dies jetzt der Kommentar und die Interpretation eines alten Mannes, mehr als 40 Jahre nach der Entstehung dieses Werkes verfasst. So ist es nicht konzipiert worden. Ich habe nicht darüber nachgedacht und spekuliert, sondern einfach getan. Der Balken stand herum, der BH wurde ausrangiert, und in diesem Moment habe ich gehandelt. Was das bedeuten sollte, war mir nicht klar, aber ich habe mir noch nicht einmal diese Fragen stellt. Die Assoziation der religiösen Forderung mit der Sexualität, die Veranschaulichung der beiden Aspekte der Liebe, zusammen mit dem Seitenhieb auf den Kunstbetrieb waren mir Grund genug. Dass ich mir keinen Gefallen tat, wenn ich mich lustig machte und persiflierte, ging mir erst viel später auf.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 4a   Top   No. 3



Nachtrag Wohnungsszenario, 09.08.2011


No. 1 » 4 12x112cm, 01.11.1968  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 4 12x112cm, 01.11.1968
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Das Originalfoto zeigt eine leere Wand.


No. 4 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 168 37x30cm, 26.07.1974  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 168 37x30cm, 26.07.1974
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Das Originalfoto zeigt bis auf die stilisierte Sonne eine leere Wand.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 4a   Top   No. 3 Nachtrag Museumsszenario, 18.12.2012


No. 7 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 8 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 612 195x100cm, 17.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 8 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 612 195x100cm, 17.10.1985
 


No. 9 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 9 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 10 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 11 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 12 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 13 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 14 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 15 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 16 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 17 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 18 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 4 12x112cm, 01.11.1968 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 4 12x112cm, 01.11.1968
 


No. 19 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 20 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 21 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 4 12x112cm, 01.11.1968 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 4a   Top   No. 3




  Top    



   Breite No. 4      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 4a      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

83x52"
Nr. 4a:  210x130 cm (83x52"), Öl / Nessel · 01.12.1968 · verschollen
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 10  » 100  » 101  » 102  » 103  » 104  » 105  » 106  » 107  » 108  » 109  » 11  » 110  » 111  » 112  » 113  » 114  » 115  » 116  » 117  » 118  » 119  » 12  » 120  » 121  » 122  » 123  » 124  » 125  » 126  » 127  » 128  » 129  » 13  » 130  » 131  » 132  » 133  » 134  » 135  » 136  » 137  » 138  » 139  » 14  » 140  » 141  » 142  » 143  » 144  » 145  » 146  » 147  » 148  » 149  » 15  » 150  » 151  » 16  » 17  » 18  » 188  » 189  » 19  » 190  » 191  » 192  » 193  » 194  » 195  » 196  » 197  » 198  » 199  » 20  » 200  » 201  » 202  » 203  » 204  » 205  » 206  » 207  » 208  » 209  » 21  » 210  » 211  » 212  » 213  » 214  » 215  » 216  » 217  » 218  » 219  » 22  » 23  » 24  » 25  » 26  » 27  » 28  » 29  » 30  » 31  » 32  » 33  » 34  » 35  » 36  » 37  » 38  » 38a  » 38b  » 39  » 40  » 47  » 48  » 49  » 5  » 50  » 51  » 52  » 53  » 54  » 55  » 56  » 56e  » 56j  » 57  » 58  » 59  » 6  » 60  » 61  » 62  » 63  » 63a  » 64  » 65  » 66  » 67  » 68  » 69  » 70  » 71  » 72  » 73  » 74  » 75  » 76  » 77  » 78  » 79  » 7a  » 8  » 80  » 81  » 82  » 83  » 84  » 85  » 86  » 87  » 88  » 89  » 9  » 90  » 91  » 92  » 93  » 94  » 95  » 96  » 97  » 98  » 99


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Auch hierbei handelt es sich um einen ironischen Protest, diesmal jedoch gezielt gegen einen schon damals hochgeschätzten Avantgardisten gerichtet: » Yves Klein.

Ich kannte nur wenig aus der Kunstgeschichte und hatte mich damit auch gar nicht beschäftigt. Auf einer ersten Sommerreise mit meiner neuen Freundin durch Skandinavien besuchte ich das » Moderna Museet in Stockholm und war wenig angetan. Insbesondere empörten mich zwei Werke von Klein, die später beide zu künstlerischen Protestreaktionen führten.

Die berühmten Naturschwämme, die er einfach auf eine Holzplatte montiert und anschließend gleichmäßig blau eingefärbt hatte, empfand ich als abgeschmackt. Das sollte ein bedeutendes Kunstwerk sein? Nur eine von den drei Arbeiten, die in Reaktion darauf Kunstschwämme benutzen, haben Eingang ins Werkverzeichnis gefunden - warum eigentlich? Möglicherweise waren die beiden anderen nicht mehr in meinem Besitz, als ich die fotografische Dokumentation begann.

Die sogenannten Anthropometrien Kleins andererseits, Abdrücke nackter Frauen, die der Künstler vorher blau angemalt hatte, ohne jeden anekdotischen Bezug, wo er also Menschen in ihrer Eigenschaft als erotische Objekte enterotisiert, instrumentalisiert und zum Werkzeug macht, führten zur gesprühten Umrisszeichnung meiner Geliebten Erika, die durch eine dicke Lage Nivea und eine Faschingsperücke geschützt war. Diese Perücke wiederum wurde anschließend in Werk  Nummer 6 verarbeitet. *


› No. 6   80x60x30 cm sold/verkauft
Diese Frau wird in ihrer Körperlichkeit sichtbar, man ahnt ihre Rundungen, man möchte ihren Leib anfassen, sie wird als Individuum fassbar, obwohl die Darstellung hochgradig anonym ist. Ihre Haltung ist höchst stilisiert, wirkt im oberen Teil segnend, obwohl aus dem unteren hervorgeht, dass sie auf dem Bauch liegen muss. Da das Bild aber senkrecht an der Wand hängt, ergibt sich ein gewisser Schwebezustand.

Und wiederum drängen sich mir Assoziationen zu religiösen Vorstellungen auf, in diesem Fall zu Schweißtüchern. Das liegt zweifellos an der merkwürdigen Patina, von der ich gar nicht sagen kann, wie sie zustandegekommen ist. Es wird die natürliche Begleiterscheinung der Sprühtechnik gewesen sein. Man erkennt, dass ich zwei verschiedene Farben verwendet habe: Rot und Schwarz, um die Umrisse zu beschreiben. Wie der Bildgrund entstanden ist, weiß ich nicht mehr, aber er trägt sehr stark zur Aura des Werks bei.

Verglichen mit den Anthropometrien Kleins wirkt dieses Werk sehr intim, konkret, verbindlich, während seine Arbeiten demgegenüber abstrakt und willkürlich anmuten. Diese Frau könnte man liebkosen, seine Abdrücke nicht. Hier ahnt man die Haut und die Schönheit, bei ihm ist diese gar nicht vorstellbar. Seine Werke wirken distanziert, abgeklärt, unterkühlt, dieses Werk wirkt warm und naiv. Seine Bilder sind Artefakte eines Happenings, wo der Künstler im Smoking zu Kammermusik zur Unterhaltung des Publikums die nackten Frauen als stimmengesteuerte Pinsel benutzt, um die Autonomie und Künstlichkeit der Kunst zu beweisen. Mein Bild ist eine Liebeserklärung, entstanden in der Intimität der Zweisamkeit.

Dies war eins der Werke, die ein Jahr später anlässlich der Wohnungsauflösung vor der Übersiedlung in die USA versteigert wurde. Ich glaube nicht, dass ich den Erwerber gekannt habe. Anhand der Symbolfigur erkennt man, wie groß das Bild ist und wie groß die Frau, deren Abbild hier zu sehen ist. In unserem kleinen Zimmer war natürlich kein Platz dafür, aber für das so genannte Berliner Zimmer der großen gründerzeitlichen Wohnung, in der wir Studenten mit Freunden lebten, war es ideal: Ein großes Durchgangszimmer, mit dem eigentlich wenig anzufangen war, das einem solchen Bild aber sehr schön zur Entfaltung verhelfen konnte.

Ursprünglich hatte ich das Bild wohl nicht aufnehmen wollen, später aber dann meine Meinung geändert und musste es dann wegen der chronologischen Ordnung notgedrungen dazwischenschieben - deshalb die eigenartige Werknummer. Da ich alle Berliner Werke vor der Abreise fotografiert hatte, um sie verschiedenen Kunsthändlern anzubieten, und diese Dias die Zeiten ebenfalls überdauert hatten, konnten auch Werke dokumentiert werden, die inzwischen verschollen sind. Was aus diesem Bild wohl geworden ist? Ob es wohl immer noch existiert? Als wir nach einem Jahr aus den USA wieder zurückkamen und unseren alten Freunden in Berlin einen Besuch abstatteten, wusste niemand mehr etwas davon.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 5   Top   No. 4



Nachtrag Wohnungsszenario, 06.09.2011


No. 1 » 4a 210x130cm, 01.12.1968   Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Im Originafoto ist die Wand leer.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 5   Top   No. 4 Nachtrag Museumsszenario, 18.12.2012


No. 4 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 5 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 612 195x100cm, 17.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 5 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 612 195x100cm, 17.10.1985
 


No. 6 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 6 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 7 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 8 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 8 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 9 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 9 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 10 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 11 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 12 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 13 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 14 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 15 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


No. 16 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 17 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 18 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 5   Top   No. 4




  Top    



   Breite No. 4a      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 5      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

28x16x8"
Nr. 5: 70x40x18 cm (28x16x8"), Assemblage · 01.11.1968 · verschollen
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Die gerade eröffnete » Neue Nationalgalerie in Berlin zeigte eine Ausstellung amerikanischer » Pop Art; zum Beispiel die Brillo-Kartons von » Andy Warhol. Irgendeiner seiner Kollegen hatte einen echten Turnschuh an die Wand genagelt - das war's.

Das fand ich unmöglich und diskutierte darüber mit einem guten Freund, Student der Mathematik wie ich, der schon damals einen Hang zur Philosophie hatte und später dann auch eine Professur in diesem Fach bekam. Er fand das gut, ich nicht.

Mein Schuh ist nicht irgendein Schuh, keine industrielle Massenware, kein anonymes Markenprodukt, sondern das Erbstück eines Onkels aus dem » Sudetenland, von mir mit stolz getragen, bis ein Druckknopf abriss (in dieser Abbildung schlecht zu erkennen). Solche Schuhe mit eingearbeiteten Gamaschen gab es bei uns nicht.

Die schon erwähnte Schraube aus dem Klavier und damals ganz neu entwickelter Abreibebuchstaben zusammen mit einem Brett, das sich irgendwo in der studentischen Wohngemeinschaft fand, konstituieren den materiellen Teil des Werks. Der Schuh und die Schraube wurden wieder angesprüht, und zwar diesmal mit einer Metallicfarbe, ebenfalls eine damals neue Entwicklung. Das Brett blieb unbehandelt. Die linke untere Ecke war schon herausgebrochen, als ich das Brett fand.

Der Ausdruck 'Ährlich' wird heute kaum verstanden; das war eine wiederkehrende Floskel des westfälischen Kabarettisten » Jürgen von Manger, der als unbedarfter Kleinbürger Tegtmeier aus dem Kohlenpott Spontanreden vortrug (inzwischen bei » YouTube zu sehen). „Also ääährlich!“ ist seine immerwiederkehrende Redewendung, mit der er seine kritischen Aussagen unterstreicht; damals war diese Wendung sehr populär. Der schon in Werk  Nummer 4 anklingende Spott ist aber auch ohne Kenntnis dieser Anspielung nun nicht zu übersehen.

Hier taucht erstmals die Signatur 'Joey Arts Ltd.' auf, die ihrerseits natürlich eine Anspielung auf » Warhols » Factory und meinen gerade neu erworbenen studentischen Spitznamen Joe ist, von einer Mitbewohnerin als Joey verniedlicht, der seinerseits auf » Henry Miller zurückgeht und sich später zu meiner Signatur wandeln sollte. Aber das ist eine andere Geschichte. * (Ich selbst habe nie etwas von Miller gelesen und entdecke jetzt gerade in der Wikipedia, dass einer der beiden Protagonisten von » Stille Tage in Clichy Joey heißt. Na sowas!)

Die Aufnahme ist sehr schlecht. Ich nehme an, dass das Dia schon einen starken Gelbstich hat, weil es bei Kunstlicht aufgenommen wurde. Dieses Dia ist dann wohl irgendwann mal auf Papier ausbelichtet worden, und dieses Papier wird habe ich dann 1998 eingescannt. Der Scanner war wohl nicht besonders gut und meine Kenntnisse in der digitalen Bildbearbeitung sehr gering. Das Ergebnis lässt sehr zu wünschen übrig, reicht aber als Dokumentation. Das Werk ist verschollen. Ich weiß nicht mehr, ob es damals ebenfalls versteigert wurde, ich habe nicht Buch geführt und bin auf mein Gedächtnis angewiesen, das mich hier im Stich lässt.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 6   Top   No. 4a



Nachtrag Wohnungsszenario, 09.08.2011


No. 1 » 5 70x40cm, 01.11.1968  » 4 12x112cm, 01.11.1968  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 4 12x112cm, 01.11.1968
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Bis auf den Schädel ist die Wand im Originalfoto leer. Ob der auch Kunst sein soll?


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 6   Top   No. 4a Nachtrag Museumsszenario, 17.12.2012


No. 4 » 5 70x40cm, 01.11.1968  » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 5 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 5 70x40cm, 01.11.1968  » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 5 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 6 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 5 70x40cm, 01.11.1968  » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 6 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 7 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 5 70x40cm, 01.11.1968  » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 8 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 5 70x40cm, 01.11.1968  » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 8 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 9 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 5 70x40cm, 01.11.1968  » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 9 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 10 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 5 70x40cm, 01.11.1968  » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 11 » 5 70x40cm, 01.11.1968  » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 12 » 5 70x40cm, 01.11.1968  » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 13 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 5 70x40cm, 01.11.1968  » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 14 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 5 70x40cm, 01.11.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft
 


No. 15 » 5 70x40cm, 01.11.1968  » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 16 » 5 70x40cm, 01.11.1968  » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 17 » 5 70x40cm, 01.11.1968  » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 18 » 5 70x40cm, 01.11.1968  » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 5 70x40cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 6   Top   No. 4a




  Top    



   Breite No. 5      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 6      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

32x24x12"
Nr. 6: 80x60x30 cm (32x24x12"), Assemblage · 01.11.1968 · verschollen
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 7


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Der Bildträger ist eine der verdorbenen Leinwände, die ich produziert habe, als mir keiner mehr reinreden konnte und ich glaubte, allein schon damit die Möglichkeit zur Kunstproduktion erlangt zu haben, und die mir zu der bitteren Erkenntnis verhalfen, dass Freiheit keine hinreichende Bedingung für die Produktion von Kunst ist; es ist also eine echte, von mir bemalte Leinwand.

Die Perücke hatte ich im Zusammenhang mit Werk  Nummer 4a schon erwähnt; sie diente dazu, die Haare meiner Geliebten vor der Sprühfarbe zu schützen. Das Gebiss ist ein Abguss meines eigenen Gebisses; kurz vor dem Abitur hatte ich einen Unfall und schlug mir mehrere Zähne aus. Dies sind die Überbleibsel der Vorbereitungen für die Produktion der notwendig gewordenen Kronen. Dieses Produkt des Zahnarztes durfte ich als Erinnerung mitnehmen. Ich stellte es als Kleinskulptur ins Regal.

Zur Verwendung in diesem Werk wurden die Zähne rot angestrichen und die beiden Hälften anatomisch korrekt fixiert. Der Zigarillo bezeugt, dass ich trotz heftigen pubertären Protestes gegen die Raucherei meiner Eltern im Zuge des Erwachsenwerdens die imagefördernde Wirkung des Tabaks ausprobieren musste.

Der besondere Clou an dieser Arbeit ist die Asche. Für die Konservierung durfte ich mir etwas einfallen lassen. Wie man erkennt, ist es gut gelungen. Die Augen bestehen aus handgeformten Gipsklumpen, die auf einem Stöckchen montiert und rot angemalt sind. Die Blume stiftete meine Freundin; ich hatte sie ihr auf einem Kirmes geschossen.

Man sieht diesem Werk nicht unbedingt die Protesthaltung zu » Daniel Spoerri an; es gab noch ein zweites Werk, das Essensreste konservierte, und zwar durchaus problematische Materialien, etwa Feldsalat (» Eat Art). In diesem Fall war ich mir nicht sicher, wie haltbar meine Kunst sein würde. Sie hat aber wesentlich länger gehalten, als ich befürchtet hatte. Ich kann mich nicht erinnern, sie entsorgt zu haben. Vermutlich ist sie auf der großen Auktion vor dem Amerikaaufenthalt verkauft worden. In dieser Zeit lieferte ein Freund dieses Werk unter seinem eigenen Namen bei der Großen Berliner Kunstausstellung ein. Es wurde nicht nur ausgestellt, sondern auch neben anderen Werken für das Titelbild des Kataloges ausgewählt. Man denke! *


Notice: Undefined variable: ar in J:wwwstuerenburgblogjoeoeuvretoolsOeuvre2.php3 on line 599

Die Idee der » Objektkunst schien mir sehr dürftig; das war ein Fall für Leute, denen gar nichts mehr einfiel. Das Problem der Konservierung der Zigarrenasche war ja auch lediglich technischer Art und nicht wirklich interessant.

Die willkürliche Kombination von realen Gegenständen, die eine neue Art von Poesie hervorrufen sollte, hatte mich auch nie wirklich überzeugt. In diesem Fall wird ja ganz bewusst eine Art dreidimensionales Portrait erzeugt - die „Augen“ und der „Mund“ sitzen anatomisch einigermaßen korrekt. Die langen Haare und die Blume wirken eindeutig weiblich, während der Zigarillo ein männliches Element hineinbringt.

Die Augen sitzen eindeutig zu hoch, während man über die Position des Mundes nichts genaues sagen kann. Dadurch entsteht zwischen den Augen und dem Mund ein Loch, wodurch sich eine Sogwirkung ergibt. Zwei der Zähne im Unterkiefer haben etwas längere Hälse, was eine Art Vampirwirkung erzeugt.

Insgesamt scheint diese weibliche Person einen verführerischen, unheilvollen Charakter zu haben. Die langen schwarzen Haare entsprechen dem Klischee der Zigeunerin, die damals in so manchem Schlafzimmer gehangen haben mag.

Mehr kann man aus einer solchen Sache aber nicht herausholen. Und das war eindeutig zu wenig. Obwohl ich so etwas nicht für tragfähig hielt, meinte ich aber doch, es nicht einfach nur als Spaß betrachten zu können. Man muss sich ja schon fragen, warum ich überhaupt so etwas gemacht habe. Niemand sonst in meinen Umfeld wäre auf eine solche Idee gekommen.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 7   Top   No. 5



Nachtrag Wohnungsszenario, 08.08.2011


No. 1 » 6 80x60cm, 01.11.1968   Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 7.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft
 
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 7.
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. So ungefähr - ich musste die perspektivischen Verzerrung des Originalfotos in eine andere verwandeln, damit das Bild auf diese Wand passt, und hatte damit noch gar keine Erfahrung. Im Originalfoto hängt hier nichts.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 7   Top   No. 5 Nachtrag Museumsszenario, 17.12.2012


No. 4 » 6 80x60cm, 01.11.1968  » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 5 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 6 80x60cm, 01.11.1968  » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 5 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 6 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 6 80x60cm, 01.11.1968  » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 6 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 7 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 6 80x60cm, 01.11.1968  » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 8 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 6 80x60cm, 01.11.1968  » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 8 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 9 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 6 80x60cm, 01.11.1968  » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 9 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 10 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 6 80x60cm, 01.11.1968  » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 11 » 6 80x60cm, 01.11.1968  » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 12 » 6 80x60cm, 01.11.1968  » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 13 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 6 80x60cm, 01.11.1968  » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 14 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 6 80x60cm, 01.11.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft
 


No. 15 » 6 80x60cm, 01.11.1968  » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 16 » 6 80x60cm, 01.11.1968  » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 17 » 6 80x60cm, 01.11.1968  » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 18 » 6 80x60cm, 01.11.1968  » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 7   Top   No. 5




  Top    



   Breite No. 6      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 7      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

16x32x10"
Nr. 7: 40x80x25 cm (16x32x10"), Assemblage · 01.02.1969
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Die beiden elektrischen Bügeleisen, schon damals veraltet, hatten wohl ebenfalls die Vormieter zurückgelassen. Hier wird sehr deutlich, dass eigentlich nur ein Einfall zelebriert wird. Die beiden Eisen werden so auf eine Platte gestellt (entsprechende Markierungen finden sich dort), dass sich eine Beziehung zwischen beiden ergibt. Das weiße liegt sozusagen am Boden, das schwarze erhebt sich diesem gegenüber gleichsam drohend. Für diejenigen, die die Bildersprache noch nicht begreifen, zusätzlich die Beschriftung, wodurch sich das Werk als politische Stellungnahme im Befreiungskampf der ehemaligen Sklaven im engeren Sinne und als Symbol der weltweiten Befreiungsbewegung schlechthin lesen lässt - man darf nicht vergessen, dass damals die letzten Kolonien in die Freiheit entlassen wurden, » Black Power war in aller Munde.

Dass sich das Wort 'Revolution' spanisch buchstabiert, oder jedenfalls so tut, liegt lediglich daran, dass mit der entsprechenden Buchstaben ausgegangen waren und diese neuen Abreibebuchstaben für mich als Student zu teuer waren, als dass ich deswegen Nachschub hätte kaufen können. Der sich damit implizit, unabhängig von Fragen der korrekten Rechtschreibung, andeutende globale Befreiungsaspekt bei mir gerade recht; schließlich gingen auch bei uns irgendwo » Che Guevara-Poster. Der war damals einfach in. *

Wiederum stehen die Objekte nicht für sich selbst, sondern bedeuten etwas, in diesem Fall der Gegensatz zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten. Selbstverständlich war man auch politisch und stand auf der richtigen Seite, auf der Seite der Unterdrückten. Kunst sollte Stellung beziehen. Zugleich wird aber natürlich auch die Ohnmacht der Underdogs deutlich, denn obwohl sich das schwarze Bügeleisen technisch in perfekter Form befindet und das weiße eindeutig lädiert ist (der Bügel ist zerbrochen), muss sich dieses gar nicht um den Scheinaufstand kümmern, denn der ist nur Geste.

Dieses Werk befindet sich noch in meinem Besitz; die Bügeleisen, die ja nicht befestigt waren, sind durch diverse Umzüge ein bisschen zerdrückt, und die Farbe, die teils nachträglich aufgebracht worden war, ist teilweise abgeblättert (die orangefarbene Unterlage gehört nicht dazu). Im Berliner Zimmer, wo vermutlich das Foto entstanden ist, dekorierte diese „Skulptur“ einen Cocktailtisch, seither war dieses Ensemble immer magaziniert.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 7a   Top   No. 6



Nachtrag Wohnungsszenario, 08.08.2011


No. 1 » 7 40x80cm, 01.02.1969 » 6 80x60cm, 01.11.1968   Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 6.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 7 40x80cm, 01.02.1969 » 6 80x60cm, 01.11.1968 sold/verkauft
 
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 6.
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Toll! Was man alles machen kann!


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 7a   Top   No. 6 Nachtrag Museumsszenario, 17.12.2012


No. 4 » 7 40x80cm, 01.02.1969 » 704 30x24cm, 13.11.1997 » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 7 40x80cm, 01.02.1969 » 704 30x24cm, 13.11.1997 » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 7a   Top   No. 6




  Top    



   Breite No. 7      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 7a      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

20x16x12"
Nr. 7a: 50x40x30 cm (20x16x12"), Assemblage · 01.03.1969   Privatbesitz
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Der Hut gehörte meinem Vater; ich weiß nicht mehr, wieso ich den zur Hand hatte. Vielleicht wollte er ihn wegtun und ich nahm ihn an mich, um damit aufzufallen. Mit jugendlichem Stolz trug ich damals im Winter seine alte Fliegerjacke aus dem Zweiten Weltkrieg und dazu die ausgefallenen Gamaschenschuhe meines Onkels, von denen einer zum Kunstwerk wurde ( Nummer 5).

Soweit ich weiß, habe ich den Hut nie getragen (ich glaube, er war mir zu klein und ich versuchte vergeblich, ihn zu weiten). So habe ich ihn durch unzählige Anstriche mit Silberbronze zum Kunstwerk gemacht, bis er ganz schwer und hart geworden war, wie ich es mir erhofft hatte. Auf diese Weise hatte ich gewissermaßen eine Metallskulptur ohne die Kosten.

Dann brachte ich innen auf dem Hutband mit Abreibebuchstaben den folgenden Spruch an: 'Heavy Material. Protects against Niggers and Communist Infiltration. Joey Arts Ltd.' Das fand ich irgendwie passend und witzig.

Durch die Behandlung erhielt der Hut nicht nur eine metallische Struktur und Gewicht und Steifigkeit, sondern auch eine ungeahnte Präsenz. Der in dieser Ansicht unsichtbare Hutbandspruch zeigt mein Misstrauen gegenüber dem amerikanischen politischen Klima. Zweifellos bezieht er sich auf irgendeinen Werbespruch, den er persifliert, aber der ist mir entfallen.

Der damalige Käufer besitzt diesen Hut noch immer, allerdings ist er etwas gequetscht worden, weil er auf einer Party als Sitzgelegenheit missbraucht worden war. Daraufhin erwärmte dieser sich, verlor so vorübergehend ein wenig seine Steifigkeit, gab nach und härtete dann wieder aus. *

Das Foto zeigt den Hut auf dem Haken an einer der beiden Türen unseres winzigen Zimmers. Der Gelbstich resultiert aus der künstlichen Beleuchtung. Die Tür ist elfenbeinfarben, der Hut silbern.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 8   Top   No. 7



Nachtrag Wohnungsszenario, 08.08.2011


No. 1 » 7a 50x40cm, 01.03.1969   Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Meines Vaters Hut. Auch gut geeignet für feuchte Umgebungen. Im Originalfoto schmückt hier ein leicht sentimentaler Scherenschnitt die Wand.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 8   Top   No. 7 Nachtrag Museumsszenario, 17.12.2012


No. 4 » 7a 50x40cm, 01.03.1969  » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 5 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 7a 50x40cm, 01.03.1969  » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 5 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 6 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 7a 50x40cm, 01.03.1969  » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 6 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 7 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 7a 50x40cm, 01.03.1969  » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 8 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 7a 50x40cm, 01.03.1969  » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 8 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 9 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 7a 50x40cm, 01.03.1969  » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 9 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 10 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 7a 50x40cm, 01.03.1969  » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 11 » 7a 50x40cm, 01.03.1969  » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 12 » 7a 50x40cm, 01.03.1969  » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 13 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 7a 50x40cm, 01.03.1969  » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 14 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 7a 50x40cm, 01.03.1969  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft
 


No. 15 » 7a 50x40cm, 01.03.1969  » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 16 » 7a 50x40cm, 01.03.1969  » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 17 » 7a 50x40cm, 01.03.1969  » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 18 » 7a 50x40cm, 01.03.1969  » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 7a 50x40cm, 01.03.1969 sold/verkauft » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 8   Top   No. 7




  Top    



   Breite No. 7a      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 8      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

24x24x6"
Nr. 8: 60x60x15 cm (24x24x6"), Assemblage · 01.05.1969 · verschollen
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Das ist dasjenige der drei Schwammstücke, das ich in den Werkkatalog aufgenommen habe. Die beiden anderen kann man als abstrakte Landschaften klassifizieren, mit Gips angelegt, teils ganz deutlich, ganz klassisch auf Leinwand, während dies eine Montage aus der Rückseite eines Stuhlsitzes, Teile eines Kunststoffschwamms und eines klassischen Tauchsieders ist, alles Fundstücke aus der großen Berliner Wohnung in einem Haus aus der Gründerzeit. » Yves Klein und andere Objektkünstler lassen grüßen. Kunst ist ja so einfach!

Als ich Ende 1969 wegen meiner Übersiedlung in die USA den Haushalt auflösen musste, habe ich zunächst versucht, die Arbeiten im Kunsthandel unterzubringen - also muss ich selbst große Stücke darauf gehalten haben. Aber vielleicht war es nur die Unbedarftheit der Jugend; jedenfalls erinnere ich mich an einen Besuch in der renommierten Galerie Pels-Leusden und in der Avantgarde-Galerie, die der Künstler » Ben Wagin damals im » Europa-Center betrieb. Ich hatte zwar keinen Erfolg, meine Arbeiten wurden aber durchaus ernst genommen.

Jedenfalls habe ich das so wahrgenommen. Der Angestellte bei Pels-Leusden hat mich natürlich höflich abgewiesen, aber Ben Wagin schaute sich alle Dias an, eins nach dem anderen, und meinte schließlich: „Interessant, aber da ist keine Linie drin. Außerdem habe ich mein Lager voll.“. (Siehe auch mein Gespräch mit Ben Wagin im Jahre 1984 zu  Nummer 508.) *

Die Schwammteilchen sind nicht gleichmäßig über die Sitzfläche verteilt; in der Mitte kann man das Polstergeflecht sehen. Der Tauchsieder stößt von links unten in die Mitte vor. Das Kabel des Tauchsieders schlingt sich um das Gerät in der Form eines Kopfumrisses. Der Stecker fehlt, das Kabel endet in zwei Strippen. Vermutlich hatte es einen altertümlichen Stecker aus der Zeit, als Stromleitungen nur zwei Phasen führten und die Nullphase noch nicht erfunden war. Die Form der Sitzfläche bestimmt das Werk, indem durch die Ausrichtung eine Aufwärtsbewegung entsteht. Anschließend ist der Tauchsieder angesprüht worden.

Ein wunderbarer Staubfänger. Außer abstrakten ästhetischen Reizen kann ich dieser Sache nichts abgewinnen. Dies Werk ist ebenfalls verschollen. Mit dieser Masche hätte ich jetzt beliebig weitermachen können, dann hätte mein Tun eine Linie gewonnen, die Ben Wagin vielleicht zufriedengestellt hätte, weil man Künstler mit Linie angeblich gut vermarkten kann. Mir aber wurde klar, dass eine solche Beschäftigung unbefriedigend bleiben muss.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 9   Top   No. 7a



Nachtrag Wohnungsszenario, 08.08.2011


No. 1 » 8 60x60cm, 01.05.1969   Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Tja, hier passt das Objekt vielleicht hin. Und wer will, kann eine Menge hineininterpretieren. Im Originalfoto hängen hier zwei Pfannen.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 9   Top   No. 7a Nachtrag Museumsszenario, 17.12.2012


No. 4 » 8 60x60cm, 01.05.1969  » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 5 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 8 60x60cm, 01.05.1969  » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 5 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 6 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 8 60x60cm, 01.05.1969  » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 6 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 7 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 8 60x60cm, 01.05.1969  » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 8 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 8 60x60cm, 01.05.1969  » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 8 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 9 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 8 60x60cm, 01.05.1969  » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 9 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 10 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 8 60x60cm, 01.05.1969  » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 11 » 8 60x60cm, 01.05.1969  » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 12 » 8 60x60cm, 01.05.1969  » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 13 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 8 60x60cm, 01.05.1969  » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 14 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 8 60x60cm, 01.05.1969  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft
 


No. 15 » 8 60x60cm, 01.05.1969  » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 16 » 8 60x60cm, 01.05.1969  » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 17 » 8 60x60cm, 01.05.1969  » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 18 » 8 60x60cm, 01.05.1969  » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 8 60x60cm, 01.05.1969 sold/verkauft » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 9   Top   No. 7a




  Top    



   Breite No. 8      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 9      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

25x51"
Nr. 9:  63x128 cm (25x51"), Öl / Leinwand · 01.01.1972
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Die ironisierende Paraphrasierung konnte mir nicht gefallen, weshalb ich 1969 vor der Übersiedlung in die USA zur Fotografie wechselte, die mich jedoch ebenfalls nicht befriedigte. Zwar fotografierte ich ein paar Jahre lang sehr intensiv, aber immer mehr stellte sich heraus, dass die Fotografie keine Antwort auf meine Unruhe darstellte. Die Fotos wurden immer besser, aber sie langweilten mich. Ich saß fest.

Schließlich versuchte ich, so an die Problematik heranzugehen, wie Lieschen Müller sich das denkt. Ich versuchte mir das fertige Bild vorzustellen, aber dabei hatte ich kaum Erfolg. Schließlich probierte ich es mit Meditation. Hinter den geschlossenen Augen formten sich Bilder, die ich dann skizzenartig festhielt und später realisierte. Eins davon gemahnt an eine Landschaft mit großem Himmel und Wolken, wobei es allerdings so aussieht, als ob es sich um die Rückseite eines Bildes handele.

Die Ergebnisse meiner Bemühungen waren fürchterlich deprimierend, wie durch dieses Exemplar belegt wird. So ging es auf keinen Fall. Wie dann? *


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 10   Top   No. 8



Nachtrag Wohnungsszenario, 08.08.2011


No. 1 » 9 63x128cm, 01.01.1972  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 9 63x128cm, 01.01.1972
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Dieses Bett steht im » Haus eines Kunstfreundes - oder besser: Eines Kunsthändlers, genauer des Direktors einer Kunstgalerie für zeitgenössische Kunst in » La Jolla im Süden Kaliforniens. Man hält es kaum für möglich, aber dieser Mann hat es geschafft, ein noch scheußlicheres Bild als dieses über seinem Bett aufzuhängen, und merkwürdigerweise ist seine Freundin ihm nicht davongelaufen.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 10   Top   No. 8 Nachtrag Museumsszenario, 17.12.2012


No. 4 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 5 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 5 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 6 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 6 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 7 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 8 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 8 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 9 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 9 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 10 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 11 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 12 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 13 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 14 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 9 63x128cm, 01.01.1972 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 9 63x128cm, 01.01.1972
 


No. 15 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 16 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 17 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 18 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 9 63x128cm, 01.01.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 10   Top   No. 8




  Top    



   Breite No. 9      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 10      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

40x52"
Nr. 10:  100x130 cm (40x52"), Sand, Binder / Nessel · 01.06.1972
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 173


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Aus Anlass meiner Diplomfeier 1972 in Bielefeld wollte ich endlich ein großes Bild im Wohnzimmer haben und hatte tatsächlich eine Idee. Ich fertigte ein großes Gemälde aus verschiedenen Erden aus dem Garten des Hauses, wo wir zur Miete wohnten, wobei die Erde durch Bindemittel fixiert wurde. Interessanterweise ergaben sich viele verschiedene Erdtöne, obwohl der Garten doch gar nicht so groß war. Das Gemälde war abstrakt und durch die Pigmentierung entsprechend rau strukturiert. Es bereicherte die Einrichtung enorm und wirkte auf der Party sehr gut.

Doch leider war ich nicht ganz zufrieden. Durch ungleiche Verteilung des Bindemittels glänzte es an einigen Stellen. Ich wollte schlau sein, aber mehrmaliges Überstreichen mit Bindemittel verschlimmerte die Situation lediglich.

Schließlich drehte ich die Leinwand um und malte ein neues Bild, das unter der Nummer 10 in den Werkkatalog aufgenommen wurde. Es ist nach dem gleichen Rezept aus verschiedenen Erden entstanden, allerdings unter Zugabe von blauen Pigmenten im oberen Bereich, so dass der Eindruck einer wüstenartigen Landschaft entsteht. Da ich nun die Probleme mit dem Bindemittel kannte, gelang es mir, eine vollkommen matte Oberfläche zu erreichen.

Allerdings gefiel mir die platte Anspielung auf die Landschaft nicht. Immerhin habe ich dieses Bild aufgehängt, obwohl mir die Variante ohne Farbe besser gefallen hatte. Das anekdotische Moment schien mir doch zu banal; die abstrakte Version, die keinerlei Assoziationen evozierte, wirkte überzeugender auf mich, aber die war ja nun leider verdorben. Eine wirkliche Antwort auf meine Fragen stellte das aber nicht dar, und deshalb blieb dieses Bild auch ohne Folgen.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 11   Top   No. 9



Nachtrag Wohnungsszenario, 07.08.2011


No. 1 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 157 63x50cm, 11.06.1974 » 152 40x36cm, 23.05.1974  » 27 32x24cm, 13.10.1973 » 245a 38x32cm, 01.04.1975 » 256a 13x9cm, 01.04.1979 » 520 14x15cm, 16.08.1984  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 157 63x50cm, 11.06.1974 » 152 40x36cm, 23.05.1974 sold/verkauft » 27 32x24cm, 13.10.1973 » 245a 38x32cm, 01.04.1975 » 256a 13x9cm, 01.04.1979 » 520 14x15cm, 16.08.1984 sold/verkauft
 


Zum ersten Mal beim Test von  Nummer 173 aufgehängt und für erstaunlich wirksam befunden. Allerdings mag ich den wuchtigen Rahmen jetzt nicht mehr sehen.


No. 2 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968   Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 2 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Ein Loft; hier hängt im Original eine große Landkarte. Große Fläche, großer Höhe, große Fenster, ein bisschen Deko und ein paar klassische Möbel - fertig ist ein Musterfoto für eine Wohnzeitschrift.


No. 5 » 10 100x130cm, 01.06.1972  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 73,  » Nummer 78.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 5 » 10 100x130cm, 01.06.1972
 
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 73,  » Nummer 78.
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Ein Blick in eine echte Wohnung mit einem großen (noch größeren, figurativen) Bild an der Wand, die des Designers » Tim Campbell aus Los Angeles.


No. 8 » 10 100x130cm, 01.06.1972  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 8 » 10 100x130cm, 01.06.1972
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Man kann ein großes Bild auch in einem kleinen Zimmer auf Nahdistanz aufhängen: » 30m²-Hauptstadt-Wohnung mit nostalgischer Vorliebe für die amerikanische Geschichte. Raum ist in der kleinsten Hütte - man darf sich vor großen Formaten nicht fürchten. Ganz nebenbei wird auch noch der häßliche Kasten verdeckt. Im Original hängt hier ebenfalls ein relativ großes, plakatives Bild, eine stilisierte amerikanische Flagge à la » Jasper Johns, die aber den Kasten nicht verdeckt, sondern ihn gerade erst so richtig zur Geltung bringt.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 11   Top   No. 9 Nachtrag Museumsszenario, 16.12.2012


No. 11 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 12 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 13 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 14 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 15 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 16 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 17 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 18 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 19 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 20 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 21 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 10 100x130cm, 01.06.1972 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 10 100x130cm, 01.06.1972
 


No. 22 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 22 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 23 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 24 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 24 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 25 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 25 » 10 100x130cm, 01.06.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 11   Top   No. 9




  Top    



   Breite No. 10      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 11      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

17x12"
Nr. 11:  42x30 cm (17x12"), Kugelschreiber, Gouache / Papier · 06.09.1972
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-27

Ein Selbstportrait mit Kugelschreiber. Wer hätte das nach den Anfängen in Berlin gedacht?

In meiner Krise erinnerte ich mich endlich an mein Selbststudium der Fotografie. Schließlich war ich nicht der erste, der ein gutes Foto machen wollte, und ich war schon gar nicht der erste, der ein gutes Gemälde malen wollte. Also studierte ich die Kunstgeschichte, so wie ich die Fotografiegeschichte studiert hatte: Ich lieh mir Bücher aus öffentlichen Bibliotheken und betrachtete die Bilder, ließ sie auf mich wirken, versuchte zu verspüren, was daran gut war und warum und ließ die Texte weit gehend außer acht.

Ich erinnere mich noch an Herzrasen, als ich einmal nicht schlafen konnte und mitten in der Nacht wieder aufstand, ein Buch in die Hand nahm und ein Bild von » Jackson Pollock betrachtete. Das war eine starke körperliche Reaktion, sehr merkwürdig. So etwas habe ich nie wieder erlebt. War das dieser Ausnahmesituation geschuldet?

Schließlich stieß ich auf fünf barocke Gemälde unterschiedlicher Maler zu demselben Thema: Madonna mit Jesuskind, dargestellt auf einer Doppelseite. Selbstverständlich waren das alles Meisterwerke, sonst hätte man sie gar nicht erst abgebildet. Merkwürdigerweise schien mir evident, dass eines dieser Meisterwerke wirklich gut zu sein schien, wesentlich besser als die anderen vier. Woran konnte das liegen?

Nach einer Weile kam mir eine Ahnung. Alle fünf Bilder waren mit Meisterschaft gemalt, eines jedoch mit Herzblut.

Ach du lieber! Was sollte das denn heißen? War ich nicht ein Kind der Moderne, aufgeklärt, abgeklärt, agnostisch? Es half aber nichts. Besser konnte ich es nicht erklären. Wenn dem aber so war, dass der Künstler seinen Teil dazugeben musste, was wäre es denn, was ich zu geben hätte? Was war mir wichtig?

Auf diese Frage konnte ich keine Antwort geben, obwohl ich das von mir erwartet hätte. Das war ein Schock, der mich mehrere Wochen belastete. Ich wusste nicht, was mir wichtig war! Und das in diesem Alter! Schließlich war ich schon 24 Jahre alt! Endlich meldete sich nach etwa einer Woche eine Idee. Hatte ich nicht immer einen doppeläugige Spiegelreflex besitzen wollen, um vernünftige Selbstportraits machen zu können?


Ich setzte mich vor den großen Spiegel im Schlaf- und Arbeitszimmer (zu sehen links in  Nummer 36) und zeichnete. Natürlich konnte ich gar nicht mehr zeichnen, ich war ja schon viele Jahre aus der Übung. Es dauerte aber nicht lange, da ging es wieder sehr gut. Alle Selbstportraits zeigen den angestrengten Blick in den Spiegel und wirkten deshalb auf meine Freunde etwas fremd, nicht nur wegen der Spiegelverkehrtheit.

Hier erscheint erstmals die Signatur joe, die damals durchaus nahelag. Schließlich war ich als Student allgemein so bekannt. Anscheinend hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt auch schon ausgiebig mit Picasso beschäftigt, von dem ich die Gewohnheit übernahm, alle Werke zu datieren, und gegebenenfalls zu nummerieren. Dies ist das zweite Blatt vom Tage, wie die römische Ziffer zeigt.

Es gefällt mir nach wie vor sehr gut. An manchen Stellen wirkt es ein bisschen verkrampft, an anderen ist es aber wieder sehr locker. Die Farbe sagt noch sehr wenig, doch die Intensität des Ausdrucks ist erstaunlich. Der junge Mann ist offen, unerschrocken, zuversichtlich, neugierig. Er ist nackt - soweit ich mich erinnere, habe ich mich allerdings nicht ausgezogen. Der Unterkiefer ist korrigiert, aber das stört nicht.

Im Nachhinein fand ich es sehr interessant, dass ich den Kugelschreiber gewählt hatte. Damit war eine Korrektur völlig ausgeschlossen. Jeder Strich musste auf Anhieb sitzen. Keine Ahnung, warum ich das wollte. Als Kunsterzieher habe ich diesen Kniff später öfters eingesetzt, um die Blockade der Schüler zu überwinden, die im Bewusstsein der späteren Korrigierbarkeit nicht etwa freier arbeiten, sondern gehemmter, und beim Zeichnen schon an das Radieren denken. Wenn aber jeder Strich sitzen muss, muss man sich wohl oder übel ein Herz nehmen und ins tiefe Wasser springen.

Dies war ein Schritt in die richtige Richtung. Es blieb nicht bei einem Selbstportrait. Einige weitere sind ins Werkverzeichnis aufgenommen worden. Was das mit der Kunst zu tun hatte und mit dem, was mir wichtig war, wurde mir dadurch allerdings nicht klar. *


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 12   Top   No. 10



Nachtrag Wohnungsszenario, 06.08.2011


No. 1 » 11 42x30cm, 06.09.1972  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 15,  » Nummer 22,  » Nummer 78.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 11 42x30cm, 06.09.1972
 
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 15,  » Nummer 22,  » Nummer 78.
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Ein Bild im Badezimmer eines » kreativen Menschen - im Original ist hier das viktorianische Portrait einer Katzendame mit origineller Fellzeichnung im Silberrahmen zu sehen, der im Spiegel gut erkennbar ist.


No. 4 » 15 42x30cm, 10.11.1972 » 11 42x30cm, 06.09.1972  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 15 42x30cm, 10.11.1972 » 11 42x30cm, 06.09.1972
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Auf den ersten Blick beeindruckend, auf den zweiten eher ärmlich - üppige Pflanzen sind natürlich immer beeindruckend. Die beiden kleinen Bilder an der schmalen Wandfläche habe ich ersetzt; die Gouache kommt natürlich auch über große Entfernungen, aber selbst von der Kugelschreiberzeichnung kann man noch mehr erkennen als von den ursprünglichen Bildern.


No. 7 » 11 42x30cm, 06.09.1972  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 11 42x30cm, 06.09.1972
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Dies könnte ein Hotelzimmer sein - nur die vielen Bücher wollen nicht so recht dazu passen.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 12   Top   No. 10 Nachtrag Museumsszenario, 16.12.2012


No. 10 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 11 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 12 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 13 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 14 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 15 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 16 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 17 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 18 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 19 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 20 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 11 42x30cm, 06.09.1972 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 11 42x30cm, 06.09.1972
 


No. 21 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 22 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 22 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 23 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 24 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 24 » 11 42x30cm, 06.09.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 12   Top   No. 10




  Top    



   Breite No. 11      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 12      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

12x9"
Nr. 12:  30x21 cm (12x9"), Kugelschreiber, Gouache / Papier · 06.09.1972
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Nachdem ich lange Zeit diese Arbeiten für wenig bedeutend gehalten hatte, sehe ich sie heute mit anderen Augen. Ich bin verblüfft über die Präsenz, über die Ausdrucksstärke, die Integrität des jungen Mannes, der sich selbst anschaut und nicht weiß, was er tut und warum er es tut. *

Bei diesem Bild traue ich mich, Farbe zu bekennen. Aber es ist nicht die Farbe, die hier besonders beeindruckt, es ist der Blick. Dieser Typ schaut den Betrachter so intensiv an, dass man geneigt ist, sich selbst zu fragen: Wer bin ich, was will ich, was soll ich?

Im ersten Selbstportrait schaut die Figur in eine unbestimmte Ferne, etwas himmelwärts, der Betrachter bekommt dadurch eine gewisse Distanz zugewiesen, er wird Beobachter, hier jedoch ist er Ansprechpartner. Was will der Bursche vom Betrachter?

Der Oberkörper ist leicht gedreht und stößt fast an die Bildkante, der Kopf scheint fast aus dem Bild herauszuragen, die Distanz zum Betrachter wirkt nah. Der rückt einem sozusagen auf die Pelle, er will es wissen.

Der Blick ist offen und ernst. Er fragt nach dem Wesentlichen. Wer bist du? Das vorherige Bild hat demgegenüber etwas Sakrales, der Dargestellte könnte ein Betender sein. Dieses Bild hingegen ist nüchtern und abgeklärt.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 13   Top   No. 11



Nachtrag Wohnungsszenario, 06.08.2011


No. 1 » 12 30x21cm, 06.09.1972 Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 12 30x21cm, 06.09.1972
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Eine Zeichnung in der Dusche - warum nicht? Man muss sie nur wasserdicht verpacken und gleichzeitig dafür sorgen, dass man später auch noch mal wieder dran kommt. Das müsste sich machen lassen.


No. 4 » 12 30x21cm, 06.09.1972 Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 12 30x21cm, 06.09.1972
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Oder neben dem Foto - auch nicht schlecht.


No. 7 » 12 30x21cm, 06.09.1972  Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 26.Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 12 30x21cm, 06.09.1972
 
Siehe zu dieser Umgebung auch  » Nummer 26.
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. » Sonniger, südlicher Kalifornien-Stil, so wurde diese Wohnung klassifiziert: Hier kommt die Zeichnung gut zur Geltung - das ist nämlich eigentlich was für die Nahdistanz, auch wenn eine Fernwirkung durchaus vorhanden ist. Diese Stelle an der Wand neben dem großen Bild war frei, und da macht sich die Zeichnung gut. Mit Hilfe der Farbe des Passepartout kann man beliebige Akzente setzen.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 13   Top   No. 11 Nachtrag Museumsszenario, 16.12.2012


No. 10 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 11 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 12 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 13 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 14 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 15 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 16 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 17 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 18 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 19 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 20 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 12 30x21cm, 06.09.1972 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 12 30x21cm, 06.09.1972
 


No. 21 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 22 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 22 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 23 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 24 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 24 » 12 30x21cm, 06.09.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 13   Top   No. 11




  Top    



   Breite No. 12      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 13      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

12x11"
Nr. 13:  30x26 cm (12x11"), Öl / Weichfaser · 29.10.1972 - 13.10.1973
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 105  » 172  » 173  » 27  » 40


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Dies ist die Überarbeitung eines früheren Gemäldes, die an mehreren Stellen deutlich zu erkennen ist. Die Datierung des ursprünglichen Gemäldes ist schwierig. Es könnte noch während meiner Schulzeit entstanden sein oder aber vor den Objektarbeiten aus den Berliner Jahren.

Vermutlich war es ein Selbstportrait, das nun fantastisch umgearbeitet wurde. Der souveräne Einsatz der Farben ist verblüffend. Die Klänge sind wunderschön und entsprechend schwierig zu reproduzieren. Je länger ich auf dem Bild herumschaue, desto entzückter bin ich über die fantastischen Farbzusammenstellungen, die man sich überhaupt nicht ausdenken könnte. Wie kann man nur so ein Bild malen? Alles muss ja zusammenpassen, jede Linie und jede Farbe wirkt wieder auf die anderen zurück. Wie die Pinselführung die Farbe changieren lässt, ist unglaublich, etwa bei der roten Umrandung der Haare.

Witzigerweise finden sich einige Symbole auf dem weißen, hochgeschlossenen Gewand des Mannes mit rotem Schnurrbart und Mittelscheitel, dessen beiden Knöpfe genialisch angedeutet sind: Das mathematische Symbol für die Summe Σ, das physikalische Vektorzeichen und zwei Zeichen für die große Unbekannte x nebst logischem Nicht-Zeichen ¬. Ein gelbes Fragezeichen ? im Haar, die mathematischen Operatoren + und * auf den Wangen und eine Punkt-Strich-Kombination sowie einige Zickzacklinien vervollständigen das Zeicheninventar.

Auffällig ist natürlich die dunkle Hautfarbe, die Schminke sein könnte, und die grelle Bemalung des Gesichts, die völlig unkonventionell ist und weder an Stammesbemalungen noch an Clownsmasken erinnern. Der Schnurrbart sticht auf den ersten Blick nicht besonders ins Auge, aber wenn man genau hinschaut, sieht es aus, als sei er aufgeklebt. Will sich da jemand hinter einer Maske verstecken? Der Mann ist deutlich verwirrt. Besonders die altrosa umrahmten gelben Augen und der rote Mund mit den Mäusezähnchen strahlen aber eine enorme Innigkeit aus, deren ich mir damals gar nicht bewusst war. *


Die grünen Haare sind natürlich ebenfalls ungewöhnlich, fallen mir aber jetzt erstmals bewusst auf. Warum hat der grüne Haare? Oder ist es eine Haube, die so tut, als wären es Haare? Das Werk  Nummer 31 zeigt ebenfalls ein Selbstportrait mit grünen Haaren, was mir früher schon mal aufgefallen war und wofür ich keine Erklärung hatte.

Und dann lief mir vor etwa 10 Jahren ein Buch über den so genannten » Grünen Mann über den Weg, ein Phänomen, das sich durch die Kunstgeschichte zieht und im Sinne der » Archetypenlehre von » C.G. Jung gedeutet wurde. Das half mir aber auch nicht weiter. Der Grüner Mann ist durch die Vegetation grün, seine Haare und sein Bart werden durch Blätter gebildet, was hier eindeutig nicht der Fall ist. In diesem Sinne ist das sicher kein Grüner Mann.

Noch etwas fällt mir heute auf: Das Mal auf der Stirn. Es ist ja eine Art Hinweiszeichen wie bei einer Schnitzeljagd und könnte auf das sogenannte geistige Auge hinweisen, wie es in Indien manchmal als Schmuckzeichen angedeutet wird, wenn dieses nicht viel zu hoch angebracht wäre. Die ganze Partie der Nase und der Stirn wiederholt noch einmal den Pfeil nach oben, an den sich die rot gezackte Linie anschließt, die den Scheitel markiert, der seinerseits viel zu hoch angesetzt ist und ebenfalls nach oben weist. Diese Partie wiederum korrespondiert mit der eigenartigen Form, die die Kinnlade und das Kinn markiert, mit einem deutlichen Punkt abschließt und ebenfalls nach oben weist.

Dieser Mann ist nicht nur verwirrt und ein wenig traurig, er schaut auch nach innen beziehungsweise in eine unbestimmte Nähe, wodurch deutlich wird, dass er eigentlich nichts anschaut als seine eigene Existenz. Man könnte annehmen, dass er ein bisschen Angst hat vor der Fülle des Lebens, aber neugierig ist er auch. Ich fasse dieses Bild als Selbstportrait auf, und es sollte nicht das einzige bleiben, das mich in starker Verwirrung zeigt.

Der Gegensatz der Befindlichkeit des Dargestellten zu den beiden vorherigen Arbeiten ist ziemlich deutlich. Die beiden anderen Selbstportraits sind demgegenüber sowohl naiver als auch weniger offen. Sie zeigen das, was ich im Spiegel sehen konnte. Ich wollte mich ähnlich zeichnen, und wenn mir auch eine fotografische Ähnlichkeit nicht gelang, was mit dem Kugelschreiber auch nicht ganz einfach wäre, so war ich doch ziemlich zufrieden. Ähnlicher hat ein » Pablo Picasso sich auch nicht zeichnen können, um den mal ins Spiel zu bringen. Dieses Bild jedoch erhebt gar nicht den Anspruch, möglichst ähnlich zu sein. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb wird etwas sichtbar, das im Spiegel nicht zu finden ist.

Die realistischen Selbstportraits habe ich bald aufgegeben, weil mir klar wurde, dass auf diese Weise im wesentlichen nur die Oberfläche dargestellt werden kann. Durch die Maskierung kann jedoch, wie man hier sieht, etwas zum Vorschein kommen, was möglicherweise noch gar nicht bewusst ist oder nicht formuliert werden kann. Hier scheint also zum ersten Mal eine Dimension der Kunst auf, die mich faszinierte und ein Leben wert zu sein schien.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 14   Top   No. 12



Nachtrag Wohnungsszenario, 06.08.2011


No. 1 » 13 30x26cm, 29.10.1972  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 13 30x26cm, 29.10.1972
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Ein kräftiger Akzent in einer zarten Umgebung.


No. 4 » 13 30x26cm, 29.10.1972  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 13 30x26cm, 29.10.1972
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Fernwirkung. Aber da fehlt doch noch was...


No. 7 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968   Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Na also: So kommt 4a zu Ehren.


No. 10 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 2 38x52cm, 01.01.1963   Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 2 38x52cm, 01.01.1963 sold/verkauft
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Von nahem hat man was davon, je näher, desto besser.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 14   Top   No. 12 Nachtrag Museumsszenario, 15.12.2012


No. 13 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 14 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 15 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 16 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 17 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 18 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 19 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 20 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 21 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 22 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 22 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 23 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 13 30x26cm, 29.10.1972 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 23 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 13 30x26cm, 29.10.1972
 


No. 24 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 24 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 25 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 25 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 26 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 26 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 27 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 27 » 13 30x26cm, 29.10.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 14   Top   No. 12




  Top    



   Breite No. 13      Max      800 px      500 px  


   Breite No. 14      Max      800 px      500 px  


180 cm - 71 inch

17x12"
Nr. 14:  42x30 cm (17x12"), Ölkreide / Papier · 10.11.1972
     

  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario



An der Wand mit:  
» 45


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Top  

2014-06-26

Ich sitze wieder vor dem Spiegel und probiere eine neue Technik aus: Ölkreide. Ich hatte damit gar keine Erfahrungen und mir einen schönen, professionellen Holzkasten gekauft, den ich heute noch besitze. Diesmal habe ich ein Hemd an, man sieht im offenen Kragen sogar das Unterhemd. Merkwürdigerweise habe ich hier einen Seitenscheitel; vielleicht sind die Haare an diesem Tag gerade so gefallen.

Der Blick ist ernst und intensiv - wieder schaut der Portraitierte den Betrachter genau an. Man hat nicht so sehr den Eindruck, dass der Maler sich selbst anschaut, als vielmehr, dass die Person im Bild den Betrachter fixiert. Im Gegensatz zu  Nummer 12 ist hier die Selbstgewissheit, die Zuversicht, die fordernde Haltung, die dort ganz rein auftrat, hier sehr stark überlagert von Selbstzweifeln und Angst. So ähnlich hätte auch » Vincent van Gogh schauen können.

Die Selbstportraits von Vincent gehören zu den stärksten Arbeiten, die er hinterlassen hat. Merkwürdigerweise hat er immer außen gesucht, was nur drinnen zu finden ist. Vielleicht hat das mit seinem christlichen Elternhaus zu tun: So wollte er ja gerne die anderen retten, wo es doch nur darum geht, sich selbst zu retten. Da kann man vielleicht auch noch was erreichen, während die anderen sich ja gar nicht erretten lassen wollen.

Aber ich habe gut reden. Ich saß da vor dem Spiegel und wusste auch nicht, worum es ging. Dabei hatte ich es direkt vor meiner Nase. Was war mir wichtig? Nichts fiel mir ein, aber es war doch sonnenklar: Ich selbst musste mir wichtig sein, wer denn sonst? Für mein Leben war ich selbst verantwortlich und nur ich allein, niemand konnte mir das abnehmen. Ich musste alles daransetzen, dieses Leben fruchtbar zu machen. Aber was sollte das heißen?

Es war noch gar nicht so lange her, dass ich Abitur gemacht hatte. Als Schulsprecher hielt ich die Abiturrede. Ich beklagte mich darüber, dass ich mich für das Leben gar nicht gerüstet fühlte. Kurz danach saß ich mit einer Freundin zusammen und wir fragten uns, was uns im Leben erwarte. Vor ein paar Jahren gab sie mir den Brief zurück, den wir damals schrieben. Es war mir peinlich, meinen Lebensentwurf zu lesen - wie naiv ich war!

Und nun war ich unversehens erwachsen geworden - jedenfalls musste man das wohl annehmen. Ich war volljährig, lebte seit ein paar Jahren in wilder Ehe mit einer Frau, die ich nach besten Kräften liebte, hatte ein Mathematikstudium erfolgreich beendet und bereitete mich auf den nächsten Schritt in der professionellen Entwicklung vor, die Promotion. Aber doch schien irgendwo der Zweifel zu wohnen. Ich konnte so etwas wohl machen, aber keine Leidenschaft für die Mathematik empfinden. War das nötig? Konnte man nicht ein ganz gewöhnliches Leben führen und einfach seine Pflicht tun? Warum musste ich mich vor den Spiegel setzen und mich selbst zeichnen? Irgendetwas quälte mich, und das wird in diesem Portrait sichtbar. Der Mann fühlt sich nicht wohl in seiner Haut.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Kommentar   No. 15   Top   No. 13



Nachtrag Wohnungsszenario, 06.08.2011


No. 1 » 14 42x30cm, 10.11.1972  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 1 » 14 42x30cm, 10.11.1972
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Eine armselige Wohnung, vielleicht eine Studentenbude.


No. 4 » 14 42x30cm, 10.11.1972  Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme. · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 4 » 14 42x30cm, 10.11.1972
 
Ein Klick auf das Bild zeigt die Originalaufnahme.


» Nachher/vorher: einblenden. Ein Blickfang. Die Küche besitzt jetzt einen Schmuck.


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario


  Museumsszenario   No. 15   Top   No. 13 Nachtrag Museumsszenario, 15.12.2012


No. 7 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 7 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 617 96x145cm, 14.11.1985
 


No. 8 » 245 81x70cm, 29.11.1977  » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 8 » 245 81x70cm, 29.11.1977 sold/verkauft » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 614 80x54cm, 18.10.1985
 


No. 9 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 9 » 610 72x100cm, 14.10.1985 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 194 99x79cm, 08.09.1974
 


No. 10 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 10 » 559 70x60cm, 18.01.1985 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 549 80x60cm, 08.01.1985
 


No. 11 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 11 » 558 70x50cm, 17.01.1985 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 225 78x65cm, 12.05.1976
 


No. 12 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 12 » 550 100x80cm, 11.01.1985 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 372 100x80cm, 18.07.1983 sold/verkauft
 


No. 13 » 229 100x80cm, 21.10.1976  » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 13 » 229 100x80cm, 21.10.1976 sold/verkauft » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 298 100x80cm, 29.03.1983
 


No. 14 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 14 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 289 146x130cm, 30.11.1982
 


No. 15 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 15 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 282 130x114cm, 15.10.1982 sold/verkauft
 


No. 16 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 16 » 201 108x80cm, 31.10.1974 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 259 131x100cm, 08.10.1980
 


No. 17 » 226 79x159cm, 17.05.1976  » 14 42x30cm, 10.11.1972 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 17 » 226 79x159cm, 17.05.1976 sold/verkauft » 14 42x30cm, 10.11.1972
 


No. 18 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 18 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 217 129x103cm, 29.04.1975
 


No. 19 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 19 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 214 103x130cm, 14.02.1975
 


No. 20 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975 · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 20 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 213 103x129cm, 04.02.1975
 


No. 21 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968  · © Copyright Werner Popken. 
Alle Kunstwerke / all artwork © CC BY-SA
No. 21 » 14 42x30cm, 10.11.1972 » 4a 210x130cm, 01.12.1968 sold/verkauft
 


  Kommentar   Simulation Wohnumgebung   Museumsszenario   Museumsszenario   No. 15   Top   No. 13




  Top    



   Breite No. 14      Max      800 px      500 px  


 Vorschau Öl        Listenansicht    Max     • 800px      500 px      

Öl       Papier       Skulpturen       Drucke       Alles       Winzig       Klein       Mittel       Groß       Riesig      

 
Home   Fotos   Galerie   Manifest   Credo   Texte   Blog   Bücher   Altar      English   Top


Suche nach search

 

Der gewöhnliche Hansel auf seinem langen Weg zu Gott.
Signatures joe
Werner Stürenburg: Entwicklung seiner Signatur

server time used 0.3373 s